Besorgter US-Blick nach China – es geht nicht nur um Hacker
Das US-Verteidigungsministerium hat seinen aktuellen Bericht zur Lage und (amerikanischen) Bewertung der Streitkräfte Chinas vorgelegt. Dabei konstatieren die USA vor allem mit Besorgnis die Modernisierung der chinesischen Streitkräfte, und das gilt nicht allein für die vermuteten (oder beobachteten) Cyberwar-Kapazitäten Chinas. Besorgt äußern sich die USA zudem nicht nur wegen der Modernisierung an sich, sondern auch, weil dieser Prozess im Unterschied zu westlichen Demokratien nicht transparent ablaufe.
Aus Zeitgründen muss ich es bei einem Hinweis belassen, den Bericht selbst gibt es hier zum Herunterladen. Die Meldung des Pentagon dazu hier (einschließlich Transkript).
(Foto: Pearl Harbor, Hawaii, Sept. 6, 2006 – Sailors aboard the Chinese Navy destroyer Qingdao (DDG 113) stand at attention as visitors board the ship for a tour. The ship arrived in Pearl Harbor along with the oiler Hongzehu for a routine port visit – U.S. Navy photo by Chief Mass Communication Specialist David Rush via Wikimedia Commons)
Chemiewaffen in Syrien: Wo genau ist die rote Linie?
Die Geschichte entwickelt sich gerade, und was daraus wird, ist noch ziemlich offen: Die USA haben nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass im Bürgerkriegsland Syrien Chemiewaffen eingesetzt wurden – so äußerte sich unter anderem Verteidigungsminister Chuck Hagel am (gestrigen) Donnerstag in Abu Dhabi (Foto oben, Transkript hier). In einem Brief des Weißen Hauses an die Abgeordneten John McCain und John Carl Levin wird das ebenfalls eingeräumt, allerdings: es gibt Hinweise auf den Einsatz des Nervengases Sarin, aber keine belastbaren Beweise und vor allem keine klaren Erkenntnisse, wann und wo dieser völkerrechtlich geächtete Kampfstoff gebraucht wurde. weiterlesen
Entscheidung über US-Truppenstärke in Afghanistan erst nach dem Sommer
Tja, das dürfte die Planung der Verbündeten und nicht zuletzt der Deutschen ein wenig schwerer machen: Die USA sollten, so die Empfehlung des ISAF-Kommandeurs, erst nach dem Sommer entscheiden, wie viele amerikanische Soldaten nach Auslaufen der ISAF-Mission Ende 2014 in Afghanistan bleiben sollen. Der Marines-General Joseph Dunford (Foto oben Mitte) äußerte sich heute entsprechend vor dem zuständigen US-Parlamentsausschuss, wie Reuters berichtet:
The U.S. commander of international forces in Afghanistan said on Tuesday he will make a recommendation of how many American troops should remain in Afghanistan after he sees how well Afghan security handles the summer fighting season. weiterlesen
DroneWatch: Nun doch keine Kriegsmedaille für US-Drohnenpiloten
Die Piloten bewaffneter Drohnen der U.S. Air Force können sich nun doch nicht darauf freuen, mit einer Kriegsmedaille geehrt zu werden. Nachdem der frühere amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta eine solche Medaille für Drohnenpiloten – und Cyberkrieger – vorgeschlagen hatte, die auch weit entfernt vom Gefechtsfeld ihren Beitrag zum Gefecht leisten, hat sein Nachfolger Chuck Hagel die Distinguished Service Medal erst mal auf Eis gelegt: weiterlesen
Jung&Naiv: Ausländische Truppen in Deutschland
Zum Wochenende eine neue Folge von Jung und Naiv: Nachdem Tilo Jung mit dem US-Botschafter in Deutschland gesprochen hatte, kam er zu mir mit der Frage: Wie, es gibt noch ausländische Soldaten in Deutschland? Wieso das denn?
(Das Crowdfunding-Projekt für Jung&Naiv geht in die allerletzte Phase: Bis Montag kann man sich noch beteiligen. Tilo hat sein Ziel zwar schon, hm, übererüllt. Aber da geht doch noch was.)




Thomas Wiegold schreibt über die Bundeswehr, über Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Die Truppe hat er schon lange im Blick: 1993 berichtete er aus Somalia und seitdem aus fast allen Einsatzgebieten der Bundeswehr.