Panzer für die Niederländer, ein Schiff (teilweise) für die Bundeswehr

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Wenn die niederländische Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert und ihre deutsche Kollegin Ursula von der Leyen am (heutigen) Donnerstag am Rande des EU-Verteidigungsministertreffens in Amsterdam die ohnehin enge Zusammenarbeit der Streitkräfte beider Länder weiter ausbauen, tun sie das vor symbolischer Kulisse. Am (gestrigen) Mittwochabend verlegte die Königliche Marine der Niederlande ihr Joint Support Ship Karel Doorman, eine Mischung aus Versorgungsschiff und Hubschrauberträger, erstmals in die niederländische Haupstadt (Foto oben).

Mit an Bord Seiner Majestät Schiff: Zwei Leopard-Kampfpanzer des Deutschen Heeres, die vergangene Woche, auch das eine Neuerung, mit einem Landungsboot auf die Karel Doorman geschafft worden waren (Foto unten). Auf diesem Schiff werden die beiden Ministerinnen Vereinbarungen unterzeichnen, die unter anderem den Niederländern wieder Zugang zur Panzertruppe verschaffen – und den Deutschen zu einem Typ Kriegsschiff, den sie gerne hätten, sich aber nicht leisten können. weiterlesen

In den Niederlanden politische Mehrheit für Luftangriffe in Syrien

Afghanistan, Mazar E Sharif. 25 juni 2012. F16 voor het opstijgen. Foto: F16 opweg naar startbaan in Mazar E Sharif.

Für die ISIS-Sammlung: In den Niederlanden scheint es jetzt eine politische Mehrheit dafür zu geben, die Luftangriffe der eigenen Streitkräfte im Kampf gegen die ISIS-Terrormilizen auf Syrien auszuweiten. Die sozialdemokratische PvdA habe ihre Zustimmung dazu signalisiert, melden niederländische Medien:

De PvdA heeft niet langer bezwaren tegen Nederlandse bombardementen boven Syrië. De sociaal-democraten waren lange tijd tegen de uitbreiding van de militaire strijd tegen Islamitische Staat (IS). weiterlesen

Deutsch-Niederländische Absichtserklärung: Nutzungszeiten fürs JSS, Seebataillon in die Königliche Marine

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Die Verteidigungsministerinnen Deutschlands und der Niederlande, Ursula von der Leyen und Jeanine Hennis-Plasschaert, wollen am 4. Februar eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LoI) über die weitergehende Zusammenarbeit der Streitkräfte beider Länder unterzeichnen. Dabei wird es vor allem um die deutsche Mit-Nutzung des Joint Support Ships (JSS) Karel Doorman der Niederlande gehen, wie ich hier schon mal erläutert hatte; außerdem um die weitere Integration der Seestreitkräfte.

Ein wenig mehr zu der geplanten Absichtserklärung hat die niederländische Ministerin jetzt dem Parlament mitgeteilt:

Ik ben verheugd dat Duitsland en Nederland ook de samenwerking op marinegebied kunnen uitbreiden. De LoI heeft onder andere betrekking op het JSS, waarvan Duitsland gedurende bepaalde periodes medegebruiker zal worden. weiterlesen

Das Joint Support Ship für die Deutsche Marine – über die Niederländer?

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Seit Jahren hofft die Deutsche Marine auf eine schwimmende Logistik-Plattform, die auch als Hubschrauberträger genutzt werden kann: Das Joint Support Ship (JSS) ist zwar in den langfristigen Planungen der Bundeswehr vorgesehen, bislang aber nicht in finanzieller Reichweite der Truppe. Das könnte sich jetzt schlagartig ändern: Die enge Kooperation der deutschen Streitkräfte mit den Niederlanden, bereits sichtbar in der Unterstellung der 11 Luchtmobiele Brigade unter die deutsche Division Schnelle Kräfte, der Beteiligung der Niederländer an der deutschen Panzertruppe und der geplante gemeinsame UN-Einsatz in Mali sollen mit einer gemeinsamen Nutzung des niederländischen Versorgungs- und Unterstützungsschiffes Karel Doorman (Foto oben) gekrönt werden.

Eine entsprechende Vereinbarung wollten die Verteidigungsministerinnen beider Länder, Ursula von der Leyen und Jeanine Hennis-Plasschaert, in Kürze treffen, berichtet die niederländische Zeitung De Telegraaf am (heutigen) Montagabend. weiterlesen

DroneWatch: Der Fliegende Holländer kommt sieben Jahre später

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Vor ziemlich genau zwei Jahren hatten die Niederlande beschlossen, in den USA Drohnen vom Typ Reaper zu bestellen. Inzwischen ist klar: Das Projekt mit den – zunächst unbewaffneten – Aufklärungsdrohnen wird sich um rund sieben Jahre verzögern – aus finanziellen Gründen. Statt in den Jahren 2017 und 2018 sollen die unbemannten Systeme erst zwischen 2024 und 2025 zulaufen. weiterlesen

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