EU-Ausbildungsmission in Mali: Größeres Einsatzgebiet gebilligt

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Die Beteiligung der Bundeswehr an der EU-Ausbildungsmission in Mali wird wie geplant ausgeweitet – regional auf mögliche Ausbildungseinsätze auch im gefährlichen Norden. Der Anteil deutscher Soldaten an der EU-Mission in dem westafrikanischen Land wird dagegen von 350 auf künftig maximal 300 reduziert, weil die Bundeswehr im Sommer die Führung der Mission an Belgien abgibt. Der Bundestag billigte am (heutigen) Donnerstag einen entsprechenden Vorschlag der Bundesregierung mit 496 Ja-Stimmen bei 67 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

(Es kursiert im Netz  die Falschmeldung, 300 zusätzliche deutsche Soldaten sollen entsandt werden. Ein Blick ins Mandat, in dem die Obergrenze von 300 Soldatinnen und Soldaten festgeschrieben wird, beseitigt diesen Irrtum sehr schnell.)

Neu ist, wie vom Kabinett nach einem entsprechenden EU-Ministerratsbeschluss vorgeschlagen, die Ausbilder künftig nicht mehr nur im sicheren Süden Malis arbeiten zu lassen. Die genaue Festlegung:

Das Einsatzgebiet liegt im Süden Malis innerhalb der malischen Staatsgrenzen und umfasst das Staatsgebiet bis zum Nigerbogen einschließlich der Ortschaften Gao und Timbuktu sowie der Verbindungsstraße zwischen den beiden Ortschaften nördlich des Niger.

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Geplanter Drohnen-Einsatz in Mali: Luftbildauswertung in der Heimat

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Aus Mangel an Fachpersonal denkt die Luftwaffe darüber nach, beim geplanten Einsatz von Heron-Drohnen in Mali die Auswertung der Luftbilder im heimischen Schleswig-Holstein vorzunehmen. Die Spezialisten seien bereits in Afghanistan und in Incirlik in der Türkei (Foto oben) im Einsatz, für eine weitere Mission fehlten einfach die Leute, sagte der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 in Jagel, Michael Krah:

Wir überlegen, ob wir die Auswertung aus Deutschland sicherstellen können. Wenn wir noch zusätzliches Personal nach Mali schicken, ist das Maß meiner Meinung nach überschritten.(…) weiterlesen

Neue Anti-Terror-Truppe in Mali ab Juli geplant

Premier Convoi Logistique du 6 au 12 Juin 2014 pour le BATLog SALAMANDRE. LLa première rupture de charge auras lieu a KIDAL et la seconde a TESSALIT puis retour sur GAO Les 35 vehicules aurons effectuer au terme de cette mission 1047 Kms GPS. 06h00 Départ du convoi pour TESSALIT, le convoi de nouveau sur piste cassante malienne.Minuit le convoi est arrive a TESSALIT au campement des DLAOs

Die Pläne für eine zusätzliche Anti-Terror-Truppe der Afrikanischen Union (AU) in Mali nehmen Gestalt an: Bis zum Juli könnte eine solche zusätzliche Streitmacht für das westafrikanische Land stehen, sagte der AU-Beauftragte für Mali der Nachrichtenagentur Reuters:

Plans for a new African counter-terrorism force to support vulnerable U.N. peacekeepers in Mali, where militant Islamist groups are stepping up their activities, should be finalised by July, the African Union’s special envoy to Mali said. weiterlesen

Operation Barkhane: Frankreichs Terrorbekämpfung in Mali

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In Mali, dem westafrikanischen Land mit seinem durch islamistische Terror-Milizen gefährdeten nördlichen Landesteil, gibt es derzeit drei internationale Militäreinsätze: die UN-Mission MINUSMA und eine EU-Ausbildungsmission, beide mit deutscher Beteiligung – und die französische Operation Barkhane. Nur letztere, sagte die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kürzlich bei ihrem Besuch in Mali, habe die Aufgabe, Terroristen zu bekämpfen.

Bei diesem französischen Einsatz kamen durch die Explosion einer Sprengfalle am (gestrigen) Dienstag drei Soldaten ums Leben. Aber was macht die Operation Barkhane eigentlich? Der französische Sender France24 hat eine Patrouille in der Wüste begleitet (hier die englische Fassung):

Hunting down jihadists in the Malian desert

(Archivbild März 2016: Französische Soldaten der Operation Barkhane auf Quads in der Wüste Malis – Foto defense.gouv.fr)

Ausbildungsmission in Mali: Künftig bis Timbuktu, Mentoring ausgeschlossen

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Das Bundeskabinett hat, wie angekündigt, am (heutigen) Mittwoch eine Beteiligung der Bundeswehr an einer Ausweitung der EU-Ausbildungsmission in Mali beschlossen. Nach dem Mandat, das dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt wird, sollen die europäischen Ausbilder und damit auch die deutschen Soldaten die Streitkräfte des westafrikanischen Landes nicht mehr nur in Koulikoro (Foto oben) im vergleichsweise sicheren Süden des Landes ausbilden, sondern auch im deutlich gefährlicheren Norden

Die Ausweitung hatte der Europäische Rat, also auch mit der Stimme Deutschlands, bereits im März beschlossen: Die EU-Trainingsmission Mali (EUTM Mali) soll danach künftig bis zur Flussschleife des Niger einschließlich der Gemeinden Gao und Timbuktu tätig werden können.

Allerdings, so betonte die Bundesregierung, sollen die europäischen Ausbilder ihre malischen Schützlinge/Schüler nicht ins Gefecht begleiten: weiterlesen

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