Luftangriffe bei Kunduz: Zahlreiche zivile Opfer befürchtet

Bei Luftangriffen gegen Taliban in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kunduz sind in der Nacht zum vergangenen Freitag vermutlich zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen. Nach Angaben örtlicher afghanischer Funktionäre sollen bis zu 60 Menschen gestorben sein, als vermutlich US-Flugzeuge im Distrikt Chardarah Taliban-Stellungen angriffen. Offizielle Angaben dazu sind bislang spärlich.

Den ausführlichsten Bericht dazu hat bislang der britische Guardian:

US airstrikes have killed scores of civilians in the northern Afghan province of Kunduz, according to officials and residents in the area, a fierce battleground that has been hit by several errant US airstrikes in recent years. weiterlesen

Afghanistan: Unverändert hohe Zahl getöteter und verwundeter Zivilisten

Die Zahl der zivilen Opfer des Krieges in Afghanistan bleibt unverändert auf einem Höchststand. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 1.662 Zivilisten getötet und 3.581 verwundet, teilte die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) bei der Vorlage ihres regelmäßigen Halbjahresberichts am (heutigen) Montag in Kabul mit. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Zahl der Toten um zwei Prozent leicht erhöht, die Zahl der Verwundeten ging um ein Prozent zurück.

Die zahlenmäßig stärkste einzelne Ursache für die zivilen Opfer waren Bombenanschläge und Sprengfallen der Taliban und anderer Gruppen, die gegen die Regierung in Kabul kämpfen. weiterlesen

Mehr als 100 Tote bei Angriff auf afghanische Militärbasis in Nordafghanistan (neue Zahlen, Nachträge)

Bei einem Taliban-Angriff auf die Militärbasis Camp Shaheen bei Masar-i-Scharif in Nordafghanistan sind am (gestrigen) Freitag vermutlich mehr als 140 Soldaten der Afghanischen Nationalarmee (ANA) ums Leben gekommen. Eine Gruppe von Aufständischen drang nach den bisherigen Berichten in das Camp ein, das unter anderem das Hauptquartier des 209. ANA-Korps beherbergt. Soldaten der internationalen Resolute Support Mission, darunter auch Deutsche, die die afghanische Armee beraten, waren von dem Angriff nicht betroffen.

Die jüngsten Zahlen meldet Reuters:

As many 140 Afghan soldiers were killed on Friday by Taliban attackers apparently disguised in military uniforms in what would be the deadliest attack ever on an Afghan military base, officials said.
One official in the northern city of Mazar-i-Sharif, where the attack occurred, said on Saturday at least 140 soldiers were killed and many others wounded. Other officials said the toll was likely to be even higher. weiterlesen

Taliban-Angriff auf afghanische Armee bei Masar-i-Scharif – Deutsche vermutlich nicht betroffen (Update)

Das Hauptquartier des 209. Korps der afghanischen Nationalarmee (ANA) bei Masar-i-Scharif in Nordafghanistan ist am (heutigen) Freitag vermutlich von Taliban angegriffen worden. Nach den bisherigen Berichten gab es Explosionen und ein Feuergefecht; die Details sind noch unklar. Die Bundeswehr ist im Rahmen der Resolute Support Mission bei diesem ANA-Korps mit Beratern vertreten. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos sind aber von dem Angriff auf das Camp Shaheen nach derzeitigem Stand und vorläufigen Erkenntnissen keine deutschen Soldaten betroffen.

Update: Nach Angaben der US-Streitkräfte in Afghanistan wurden mindestens 50 Afghanen getötet:

Taliban fighters have probably killed and wounded more than 50 Afghans in an ongoing attack on a mosque and dining facility inside an Afghan military base, a U.S. military spokesman said, describing it as a „significant“ strike.
„We’re talking probably more than 50 casualties,“ said Colonel John Thomas, a spokesman for the U.S. military’s Central Command, adding he was unaware of any U.S.-led coalition forces who were directly impacted by the attack. weiterlesen

Schwerer Anschlag auf deutsches Konsulat in Nordafghanistan – Update

Am späten Donnerstagabend ist das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif in Nordafghanistan angegriffen worden. Nach den Berichten bis zum Freitagmorgen kamen vier Afghanen bei dem Anschlag mit einer Autobombe ums Leben, hundert wurden verletzt. Das Gebäude des Konsulats wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff und bezeichneten ihn als Rache für einen Luftangriff von US-Truppen bei Kundus am 3. November, bei dem zahlreiche Afghanen ums Leben kamen. weiterlesen

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