‘Werra’ stoppt mit Warnschüssen verdächtiges Boot vor Libyen

Die Besatzung des Tenders Werra im EU-Einsatz im Mittelmeer hat vor der Küste Libyens ein verdächtiges Boot mit Warnschüssen gestoppt. Das Schlauchboot hatte sich am (heutigen) Freitagvormittag schnell dem deutschen Kriegsschiff genähert, bestätigte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr Informationen von Augen geradeaus!. Erst nach mehreren Schüssen mit Signal- und Schallmessmunition und vor allem nach Aufforderung über Lautsprecher habe das verdächtige Boot angehalten. An Bord waren laut Bundeswehr drei Personen, die nach eigenen Angaben vor Kämpfen in der libyschen Küstenstadt Sabrata nach Italien fliehen wollten. Sie wurden an Bord des Tenders genommen.

Der Vorfall ereignete sich neun Seemeilen außerhalb der libyschen Hoheitsgewässer. weiterlesen

Hilfe beim Aufbau für Libyens Küstenwache: Vier Monate nach Beschluss prüfen EU & Bundeswehr

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Vier Monate nach dem Beschluss der EU-Außenminister, im Kampf gegen den Menschenschmuggel über das Mittelmeer nach Europa die Küstenwache Libyens zu unterstützen, gibt es offensichtlich noch immer keine Klarheit über diese Aufgabe für die Deutsche Marine. Den möglichen Kapazitätsaufbau der libyschen Küstenwache hatten die EU-Minister im Mai vereinbart; im Juni stand das in einem Beschluss des Bundeskabinetts, und am 8. Juli, auch schon ein paar Wochen her, billigte der Bundestag das entsprechende Mandat.

Da ist die Meldung vom (heutigen) Montag, 15. August, ja schon ein Zeichen rasend schneller Entwicklung:

Die Bundeswehr soll sich an der geplanten Ausbildung libyscher Küstenschutz-Kräfte durch die EU beteiligen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur prüft das Verteidigungsministerium, welche Art von Unterstützung möglich sei. Eine Entscheidung könnte demnach bereits in den kommenden Wochen getroffen werden.

Angesichts der Formulierung, dass eine Entscheidung bereits in den kommenden Wochen getroffen werden könne, scheint wohl noch Sommerpause zu sein.

Nachtrag: Dazu die Aussage des stellvertretenden Sprechers des Verteidigungsministeriums, Oberst Boris Nannt, vor der Bundespressekonferenz – und das klingt doch ein klein wenig anders als die erste Agenturmeldung: weiterlesen

Kein Schiff wird kommen: EU-Antipirateriemission erstmals ohne deutsche Präsenz

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Am vergangenen Samstag übergab der deutsche Flottillenadmiral Jan Kaack das Kommando über die Einheiten der EU-Antipirateriemission Atalanta vor Somalia planmäßig an den Niederländer René Luyckx (Foto oben). Mit der Übergabe endete aber nicht nur, wie schon öfter in der Vergangenheit, das viermonatige Force Command der Deutschen Marine über die Atalanta-Mission: Erstmals seit Beginn der Operation Ende 2008 ist die Bundeswehr nicht mehr bei Atalanta präsent – nicht als Folge einer politischen Entscheidung, daran nicht mehr teilzunehmen, sondern schlicht wegen des Mangels an Schiffen. weiterlesen

Marine plant Kauf von Klein-Drohnen fürs Boardingteam

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Die Beschaffung einer richtigen Drohne für die Deutsche Marine dauert vermutlich noch ein bisschen, aber der Kauf kleiner, handelsüblicher Drohnen aus dem Laden scheint auf einem guten Weg: Die Marine hat eine Sofortinitiative Einsatz (SiE) gestartet, um einige der vergleichsweise billigen ferngesteuerten Fluggeräte einfach im Laden zu kaufen. Das SALiFRA (Seegestützte Aufklärung aus der Luft im Rahmen ‘friendly approach’) genannte System soll bei Einsätzen wie der Operation Sophia im Mittelmeer (Foto oben) genutzt werden, um Boardingteams aus der Luft zu sichern und Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen.

Auf Anfrage von Augen geradeaus! bestätigte die Deutsche Marine das Beschaffungsvorhaben für ein unbemanntes fliegendes System in der Gewichtsklasse unter 5 kg, welches unter dem Namen SALiFRA geführt wird. Das System sei zur optischen Aufklärung für den Einsatz im Nächstbereich der schwimmenden Einheit in Sichtweite des Bedieners vorgesehen. Laut Bundesamt für Ausrüstung, IT und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) wird die Sofortinitiative zur Zeit geprüft; eine Beschaffung der handelsüblichen Systeme könne erst nach Billigung begonnen werden. weiterlesen

Einsatz vor Libyen: ‘Werra’ setzt Schleuser fest

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Die Mannschaft des deutschen Tenders Werra und ein eingeschifftes finnisches Boardingteam haben am (gestrigen) Samstag vor der Küste Libyens in internationalen Gewässern drei mutmaßliche Schleuser festgesetzt, die Migranten nach Europa schmuggeln wollten. Die Aktion sei von der europäischen Operation Sophia in Zusammenarbeit der Werra mit einem Seefernaufklärer, dem britischen Kriegsschiff Enterprise und italienischen Marinehubschraubern durchgeführt worden, berichtete das Hauptquartier der EU-Mission EUNAVFOR MED am Sonntag auf seiner Facebook-Seite:

Yesterday in a coordinated action of all ‪#‎opSophia‬ assets the German ship ‪WERRA‬ boarded in international waters a small boat with three suspect smugglers on board. weiterlesen

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