CSU-Abgeordnete plädiert für KSK im Kampf gegen ISIS

Übung KSK 2004

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Julia Bartz, Mitglied im Verteidigungsausschuss, hat sich für den Einsatz deutscher Spezialkräfte im Kampf gegen die islamistischen ISIS-Terrorgruppen ausgesprochen. Nach Bekanntwerden der US-Überlegungen, dafür gegebenenfalls auch Bodentruppen im Nordirak einzusetzen, schrieb Bartz in einem Gastbeitrag für die deutsche Huffington Post (Link aus bekannten Gründen nicht) unter anderem:

Mir ist weder vom Hören noch vom Lesen eine einzige Operation gegen vergleichbare Gegner bekannt, in der man nicht letztendlich Bodentruppen eingesetzt hätte. Auch wenn man mitunter gerne behauptet, Spezialkräfte seien keine Bodentruppen: Sie sind es! Und sie werden bereits laufend verstärkt in die Region verlegt. Also lasst uns doch die Dinge beim Namen nennen! (…) weiterlesen

Bundeswehr dementiert Einsatz deutscher Spezialkräfte im Nordirak

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Manchmal ist auch ein Dementi eine Meldung: Seit dem (gestrigen) Dienstagabend steht bei dem großen US-Nachrichtenportal The Daily Beast ein Korrespondentenbericht aus dem Nordirak: Neben US Special Operations Forces, so heißt es unter Berufung auf kurdische Quellen, seien an der Front zu den ISIS-Milizen auch deutsche Spezialkräfte im Einsatz. Unter anderem, um die Luftangriffe auf ISIS-Einheiten vom Boden zu koordinieren:

Are American Troops Already Fighting on the Front Lines in Iraq?

Es hat ein bisschen gedauert, aber jetzt gibt es ein knallhartes Dementi der Bundeswehr: Die Truppe habe zwar ein militärisches Verbindungselement beim deutschen Generalkonsulat in der Kurden-Hauptstadt Erbil, aber keine Spezialkräfte im Irak, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos am Mittwoch auf Anfrage von Augen geradeaus! weiterlesen

Vom Himmel hoch: von der Leyen schwebt per Fallschirm beim KSK ein (Neufassung)

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Ihren Besuch beim Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen stilecht begonnen: Die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt schwebte per Fallschirm bei den Soldaten ein.

Die Statements der Ministerin hat das Ministerium veröffentlicht: hier beim KSK und hier beim Hubschraubergeschwader.

Da ich bei diesem Besuch nicht dabei war, habe ich diverse Tweets und Meldungen mal per Storify gesammelt : weiterlesen

Ehrenkreuz für Tapferkeit an KSK-Soldaten – erstmals öffentlich?

Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am (heutigen) Montag zwei Hauptfeldwebeln des Kommandos Spezialkräfte (KSK) das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit verliehen. Aus der Mitteilung auf der Webseite des Ministeriums:

Die beiden Soldaten sind Angehörige des Kommandos Spezialkräfte (KSK) und waren am 21. Februar vergangenen Jahres mit weiteren Kameraden als Berater (sogenannte „Advisor“) eingesetzt, um die Operationsführung einer Einheit der „Afghan National Security Forces“ (ANSF) im Raum Kunduz zu unterstützen. (…)
Beim Zugriff auf einen Gebäudekomplex, in dem sich die regierungsfeindlichen Kräfte verschanzt hatten, fiel ein Angehöriger der afghanischen Partnereinheit, ein weiterer wurde schwer verwundet. Hauptfeldwebel Jürgen E. gelang es zunächst, den Schwerstverwundeten unter großer Gefahr für Leib und Leben aus der Feuerzone zu retten und ihn in einer nahen Deckung sanitätsdienstlich zu versorgen, um ihn im Weiteren komplett aus der Gefahrenzone zu bringen.Hierbei geriet er selbst unter Beschuss und wurde ebenfalls schwer verwundet. Durch ein sofortiges Eingreifen von Hauptfeldwebel Benjamin B. gelang es diesem, seinen KSK-Kameraden aus der Feuerzone zu retten.

Auffällig an dieser öffentlichen Würdigung: Ich vermute, dass es nicht die ersten Ehrenkreuze für Tapferkeit sind, die an Soldaten des KSK verliehen wurden – Lücken in den öffentlichen Bekanntmachungen für dieses Ehrenzeichen deuten darauf hin, dass es bereits zuvor solche Fälle gegeben hat. Wenn ich nichts übersehen habe, geht von der Leyen auch hier einen neuen Weg und macht die Arbeit der Spezialkräfte wieder ein Stück öffentlicher – an einer Stelle, wo Geheimhaltung auch nicht dazu dient, die Soldaten oder ihre Einsätze zu schützen.

(Archivbild 2011 – Bundeswehr/Kazda via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

SOF Air geht zur Luftwaffe nach Laupheim

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Es wird keinen Kenner und hier kaum einen Leser überraschen, aber die Entscheidung wollte ich doch wenigstens noch schnell melden: Die 15 Hubschrauber vom Typ EC645T2 für Spezialkräfte, deren Beschaffung für knapp 200 Millionen Euro der Bundestags-Haushaltsausschuss im Juni beschlossen hat, werden der Luftwaffe zugeordnet.

Aus dem Schreiben von Verteidigungs-Staatssekretär Rüdiger Wolf vom 25. Juli  an den Verteidigungsausschuss :

Aus funktionalen und wirtschaftlichen Gründen hat Herr Bundesminister Dr. de Maizière die Stationierung des Elementes LUH SOF als Teil des Hubschraubergeschwaders 64 (HSG 64) der Luftwaffe am Standort Laupheim entschieden.

(LUH SOF steht für Light Utility Helicopter Special Operations Forces)

Der Standort Laupheim ist sinnvollerweise nah genug an Calw, dem Standort des Kommandos Spezialkräfte (KSK). Organisatorisch wechselt allerdings die Zuständigkeit für die direkte Einsatzfliegerei der KSK-Soldaten vom Heer zur Luftwaffe. Die hatte dafür unter anderem das Argument vorgebracht, dass alle anderen Lufttransporte des KSK auch Aufgabe der Luftwaffe seien – entweder mit Flugzeugen oder mit dem mittleren Transporthubschrauber CH53 (der allerdings erst im Zuge der jüngsten Reform vom Heer zur Luftwaffe wechselte). weiterlesen

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