Probleme beim Antrieb: Bundeswehr legt alle Minenjagdboote an die Kette

Die Bundeswehr hat alle ihre 15 Minenjagdboote bis auf Weiteres aus dem Verkehr gezogen, nachdem auf drei Booten Risse in der Kupplung zwischen Motoren und Getriebe festgestellt worden waren. Die Mitteilung der Deutschen Marine vom heutigen Mittwoch dazu:

Bei einer geplanten Werftliegezeit zur Wartung des Minenjagdbootes “Rottweil” stellten Experten der Tamsen-Werft am Montag Risse in beiden Kupplungen zwischen den Antriebsmotoren und den Getrieben fest. Im Zuge weiterer Kontrolluntersuchungen auf zwei weiteren Minenjagdbooten ergaben sich die gleichen Schadensbilder. weiterlesen

DroneWatch: Camcopter für die Marine wurde wegen Zulassungsproblemen gestoppt

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Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bundeswehr die geplante Beschaffung von Hubschrauber-Drohnen des Typs Camcopter S-100 der österreichischen Firma Schiebel (Foto oben) gestoppt. Damals gab es offiziell dazu keine Begründung; inzwischen ist klar: Aus Sicht der Beschaffer waren es vor allem Probleme mit der Zulassung, die zu diesem Stopp führten. Das geht aus der Antwort auf die Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko hervor:

31. Aus welchem Grund hat sich die Bundeswehr im zweiten Halbjahr endgültig
von dem Plan verabschiedet, selbst „Camcopter” zu beschaffen (Bundes-
tagsdrucksache 18/2241)?
Die Bundeswehr hatte sich entschlossen, im Vorhaben „System zur Abbildenden
Aufklärung in der Tiefe des Einsatzgebietes Vertical TakeOff and Landing (VTOL)”
wegen der Notwendigkeit zur Reduzierung erkannter technischer und wirtschaftli-
cher Risiken (siehe dazu auch die Antwort auf Frage 34) bei der Projektierung des
Camcopters S-100 neu anzusetzen. weiterlesen

Bald ohne Hubschrauber: die Deutsche Marine?

Bei der Hubschrauberflotte der Deutschen Marine sieht es übel aus: Die älteren Sea King-Helikopter haben ohnehin einen bedrückend niedrigen Klarstand, und jetzt sind offensichtlich auch alle Sea Lynx-Hubschrauber der Marineflieger gegroundet. Das berichtete am (heutigen) Montag zuerst die Süddeutsche Zeitung (Link aus bekannten Gründen nicht), dann Spiegel Online.

Ich bemühe mich weiter um ergänzende Infos. Aber die bisherigen Informationen deuten darauf hin, dass die Marine in ein schwer wiegendes Problem läuft – selbst die (noch lange nicht entschiedene) Beschaffung neuer Marinehubschrauber vom Typ NH90 ist als Ersatz für die Sea King gedacht, während die Sea Lynx noch eine ganze Weile weiter betrieben werden sollen. weiterlesen

Deutsche Marine sichert Vernichtung syrischer Chemiewaffen

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Nach wochenlanger Verzögerung hat am (heutigen) Donnerstag die endgültige Vernichtung syrischer Chemiewaffen begonnen – und damit auch die Arbeit der Deutschen Marine, diese Vernichtung auf hoher See abzusichern. Die gefährlichen Stoffe wurden in Süditalienauf das US-Spezialschiff Cape Ray verladen, das danach ins Mittelmeer auslief. Die deutsche Fregatte Augsburg begleitet die Cape Ray und soll das Schiff und die Chemiewaffen während der Vernichtung vor möglichen Angriffen sichern – die Gefahr wird zwar als gering eingeschätzt, sollte es aber zu einem Zwischenfall kommen, könnten die Folgen verheerend sein.

Der Bundestag hatte diese Mission am 9. April gebilligt; dabei hatten – nach heftiger innerparteilicher Debatte – erstmals auch Abgeordnete der Linksfraktion dem Einsatz zugestimmt.

Die Augsburg hatte sich seit April im Mittelmeer für diese Aufgabe bereit gehalten. Weil sich der Abtransport der Chemiewaffen und Chemikalien aus Syrien auf den dänischen Frachter Ark Futura verzögert hatte, waren die letzten Container mit den gefährlichen Stoffen erst am 23. Juni aus dem Land abtransportiert worden. In den nächsten Tagen soll die Fregatte Schleswig-Holstein die Augsburg ablösen. Ein finnisches Boarding-Team, das derzeit an Bord der Augsburg stationiert ist, soll sich nach der Übergabe auf der neu eingesetzten Fregatte für mögliche Zwischenfälle bereithalten.

(Foto: Blick aus der Operationszentrale der Augsburg auf die Cape Ray – Bundeswehr/Christian Kruse)

Arbeit für die ‘Augsburg': Syriens letzte Chemiewaffen verladen

Seit April wartet die deutsche Fregatte Augsburg im Mittelmeer auf ihren Einsatz: Die Deutsche Marine soll zusammen mit Einheiten anderer Staaten den Transport und die endgültige Vernichtung von Chemiewaffen aus Syrien auf dem US-Spezialschiff Cape Ray (Foto oben) absichern. Bislang scheiterte die Mission daran, dass die letzten Chemiewaffen nicht aus Syrien heraus transportiert und dem dänischen Frachter Ark Futura zur Weiterbeförderung übergeben werden konnten –  doch dieses Problem scheint seit dem (heutigen) Montag gelöst, wie die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mitteilte:

A major landmark in this mission has been reached today. The last of the remaining chemicals identified for removal from Syria were loaded this afternoon aboard the Danish ship Ark Futura. weiterlesen

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