NH90 bei der (niederländischen) Marine: Probleme mit Seeluft und Salzwasser

NH90_NL-Marine

Das sollten die deutschen Rüstungsbeschaffer (und die Deutsche Marine) im Auge behalten: Die Niederlande beklagen massive Probleme mit ihrem NH90-Marinehubschrauber, insbesondere nach den ersten Einsatzerfahrungen: Nach der Antipirateriemission vor der Küste Somalias seien übermäßige Korrosion und Verschleiss an dem Helikopter festgestellt worden, die vermutlich durch Konstruktionsfehler, Montagefehler und unvollständige Wartungsanleitung verursacht wurden, heißt es in einer Unterrichtung von Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert an das Parlament (Kamerbrief) vom (heutigen) Dienstag. Es sei wahrscheinlich, dass ähnliche Probleme auch bei anderen NH90-Hubschraubern im Bordeinsatz auftreten würden.

Andere NH90-Partnerländer seien über das Problem informiert worden, heisst es in der Unterrichtung. Auch Frankreich habe ähnliche Korrosionsprobleme festgestellt; Italien werde bei seinen jetzt beginnenen Bordeinsätzen dieser Hubschrauber darauf besonderes Augenmerk richten. weiterlesen

Patriot in der Türkei: TV-Bericht aus den Niederlanden

Jenseits der Sprachbarriere: Dieser niederländische TV-Bericht über die Patriot-Flugabwehrsysteme in der Türkei, nahe an der syrischen Grenze, ist auch für Deutsche interessant (und weitgehend verständlich). Und die niederländischen Soldaten dürfen und wollen sich ja auch mit vollem Namen vor der Kamera äußern…

(Das eingebettete Video nervt mit dem Autostart, den ich auch nicht wegbekomme. Deshalb nur als Link:
http://www.l1.nl/video/reportage-limburgse-militairen-verdedigen-turkije-tegen-syrische-raketten-12-dec-2013)

DroneWatch: Niederlande bestellen Reaper

Die Niederlande haben sich für den Reaper als künftige Drohne ihrer Streitkräfte entschieden und wollen vier Stück dieses Modells in den USA bestellen. Das teilte Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert am (heutigen) Donnerstag dem Parlament mit.

Die niederländischen Drohnen werden wohl, so geht aus dem Schreiben der Ministerin hervor, zunächst nicht bewaffnet – die Bewaffnung wird aber ausdrücklich als Option vorgesehen.

(Archivbild: MQ-9 Reaper – Primary function: Unmanned hunter/killer weapon system. Speed: 230 mph. Dimensions: Wingspan 66 ft.; length 36 ft.; height 12.5 ft. Range: 3,682 miles. Armament: AGM-114 Hellfire missiles; GBU-12, GBU-38 JDAM. Crew: Pilot and sensor operator on the ground – U.S. Air Force photo/Staff Sgt. Brian Ferguson)

 

 

 

Niederländische Verteidigungsministerin: ‘EU-Zusammenarbeit bedeutet Zuverlässigkeit’

Fast könnte man glauben, die niederländische Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert (oben im Bild mit Regierungschef Mark Rutte) verfolgt auch ein wenig die deutschen Koalitionsverhandlungen. In einer Rede vor dem Europaparlament hat die Politikerin am (heutigen) Dienstag ein paar Überlegungen zur europäischen Zusammenarbeit in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik vorgebracht und dabei betont, dass eine solche Zusammenarbeit nur bei Zuverlässigkeit erfolgreich sein kann: Zuverlässige Partner ziehen ihre geteilten Fähigkeiten nicht in der letzten Minute zurück. Das korrespondiert auf wundersame Weise mit den – berichteten – Wünschen der Union in den Koalitionsverhandlungen, für gemeinsame Einsätze im EU-Rahmen quasi Vorratsbeschlüsse im Bundestag zu fassen.

Aus der Rede von Hennis-Plasschaert:

A crucial aspect of closer European cooperation is the understanding that such cooperation can only be effective if partner nations are trustworthy and predictable in  their  responses. Saying ‘yes’ to military cooperation means saying ‘yes’ to military participation. Reliable  partners  do not pull back  their shared capabilities  at the  last minute.  It would create political havoc and could threaten military partnerships. weiterlesen

Niederlande schicken Spezialkräfte und Kampfhubschrauber nach Mali

Die Niederlande haben beschlossen, sich an der UN-Mission in Mali (MINUSMA) zu beteiligen – unter anderem mit Spezialkräften und Apache-Kampfhubschraubern. Das Kabinett informierte am (heutigen) Freitag das Parlament und die Öffentlichkeit über die Pläne, die die Entsendung von insgesamt 380 Soldaten in das westafrikanische Land vorsehen.

Die Zusammensetzung der Truppe – 90 Soldaten der Spezialkräfte, vier Apaches – deutet schon darauf hin, dass es die Niederländer nicht bei logistischer Unterstützung für die anderen Truppen der UN-Mission belassen wollen. Zu den 380 Soldaten gehören auch 70 Spezialisten des militärischen Nachrichtenwesens und 30 Beamte für die UN-Polizei in Mali: weiterlesen

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