„Bis bald vor Ort“

Das ist ja auch ein Signal: als eine der ersten Dienststellen der Bundeswehr hat der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière heute das Einsatzführungskommando in Geltow bei Potsdam besucht. (Vielleicht auch als erste Dienststelle – was er in den ersten beiden Arbeitstagen seiner Amtszeit gemacht hat, ist ja nicht so genau überliefert…) Ein Beleg dafür, dass an der Devise Die Einsätze sind das strukturbestimmende Merkmal der Streitkräfte wohl nicht gerüttelt wird.

Der Besuch im Bundeswehr-Video:

Zu dem Besuch die Mitteilung des Einsatzführungskommandos:

Dr. Thomas de Maizière hat heute gemeinsam mit Generalleutnant Rainer Glatz aus der Operationszentrale des Potsdamer Einsatzführungskommandos heraus per Videokonferenz mit der Truppe im Einsatz gesprochen.

De Maizière: „Die Bundeswehr ist eine Bundeswehr im Einsatz. Deshalb ist es mir wichtig, zunächst mit allen Einsatzkontingenten zu sprechen. Der beste und schnellste Weg zum unmittelbaren Kontakt in die Einsatzgebiete ist das Einsatzführungskommando.“ weiterlesen

Die NATO ist schon da

Da scheint mir ein eigener Eintrag sinnvoll, um die – wohl weitgehend abgeschlossenen – Evakuierungsbemühungen westlicher Staaten in Libyen und ein davon unabhängiges mögliches militärisches Engagement des Westens auseinander zu halten: Die NATO überwacht (natürlich?) schon längst den Luftraum vor und vermutlich auch über Libyen. Dazu gibt es ein interessantes Video von Al Jazeera: No-fly buildup focuses on Malta

(Direktlink: http://english.aljazeera.net/video/africa/2011/03/2011375401960317.html)

Der britische Independent hat dieses Material auch aufgegriffen: weiterlesen

Libyen: So liefen die (britischen) Evakuierungsflüge

Vermutlich müssen wir noch ein kleines bisschen warten, bis die Piloten der deutschen Transall-Maschinen von ihren Evakuierungsflügen nach Libyen im Detail berichten dürfen. Jedenfalls so detailliert wie der britische Hercules-Pilot, der im Telegraph von seiner Mission erzählt:

Libya: personal account of RAF pilot who took part in SAS rescue mission.

Darüber hinaus berichtet der zuständige britische Kommandeur ebenfalls im Telegraph, dass zwei britische Maschinen problemlos in den libyschen Luftraum einfliegen konnten – eine dritte aber abdrehte, nachdem die Libyer gedroht hatten, sie abzuschiessen:

Libyans threatened to shoot down RAF rescue planes

Interessant neben der Tatsache, dass die britischen Maschinen – wie wohl auch die deutschen – als humanitäre Flüge nach Libyen reingingen, ungeachtet der bewaffneten Schutzkomponente an Bord, ist vor allem die permanente AWACS-Überwachung des libyschen Luftraums, die offensichtlich  derzeit ständige Praxis ist.

(Die weitergehenden Infos zum Thema AWACS habe ich in einen neuen Eintrag verschoben.)

Das ist übrigens auch hübsch: Vor der Rettung kommt der Belehrungshalbkreis