Ein Kriegsschiff zum G20-Gipfel? Im Prinzip ja, aber… (Update)

Beim G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg will die Bundeswehr vorsorglich ein Kriegsschiff für mögliche Evakuierungen im Hamburger Hafen stationieren – das meldet das Magazin Focus vorab aus seiner jüngsten Ausgabe. Das ist zwar im Prinzip zutreffend, es handelt es sich nach Informationen von Augen geradeaus! allerdings um das gut 50 Jahre alte Landungsboot Lachs (Foto oben) der Deutschen Marine, formal ein Kriegsschiff der deutschen Streitkräfte. Für dieses Kriegsschiff gibt es eine Anfrage der Landesbehörden an die Marine, entschieden ist darüber noch nicht.

Die Lachs ist zusammen mit dem Schwesterschiff Schlei eines der letzten verbliebenen Landungsboote der Deutschen Marine, von denen 22 Mitte der 1960-er Jahre gebaut in Dienst gestellt wurden. weiterlesen

Strandtag in Putlos: Mal gucken, was geht

Der Truppenübungsplatz Putlos, an der Ostsee so etwa auf halbem Weg zwischen Kiel und Lübeck gelegen, ist nicht der Ort, wo so schrecklich viel passiert*. Geschossen wird hier, in der Hohwachter Bucht, meist von Land in Richtung See, und Aktivitäten am Strand bekommen die Urlauber in der direkt benachbarten riesigen Ferienanlage Weißenhäuser Strand auch nur gelegentlich zu sehen.

Am vergangenen Donnerstag sah das mal deutlich anders aus, und es war auch ein kleines Vorfühlen, was so gehen könnte in dieser Ecke der Ostsee. Im Rahmen der multinationalen Ostsee-Übung BALTOPS (eigentlich eine Veranstaltung der U.S. Navy mit ihren Verbündeten, aber faktisch durchgeführt von STRIKFORNATO, NATO Naval Striking and Support Forces) landeten U.S. Marines mit Luftkissenbooten und amphibischen Angriffsfahrzeugen von der USS Arlington, einem amphibischen Transport- und Angrifsschiff der San-Antonio-Klasse, am weißen Stand von Putlos.

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Deutscher UN-Einsatz vor dem Libanon soll weitergehen

Der seit mehr als zehn Jahren laufende Einsatz der Deutschen Marine in der UN-Mission im und vor dem Libanon soll um ein weiteres Jahr verlängert werden. Das Bundeskabinett billigt am (heutigen) Mittwoch eine Verlängerung des Mandats. Das Parlament muss darüber noch abstimmen.

Die Bundeswehr ist derzeit vor allem mit rund 120 Soldaten auf der Korvette Braunschweig an der Mission UNIFIL (United Nations Interim Forces in Lebanon) beteiligt. Darüber hinaus bilden Soldaten der Marine aber auch die libanesischen Streitkräfte seit Jahren aus, um dem Land eine eigene Überwachung seiner Küsten und der Hoheitsgewässer zu ermöglichen. weiterlesen

Neue Marine-Mehrzweckkampfschiffe: 300 Mio gespart, 500 Mio teurer (Korrektur: Werften)

Die geplanten neuen Kriegsschiffe der Bundeswehr werden voraussichtlich gut eine halbe Milliarde Euro teurer als geplant – obwohl schon zuvor geforderte Leistungen im Wert von rund 300 Millionen Euro aus den Anforderungen herausgenommen wurden. Das teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Markus Grübel am (heutigen) Dienstag dem Verteidigungsausschuss des Bundestages mit. Die Angebote der drei Werftkonsortien, die das Mehrzweckkampfschiff 180 (MKS180) für die Deutsche Marine bauen wollen, werden nach Grübels Angaben für Ende September erwartet – damit ist, wie schon im Oktober vergangenen Jahres erwartet, erst nach der Bundestagswahl mit einem Vertrag zu rechnen.

Aus Grübels Schreiben an den Ausschuss:

Durch die tiefgreifende Auseinandersetzung der Bieter mit dem Vergabegegenstand und dessen Risiken wurde in zahlreichen Expertengesprächen mit dem öffentlichen Auftraggeber über mehrere Monate eine unzureichende Korrelation zwischen gebilligtem Finanzrahmen und gefordertem Leistungsumfang nicht erst – wie in der Vergangenheit des Öfteren geschehen – zu einem späteren Termin in der Realisierung, sondern bereits vor Vertragsschluss festgestellt. Zur Wiederherstellung der Korrelation wurden Forderungen aus der Leistungsbeschreibung herausgenommen, deren technische Realisierung mit erheblichen Kosten bzw. Risiken verbunden gewesen wäre, ohne einen signifkanten operativen Mehrwert zu bieten. So konnten Kosten i.H.v. mehr als 300 Mio EUR reduziert werden, deren Erfüllung wünschenswert, aber nicht geboten war. weiterlesen

Vereinbarung steht: Statt auf der ‚Gorch Fock‘ Ausbildung auf der rumänischen ‚Mircea‘

Die Offiziersanwärter der Deutschen Marine sollen künftig für eine Übergangszeit auf dem rumänischen Segelschulschiff Mircea (Foto oben) ausgebildet werden, weil das deutsche Schulschiff Gorch Fock wegen einer Grundüberholung längere Zeit ausfällt. Ein entsprechendes Abkommen mit der Marine des NATO-Partnerlands sei inzwischen geschlossen worden, teilte die Deutsche Marine am (heutigen) Montag mit:

Ersatz für „Gorch Fock“: Ausbildung deutscher Offizieranwärter auf rumänischem Großsegler
Die Deutsche Marine hat mit der Rumänischen Marine eine Vereinbarung zur Ausbildung deutscher Offizieranwärter auf einem Großsegler getroffen.

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