Marine hebt Flugbeschränkung für SeaLynx-Helikopter nach 28 Monaten auf

Fast zweieinhalb Jahre nach der Stillegung der gesamten SeaLynx-Hubschrauberflotte der Deutschen Marine sind die Flugbeschränkungen für die Helikopter dieses Typs wieder aufgehoben. Die Hubschrauber seien ohne Einschränkungen für den operativen Einsatz freigegeben, teilte die Marine am (heutigen) Mittwoch mit.

Die ganze, 22 Maschinen umfassende SeaLynx-Flotte der Marine war im September 2014 gegroundet worden, nachdem im Heckbereich der Hubschrauber Risse entdeckt worden waren weiterlesen

Kurztrip mit der F125: Der Marathonläufer

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Rüstungsprojekte der Streitkräfte stehen fast immer in der Kritik – meist deshalb, weil sie später abgeliefert werden als geplant, weil sie immer teurer wurden oder weil es mit der Funktion Probleme gibt. Da fällt schon auf, dass die neuesten Kriegsschiffe der Bundeswehr bereits vor der Indienststellung wegen ihrer Konzeption diskutiert werden.

Noch bevor ich eine einzige Zeile über die Präsentationsfahrt der Baden-Württemberg, des Typschiffs der neuen Fregattenklasse F125, am (gestrigen) Donnerstag geschrieben hatte, erreichte mich eine Lesermail: Sie waren doch gerade auf der Probefahrt mit einem Marine-Schiff welches ausser ‚fahren‘ kaum etwas kann, was wichtig ist…. Und der Beauftragte der Marine für die F125-Klasse, Kapitän zur See Christoph Mecke, ahnte bei dieser Präsentationsfahrt in der Deutschen Bucht: Das wird heftige Kommentare auf Augen geradeaus! geben.

Die Debatte, ob sich die Deutsche Marine da ein überdimensioniertes Offshore Patrol Vessel leistet, wurde und wird ja hier schon lange immer wieder mal geführt. Und bisweilen hat man den Eindruck, da sei ein Riesenschiff gekauft worden, dass nur mit notdürftiger Bewaffnung über die Weltmeere schippert.

Deshalb zunächst mal ein kurzer Blick auf ein paar Fakten: weiterlesen

Wie angekündigt: Neue Korvetten ohne Ausschreibung

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Die geplante Beschaffung von fünf weiteren Korvetten für die Deutsche Marine will das Verteidigungsministerium, wie bereits absehbar, ohne weitere Ausschreibung in die Wege leiten. Es handele sich um ein zweites Los der bereits in der Bundeswehr vorhandenen fünf Kriegsschiffe dieses Typs ohne so genannte Anpassentwicklungen, teilte der Rüstungsdirektor und Abteilungsleiter Ausrüstung, Generalleutnant Benedikt Zimmer, am (heutigen) Dienstag den Abgeordneten in Verteidigungs- und Haushaltsausschus des Bundestages mit.

Die Neubeschaffung von fünf weiteren Korvetten war als Initiative von Parlamentariern überraschend öffentlich geworden; im November hatte der Haushaltsausschuss die dafür nötigen Verpflichtungsermächtigungen über die Beschaffungskosten von 1,5 Milliarden Euro beschlossen.

Aus Zimmers Schreiben an den Bundestag:

Hiermit möchte ich Sie über die Beschaffungsabsicht von fünf weiteren Korvetten der Klasse K130 für die Deutsche Marine in Kenntnis setzen.
Mit dem 1. Los K130 wurde ein sehr modernes System mit hohen technischen Standards und hoher Komplexität beschafft. Die anfänglichen Mängel z.B. am Getriebe oder bei der Klimatisierung sind seit langem beseitigt. Dieses erfolgreiche Konzept wollen wir mit einem 2. Los von fünf Korvetten fortsetzen. Der aktuelle und perspektivische Bedarf nach zusätzlichen maritimen Plattformen begründet sich aus der Schere zwischen steigenden Einsatzverpflichtungen und sinkender Flottenstärke. weiterlesen

Neue Korvetten: „Genau das, was die Marine braucht“

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Zur Debatte über die Beschaffung eines zweiten Loses der Korvetten K130 für die Deutsche Marine nur der Hinweis auf die Aussage von Marineinspekteur Andreas Krause bei der Maritime Convention am (heutigen) Montag in Berlin:

Das zweite Los ist genau das, was die Marine braucht, sagte der Vizeadmiral. Ein eingeführtes, funktionierendes System, dessen weitere Einheiten schnellstmöglich integriert werden könnten – keine weitere Kleinserie, die wieder neue Probleme beim Material, der Ausbildung von Personal und in der Logistik mit sich bringe. Natürlich hat das erste Los Kinderkrankheiten gehabt. Aber die hätte eine neue Kleinserie von neu- oder weiterentwickelten Schiffen eben auch.

Der Plan zur Beschaffung von fünf weiteren Korvetten war vor wenigen Wochen als Initiative von Bundestagsabgeordneten überraschend bekannt geworden – und eben diese Abgeordneten, Johannes Kahrs (SPD) und Eckart Rehberg (CDU) sorgten dafür, dass in der Bereinigungssitzung des Bundeshaushalts vor zehn Tagen auch die nötigen 1,5 Milliarden Euro dafür vorgesehen wurden (wenn auch zunächst nur als Verpflichtungsermächtigungen in den Jahren ab 2018). Das Verteidigungsministerium hatte dann nachgezogen und den Bedarf auch begründet.

 

Noch fünf Korvetten? Wollten wir doch schon immer.

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Drei Wochen nach dem überraschenden Vorstoß zweier Koalitionsabgeordneter, kurzfristig die Beschaffung von fünf weiteren Fregatten Korvetten für die Deutsche Marine in Auftrag zu geben und das dafür nötige Geld bereitzustellen, hat das Verteidigungsministerium den Bedarf an diesen Kriegsschiffen konzeptionell begründet. Angesichts gestiegener Anforderungen der NATO, zusätzlichen Einsätzen und der Außerdienststellung anderer schwimmender Einheiten brauche die Bundeswehr dringend und vor allem recht bald die neuen Korvetten, heißt es in Schreiben aus dem Verteidigungsministerium an den Verteidigungs- und den Haushaltsausschuss. Dass das Ministerium noch im Frühjahr keinen Bedarf über die bereits vorhandenen fünf Korvetten hinaus geltend gemacht habe, sei eine Selbstbeschränkung angesichts der fehlenden Haushaltsmittel gewesen. weiterlesen

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