Deutschland will „Military Schengen“ für die NATO organisieren (m. Nachtrag)

Fürs Archiv: Erwartungsgemäß hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen heute der NATO angeboten, ein Logistik-Kommando für die Allianz in Deutschland aufzustellen. Das neue Kommando, bei dem Deutschland als Rahmennation auftritt, soll die Bewegung von Truppen und Material in ganz Europa für die Allianz organisieren.

Die Ministerin erläuterte das am (heutigen) Mittwoch am Rande des NATO-Verteidigungsministertreffens in Brüssel und gebrauchte dabei auch den Begriff Military Schengen, den der frühere Kommandeur der US-Armee in Europa, Generalleutnant Ben Hodges, geprägt hatte (auch wenn Hodges später diesen Begriff nicht mehr verwendete, weil Schengen als Bewegungsraum ohne Grenzen eine EU-Einrichtung ist…)

Aus dem Audio-Statement der Ministerin, das das Verteidigungsministerium in Berlin veröffentlichte (Die Tonqualität bitte ich zu entschuldigen):

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Ein Jahr NATO-„Stolperdraht“ in Litauen

Die – von der Bundeswehr geführte – Battlegroup der NATO in Litauen hat am (heutigen) Montag ihr einjähriges Bestehen begangen. Im Februar vergangenen Jahres hatte die so genannte enhanced Forward Presence (eFP), die verstärkte vorgeschobene Präsenz des Bündnisses in dem baltischen Land begonnen. Zusammen mit dem einjährigen Bestehen wechselte das Kommando des eFP-Bataillons von Oberstleutnant Thorsten Gensler, dem Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 371, auf den Kommandeur des Jägerbataillons 292, Oberstleutnant Wolf Rüdiger Otto.

Die vier eFP-Battlegroups – je eines in Estland, Lettland und Litauen sowie Polen – sollen die osteuropäischen NATO-Staaten unterstützen und bilden faktisch einen Stolperdraht zur Abschreckung gegen Russland. weiterlesen

Britische Armee will (wieder) Logistikbasis und Übungsplätze in Deutschland (m. Transkript))

Zur Verstärkung der Abschreckungsfähigkeit der NATO in Europa erwägen die britischen Streitkräfte, mit einer logistischen Basis und Trainingsmöglichkeiten in Deutschland ihre Einsatzmöglichkeiten an der Ostflanke der Allianz zu verbessern. Entsprechende Überlegungen nannte der Stabschef der britischen Armee, General Nicholas Carter, bei einem Vortrag in London am (gestrigen) Montagabend. Die Entscheidungen darüber sind allerdings noch nicht gefallen.

Mit einer Stationierung von Gerät in der Bundesrepublik und der Beibehaltung von Übungsplätzen wären britische Truppen für einen Einsatz an der NATO-Ostflanke besser gerüstet, begründete Carter die veränderte Einschätzung, die die derzeitigen Pläne für einen Abzug der Briten aus Deutschland zum Teil umkehren könnten. weiterlesen

Neue Fotos russischer Bomber von den Briten

In den vergangenen Jahren ist es – wieder – nicht ungewöhnlich, dass Flugzeuge der russischen Luftwaffe entlang der Grenzen der NATO unterwegs sind – und vermutlich trifft das umgekehrt ebenso zu. In Europa wird das bisweilen aus Unkenntnis so verstanden, als wären russische Kampfjets in den Luftraum europäischer NATO-Länder eingedrungen, was aber bislang nie der Fall war.

So was ähnliches gab es auch am (heutigen) Montag: russische Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-160, NATO-Bezeichnung Blackjack, waren über Nordeuropa unterwegs und näherten sich, unter anderem, dem britischen Luftraum. Mit der Flugsicherung nahmen die Piloten keinen Kontakt auf . Wie üblich und vom NATO Combined Air Operations Center (CAOC) in Uedem am Niederrhein in Deutschland gesteuert, stieg deshalb die Alarmrotte, der so genannte Quick Reaction Alert auf, in Belgien und in Großbritannien, um diese Flugzeuge zu identifizieren, zu überwachen und zu begleiten. weiterlesen

Französische Kompanie jetzt im deutschen eFP-Bataillon in Litauen

Fürs Archiv: Die von Deutschland geführte NATO-Battlegroup in Litauen wird seit dem (heutigen) Donnerstag erstmals von einer französischen Kompanie unterstützt. Frankreich hatte sich zuvor an dem Bataillon der enhanced Forward Presence (eFP) in Estland beteiligt. Jetzt verlegten französische Heeressoldaten in einem gemischten Verband einer gemischten Einheit aus Infanterie, Panzern und Artilleriebeobachtern nach Rukla in Litauen, wie die Armee in Paris mitteilte. weiterlesen

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