Exercise Watch: Drei Bundeswehr-Soldaten zur Übung in die Ukraine

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An der multinationalen Übung Rapid Trident in der Ukraine, bei der unter US-Führung zahlreiche NATO-Mitglieder, die Ukraine und andere Partnernationen ihre Zusammenarbeit trainieren werden sich drei Bundeswehrsoldaten beteiligen. Am (heutigen) Freitag sei auf Basis der aktuellen Bedrohungslage und der politischen Situation die Entscheidung getroffen worden, die Stabsoffiziere für Übungsauswertung und Logistik zu entsenden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Die drei Deutschen sollen am (morgigen) Samstag nach Yavoriv in die West-Ukraine reisen; Übungsbeginn ist am kommenden Montag. weiterlesen

Baltic Air Policing: Friedensflugbetrieb an der russischen Grenze

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Deutsche Abfangjäger über dem Baltikum sind eigentlich nichts Ungewöhnliches. Seit mehr als zehn Jahren sichern Kampfjets der NATO-Staaten im Wechsel den Luftraum über den Bündnismitgliedern Estland, Lettland und Litauen, die über keine nennenswerte eigene Luftwaffe verfügen. Auch die Bundeswehr hatte bereits fünfmal mit Phantom- und Eurofighter-Kampfjets zu diesem Baltic Air Policing beigetragen.

In diesem Jahr der Ukraine-Krise ist jedoch alles anders. Bereits im Frühjahr hatte die NATO beschlossen, als Reaktion auf das russische Vorgehen auf der Krim die Zahl der im Baltikum stationierten Abfangjäger deutlich zu erhöhen – normalerweise steht eine Alarmrotte von zwei Maschinen auf der litauischen Basis Siauliai. Jetzt sind es insgesamt 18 Maschinen, die für diese Aufgabe außer in Siauliai auch in Ämari in Estland und Malbork in Polen zur Verfügung stehen: Die baltischen Staaten, direkt an Russland angrenzend, sollen mit dieser re-assurance, der demonstrativen Zusicherung der Bündnissolidarität gegenüber dem russischen Nachbarn gestärkt werden – der von der NATO zunehmend als Gegner angesehen wird.

Deutschland hatte im April sechs Eurofighter für diese Verstärkung angeboten, und seit dem 1. September ist es soweit: Vier Maschinen stehen auf der estnischen Basis Ämari weiterlesen

Exercise Watch: ‘Sea Breeze’ kommt nicht allein

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Eine gewisse Aufmerksamkeit in den deutschen Medien (und darüber hinaus) hat am (heutigen) Montag die Übung Sea Breeze 2014 im Schwarzen Meer bekommen – vermutlich, weil Russland gegen diese Übung protestiert hat, an der neben der Ukraine und den USA auch Georgien und einige andere NATO-Staaten teilnehmen. In Deutschland ist dagegen weitgehend unbeachtet geblieben, dass kurz nach dem NATO-Gipfel in der vergangenen Woche ein etwas größeres Landmanöver in den östlichen Staaten des Bündnisses stattfand (Deutschland war zwar nicht direkt beteiligt, aber Aufmarschraum, siehe Foto oben). International hatte das dagegen schon Aufmerksamkeit gefunden:

NATO stages major military exercise in Latvia after Wales summit weiterlesen

Schlagkräftigere NATO nach dem Gipfel? Ergebnisse im Februar

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Nach den Beschlüssen des NATO-Gipfels in der vergangenen Woche zu einer schnelleren Einsatzbereitschaft von Truppen der Allianz ist natürlich die Frage interessant, wie schnell das alles umgesetzt wird. Und wie rasch es die neue Speerspitze, die Very High Readiness Joint Task Force als Teil der NATO Response Force geben wird.

Die Antwort: Voraussichtlich im Februar kommenden Jahres. Jetzt soll erst mal ausgeplant und mit der Umsetzung angefangen werden. Im Februar 2015 werden dann die Ergebnisse einem Treffen der NATO-Verteidigungsminister präsentiert. Die Aussagen dazu aus der Bundespressekonferenz am (heutigen) Montag, von Regierungssprecher Steffen Seibert und Jens Flosdorff, dem Sprecher des Verteidigungsministeriums:

 

 

(Übrigens: die Niederlande haben bereits eine Kompanie für die neue schnelle Eingreiftruppe zugesagt.)

(Archivbild Oktober 2013: Polnische Ehrengarde bei der Übung Steadfast Jazz der NATO Response Force – U.S. Army photo by Sgt. A.M. LaVey/173 ABN PAO)

 

Mehr NATO wagen

Press conference by the NATO Secretary General - NATO Wales Summit

Auf ihrem Gipfel in Wales hat die NATO, wie bereits angekündigt und erwartet, eine schnelle Eingreiftruppe mit hoher Bereitschaft (innerhalb weniger Tage beschlossen) – diese Very High Readiness Task Force soll formal überall in der Welt einsetzbar sein; beschlossen wurde sie aber unter dem Eindruck des russischen Vorgehens in der Ukraine in den vergangenen Monaten.

Wie bei all’ solchen Gipfelbeschlüssen wird es darauf ankommen, wie sie praktisch umgesetzt werden. Und da werden wir, vermute ich, noch ein bisschen auf Details warten müssen. Zum Beispiel auf die Antwort auf die Frage, ob und wie sich die Bundeswehr an dieser Speerspitze beteiligt – die wird ja aus der existierenden NATO Response Force geschmiedet, und für die sind derzeit wie auch im kommenden Jahr deutsche Soldaten, wie heißt das immer, eingemeldet.  weiterlesen

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