Bundeswehr-Team gewinnt „Tank Challenge“ in Grafenwöhr (Nachtrag: Bundeswehr-Video)

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In einem internationalen Vergleichswettkampf von Panzerbesatzungen aus sechs NATO-Mitgliedsländern hat ein Bundeswehr-Team in der zurückliegenden Woche den ersten Platz belegt. Bei der Strong Europe Tank Challenge auf dem US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern setzte sich der Charlie-Zug der dritten Kompanie des Gebirgspanzerbataillons 8 unter Führung von Oberfeldwebel Tim Walter gegen Panzerzüge aus den USA, Italien, Polen, Dänemark und Slowenien durch.

(Korrektur: der im unten verlinkten Video interviewte Oberfeldwebel war wohl nicht der Zugführer; bitte das Missverständnis zu entschuldigen.)

Aus der Mitteilung der U.S. Army Europe, die den ersten Wettbewerb dieser Art seit 25 Jahren gemeinsam mit der Bundeswehr organisierte:

The German platoon took top honors in the Strong Europe Tank Challenge, a three-day competition that tested offensive and defensive operations and mounted orienteering, with Denmark and Poland placing second and third, May 13, 2016. weiterlesen

Auf dem Weg nach Bergen: Deutsch-niederländisch-deutsch-niederländische Unterstellung

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In Bergen in Niedersachsen wird am (heutigen) Donnerstag vollzogen, was die Verteidigungsministerinnen Deutschlands und der Niederlande im vergangenen Jahr angekündigt hatten: Eine noch weitergehende Verzahnung der Landstreitkräfte Deutschlands und der Niederlande. Mit einem Appell wird die 43 Gemechaniseerde Brigade der Niederlande der deutschen 1. Panzerdivision unterstellt. Der Brigade wiederum wird das neue deutsche Panzerbataillon 414 unterstellt, und in diesem Bataillon gibt es eine niederländische Kompanie.

Neben der weiteren Verflechtung von Königlicher Landmacht und Heer hat das für beide Seiten noch einen ganz praktischen Vorteil: Die Niederländer, die ihre Panzertruppe abgeschafft haben, bekommen wieder Zugriff auf solche Gefechtsfahrzeuge – und die Deutschen bekommen handfeste (finanzielle) Unterstützung für das neue Bataillon, das am Standort Bergen aus dem Boden gestampft wurde, weil sonst der Ort nach dem Abzug der Briten verarmt wäre.

Also rundum Grund zur Freude. Oder, in den offiziellen Worten des Deutschen Heeres: weiterlesen

Deutschland und Frankreich stützen Zusammengehen der Panzer-Hersteller beider Länder

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Der Zusammenschluss des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit seinem französischen Konkurrenten Nexter hat den offiziellen Segen der Regierungen in Berlin und Paris. Grundsätzlich solle die Zusammenarbeit beider Länder im Rüstungs- und Verteidigungsbereich gestärkt werden, heißt es in einer am (heutigen) Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Erklärung:

Erklärung anlässlich der Kooperation zwischen Krauss-Maffei Wegmann und Nexter Systems

Die Bundesregierung und die französische Regierung haben heute die Deutsch-Französische Erklärung anlässlich der Vereinbarung einer strategischen Kooperation zwischen Krauss-Maffei Wegmann und Nexter Systems beschlossen:

„Die enge deutsch-französische Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich dient der Aufrechterhaltung unserer Verteidigungsfähigkeit im Interesse von Frieden, Freiheit, Sicherheit und Stabilität. In diesem Sinne befürworten unsere beiden Regierungen die geplante Entscheidung der Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann und Nexter Systems, eine strategische Kooperation einzugehen. weiterlesen

Deutsch-Niederländische Zusammenarbeit – Panzer für die Landmacht, Standort für Deutschland

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Deutschland und die Niederlande haben eine weitere Integration ihrer Landstreitkräfte vereinbart – und dabei eine für beide Seiten gewinnbringende Kooperation beschlossen: Die Niederlande, die ihre Panzertruppe abgeschafft hatten, stellen im neuen deutschen Panzerbataillon 414 eine Kompanie mit 18 dieser Gefechtsfahrzeuge. Und die Deutschen bekommen damit die nötige Unterstützung, den aus den Boden gestampften neuen Panzerbataillon-Standort Bergen in Niedersachsen auch wirtschaftlich sinnvoll zu machen.

