Schlagwort: JOurnalismus

Härter als #Landesverrat: Journalisten als ‚illegale Kämpfer‘?

Mit einem Leitartikel in der New York Times (immerhin vom Editorial Board und nicht von einem einzelnen Kommentator) ist am (heutigen) Montag in der US-Medienlandschaft ein Thema hochgekommen, das seit Juni bekannt war, bislang nur ein paar Fachleute interessierte, aber in den nächsten Tagen vermutlich auch in Ihrer Tageszeitung steht: Mit der Veröffentlichung seines neuen Law of War Manual (Handbuch zum Kriegsvölkerrecht ist die hoffentlich korrekte Übersetzung) hat das US-Verteidigungsministerium für den Umgang mit Medien eine neue, wenig erfreuliche Perspektive

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Geschichten aus Afghanistan

Die Zahl deutscher Journalistinnen und Journalisten, die ständig in Afghanistan leben und von dort berichten, ist, nun, extrem überschaubar (insbesondere verglichen mit der Zahl der Reporter aus den USA und Großbritannien). Deshalb ist es um so bedauerlicher, dass Ronja von Wurmb-Seibel, eine frühere Zeit-Redakteurin, in diesem Blatt zwar bis vor kurzem schrieb – aber: Meine Kolumne aus Kabul erschien sechs Monate lang wöchentlich in der ZEIT. Nach dem Tod von drei Journalisten in Afghanistan wurde sie eingestellt, teilt die Autorin

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Kriegsbilder: Geprägt von Vietnam

Aus heutigen Kriegen und Konflikten sind Bilder allgegenwärtig – vor allem, weil neben die Fotos professioneller Berichterstatter die Aufnahmen treten, die inzwischen fast jeder – dank Kamera-Handy – machen und – dank Internet – sofort verbreiten kann. Das Lens Blog der New York Times weist auf ein Buch der Kollegen von Associated Press hin, das an eine Zeit erinnert, in der  eine neue Art von (professionellen) Konfliktphotos aufkam: Der Vietnam-Krieg, aus dem die Öffentlichkeit  erstmals in großer Zahl Bilder von

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Reden wir mal über Journalismus im Internet

Ein bisschen OT, hat aber viel mit meiner Arbeit zu tun: Jonathan Schnitt, der TV-Reporter, der auch mit Foxtrott 4 in Afghanistan unterwegs war, hat ein paar Journalisten interviewt, die vor allem in diesem Internet aktiv sind. Tilo Jung kennen die meisten hier von den Jung&Naiv-Folgen, außerdem kamen neben Tilo und mir Carolin Neumann, Martin Giesler und Daniel Bröckerhoff zu Wort. Fünf Journalisten/innen über ihre Arbeit im Internet from Jonathan Schnitt on Vimeo.

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Veröffentlichung von VS-NfD-Papieren: Verteidigungsministerium klagt wegen Urheberrecht

Im April hatte es sich schon abgezeichnet: Nachdem die Recherche-Redaktion der WAZ einen ganzen Schwung von Unterrichtungen des Parlaments zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr veröffentlicht hatte, geht das Verteidigungsministerium juristisch dagegen vor. Diese Unterlagen sind ja auch als Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch eingestuft. Aber deswegen klagt das Ministerium gar nicht, zumindest nicht offiziell. Sondern, da muss man erst mal drauf kommen: Wegen Verletzung des Urheberrechts. Inzwischen liegt die Klage wohl vor, wie die Kollegen heute berichten: Das Bundesverteidigungsministerium

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Mein bisschen Journalismus

Manchmal müssen es gedruckte Medien sein… Britische Soldaten in einer Übungspause (Foto: Ministry of Defence/Corporal Kellie Williams via flickr unter CC-BY-NC-Lizenz) Wer sich auch nur am Rande für Medien(themen) interessiert, hat die Hiobsbotschaften der vergangenen Tage aus dem Journalismus mitbekommen. Größere, wie die Insolvenz der Frankfurter Rundschau und die absehbare Einstellung der Financial Times Deutschland. Vielleicht auch kleinere, wie die Planung des Bonner General-Anzeigers (der Zeitung aus der Stadt mit den meisten Bundesbeamten außerhalb Berlins), seine Parlamentsredaktion zu schließen. Oder

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Foxtrott 4: Das Buch noch nicht gelesen, schon kommt der Film…

Auf meinem Stapel noch nicht gelesener Bücher liegt eines recht weit oben, das vergangene Woche bei mir einging: Der Kollege Jonathan Schnitt hat deutsche Soldaten sechs Monate lang in Afghanistan begleitet und darüber unter dem Titel Foxtrott 4 (weil er sozusagen zur Dauerbesatzung in Wagen vier des Foxtrott-Zugs gehörte) ein Buch geschrieben. Die Geschichte finde ich vor allem deshalb spannend, weil es ja bislang die absolute Ausnahme ist, dass ein Journalist über einen so langen Zeitraum embedded (auch wenn die

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Sonntags gelesen: Die Kabul-Attacke mit den Augen von @combatjourno

Das ist auch mit zwei Tagen Verspätung noch interessant zu lesen: Der afghanische Journalist Mustafa Kazemi hat den blutigen Angriff von Aufständischen auf ein Ausflugslokal bei Kabul  am vergangenen Freitag beobachtet (so weit das von außen möglich war) und darüber stundenlang praktisch live berichtet – via Twitter. Die Kurzmeldungen von @combatjourno, wie sich Kazemi auf Twitter nennt, zu diesem Ereignis übersichtlich zusammengefasst:

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Fotos: Unterwegs in Syrien

Syrien und die katastrophale Lage dort ist hier im Blog (bislang noch) kein Thema – nicht weil es nicht von Bedeutung wäre; aber die Vielzahl von Konflikten zwingt mich ein wenig, mich auf die Sicherheitspolitik aus deutscher Perspektive zu konzentrieren… Dennoch an dieser Stelle ein Hinweis auf eine Fotoreportage aus Syrien, vom Widerstand gegen das Assad-Regime. Der Fotograf Timo Vogt, hier im Blog schon mal mit Afghanistan-Fotos präsent, war im Nordwesten Syriens unterwegs. Blut auf den Stufen der Moschee in

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