Erstmals modernste F22-Kampfjets der USA nach Deutschland verlegt

NELLIS AIR FORCE BASE, Nev. -- F-22 Raptors from the 90th Fighter Squadron Elmendorf Air Base, Alaska and the 49th Fighter Wing Holloman Air Force Base, N.M. fly to the Nevada Test and Training Range during Red Flag  Feb. 4, 2010. Red Flag, a realistic combat training exercise involving the air forces of the United States and its allies. The exercise is conducted on the 15,000-square-mile Nevada Test and Training Range, north of Las Vegas.  (U.S Air Force photo by Staff Sgt. Taylor Worley)

Die US-Luftwaffe hat erstmals ihr modernstes Kampfflugzeug, die F-22 Raptor, nach Europa verlegt. Vier dieser Jäger landeten am (heutigen) Freitag auf der US-Luftwaffenbasis in Spangdahlem in der Eifel, wie die Air Force mitteilte:

Four F-22 Raptors, one C-17 Globemaster III, and approximately 60 Airmen arrived at Spangdahlem Air Base, Germany, to train with allied air forces and U.S. services through mid-September.
This first-ever F-22 training deployment to Europe is funded by the European Reassurance Initiative, and provides support to bolster the security of our NATO Allies and partners in Europe.

Die Verlegung der F-22 hatten die USA Anfang der Woche angekündigt und in einen eindeutigen Zusammenhang mit russischen Militäraktivitäten und der Ukraine-Krise gestellt. weiterlesen

Exercise Watch: Nachlese ‚Rapid Trident 2015′ in der Ukraine


Mit ein bisschen Nachlauf hat die NATO auf ihrem Youtube-Videokanal ein Video der Übung Rapid Trident veröffentlicht, die im Juli im Westen der Ukraine stattfand (Direktlink: https://youtu.be/HRy6QXQe9j8).

Interessant dabei: Rapid Trident ist eine seit Jahren bestehende Manöverserie unter Führung der USA, also keine NATO-Veranstaltung – auch wenn die Ukraine als Partnership-for-Peace-Nation der Allianz eingebunden und ja tatsächlich auch Hauptakteur ist. Und: auf ihrem offiziellen Video-Kanal bezieht die NATO hier eine Position in der Darstellung, die zwar sehr eng an die US-Sichtweise angelehnt ist. Aber nicht unbedingt der Sichtweise aller 28 Mitglieder des Bündnisses entspricht?

 

US-Ex-Militärs machen sich für Iran-Deal stark: ‚Erst der Diplomatie eine Chance geben‘

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Der Nuklear-Deal mit dem Iran, im Juli endgültig ausgehandelt von den Vetomächten im UN-Sicherheitsrat und Deutschland mit dem Regime in Teheran, ist in den USA politisch heftig umstritten. Präsident Barack Obama muss selbst in den eigenen Reihen um eine Zustimmung zu dem Abkommen ringen, dass die Gefahr einer atomaren Aufrüstung des Iran bannen soll.

In dieser Situation ist es bemerkenswert, dass sich eine Reihe von pensionierten US-Generalen und -Admiralen öffentlich zu Wort gemeldet haben und das Abkommen befürworten. (Fun Fact am Rande: darunter auch der frühere Marines-General James „Hoss“ Cartwright, der als Initiator der Stuxnet-Attacke auf den Iran gilt.) Aus ihrem Brief, den die Washington Post veröffentlicht hat: weiterlesen

Härter als #Landesverrat: Journalisten als ‚illegale Kämpfer’?

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Mit einem Leitartikel in der New York Times (immerhin vom Editorial Board und nicht von einem einzelnen Kommentator) ist am (heutigen) Montag in der US-Medienlandschaft ein Thema hochgekommen, das seit Juni bekannt war, bislang nur ein paar Fachleute interessierte, aber in den nächsten Tagen vermutlich auch in Ihrer Tageszeitung steht: Mit der Veröffentlichung seines neuen Law of War Manual (Handbuch zum Kriegsvölkerrecht ist die hoffentlich korrekte Übersetzung) hat das US-Verteidigungsministerium für den Umgang mit Medien eine neue, wenig erfreuliche Perspektive eingebracht: Journalisten, heißt es dort, könnten auch als unprivilegierte Kriegsteilnehmer (unprivileged belligerents) angesehen werden – ein Begriff, der die bisherigen unlawful combatants (illegale Kämpfer) ablöst und bislang Teilnehmer an Auseinandersetzungen bezeichnete, die nicht regulären Streitkräften angehören, wie zum Beispiel die Aufständischen in Afghanistan. Und Ihnen deutlich weniger Rechte einräumt.

Was nun einen Journalisten zum illegalen Kämpfer macht, ist nicht so recht definiert. Und das trägt zur Besorgnis der Redaktionsführung der New York Times bei:

The Defense Department earlier this summer released a comprehensive manual outlining its interpretation of the law of war. The 1,176-page document, the first of its kind, includes guidelines on the treatment of journalists covering armed conflicts that would make their work more dangerous, cumbersome and subject to censorship. Those should be repealed immediately. weiterlesen

Künftiger US-Stabschef nennt Russland als Bedrohung Nr.1

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Der künftige Stabschef der US-Streitkräfte (und bisheriger Kommandeur der U.S. Marines sowie einstiger ISAF-Kommandeur) General Joseph Dunford hat Russland als die größte Bedrohung der Sicherheit der USA bezeichnet – vor China, Nordkorea und ISIS. Das Transkript der Anhörung Dunfords vor dem Armed Services Committee des US-Senats, Voraussetzung für seine Berufung als Stabschef, ist zwar noch nicht öffentlich verfügbar. Aber es gibt schon Meldungen davon:

Russia presents the greatest threat to U.S. national security and its behavior is „nothing short of alarming,“ Marine General Joseph Dunford told lawmakers on Thursday as they weighed his nomination to become chairman of the Joint Chiefs of Staff. weiterlesen

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