Aus der Mitteilung des deutschen Verteidigungsministeriums:

Deutschland und die Niederlande haben ein weitreichendes Kooperationsprojekt vereinbart, das die deutsche 1. Panzerdivision und die niederländische 43. Mechanisierte Brigade zum Einsatz in einem binationalen Rahmen weiter befähigen wird. Als Teil dieses Projekts werden deutsche und niederländische Truppenteile von der Kompanie- bis zur Divisionsebene wechselseitig integriert werden.
Die Verteidigungsministerinnen beider Länder, Dr. Ursula von der Leyen und Jeanine Hennis-Plasschaert, haben heute ihre jeweiligen Parlamente über diese Absicht informiert.
Die niederländische 43. Mechanisierte Brigade wird in die deutsche 1. Panzerdivision integriert. Ein deutsches Panzerbataillon wird im Gegenzug Teil dieser niederländischen Brigade. In diesem deutschen Panzerbataillon wird eine Kompanie mit niederländischen Soldaten besetzt. Der Verband soll in Lohheide/Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen stationiert werden und deutsche Panzer nutzen. Der neue Truppenteil soll Ende 2019 voll einsatzbereit sein. weiterlesen

Bis 2018 Studien für den nächsten (Leopard-)Kampfpanzer

Nachdem die Verteidigungspolitiker der schwarz-roten Koalition im vergangenen Jahr nicht nur eine Verstärkung der Panzertruppe gefordert hatten, sondern auch den Beginn eines Entwicklungsprogramms für einen neuen Kampfpanzer, sind inzwischen Studien dafür angelaufen. In den nächsten drei Jahren soll konzeptionell entwickelt werden, welche Fähigkeiten in einem solchen neuen System verwirklicht werden sollen, ob es nun Leopard 3 heißt oder anders. Und diese Studien laufen gemeinsam mit Frankreich, wie aus einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium Markus Grübel vom 19. Mai an den Verteidigungsausschuss hervorgeht:

Mit dem sich abzeichnenden Nutzungsdauerende des Kampfpanzers LEOPARD 2 um 2030 ergibt sich die Notwendigkeit zur Untersuchung von Maßnahmen zum langfristigen Fähigkeitserhalt. Dazu wurden bereits im Rahmen einer Deutsch-Französischen Kooperation Fähigkeitsforderungen an ein Nachfolgesystem hergeleitet und abgestimmt. Aufbauend auf diese Ergebnisse werden im Zeitraum 2015 bis 2018 Technologien und Konzepte in gemeinsamen Studien unter Einbeziehung der deutschen Industrie untersucht.

Über das Schreiben hatte zuerst Spiegel Online berichtet. Der Startschuss für den neuen Panzer scheint mir allerdings nicht erst jetzt gefallen, wenn die Fähigkeitsforderungen bereits zwischen Deutschland und Frankreich abgestimmt sind… Und höchstwahrscheinlich spielt dabei auch eine große Rolle, dass der deutsche Leopard-Entwickler und -Produzent Krauss Maffei-Wegmann und der französische Konzern Nexter ohnehin auf dem Weg zu einer Fusion sind.

(Die zu dem Thema bereits aufgelaufenen Kommentare im Bällebad verschiebe ich hierher.)

(Foto: Der neue Kampfpanzer Leopard 2 A7 des Panzerbataillons 203 in Augustdorf am 18.03.2015 – Bundeswehr/Dorow)

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