Neue Korvetten: „Genau das, was die Marine braucht“

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Zur Debatte über die Beschaffung eines zweiten Loses der Korvetten K130 für die Deutsche Marine nur der Hinweis auf die Aussage von Marineinspekteur Andreas Krause bei der Maritime Convention am (heutigen) Montag in Berlin:

Das zweite Los ist genau das, was die Marine braucht, sagte der Vizeadmiral. Ein eingeführtes, funktionierendes System, dessen weitere Einheiten schnellstmöglich integriert werden könnten – keine weitere Kleinserie, die wieder neue Probleme beim Material, der Ausbildung von Personal und in der Logistik mit sich bringe. Natürlich hat das erste Los Kinderkrankheiten gehabt. Aber die hätte eine neue Kleinserie von neu- oder weiterentwickelten Schiffen eben auch.

Der Plan zur Beschaffung von fünf weiteren Korvetten war vor wenigen Wochen als Initiative von Bundestagsabgeordneten überraschend bekannt geworden – und eben diese Abgeordneten, Johannes Kahrs (SPD) und Eckart Rehberg (CDU) sorgten dafür, dass in der Bereinigungssitzung des Bundeshaushalts vor zehn Tagen auch die nötigen 1,5 Milliarden Euro dafür vorgesehen wurden (wenn auch zunächst nur als Verpflichtungsermächtigungen in den Jahren ab 2018). Das Verteidigungsministerium hatte dann nachgezogen und den Bedarf auch begründet.

 

Noch fünf Korvetten? Wollten wir doch schon immer.

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Drei Wochen nach dem überraschenden Vorstoß zweier Koalitionsabgeordneter, kurzfristig die Beschaffung von fünf weiteren Fregatten Korvetten für die Deutsche Marine in Auftrag zu geben und das dafür nötige Geld bereitzustellen, hat das Verteidigungsministerium den Bedarf an diesen Kriegsschiffen konzeptionell begründet. Angesichts gestiegener Anforderungen der NATO, zusätzlichen Einsätzen und der Außerdienststellung anderer schwimmender Einheiten brauche die Bundeswehr dringend und vor allem recht bald die neuen Korvetten, heißt es in Schreiben aus dem Verteidigungsministerium an den Verteidigungs- und den Haushaltsausschuss. Dass das Ministerium noch im Frühjahr keinen Bedarf über die bereits vorhandenen fünf Korvetten hinaus geltend gemacht habe, sei eine Selbstbeschränkung angesichts der fehlenden Haushaltsmittel gewesen. weiterlesen

Training mit den Niederländern: Seebataillon auf Texel

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Auch wer kein oder nur wenig Niederländisch versteht: Dieses Video vom Training des Seebataillons der Deutschen Marine mit dem Korps Mariniers der Königlich Niederländischen Marine auf der (natürlich auch niederländischen) Nordseeinsel Texel dürfte hier auf Interesse stoßen: weiterlesen

Schnell neue Korvetten für die Marine? SPD will Nachbesserungen

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Das wird jetzt spannend: Nachdem der SPD-Haushälter Johannes Kahrs, Abgeordneter aus Hamburg, gemeinsam mit seinem CDU-Kollegen Eckhardt Rehberg aus Mecklenburg-Vorpommern überraschend die schnelle Beschaffung von fünf weiteren Korvetten für die Bundeswehr ins Gespräch gebracht hatte, gibt es aus der SPD-Fraktion doch etwas abweichende Meinungen.

Aus einer Pressemitteilung der sozialdemokratischen Abgeordneten Rainer Arnold und Matthias Ilgen, Mitglieder im Verteidigungsausschuss, vom (heutigen) Montag:

Die AG Verteidigung der SPD-Bundestagsfraktion hat überrascht und erstaunt zur Kenntnis genommen, dass das Verteidigungsministerium in der Vorlage für die Haushaltsbereinigungssitzung im November die Einsetzung einer Verpflichtungsermächtigung mit zusätzlichen eine Milliarde Euro für die Anschaffung von fünf Korvetten vom Typ 130 plant. weiterlesen

Marine-Einsatz vor Libyen: Kampfschwimmer gegen Waffenschmuggler (m. Nachtrag)

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Falls sich noch jemand erinnert: Bei der Verlängerung und Erweiterung des EUNAVFOR MED-Mandats für den Marineeinsatz vor der libyschen Küste hatte die Bundesregierung im Juni auch mehr Möglichkeiten zum Einsatz militärischer Gewalt eingefügt:

Bei der Schleuserbekämpfung wie der Durchsetzung des Waffenembargos können die beteiligten EUNAVFOR-Einheiten militärische Gewalt anwenden, das galt ja schon für die bisher festgelegten Aufgaben. Aber in der Bundeswehr wird auch erwogen, Boote mit Schleusern oder Waffenschmugglern auch bei Gegenwehr zu stürmen: Es gehe bei Sophia auch darum, opposed boarding möglich zu machen, sagte Generalinspekteur Volker Wieker Ende Mai bei einem öffentlichen Vortrag in Berlin.
Wer das unter welchen Bedingungen machen soll, wird eine interessante Frage.

Diese Frage scheint zumindest teilweise beantwortet: Künftig sollen, so berichtet der Spiegel Online-Kollege Mathias Gebauer, Kampfschwimmer diese Aufgabe übernehmen: weiterlesen

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