Airbus A400M: Der erste ‘Einsatzflug’

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Na, geht doch! Das erste an einen der militärischen Kunden übergebene Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M, im Dienst der französischen Luftwaffe, hat seinen ersten Einsatzflug absolviert: Von Frankreich nach Mali – einschließlich Landungen auf mehreren malischen Flugfeldern wie in Gao.

Der Begriff Einsatzflug ist natürlich weit gefasst. Zwar transportierte der A400M auch Material für die französischen Truppen der Operation Sérval, de facto war es wohl eher ein Demonstrations-, um nicht zu sagen Repräsentationsflug: Verteidigungsminister Jean-Yves le Drian und ein ganzer Schwung Journalisten (siehe Foto oben) wurden mit der Maschine nach Afrika geflogen innerhalb Malis transportiert (Angereist nach Afrika waren sie ganz herkömmlich mit einem A310). Fünf Monate nach Übergabe des Flugzeugs an die Streitkräfte, so sollte wohl die Botschaft sein, ist der A400M einsatzfähig. (Frage an die Experten hier: In welcher Zeit nach Auslieferung hätte die Luftwaffe einen neuen Flugzeugtyp für einsatzfähig erklärt?)

Mehr zu dem Flug auf der Webseite des französischen Verteidigungsministeriums; das Programm des Silvester/Neujahrsfluges hier.

Ein paar mehr Fotos der französischen Kollegen: weiterlesen

A400M: Bisschen weniger, bisschen später

Die Meldung passt irgendwie in die Reihe der Berichte über EADS-Produkte: Die Bundeswehr bekommt ihr neues Transportflugzeug A400M in der geplanten Ausstattung ein bisschen später, dafür soll es zum geplanten Liefertermin eine abgespeckte Version geben.

Die Geschichte, mit der am (heutigen) Mittwoch zunächst das Handelsblatt kam (Link aus bekannten Gründen nicht), bekam dpa vom Verteidigungsministerium bestätigt:

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS wird den Militär-Airbus A400M in der vereinbarten Ausstattung erst später an die Bundeswehr ausliefern. Das Verteidigungsministerium bestätigte am Mittwoch, dass dies 2015 geschehen werde. Zwar solle die erste Maschine zum ursprünglich vereinbarten Zeitpunkt im November 2014 geliefert werden, vorerst aber mit “einem anderen Fähigkeitsstandard”.

Spiegel Online beruft sich bei seiner Meldung auf ein Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Schmidt an den Grünen-Haushälter Tobias Lindner:

Der Militär-Transporter A400M von Airbus kann nicht wie geplant im November 2014 an die Bundeswehr geliefert werden. Das bestätigte Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt (CSU) in einem Schreiben an den Grünen-Haushaltspolitiker Tobias Lindner. Airbus habe mitgeteilt, dass sie das erste Flugzeug mit den mindestens benötigten Fähigkeiten “erst etwa Mitte 2015 vertragsgemäß ausliefern könne”, so Schmidt in dem Brief vom 9. Dezember.

Irgendwas sagt mir, dass die Luftwaffe damit nicht so große Probleme hat. Oder das zumindest in der Führung so verstanden wird. Aber da muss ich noch ein bisschen nachhorchen…

(Foto: A400M und Red Arrows beim Royal International Air Tattoo 2013 im Juli in Fairford, Gloucestershire, UK – Jean-Vincent Reymondon/EADS Pressefoto)

EADS streicht über 5.000 Stellen im Rüstungsbereich

Da ich derzeit unterwegs bin, hier nur kurz als Möglichkeit zum Einstieg in die Debatte  der Hinweis auf die aktuelle – und erwartete – Ankündigung von EADS, im Verteidigungs- und Raumfahrtbereich mehr als 5.000 Stellen zu streichen:

EADS  hat dem Europäischen Betriebsrat heute einen Restrukturierungsplan für die künftige Division Airbus Defence and Space (Airbus DS) vorgelegt.(…) weiterlesen

EADS-Enders: Deutsche Auftragslage “kann nicht ohne Konsequenzen bleiben”

EADS Extraordinary General Meeting 2013 Amsterdam, 27-3-2013

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS und vor allem seine Rüstungssparte Cassidian plus der militärische Anteil bei Airbus sind hier doch beliebte Diskussionsthemen… Deshalb ein kurzer Blick auf ein langes Interview, dass der EADS-Vorstandsvorsitzende Tom Enders der Süddeutschen Zeitung (Ausgabe vom heutigen Montag) gegeben hat. Darin räumt Enders zwar ein, dass Cassidian zwar am Umsatz gemessen .. die profitabelste Division im Konzern sei. Aber es gebe noch erheblich Luft nach oben. Dieses kaufmännische Denken bezieht natürlich das schwierige Verhältnis des Konzerns zur deutschen Rüstungsbeschaffung mit ein. Die entscheidenden Aussagen Enders’ zur Frage, ob in diesem Bereich Standorte in Deutschland geschlossen werden müssten und damit Arbeitsplätze verloren gingen:

Bedenken Sie auch, dass wir in den vergangenen Jahren gerade in Deutschland erhebliche Auftragsvolumina verloren haben. Hier handelt es sich um Millardenbeträge! weiterlesen

Haushaltsausschuss billigt Hubschrauber-Deal – Grünes Licht fürs BMVg

Der (entscheidende) Haushaltsauschuss des Bundestages hat am Mittwochabend den vom Verteidigungsministerium ausgehandelten Hubschrauber-Deal mit der EADS-Tochter Eurocopter gebilligt. Mit den Stimmen der Abgeordneten von CDU/CSU und FDP, gegen den einhelligen Widerstand der Opposition, erteilte der Ausschuss die Genehmigung für das Memorandum of Understanding, das das Ministerium im März abgeschlossen hatte und dass eine Reduzierung des Kaufs von Hubschraubern der Typen NH90 und Tiger, zugleich aber auch die Bestellung von 18 NH90-Marinehubschraubern vorsieht.

Nach dem Beschluss des Haushaltsausschusses sollen die Verträge, die das Ministerium auf Grundlage der vereinbarten Eckpunkte mit Eurocopter neu abschließt, dem Gremium noch mal vorgelegt werden. Die Koalitionsabgeordneten erklärten sich mit dem Verfahren einverstanden, während die Opposition bemängelte, dass damit die Bundesregierung abweichend vom üblichen Verfahren keine detaillierte Vorlage zu einem Vertrag vorlege, eine so genannte 25-Millionen-Vorlage. weiterlesen

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