Kurzer Blick auf Kundus: Eine Kalaschnikow kostet jetzt 1150 $

Zur Lage rund um Kundus im Norden Afghanistans als Lesetipp eine Geschichte von Afghanistan Today: Kunduz residents take up arms as Chahar Darah is wrestled from the Taliban by Afghan forces

The price of an AK-47 in Kunduz has nearly tripled in the last 8 weeks from 25,000 to nearly 70,000 afghani (1150 USD approx). A gun dealer in Kunduz, who preferred not to be named, says he now sells an average of 20 guns per day, twice as many as earlier this year.  The arms supplier told Afghanistan Today that rather than import guns like before, he now simply buys from fighters on all sides, creating a vicious circle in which weapons are recycled from one side to another.

Nachtrag: Der Chief Executive der afghanischen Regierung, Abdullah Abdullah, besuchte am Montag (7. Juli) Kundus – seine Tweets dazu: weiterlesen

Angriff auf Afghanistans Parlament in Kabul

Das Parlament Afghanistans ist am (heutigen) Montagmorgen von Aufständischen angegriffen worden. Die Situation ist weitgehend unübersichtlich; hier als Storify-Dokument die laufende Entwicklung. weiterlesen

Taliban kündigen Frühjahrsoffensive in Afghanistan an, Kundus vor dem Fall?

In Afghanistan haben die Taliban eine Frühjahrsoffensive angekündigt – seit Jahren nichts Ungewöhnliches. Doch diesmal müssen die afghanischen Sicherheitskräfte ohne wesentliche Unterstützung der internationalen Truppen damit fertig werden. Und der Vizegouverneur in Kundus im Norden des Landes befürchtet bereits den Fall seiner Provinz.

Die Ankündigung der Frühjahrsoffensive geschah in den vergangenen Jahren immer wieder, die Rede war und ist vom Beginn der fighting season. Die Taliban-Mitteilung unten im Wortlaut, aus der Zusammenfassung von AP:

The Taliban said on Wednesday that they will start their spring offensive this week, an annual campaign in their war against the Afghan government. weiterlesen

Januar-Bilanz in Afghanistan: 700 Zwischenfälle, 1.600 Tote (mit Ergänzungen)

Afghanistan ist nicht nur wegen anderer Krisen aus den Schlagzeilen verschwunden. Sondern auch, weil im Westen nur noch gelegentlich zusammenfassende Statistiken ein Bild der (Sicherheits)Lage geben. Deshalb ein Blick auf die Januar-Bilanz des afghanischen TV-Senders TOLONews: Im ersten Monat dieses Jahres wurden bei 700 Vorfällen rund 1.500 Menschen getötet.

TOLOnews‘ monthly security report indicates that 696 insecurity events were recorded across the country in January; the month after the Afghan troops took over complete security responsibility of the country.
Based on the report, 1,324 armed oppositions, 171 Afghan forces and 108 civilians were killed during the first month of 2015 after NATO forces formally ended their 13-year combat mission.

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RC N Watch: Deutscher Kommandeur erwartet 2014 keine zunehmende Gewalt

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Der deutsche ISAF-Kommandeur in Nordafghanistan, Generalleutnant Generalmajor Jörg Vollmer (Foto oben beim Besuch der Verteidigungsministerin in Masar-i-Scharif) erwartet für 2014 keine zunehmende Gewalt der Aufständischen am Hindukusch. Aus einem Interview Vollmers mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa):

Ich gehe davon aus, dass sich das in etwa auf dem Niveau bewegt wie 2013 auch. Mehr wird es auf keinen Fall sein. Dazu ist der Gegner nicht mehr in der Lage.

Allerdings rechnet der Kommandeur des Regionalkommandos Nord unverändert mit Anschlägen der Taliban und anderer Gruppen: weiterlesen

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