DroneWatch: Die erste UN-Drohne

Für’s Archiv, und weil es weiter an Bedeutung gewinnen wird: Die Vereinten Nationen haben in der vergangenen Woche erstmals eine eigene Überwachungsdrohne bei einer Blauhelm-Mission eingesetzt – im Kongo.

Hier das Video zum Erstflug:

… und ein bisschen Hintergrund beim Guardian.

Passend zu den Koalitionsverhandlungen: Weiter in der Kampfdrohnen-Debatte

Es passt, aus welchem Grund auch immer, zeitlich zu den beginnenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD: Die Forderungen aus der Bundeswehr nach der Beschaffung von Kampfdrohnen hat der deutsche Kommandeur im Norden Afghanistans, Generalmajor Jörg Vollmer, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erneuert. Mit der bewaffneten Drohne können wir zeitgerecht reagieren, sagte Vollmer der dpa in Masar-i-Scharif. (Eine Reportage des dpa-Kollegen Can Merey zum Einsatz der – unbewaffneten – Heron-Drohnen gibt es hier.)

Die Forderung aus den Streitkräften und die Begründung ist nicht neu – sie kommt vom deutschen Regionalkommandeur in Nordafghanistan allerdings zu einem delikaten Zeitpunkt. weiterlesen

DroneWatch: Vorerst keine ‘Hunter’ über der Oberpfalz (Update)

Die US Army kann nicht, wie geplant, bereits in der kommenden Woche mit Flügen ihrer Drohnen in gesperrten Luftkorridoren über der Oberpfalz beginnen. Die endgültige Genehmigung für den Betrieb der Aufklärungsdrohnen vom Typ Hunter  außerhalb von Übungsplätzen sei bislang noch nicht erteilt, teilte die (deutsche) Luftwaffe am (heutigen) Freitag Augen geradeaus! mit. Die US-Streitkräfte hatten kürzlich angekündigt, ab dem 14. Oktober die unbewaffneten Aufklärungsdrohnen zwischen ihren Training Areas Grafenwöhr und Hohenfels in Bayern fliegen zu lassen.

Die geplanten Drohnenflüge sind in (Nord)Bayern offensichtlich seit Wochen ein großes Thema, im Rest der Republik bislang nicht so aufgefallen.  Der Hunter (englisch für Jäger, Foto oben) ist zwar eine unbewaffnet, dennoch sorgt der Überflug ziviler Gebiete für Aufregung. Nach US-Angaben ist es das erste Mal weltweit, dass eine Drohne der US-Streitkräfte außerhalb von Übungsplätzen fliegen darf, dafür wurden zwischen Grafenwöhr und Hohenfels zwei Korridore eingerichtet. Nach Darstellung des Kommandos Luftwaffe in Berlin müssen für die endgültige Genehmigung allerdings noch einige Prüfungen abgewartet werden. weiterlesen

Bislang keine deutsche Anfrage nach US-Kampfdrohnen

MQ-9 Reaper UAV

Eine Beschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr wird es nicht so schnell geben, wie – je nach Standpunkt – erwartet oder befürchtet wird. Bislang hat Deutschland bei den USA und Israel zwar wegen der Lieferung von unbemannten Flugsystemen der MALE (Medium Altitude Long Endurance)-Klasse angefragt, aber nur nach unbewaffneten Drohnen, wie Verteidigungsminister Thomas de Maizière im Interview mit Augen geradeaus! sagte:

Wir hatten eine Anfrage gemacht auf Predator.  (…) Die Anfrage richtete sich auf eine unbewaffnete Drohne. weiterlesen

DroneWatch: Vorerst kein Sense&Avoid-System für die Riesendrohne der U.S. Navy

Für die Riesendrohne Triton der U.S. Navy (Foto oben), wie das gestoppte deutsche Projekt EuroHawk ein Abkömmling der GlobalHawk-Drohnen des Herstellers Northrop Grumman, hat die amerikanische Marine eine bedeutsame Entscheidung getroffen: Die Arbeit an einem Sense&Avoid-System, das Kollisionen mit anderen Flugzeugen vermeiden soll, wird bis auf weiteres eingestellt. Das teilte ein Marinevertreter bei der diesjährigen Konferenz der Association for Unmanned Vehicle Systems (AUVSI) in Washington mit, wie der Informationsdienst Breaking Defense berichtet:

The Navy has halted work on what had seemed the Pentagon’s most promising system to help drones sense and avoid other aircraft. The system, built by ITT Exelis, is “behind schedule” and the Navy has “made a decision to pause on the capability right now,” Navy Capt. Jim Hoke, program manager for the Triton drone built by Northrop Grumman said here this morning.   weiterlesen

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