Exercise Watch: USA verlegen zusätzliche Kampfjets für ‘Atlantic Resolve’

A-10s refuel over Europe, maintain forward presence

Im Rahmen ihrer Operation Atlantic Resolve, der verstärkten Unterstützung vor allem der osteuropäischen NATO-Verbündeten, haben die USA zusätzliche Kampfflugzeuge nach Europa verlegt. Zwölf Jagdflugzeuge des Typs F-15 wurden zunächst in Deutschland offensichtlich in den Niederlanden stationiert und sollen später nach Bulgarien verlegt werden, wie die U.S. Air Force am (heutigen) Freitag mitteilte:

The U.S. Air Force deployed 12 F-15 Eagle fighter aircraft and approximately 200 Airmen as the first Air National Guard theater security package in Europe to support Operation Atlantic Resolve this week. weiterlesen

Die NATO-Bedrohung – aus russischer Sicht

Gruschko_BR_mar2015

Das Interview, dass der Bayerische Rundfunk für die Sendung Report München mit dem russischen NATO-Botschafter Alexander Gruschko geführt hat, scheint mir ein interessantes Dokument der Zeitgeschichte: ausführlich erläutert Gruschko die russische Sicht auf die mögliche Bedrohung aus dem Westen. Zum Beispiel, warum er die – nach der NATO-Russland-Grundakte zulässigen – rotierenden Übungen von NATO-Truppen an der russischen Westgrenze für bedrohlicher hält als die – nach der NATO-Russland-Grundakte nicht mögliche – dauerhafte Stationierung von Kampftruppen.

Teile des Interviews wurden am 24. März in der Report München-Sendung ausgestrahlt; das komplette Video des Interview gibt es hier beim BR zum Nachschauen – noch dazu auf Englisch. (Allerdings wird so was von den öffentlich-rechtlichen Sendern ja irgendwann depubliziert; vielleicht hat’s bis dahin jemand gesichert, Audio würde ja reichen. Veröffentlichen darf man das dann allerdings nicht. Obwohl, eine Abschrift… )

(Foto: Screenshot aus dem Interview)

Exercise Watch: ‘Summer Shield’ in Lettland, mit deutscher Beteiligung

Marines participate in a joint coordinated live fire attack

Wenn ich nicht was übersehen habe, hat in der Serie der Übungen zur Unterstützung der östlichen NATO-Länder am vergangenen Wochenende das erste Manöver mit deutscher Beteiligung begonnen. Summer Shield ist eine von Lettland geführte nationale, aber für andere Mitgliedsländer offene taktische Übung auf dem Übungsgelände Ādaži . Daran beteiligen sich in diesem Jahr außer den Letten selbst Litauen, Luxemburg, Deutschland, Kanada und die USA.

Für Luxemburg ist es offensichtlich eine der seltenen Übungen auf taktischer Ebene – die 18 Soldaten aus dem Großherzogtum sind in den deutschen ABC-Abwehrzug integriert und liefern Trinkwasser. Neben den ABC-Spezialisten hat die Bundeswehr zwei Joint Fire Support Teams und einen Forward Air Controller geschickt. Die Kanadier haben vorher sehr klar gesagt, warum sie ihre Soldaten dorthin schicken: Canada’s participation in exercises such as SUMMER SHIELD shows our commitment to stand with our Eastern European NATO allies against Vladimir Putin’s aggression. Den größten Teil der nicht-baltischen Truppen stellen aber die USA.

Ein paar Bilder gibt’s schon hier und hier, weitere aktuelle Bilder der lettischen Streitkräfte hier. (Interessant am Rande: Eine richtige Meldung dazu gibt’s englischsprachig anscheinend bislang nur bei TASS.)

(Archivbild: U.S. Marines and sailors with Black Sea Rotational Force 13 conduct live fire during exercie Summer Shield 10 aboard Camp Adazi, Latvia, April 24, 2013 – U.S. Marine Corps photo by SSgt David Rakes, Sr.)

Gemeinsamer europäischer Hubschrauber-Verband: Wer zahlt eigentlich?

Das Thema Multinationaler Hubschrauber-Verband verdient trotz des vorhin gestarteten neuen Drehflügler-Threads einen eigenen Eintrag. Denn Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am (heutigen) Freitag bei einer Konferenz des German Marshal Fund (GMF) in Brüssel nicht nur den Prozess zur Entwicklung einer europäischen Armee weiter vorangetrieben (sagt jedenfalls ihr Ministerium). Sondern sie hat auch Neues zu dem geplanten multinationalen NH90-Hubschrauberverband in Deutschland erzählt.

Nach dem GMF-Transkript (das insgesamt sehr lesenswert ist) sagte die Ministerin unter anderem auf die Frage nach Lufttransport im europäischen Zusammenhang:

It’s a good thought because we have a multinational helicopter institution in Germany. We build it up right now. So we are buying the helicopters. And small nations are fitting in with personnel and have the chance to equip their personnel with helicopters which are located in this multinational organization in Germany, when we buy the helicopters. Of course, this is the right idea. It’s the way to go. And we have — as a framework nation, of course we have to supply the frame with a lot of equipment and infrastructure so that other smaller nations can plug in with highly specialized personnel, which we lack. So we need them to. And that’s the way NATO works.

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Exercise Watch: Norwegen übt mit einem Fünftel der gesamten Truppe

osh_jointviking-3_kl

In diesen Tagen läuft im Norden Norwegens eine Übung, die ein rein nationales Manöver ist – aber aus zwei Gründen hier bemerkenswert: Zum einen, weil es mit rund 5.000 Soldatinnen und Soldaten (Norwegen hat eine Wehrpflicht für beide Geschlechter) eine der größten Übungen seit Jahrzehnten an der Grenze des NATO-Landes zu Russland ist. Und zum anderen: Diese 5.000 Teilnehmer sind etwa ein Fünftel der gesamten norwegischen Streitkräfte.

Joint Viking heißt die Übung, die noch bis zum 18. März läuft. Berichte darüber auf Englisch sind spärlich, zu Beginn gab es mal was:

More than 5,000 troops and 400 vehicles drawn from the every branch of the Norwegian armed forces are being used in a military exercise on Norway’s border with Russia, the biggest military exercise in the region in nearly 50 years. “Today the army will transport their vehicles and crews to Finnmark and begin exercise Joint Viking. This is an operative exercise with all weapons and branches involved,” said army spokesperson Lt. Col. Aleksander Jankov. “To illustrate the magnitude of this, I can mention that if we put the vehicles one after another on the road it will stretch 6 kilometers.”
The exercise, which will last until March 18, is to involve submarines, surface vessels, soldiers and air force jets, and comes at a time of increased tensions between Russia and Europe.

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