DroneWatch: Marine-Spezialkräfte bekommen neue Aufklärungsdrohne (Nachtrag)

Die Spezialkräfte der Deutschen Marine erhalten neue Aufklärungsdrohnen, die weniger als ein Jahr nach Vertragsschluss bereits einsetzbar sein sollen. Insgesamt drei Systeme mit je zwei unbemannten Fluggeräten des Typs Puma AE II (Foto oben) werden vom US-Hersteller AeroVironment beschafft. Den entsprechenden Vertrag mit der Herstellerfirma und seinem deutschen Partner ESG schloss das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) im Rahmen einer Sofortinitiative für den Einsatz (SiE) bereits Ende April ab.* weiterlesen

US-Flugzeugträger im Kampfeinsatz gegen ISIS: Ohne deutschen Geleitschutz

Die deutsche Fregatte Hessen, die in den vergangenen Wochen Geleitschutz für den US-Flugzeugträger Harry S. Truman stellte, ist seit dem 3. Mai aus dieser Aufgabe herausgelöst und der NATO-geführten Seeraumüberwachungsmission Sea Guardian im Mittelmeer unterstellt. Gegen Ende des Monats wird geprüft, ob das Schiff der Marine* wieder in den Trägerverband eingegliedert wird. Das teilte die Deutsche Marine auf Anfrage von Augen geradeaus! mit.

Diese nüchterne Nachricht bedarf ein wenig der Erläuterung. weiterlesen

DroneWatch: 24 neue (Klein)Drohnen für die Marine

Die Bundeswehr bestellt 24 neue Drohnen für die Deutsche Marine – allerdings die kleinen handelsüblichen, die jedermann im Laden kaufen kann. Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr schrieb die Beschaffung dieser unbemannten Luftfahrzeuge vergangene Woche aus, im Herbst sollen sie geliefert werden. weiterlesen

Exercise Watch: Die Marine im Golf von Guinea

Die Manöverserie Obangame Express, in Westafrika von der US. Navy organisiert, ist für die Bundeswehr, genauer: für die Deutsche Marine seit einigen Jahren ein fester Merkposten im Kalender. Im vergangenen Jahr berichtete die Marine* über die Teilnahme des Seebataillions an dieser Übung, in diesem Jahr gibt’s von deutscher Seite noch nichts zu dem seit vergangener Woche laufenden Obangame Express 2018 – dafür aber vom US-Soldatensender AFN:

*Da die Webseiten der Bundeswehr in absehbarer Zeit umgebaut werden, habe ich den Beitrag als pdf-Datei gesichert: 20170324_Obangame_Express_2017_Marine_Seebataillon

(Foto: German trainers in Takoradi, Ghana demonstrate proper visit, board, search, and seizure approach techniques during Oobangame Express 2018 – U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 1st Class Theron J. Godbold)

Kommandeur schlägt beim Abschied Alarm: „Materiell und personell fünf nach Zwölf“

Die aktuellen Probleme der Bundeswehr mit ihrem Material, aber auch mit Zahl und Ausbildung ihrer Soldaten, den Langgedienten ebenso wie mit dem Nachwuchs, sind kein Geheimnis – in offiziellen Papieren des Ministeriums wie dem Bericht zur Materiallage der Hauptwaffensysteme oder dem Rüstungsbericht ist das nachzulesen. Diese schon nicht berauschenden, aber weitgehend abstrakten Zahlen bekommen aber ein anderes Gewicht, wenn ein Praktiker aus der Truppe selbst das mal plastisch beschreibt.

Das hat Kapitän zur See Jörg-Michael Horn getan, bis zum vergangenen Mittwoch (21. März) Kommandeur des 2. Fregattengeschwaders in Wilhelmshaven. In seiner – öffentlichen – Rede zum Kommandowechsel listete er recht detailliert die Bandbreite an Problemen auf. Von mangelnder Versorgungsreife und Instandsetzungen, die immer länger dauern als geplant, bis hin zu der tatsächlichen Lage beim Personal über Bewerberzahlen hinaus: Statistiken, die suggerieren, die Personalzahlen entwickelten sich in die richtige Richtung nützen keinem, wenn die reale Lage in der Truppe anders aussieht. Verbunden mit kritischen Worten direkt an die Führung von Marine und Bundeswehr: Verrechtlichung ersetzt inzwischen vielerorts Entscheidungen und Führung wird durch Administration ersetzt. weiterlesen

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