Angriff auf deutsche Patrouille in Mali (vorige Woche): Feuerschutz von den Niederländern

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Beim ersten Angriff auf deutsche UN-Blauhelme in Mali in der vergangenen Woche gaben niederländische Apache-Kampfhubschrauber den Bundeswehrsoldaten Feuerschutz. Dieses Detail, das die Bundeswehr in ihren Informationen zu dem Vorfall bisher ausließ, teilte das niederländische Verteidigungsministerium am (heutigen) Mittwoch auf seiner Webseite mit:

2 Apache-gevechtshelikopters ondersteunden in Mali de Duitse Intelligence, Surveillance and Reconnaissance-compagnie die onder vuur lag. Ze gaven de militairen dekking maar hoefden geen wapens in te zetten. Niemand raakte gewond en er was ook geen materiële schade.

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Hubschraubermangel in Mali: Deutsche Helikopter “nicht auszuschließen”

Gao , 26 september 2014, Aankomst chinooks

Nach der nunmehr offiziellen Ankündigung der Niederlande, ihre Hubschrauber aus der UN-Mission in Mali zum Jahresende abzuziehen, bemüht sich Deutschland zum Schutz der dort eingesetzten Bundeswehrsoldaten um Hubschrauber aus anderen Nationen – letztendlich könnte aber auch die Bundeswehr diese Fähigkeit stellen müssen. Es sei nicht auszuschließen, das Deutschland in der Mission MINUSMA Helikopter einsetzen müsse, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jens Flosdorff, am (heutigen) Montag.

Die Planung der niederländischen Streitkräfte, ihre Apache-Kampfhubschrauber sowie Chinook-Transporthelikopter (Foto oben) nicht länger im Norden des westafrikanischen Landes zur Verfügung zu stellen, war seit einigen Wochen absehbar. Zum Ende der vergangenen Woche wurde die Bundesregierung nach eigenen Angaben offiziell darüber informiert. weiterlesen

Bundeswehr-Training für Mali: Das Video ist wieder da

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Am (gestrigen) Donnerstag hatte die Bundeswehr ein Video zum Training für den Bundeswehreinsatz in der UN-Mission MINUSMA in Mali online gestellt – und das nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Die offizielle Auskunft dazu: Redaktionelle Gründe.

Am (heutigen) Freitag wurde das – leicht veränderte – Video wieder online gestellt, und jetzt gibt es auch eine etwas nachvollziehbarere Begründung:

Die ursprüngliche Fassung des Videos enthielt zwei Sequenzen, in denen Kettenfahrzeuge zu sehen waren. Dabei handelte es sich um eine Übungskünstlichkeit. Da die gemischte Aufklärungskompanie in Mali keine Kettenfahrzeuge einsetzt und wir keinen falschen Eindruck erwecken wollten, haben wir diese Szenen aus dem Video entfernt.

Na, das hätte die Bundeswehr ja auch gestern schon sagen können…

Hier das – um 21 Sekunden gekürzte – Video: weiterlesen

Nach Anschlag auf deutsche Blauhelme: Bundeswehr löscht Mali-Trainingsvideo (m. Nachtrag)

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Nach dem ersten Angriff auf eine Aufklärungspatrouille deutscher Blauhelmsoldaten in Mali am (gestrigen) Mittwoch hat die Bundeswehr am Donnerstag ein Video zum Training für den Einsatz in dem westafrikanischen Land veröffenlicht (siehe Screenshot oben) – aber kurz danach wieder gelöscht. Das ist um so merkwürdiger, als dieses Video in der rgelmäßig an Journalisten versandten Medieninformation angekündigt und verlinkt war.

Die Gründe dafür bleiben im Dunkeln – die offizielle Erklärung: Auf meine Anfrage teilte die Zentralredaktion der Bundeswehr mit, es handele sich um eine redaktionelle Entscheidung. An Stelle des Videos vom MINUSMA-Training sei nun ein Video der längst abgeschlossenen Übung Saber Strike eingestellt worden.

Ja nee is klar. Ich würde ja vermuten, dass auf YouTube für beide Videos Platz gewesen wäre…

Nachtrag: Zum Thema Aufklärer in Gao hat die Bundeswehr inzwischen ein anderes Video nachgeschoben (das den Vorteil hat, dass darin kein einziger Schuss fällt):


(Direktlink: https://youtu.be/sx64iUhcJWQ)

Zum Vorfall selbst steht inzwischen auch die Meldung der Bundeswehr online.

Erstmals deutsche Blauhelmsoldaten in Mali unter Beschuss – Keine Verwundeten (m. Nachtrag)

Niederländische und deutsche Soldaten des Einsatzkontingents MINUSMA im niederländischen Camp Castor in Gao, am 24.02.2016.

Erstmals im Blauhelmeinsatz der Bundeswehr in Mali sind deutsche Soldaten der UN-Mission MINUSMA unter Beschuss geraten. Am (heutigen) Mittwoch sei eine Aufklärungspatrouille nördlich von Gao mit Handwaffen angegriffen worden, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit. Bei dem Angriff seien keine deutschen Soldaten verwundet worden; auch an den – geschützten – Fahrzeugen habe es keine Schäden gegeben.

Alle an den Patrouille beteiligten Soldaten seien inzwischen wieder ins Camp Castor in Gao zurückgekehrt; weitere Details sind noch nicht bekannt.

In Gao im unruhigen Norden des westafrikanischen Landes sind derzeit rund 500 Bundeswehrsoldaten im Einsatz, die vor allem als Aufklärer für die Vereinten Nationen unterwegs sind (eine weitere deutsche Beteiligung gibt es an der EU-Ausbildungsmission). weiterlesen

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