DroneWatch: Aus dem Laden in den Einsatz

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Während in Deutschland Ministerium, Beschaffungsamt und Marine seit Jahren eine – bislang ergebnislose – Diskussion führen, ob und mit welchem unbemannten Fluggerät deutsche Kriegsschiffe ausgerüstet werden könnten, probieren die Niederlande einfach mal was aus. Die Fregatte Van Amstel bekam eine handelsübliche Drohne aus dem Laden, einen Quadcopter (Foto oben) für ihren Einsatz im Mittelmeer an Deck gestellt, berichtet das niederländische Verteidigungsministerium. Damit könnten vor allem Boote mit in Seenot geratenen Flüchtlingen oder Migranten erst einmal aus der Luft inspiziert werden, ehe  die Boote der Fregatte heranfahren:

Na een eerste inspectie door de drone kunnen de RHIB-motorboten van de Van Amstel de migrantenbootjes veiliger benaderen. De Van Amstel heeft geen boordhelikopter mee. De hangaar en het helikopterdek dienen om eventuele migranten op te vangen. De drone, gewoon verkrijgbaar op de markt, maakt zo toch inspecties vanuit de lucht mogelijk.

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Angriffe in Gao: Chinesischer Blauhelmsoldat getötet, Deutsche nicht betroffen

Niederländische und deutsche Soldaten des Einsatzkontingents MINUSMA im niederländischen Camp Castor in Gao, am 24.02.2016.

Die Angriffe auf die internationalen Truppen im Norden Malis nehmen zu. Am (gestrigen) Dienstagabend gab es in der Stadt Gao, in der auch deutsche Soldaten stationiert sind, simultan einen Selbsmordangriff auf die Truppen der UN-Mission MINUSMA und einen Anschlag auf Mitarbeiter der Anti-Minen-Aktion der Vereinten Nationen (UNMAS). Dabei wurden vier Menschen getötet, inzwischen ist klar, dass dabei erstmals ein chinesischer Blauhelmsoldat in einem UN-Einsatz in Afrika gefallen ist. Die in Gao stationierten deutschen Soldaten waren nach Angaben der Bundeswehr nicht betroffen.

Die Mitteilung von MINUSMA dazu gibt es bislang nur auf Französisch; in diesem Blogeintrag ist der Sachstand vom Dienstagabend auf Englisch wiedergegeben (und noch von einem Raketen- oder Mörserangriff die Rede):

Tuesday night the Multidimensional Integrated Stabilization in Mali (MINUSMA) and the United Nations Mine Action Service (UNMAS) were targeted in Gao by almost simultaneous attacks. weiterlesen

Schlechte Nachricht für die Marine: Maschinenschaden auf der ‘Karel Doorman’

Terugkomst van Zr. Ms. Karel Doorman

Das ist eine schlechte Nachricht nicht nur für die niederländische Marine, sondern auch für die Bundeswehr: Das größte Schiff der Königlichen Marine, das Unterstützungsschiff Karel Doorman, hat einen massiven Maschinenschaden – und noch ist unklar, ob das Joint Support Ship in nächster Zeit mit nur einem der beiden dieselektrischen Antriebsaggregate weiter fahren kann oder für acht Monate in die Werft muss. Die Verteidigungsministerinnen der Niederlande und Deutschlands hatten erst vor kurzem eine Kooperation vereinbart, mit der das Schiff auch mit dem Seebataillon der Deutschen Marine genutzt werden kann. Möglicherweise wird daraus in diesem Jahr nichts mehr.

Die Mitteilung des niederländischen Verteidigungsministeriums vom (heutigen) Dienstag (mit Übersetzungshilfe von Bing):

An einem der zwei Haupt-Elektromotoren der Karel Doorman ist ein Schaden entstanden, der den Austausch erforderlich macht. Das ist eine grundlegende Operation, die etwa acht Monate dauert. Ministerin Jeanine Hennis-Plasschaert informierte darüber heute das Parlament. weiterlesen

Auf dem Weg nach Bergen: Deutsch-niederländisch-deutsch-niederländische Unterstellung

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In Bergen in Niedersachsen wird am (heutigen) Donnerstag vollzogen, was die Verteidigungsministerinnen Deutschlands und der Niederlande im vergangenen Jahr angekündigt hatten: Eine noch weitergehende Verzahnung der Landstreitkräfte Deutschlands und der Niederlande. Mit einem Appell wird die 43 Gemechaniseerde Brigade der Niederlande der deutschen 1. Panzerdivision unterstellt. Der Brigade wiederum wird das neue deutsche Panzerbataillon 414 unterstellt, und in diesem Bataillon gibt es eine niederländische Kompanie.

Neben der weiteren Verflechtung von Königlicher Landmacht und Heer hat das für beide Seiten noch einen ganz praktischen Vorteil: Die Niederländer, die ihre Panzertruppe abgeschafft haben, bekommen wieder Zugriff auf solche Gefechtsfahrzeuge – und die Deutschen bekommen handfeste (finanzielle) Unterstützung für das neue Bataillon, das am Standort Bergen aus dem Boden gestampft wurde, weil sonst der Ort nach dem Abzug der Briten verarmt wäre.

Also rundum Grund zur Freude. Oder, in den offiziellen Worten des Deutschen Heeres: weiterlesen

Panzer für die Niederländer, ein Schiff (teilweise) für die Bundeswehr

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Wenn die niederländische Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert und ihre deutsche Kollegin Ursula von der Leyen am (heutigen) Donnerstag am Rande des EU-Verteidigungsministertreffens in Amsterdam die ohnehin enge Zusammenarbeit der Streitkräfte beider Länder weiter ausbauen, tun sie das vor symbolischer Kulisse. Am (gestrigen) Mittwochabend verlegte die Königliche Marine der Niederlande ihr Joint Support Ship Karel Doorman, eine Mischung aus Versorgungsschiff und Hubschrauberträger, erstmals in die niederländische Haupstadt (Foto oben).

Mit an Bord Seiner Majestät Schiff: Zwei Leopard-Kampfpanzer des Deutschen Heeres, die vergangene Woche, auch das eine Neuerung, mit einem Landungsboot auf die Karel Doorman geschafft worden waren (Foto unten). Auf diesem Schiff werden die beiden Ministerinnen Vereinbarungen unterzeichnen, die unter anderem den Niederländern wieder Zugang zur Panzertruppe verschaffen – und den Deutschen zu einem Typ Kriegsschiff, den sie gerne hätten, sich aber nicht leisten können. weiterlesen

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