RC N Watch: Mindestens 13 Tote bei Selbstmordanschlag in Baghlan
Und wieder ein Blick auf den – vergleichsweise – ruhigen Norden Afghanistans: Bei einem Selbstmordanschlag in Pul-e- Khumri, der Hauptstadt der Provinz Baghlan, sind am (heutigen) Montag mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter regional bedeutsame Politiker:
According to Baghlan Governor’s Office, a suicide bomber blew himself up this morning outside Baghlan Provincial Council, leaving 13 people including Head of the Council Rasul Khan Mohsini dead and at least 9 others injured.
heißt es in einer Erklärung des Präsidentenpalastes in Kabul.
Ergänzend von der BBC: weiterlesen
Die Kanzlerin in Afghanistan
Knapp eine Woche nach dem Tod eines deutschen Soldaten in Afghanistan sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Thomas de Maizière zu einem Blitzbesuch an den Hindukusch gereist. Sie landeten am frühen Freitagmorgen in Masar-i-Scharif und flogen anschließend nach Kundus weiter. Dort gedachte Merkel im Ehrenhain des Feldlagers der deutschen Soldaten, die in Afghanistan gefallen sind, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Die Kanzlerin und der Minister trafen auch mit Kameraden des gefallenen KSK-Soldaten zusammen und sprachen mit dem Kommandosoldaten, der bei dem Gefecht verwundet wurde. weiterlesen
RC N Watch: IED-Anschlag auf Deutsche bei Kundus – Keine Verwundeten (Update)
Erstmals seit fast acht Monaten ist am (heutigen) Donnerstag auf deutsche Soldaten der ISAF-Truppe ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Bei dem Angriff sieben Kilometer westlich des ISAF-Camps in Kundus, auf dem Weg Richtung Distrikt Char Darrah, wurden nach Angaben des Einsatzführungskommandos keine Soldaten verwundet. Ein geschütztes Fahrzeug vom Typ Dingo 2 (Archivbild oben) wurde leicht beschädigt:
Heute morgen um 7.06 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wurde gegen deutsche Soldaten circa 7 Kilometer westlich des Feldlagers Kundus ein Sprengstoffanschlag verübt. Es wurden keine Soldaten verwundet. Ein Fahrzeug wurde leicht beschädigt.
7.06 Uhr MESZ entspricht 09.36 Ortszeit Kundus, weitere Einzelheiten dieser Attacke mit einem IED (Improvised Explosive Device, improvisierte Sprengfalle) sind noch unklar. Der zuvor letzte IED-Angriff auf einen deutschen Konvoi hatte sich am 9. September 2012 in Baghlan ereignet; auch damals waren keine Soldaten verwundet worden.
(Archivbild 2010: Dingo 2 in Afghanistan – Bundeswehr via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)
Deutscher Soldat bei Kundus in Feuergefecht verwundet
Bei einem Feuergefecht bei Kundus in Nordafghanistan ist am (heutigen) Donnerstag ein deutscher Soldat verwundet worden. Die Einzelheiten des Vorfalls bleiben ein wenig unklar; die offizielle Mitteilung der Bundeswehr:
Am frühen Morgen des 21. Februar 2013 haben deutsche ISAF-Kräfte eine afghanische Operation im Raum Kunduz begleitet. Dabei wurden die afghanischen und deutschen Kräfte von Aufständischen angegriffen. Im anschließenden Gefecht mit den Aufständischen wurde ein deutscher Soldat verwundet.
Der Soldat befindet sich außer Lebensgefahr und wird derzeit im Einsatzlazarett in Mazar-e Sharif behandelt.
Während des Feuergefechts wurden zwei afghanische Polizisten tödlich verletzt und vermutlich vier Aufständische getötet.
Die Angehörigen des Soldaten sind informiert.
An dieser offiziellen Mitteilung ist bemerkenswert: Sie wurde wortgleich den Bundestagsabgeordneten übermittelt und ins Internet eingestellt. Auf vorangegangene Meldungen unter Berufung auf afghanische Quellen, es habe sich um einen Einsatz von Spezialkräften gehandelt, geht diese Mitteilung mit keinem Wort ein. weiterlesen
Angeblich deutscher KSK-Soldat bei Gefecht in Kundus verwundet
Bislang gibt es noch keine offizielle Bestätigung der Bundeswehr: Nach einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa), wiedergegeben unter anderem bei Spiegel Online, wurde am (heutigen) Donnerstag ein Soldat des Bundeswehr-Kommandos Spezialkräfte (KSK) in der nordafghanischen Stadt Kundus in einem Gefecht mit Aufständischen verwundet.
Keine Bestätigung, keine Einzelheiten, aber das kann sich noch ändern. Die Frage bleibt unter anderem: Wenn es tatsächlich, wie es in der Meldung heißt, ein vierstündiges Gefecht mitten in einer Provinzhauptstadt gab – wieso hat das von den üblichen anderen Medien noch keiner gemerkt? Und wieso kam es überhaupt zu einer so langen Auseinandersetzung – völlig untypisch für den Einsatz von Spezialkräften?
Mehr nach Entwicklung.
Nachtrag: von ISAF gibt es bislang das dazu – wobei nicht letztendlich klar ist, ob es die gleiche Operation war:
An Afghan and coalition security force arrested six insurgents during an operation in search of an Islamic Movement of Uzbekistan leader in Kunduz district, Kunduz province, today.
The leader is allegedly instrumental in manufacturing, procuring and distributing improvised explosive devices for use in attacks against Afghan and coalition forces in the province.
The security force also seized a shotgun as a result of the operation.
Nachtrag 2: In der – unten in den Kommentaren verlinkten – Agenturmeldung ist von der Ortschaft Khawja Galtan die Rede – vermutlich ist damit der Weiler Khvajeh Ghaltan östlich der Stadt Kundus gemeint. Allerdings gibt es zwei Ortschaften dieses Namens... Die Satellitenaufnahme der Gegend hier.




Thomas Wiegold schreibt über die Bundeswehr, über Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Die Truppe hat er schon lange im Blick: 1993 berichtete er aus Somalia und seitdem aus fast allen Einsatzgebieten der Bundeswehr.