Bald ohne Hubschrauber: die Deutsche Marine?

Bei der Hubschrauberflotte der Deutschen Marine sieht es übel aus: Die älteren Sea King-Helikopter haben ohnehin einen bedrückend niedrigen Klarstand, und jetzt sind offensichtlich auch alle Sea Lynx-Hubschrauber der Marineflieger gegroundet. Das berichtete am (heutigen) Montag zuerst die Süddeutsche Zeitung (Link aus bekannten Gründen nicht), dann Spiegel Online.

Ich bemühe mich weiter um ergänzende Infos. Aber die bisherigen Informationen deuten darauf hin, dass die Marine in ein schwer wiegendes Problem läuft – selbst die (noch lange nicht entschiedene) Beschaffung neuer Marinehubschrauber vom Typ NH90 ist als Ersatz für die Sea King gedacht, während die Sea Lynx noch eine ganze Weile weiter betrieben werden sollen. weiterlesen

Deutsche Marine sichert Vernichtung syrischer Chemiewaffen

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Nach wochenlanger Verzögerung hat am (heutigen) Donnerstag die endgültige Vernichtung syrischer Chemiewaffen begonnen – und damit auch die Arbeit der Deutschen Marine, diese Vernichtung auf hoher See abzusichern. Die gefährlichen Stoffe wurden in Süditalienauf das US-Spezialschiff Cape Ray verladen, das danach ins Mittelmeer auslief. Die deutsche Fregatte Augsburg begleitet die Cape Ray und soll das Schiff und die Chemiewaffen während der Vernichtung vor möglichen Angriffen sichern – die Gefahr wird zwar als gering eingeschätzt, sollte es aber zu einem Zwischenfall kommen, könnten die Folgen verheerend sein.

Der Bundestag hatte diese Mission am 9. April gebilligt; dabei hatten – nach heftiger innerparteilicher Debatte – erstmals auch Abgeordnete der Linksfraktion dem Einsatz zugestimmt.

Die Augsburg hatte sich seit April im Mittelmeer für diese Aufgabe bereit gehalten. Weil sich der Abtransport der Chemiewaffen und Chemikalien aus Syrien auf den dänischen Frachter Ark Futura verzögert hatte, waren die letzten Container mit den gefährlichen Stoffen erst am 23. Juni aus dem Land abtransportiert worden. In den nächsten Tagen soll die Fregatte Schleswig-Holstein die Augsburg ablösen. Ein finnisches Boarding-Team, das derzeit an Bord der Augsburg stationiert ist, soll sich nach der Übergabe auf der neu eingesetzten Fregatte für mögliche Zwischenfälle bereithalten.

(Foto: Blick aus der Operationszentrale der Augsburg auf die Cape Ray – Bundeswehr/Christian Kruse)

Arbeit für die ‘Augsburg': Syriens letzte Chemiewaffen verladen

Seit April wartet die deutsche Fregatte Augsburg im Mittelmeer auf ihren Einsatz: Die Deutsche Marine soll zusammen mit Einheiten anderer Staaten den Transport und die endgültige Vernichtung von Chemiewaffen aus Syrien auf dem US-Spezialschiff Cape Ray (Foto oben) absichern. Bislang scheiterte die Mission daran, dass die letzten Chemiewaffen nicht aus Syrien heraus transportiert und dem dänischen Frachter Ark Futura zur Weiterbeförderung übergeben werden konnten –  doch dieses Problem scheint seit dem (heutigen) Montag gelöst, wie die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mitteilte:

A major landmark in this mission has been reached today. The last of the remaining chemicals identified for removal from Syria were loaded this afternoon aboard the Danish ship Ark Futura. weiterlesen

Krach in der GroKo: Außenministerium will Änderung bei Pirateriebekämpfung

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Das Bundeskabinett hat am (heutigen) Mittwoch erwartungsgemäß das Mandat der Bundeswehr für die Antipirateriemission Atalanta vor der Küste Somalias verlängert, das nun dem Bundestag zur Zustimmung vorgelegt wird. Hinter den Kulissen der großen Koalition scheint es bei diesem Einsatz der Deutschen Marine aber gewaltig zu krachen: Während das Mandat fast unverändert bleibt (nur die Personalobergrenze wird leicht von 1.400 auf 1.200 Soldatinnen und Soldaten gesenkt), will das SPD-geführte Auswärtige Amt in den Gesprächen mit den anderen EU-Staaten erreichen, dass über die Erlaubnis, Piratenlogistik auch an Land zu bekämpfen, noch mal gesprochen wird. weiterlesen

Morgen im Kabinett: Deutsche Marine soll Vernichtung syrischer Chemiewaffen sichern

Die bereits vor Wochen angekündigte Absicht der Bundesregierung, die Vernichtung syrischer Chemiewaffen auch militärisch abzusichern, soll am (morgigen) Mittwoch im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden. Die Ministerrunde will den Vorschlag für ein Mandat beschließen, über das dann der Bundestag entscheiden soll. Zum Begleitschutz der Vernichtung chemischer Kampfstoffe auf dem US-Spezialschiff Cape Ray soll die Fregatte Augsburg (Foto oben) eingesetzt werden, die dafür aus dem Einsatz- und Ausbildungsverband der Deutschen Marine herausgelöst wurde.

In einem Brief an die Bundestagsfraktionen hatten Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am (gestrigen) Montag die Absicht der Regierung erläutert:

Im Rahmen der gemeinsamen VN-/OVCW-Missionen zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen beabsichtigen die USA, die gefährlichsten chemischen Kampfstoffe aus syrischen Beständen auf hoher See durch Hydrolyse zu neutralisieren und so für die endgültige Entsorgung vorzubereiten. Die notwendige Absicherung des speziell umgerüsteten US-Schiffes Cape Ray soll während der Hydrolyse und auf ihren Transitfahrten im Mittelmeer und bei Bedarf im Nordatlantik mit angrenzenden Seegebieten in internationalen Gewässern durch multinationale Seestreitkräfte sichergestellt werden. weiterlesen

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