Zu heiß in Mali: Niederlande sperren Munition im UN-Einsatz

NL_Mali_quadA

Angesichts der Sicherheitsprobleme wegen der hohen Temperaturen haben die Niederlande einen Teil ihrer Munitionsvorräte im UN-Einsatz in Mali gesperrt. Verteidigungsminister Klaas Dijkhoff und Außenminister Bert Koenders informierten das Parlament am (heutigen) Montag über diesen Schritt, wie mehrere niederländische Medien berichteten. Die Vorsichtsmaßnahme ist auch Folge eines Unfalls mit Mörsermunition im vergangenen Jahr, bei dem zwei niederländische Soldaten in dem westafrikanischen Land ums Leben kamen und der zum Rücktritt von Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert geführt hatte.

Betroffen von der Sperrung sind insbesondere Anti-Panzer-Munition sowie Rauchgranaten, berichtete das NRC Handelsblad:

Den niederländischen Streitkräften in Mali wurde das Schießen auf mehrere Waffen verboten, die sich nach Inspektionen als untauglich erwiesen. Das Verteidigungsministerium hat dazu ein Schreiben an das Parlament gerichtet. Dies sind Mörser, Panzerabwehrwaffen und Rauchgranaten, die in Mali verwendet werden. Die LAW Panzerabwehrwaffe , die von der Schulter abgefeuert wird, sollte vorerst nicht verwendet werden. Diese Waffen- und Rauchgranaten können im Einsatzgebiet unter hohen Temperaturen leiden. Früher waren 60mm-Mörser nicht sicher, weil sie in einem Container mit Temperaturen bis zu 63 Grad Celsius gelagert wurden, während die Munition nicht mehr als 50 Grad ausgesetzt werden konnte.

weiterlesen

Niederländische Verteidigungsministerin tritt nach Soldatentod im Einsatz zurück

Kurzer Blick ins Nachbarland: Die niederländische Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert ist am (heutigen) Dienstag zurückgetreten. Grund dafür waren Versäumnisse ihres Ressorts, die zum Tod von zwei niederländischen Soldaten im UN-Einsatz in Mali im vergangenen Jahr geführt hatten. Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, General Tom Middendorp, gab ebenfalls sein Amt auf.

Aus der Zusammenfassung von Reuters dazu:

Dutch caretaker Defence Minister Jeanine Hennis said on Tuesday she was resigning after a report highlighted serious failures by her department during a United Nations peacekeeping mission in Mali. weiterlesen

Deutsch-niederländische Flugabwehr-Kooperation: Gemeinsam gegen die Lücke

Die intensive Zusammenarbeit der deutschen und der niederländischen Streitkräfte in den vergangenen Jahren wird in der öffentlichen Wahrnehmung von Heer und Marine dominiert: Gegenseitige Unterstellungen von Einheiten der Landstreitkräfte bis zur Eingliederung von niederländischen Soldaten in eine deutsche Panzerkompanie oder die Unterstellung des deutschen Seebataillons unter das niederländische Korps Mariniers haben die Berichte bestimmt. Parallel und weniger auffällig haben auch die Luftwaffen beider Länder ihre Kooperation vorangetrieben – und hoffen nicht zuletzt darauf, gemeinsam eine offensichtliche Fähigkeitslücke zu schließen. weiterlesen

Bundeswehr in Mali: Der andere Hubschrauber-Einsatz

Angesichts der Debatte über den Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers  in Mali ist in der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland ziemlich in Vergessenheit geraten, dass die Bundeswehr in der UN-Mission MINUSMA auch noch andere Hubschrauber in dem westafrikanischen Land im Einsatz hat: Mit NH90-Helikoptern stellt das Deutsche Heer Transport und Verwundetenevakuierung sicher.

Wenn es dazu Mitteilungen der Bundeswehr gibt, stellen die meist die MedEvac-Rolle heraus, ansonsten heißt es recht lapidar, die deutschen Hubschrauber transportieren Personal und Material für die Vereinten Nationen.  Diese Transporte bedeuten allerdings unter anderem auch, Soldaten  in scharfe Einsätze zu fliegen. weiterlesen

Mali-Sammler: Ausrüstungsmangel auch bei den Niederländern

20161217_minusma_kidal_tschadien

In den vergangenen Tagen gab es einige Meldungen aus Mali und dem MINUSMA-Einsatz in dem westafrikanischen Land. Da vieles davon hierzulande untergeht, eine Sammlung mit einigen Merkposten:

• Die niederländischen Soldaten, die (zusammen mit der Bundeswehr) in Gao im unruhigen Norden Malis im Einsatz sind, kämpfen mit einem Mangel an Ausrüstung und müssen deshalb ihre Patrouillentätigkeit einschränken – das berichten niederländische Medien, zu allererst das Allgemeen Dagblad. Es fehle vor allem an Nachtsichtbrillen (kommt bekannt vor?) und Jammern gegen ferngezündete Sprengfallen (RCIED). Eine englische Zusammenfassung gibt es hier. weiterlesen

weiter »