Trump und die NATO: Besser wird’s nicht

Das Treffen der NATO-Staats- und Regierungschefs verfolge ich aus der Ferne, aber auch so fällt schnell auf: Was US-Präsident Donald Trump am (heutigen) Donnerstag bei seiner ersten offiziellen Rede bei der Allianz in Brüssel sagte, wird den Verbündeten nicht wirklich gefallen. Der Präsident hob erneut auf die aus US-Sicht mangelnden Beiträge der anderen Mitgliedsländer zu den Verteidigungsausgaben ab, sprach erneut davon, dass sie Geld schuldeten (wem auch immer) – und sagte in seiner Rede nichts über das (erwartete) Bekenntnis der USA zur kollektiven Verteidigung.

Zur Dokumentation die Passagen dazu aus dem vom Weißen Haus veröffentlichten Redetext:

The NATO of the future must include a great focus on terrorism and immigration, as well as threats from Russia and on NATO’s eastern and southern borders. These grave security concerns are the same reason that I have been very, very direct with Secretary Stoltenberg and members of the Alliance in saying that NATO members must finally contribute their fair share and meet their financial obligations, for 23 of the 28 member nations are still not paying what they should be paying and what they’re supposed to be paying for their defense. weiterlesen

US-Streitkräfte suchen neues Sturmgewehr – und auch ein neues Kaliber?

Die US-Streitkräfte suchen, das ist nichts Neues, seit einiger Zeit ein neues Sturmgewehr, das als Standardwaffe eingeführt werden soll: Das M4 (Foto oben), wie das G36 in Deutschland Mitte der 1990-er Jahre eingeführt, gilt nicht mehr als aktuell.

Was die Debatte aber über die USA hinaus interessant macht und möglicherweise einen Einfluss auf die gesamte NATO haben wird: Mit der Suche nach einem neuen Sturmgewehr hat auch die (erneute) Debatte über das Kaliber 5,56mm begonnen, das das M4 (auch da: ebenso wie das G36) hat. Und die Debatte über die geringere Reichweite und Durchschlagskraft dieser Munition gegenüber dem zuvor als Standard-NATO-Kaliber verwendeten Patronen im Kaliber 7,62mm (in Deutschland zum Beispiel im früheren Sturmgewehr G3).

Zu diesem Thema gibt es derzeit Anhörungen in den USA, vor dem zuständigen Senatsausschuss. Aus einem Bericht von Stars&Stripes dazu: weiterlesen

Angriff mit größter konventioneller US-Bombe in Afghanistan: Das Video

Auf vielen Nachrichten-Webseiten ist das Video des US-Militärs vom Angriff mit der GBU-43, der größten nicht-atomaren Bombe der USA, am Donnerstag in Afghanistan zu finden. Allerdings meist mit vorgeschalteter Werbung; deshalb hier das Original des US-Militärs ohne Zusätze:

… und trotz Feiertags-low ops noch ein paar zusätzliche Infos: weiterlesen

USA setzen „Mother of all Bombs“ erstmals ein – in Afghanistan (Zusammenfassung, Nachträge)

Am Vorabend einer von Russland initiierten Afghanistan-Konferenz in Moskau, an der westliche Staaten nicht beteiligt sind, haben die USA am (heutigen) Donnerstag ihre größte nicht-atomare Bombe am Hindukusch eingesetzt. Die Waffe vom Typ GBU-43 wurde auf Tunnelstellungen eines Ablegers des selbsternannten Islamischen Staates in der afghanischen Provinz Nangarhar abgeworfen. Der Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan und der internationalen Resolute Support-Mission, US-General John Nicholson, bezeichnete den Einsatz der Bombe mit einer Sprengkraft von elf Tonnen TNT als die richtige Munition für das Vorgehen gegen die Gruppierung ISIS Khorasan (ISIS-K).

Die Mitteilung der US-Streitkräfte in Afghanistan:

At 7:32 p.m. local time today, U.S. Forces Afghanistan conducted a strike on an Islamic State of Iraq and Syria-Khorasan tunnel complex in Achin district, Nangarhar province, Afghanistan, as part of ongoing efforts to defeat ISIS-K in Afghanistan. weiterlesen

US-Luftangriff auf Syrien: Unklare Ergebnisse, unklare Folgen (Update: Detailaufnahmen)

Am Ende eines langen Nachrichtentages ein vorsichtiger Versuch eines Überblicks: Am frühen Freitagmorgen haben die USA die syrische Luftwaffenbasis Al-Schairat mit Marschflugkörpern angegriffen – als Vergeltung für einen Chemiewaffenangriff in der syrischen Provinz Idlib, für den die USA, aber auch andere Nationen wie Deutschland die Regierung Syriens verantwortlich machen.

Nach Angaben des Pentagon feuerten die beiden Zerstörer USS Ross und USS Porter aus dem östlichen Mittelmeer 59 Tomahawk-Marschflugkörper auf die syrische Basis ab. Doch schon die Wirkung dieses Luftangriffs ist umstritten: weiterlesen

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