Bundeswehr startet offiziell Suche nach dem künftigen Transporthubschrauber

Die Bundeswehr hat offiziell mit dem Verfahren für die Auswahl ihres künftigen schweren Transporthubschraubers begonnen, der die Jahrzehnte alten Helikopter des Modells CH-53G.. (in seinen verschiedenen Varianten) ablösen soll. Generalinspekteur Volker Wieker legte am (gestrigen) Donnerstag in der so genannten Auswahlentscheidung fest, dass mindestens 45 und bis zu 60 Hubschrauber eines marktverfügbaren Modells beschafft werden sollen, hieß es am Freitag aus Kreisen des Verteidigungsministeriums.

Damit wird es um die Frage gehen, welches von zwei verfügbaren US-Modellen ausgewählt wird: Die neueste Variante des Hubschraubers CH-47 Chinook (charakteristisch mit den zwei Rotoren) der Firma Boeing oder die neuere und bislang nur beim U.S. Marine Corps eingeführte CH-53K (Foto oben) der Firma Sikorsky, die inzwischen zum US-Rüstungsgiganten Lockheed Martin gehört.

Dass es auf eines dieser beiden Muster hinausläuft, war schon länger klar. weiterlesen

Hubschrauber in Mali: Die Ablösung wird schon kommen

Im Nachgang zum Einsatz der deutschen Hubschrauber bei einem Gefecht von mutmaßlichen Rebellen mit UN-Truppen in Mali am vergangenen Freitag habe ich am (heutigen) Montag mal nachgefragt, wie es mit der geplanten Ablösung der deutschen Helikopter bei der UN-Mission MINUSMA aussieht – die Befristung steht ja schon im Mandat. Die Anwort aus dem Verteidigungsministerium: Wir verhandeln noch, aber wir gehen davon aus, dass unsere Maschinen bis Mitte 2018 dort abgezogen werden.

Die Antwort blieb auch gleich, als ich zwischendurch entdeckte, dass in einem aktuellen Bericht* der Bundeswehr erst mal nicht die Rede von einer Ablösung ist – sondern davon, dass belgische NH90-Hubschrauber in die deutsche Mission in Gao im Norden Malis integriert werden:

Was da Anfang November bei herbstlichem Wetter geübt wird, muss in der Hitze Afrikas bald reibungslos funktionieren. Ab März 2008 [vmtl. ein Tippfehler, es dürfte 2018 gemeint sein. T.W.] sollen dort deutsche und belgische Soldaten gemeinsam Aufgaben der Stabilisierungsmission MINUSMA der Vereinten Nationen in Mali wahrnehmen. Dazu werden erstmals belgische NH-90 Kräfte in den gemischten Heeresfliegereinsatzverband integriert. weiterlesen

Nach Turbinenschaden: Überprüfung aller NH90-Hubschrauber (Update)

Die Bundeswehr-Transporthubschrauber vom Typ NH90 müssen vorerst am Boden bleiben, bis alle Triebwerke dieser Maschinen auf Beschädigungen überprüft worden sind. Das vorläufige Startverbot und die Anordnung zur Untersuchung habe der General Flugsicherheit, die Flugsicherheitsaufsicht der Bundeswehr, am (gestrigen) Freitag erlassen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Samstag und bestätigte damit einen Bericht von Spiegel Online.

Der Hubschrauber wird derzeit außer zu Transport- und Trainingsflügen in Deutschland im UN-Einsatz MINUSMA in Mali genutzt. Die vier dort stationierten NH90 des Deutschen Heeres haben vor allem die Aufgabe, verwundete UN-Soldaten zu retten.

Update: Inzwischen sei in Mali wieder sichergestellt, dass dieser MedEvac-Auftrag mit NH90 erfüllt werden könne, teilte das Ministerium mit. Es gebe dort keine operativen Einschränkungen. weiterlesen

Tiger-Hubschrauber dürfen wieder fliegen – Absturzursache weiter ungeklärt (Neufassung)

Fast zwei Monate nach dem tödlichen Unfall eines Tiger-Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali am 26. Juli dürfen die Helikopter wieder starten. Der Flugsicherheitsausschuss beim Luftfahrtamt der Bundeswehr gab die Nutzung der Maschinen unter Auflagen wieder frei, wie die Bundeswehr am (heutigen) Freitag den Abgeordneten des Verteidigungsausschusses und  auf ihrer Webseite mitteilte*. Die Ursache für den Absturz, bei dem zwei deutsche Soldaten ums Leben kamen, bleibt allerdings weiter ungeklärt. weiterlesen

Nach Tiger-Absturz in Mali: Airbus überarbeitet Hinweise für Flug mit Autopilot (Neufassung)

Nach dem Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali am 26. Juli hat die Herstellerfirma Airbus Helicopters die technische Anweisung für den Flug mit dem Automatic Flight Control System (laienhaft: dem Autopiloten) des Tiger überarbeitet. Die Besatzung müsse sich bei möglichen Turbulenzen auf eine schnelle Umstellung vom automatischen auf den manuellen Flugbetrieb einstellen, heißt es in dem Alert Service Bulletin, das an die Streitkräfte der Nutzernationen Deutschland, Frankreich, Spanien und Australien versandt wurde.

Zugleich betonte Airbus, mit diesem technischen Hinweis  sei keine Aussage über die Ursache des Unfalls in Mali verbunden, bei dem der Hubschrauber plötzlich senkrecht abkippte und zu Boden stürzte. Allerdings könne die unerwartete Umstellung während des Fluges nach derzeitigem Kenntnisstand …  zum Unfall mit beigetragen haben, heißt es in dem Bulletin.

Die Untersuchungsgremien der Bundeswehr hatten bei einer Besprechung am vergangenen Freitag festgestellt, dass die Ursache des Absturzes, bei dem zwei deutsche Soldaten ums Leben kamen, weiterhin ungeklärt sei und dass deshalb die Beschränkung von Tiger-Flügen auf Unterstützung bei Gefahr für Leib und Leben aufrecht erhalten werde.

Aus der deutschen Fassung der Technischen Mitteilung von Airbus: weiterlesen

weiter »