Vom Himmel hoch: von der Leyen schwebt per Fallschirm beim KSK ein (Neufassung)

vdL_KSK_20140714_klein

Ihren Besuch beim Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stilecht begonnen: Die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt schwebte per Fallschirm bei den Soldaten ein.

Die Statements der Ministerin hat das Ministerium veröffentlicht:

 
und
 
.

Da ich bei diesem Besuch nicht dabei war, habe ich diverse Tweets und Meldungen mal per Storify gesammelt : weiterlesen

Ehrenkreuz für Tapferkeit an KSK-Soldaten – erstmals öffentlich?

Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am (heutigen) Montag zwei Hauptfeldwebeln des Kommandos Spezialkräfte (KSK) das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit verliehen. Aus der Mitteilung auf der Webseite des Ministeriums:

Die beiden Soldaten sind Angehörige des Kommandos Spezialkräfte (KSK) und waren am 21. Februar vergangenen Jahres mit weiteren Kameraden als Berater (sogenannte „Advisor“) eingesetzt, um die Operationsführung einer Einheit der „Afghan National Security Forces“ (ANSF) im Raum Kunduz zu unterstützen. (…)
Beim Zugriff auf einen Gebäudekomplex, in dem sich die regierungsfeindlichen Kräfte verschanzt hatten, fiel ein Angehöriger der afghanischen Partnereinheit, ein weiterer wurde schwer verwundet. Hauptfeldwebel Jürgen E. gelang es zunächst, den Schwerstverwundeten unter großer Gefahr für Leib und Leben aus der Feuerzone zu retten und ihn in einer nahen Deckung sanitätsdienstlich zu versorgen, um ihn im Weiteren komplett aus der Gefahrenzone zu bringen.Hierbei geriet er selbst unter Beschuss und wurde ebenfalls schwer verwundet. Durch ein sofortiges Eingreifen von Hauptfeldwebel Benjamin B. gelang es diesem, seinen KSK-Kameraden aus der Feuerzone zu retten.

Auffällig an dieser öffentlichen Würdigung: Ich vermute, dass es nicht die ersten Ehrenkreuze für Tapferkeit sind, die an Soldaten des KSK verliehen wurden – Lücken in den öffentlichen Bekanntmachungen für dieses Ehrenzeichen deuten darauf hin, dass es bereits zuvor solche Fälle gegeben hat. Wenn ich nichts übersehen habe, geht von der Leyen auch hier einen neuen Weg und macht die Arbeit der Spezialkräfte wieder ein Stück öffentlicher – an einer Stelle, wo Geheimhaltung auch nicht dazu dient, die Soldaten oder ihre Einsätze zu schützen.

(Archivbild 2011 – Bundeswehr/Kazda via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

SOF Air geht zur Luftwaffe nach Laupheim

UH72-A_Lakota

Es wird keinen Kenner und hier kaum einen Leser überraschen, aber die Entscheidung wollte ich doch wenigstens noch schnell melden: Die 15 Hubschrauber vom Typ EC645T2 für Spezialkräfte, deren Beschaffung für knapp 200 Millionen Euro der Bundestags-Haushaltsausschuss im Juni beschlossen hat, werden der Luftwaffe zugeordnet.

Aus dem Schreiben von Verteidigungs-Staatssekretär Rüdiger Wolf vom 25. Juli  an den Verteidigungsausschuss :

Aus funktionalen und wirtschaftlichen Gründen hat Herr Bundesminister Dr. de Maizière die Stationierung des Elementes LUH SOF als Teil des Hubschraubergeschwaders 64 (HSG 64) der Luftwaffe am Standort Laupheim entschieden.

(LUH SOF steht für Light Utility Helicopter Special Operations Forces)

Der Standort Laupheim ist sinnvollerweise nah genug an Calw, dem Standort des Kommandos Spezialkräfte (KSK). Organisatorisch wechselt allerdings die Zuständigkeit für die direkte Einsatzfliegerei der KSK-Soldaten vom Heer zur Luftwaffe. Die hatte dafür unter anderem das Argument vorgebracht, dass alle anderen Lufttransporte des KSK auch Aufgabe der Luftwaffe seien – entweder mit Flugzeugen oder mit dem mittleren Transporthubschrauber CH53 (der allerdings erst im Zuge der jüngsten Reform vom Heer zur Luftwaffe wechselte). weiterlesen

“Kein Grund, an der Zuverlässigkeit der Afghanen zu zweifeln”

Nach dem Gefecht am 4. Mai in der nordafghanischen Provinz Baghlan, bei dem ein deutscher Soldat des Kommandos Spezialkräfte gefallen war, sieht die Bundeswehr keinen Anlass zum Misstrauen gegenüber afghanischen Sicherheitskräften. Wir haben keinen Grund, an der Zuverlässigkeit und am Kampfeswillen der Afghanen zu zweifeln, sagte der stellvertretende Befehlshaber des Bundeswehr-Einsatzführungskommandos, Konteradmiral Rainer Brinkmann, am Mittwoch in Potsdam. Brinkmann bestätigte zugleich im Grunde Berichte über den Ablauf des Gefechts, wies aber die Einschätzung zurück, die beteiligten afghanischen Polizisten hätten dabei die Flucht ergriffen und die deutschen Soldaten im Stich gelassen. weiterlesen

Erstmals KSK-Soldat im Gefecht in Afghanistan gefallen (mehr Einzelheiten; O-Ton de Maizière, Fritz)

In einem Gefecht mit Aufständischen in Nordafghanistan ist erstmals ein Soldat des deutschen Kommandos Spezialkräfte (KSK) gefallen. Die Bundeswehrsoldaten hatten seit dem vergangenen Freitag eine Spezialeinheit der afghanischen Polizei, eine so genannte Crisis Response Unit (CRU, siehe Archivfoto oben) begleitet. Am (gestrigen) Samstag sei es an einer Flussquerung 26 Kilometer nördlich des Observation Point (OP) North in der Provinz Baghlan zu einem ersten Angriff von Aufständischen gekommen, zu dessen Abwehr Luftunterstützung angefordert wurde. Bei der anschließenden Wirkungsaufnahme, der Beurteilung der Folgen, seien bei einem erneuten Angriff der Aufständischen zwei deutsche Soldaten verwundet worden. Einer sei vor Ort an den Verwundungen gestorben, der zweite Verwundete sei evakuiert worden und außer Lebensgefahr, teilten Verteidigungsminister Thomas de Maizière und Generalleutnant Hans-Werner Fritz, der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, am Sonntag in Berlin mit. weiterlesen

weiter »