Deutsches NATO-Flaggschiff der Ägäis-Mission auf Grund gelaufen

Das Flaggschiff der NATO-Aktivität in der Ägäis, die deutsche Fregatte Brandenburg, ist am Ostermontag beim Auslaufen aus dem griechischen Hafen Piräus auf Grund gelaufen und vorerst nur beschränkt einsatzfähig. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr bestätigte am (heutigen) Dienstag einen entsprechenden Bericht der Kieler Nachrichten (Link aus bekannten Gründen nicht).

Nach Angaben der Bundeswehr wurde das Schiff nach der Grundberührung von Tauchern untersucht, die Schäden am Ruder und einer Schiffsschraube feststellten. Die Brandenburg wurde daraufhin in die Marinewerft Salamis bei Piräus geschleppt. Ob und wie lange die Fregatte nicht seetüchtig ist, blieb zunächst unklar. weiterlesen

Keine schnelle Brigade zur Bündnisverteidigung

Dass das Deutsche Heer derzeit nicht in der Lage ist, aus dem Stand eine (schwere) Brigade zur Verteidigung des NATO-Gebiets in Marsch zu setzen, ist vermutlich unter den Lesern hier weder eine Überraschung noch umstritten. Aus US-Sicht ist das eine Meldung wert, wie ein Blick in die US-Soldatenzeitung Stars&Stripes am (heutigen) Donnerstag zeigt:

U.S. forces can’t rely on Europe’s top three military powers to quickly deploy brigade-size armored units to the Baltics in a crisis because their ground combat units are undermanned, overextended and lack sufficient equipment, said a study of alliance capabilities released Wednesday.
The German army is in especially poor shape, with a shortage of deployable forces and equipment. That means fielding a single brigade would involve stripping other units of their gear and manpower, the RAND Corp. study found.

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Deutscher NATO-Einsatz in Litauen: Zwei Videos

Den Einsatz deutscher Panzergrenadiere in der NATO-Battglegroup für die enhanced Forward Presence in Litauen kann man auf verschiedene Weisen pulizistisch begleiten. Wie die NATO, siehe oben. Oder wie die Bundeswehr.

(Mehr Bilder von der Bundeswehr gibt es hier.)

Trump hält NATO nicht mehr für überholt, aus Gründen

US-Präsident Donald Trump findet die NATO nicht mehr überholt (obsolete). Das kann man als Fortschritt sehen. Ein genauerer Blick auf die Pressekonferenz des US-Präsidenten mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am (gestrigen) Mittwoch (Ortszeit) in Washington scheint mir eher darauf hinzudeuten, dass das kein grundlegender Sinneswandel ist, sondern eher, sagen wir, den Nützlichkeitserwägungen geschuldet: Zum Beispiel beim Thema Syrien könnte die Allianz doch hilfreich sein.

Zumal Trump weiterhin das System der NATO-Finanzierung bewusst nicht verstehen und sein Geld zurück möchte. Nun gut.

Hier ein paar Auszüge aus der Abschrift der Pressekonferenz:

Trump: (…) Sixty-eight years ago this month, not far from where we are gathered today, President Harry Truman spoke at the signing of the North Atlantic Treaty. In the nearly seven decades since Harry Truman spoke those words, the NATO alliance has been the bulwark of international peace and security. NATO allies defeated communism and liberated the captive nations of the Cold War. They secured the longest period of unbroken peace that Europe has ever known. This enduring partnership is rooted out of so many different things, but our common security is always number one, and our common devotion to human dignity and freedom. weiterlesen

Lagebild Litauen: Russland als größte Bedrohung

Litauen hat am (heutigen) Montag sein aktuelles Lagebild zur Bedrohungssituation des baltischen Landes veröffentlicht – und wenig überraschend steht der große Nachbar Russland als größte Bedrohung obenan. Aus der englischen Fassung des Berichts:

Russia, aggressively seeking to strengthen its dominance in the region and change the global balance of forces, is considered to be a major source of threats posed to the national security of the Republic of Lithuania. weiterlesen

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