DroneWatch: Entscheidung über Korvetten-Drohne für dieses Jahr geplant

vdL_K130_MD_20150716

Bei ihrer Sommerreise am (heutigen) Donnerstag war Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nicht nur beim Heer, sondern auch bei der Marine: Sie besuchte in Rostock-Warnemünde das 1. Korvettengeschwader und besichtigte die Korvette Magdeburg (Foto oben).

Dabei kam auch was zur Sprache, was den Korvetten nach wie vor fehlt: Die Schiffe waren von vorherein für den Einsatz eines unbemannten fliegenden Systems ausgelegt. Der zunächst favorisierte CamCopter der österreichischen Firma Schiebel wurde nach einem Stopp des Beschaffungsprozesses im vergangenen Jahr nicht gekauft.

Auf der Magdeburg kündigte die Ministerin nun an, dass voraussichtlich in diesem Jahr über die Drohne für die Korvetten entschieden werden soll. Wichtig war ihr dabei offensichtlich, dass es sich um Aufklärungsdrohnen ohne jegliche Bewaffnung handeln wird (angesichts der politischen Debatte über bewaffnungsfähige Drohnen ja auch verständlich):

vdL_K130_UAV_16jul2015     

 

Nachdem die modernsten Kriegsschiffe der Welt (Bundeswehr-Spruch) seit kurzem ihre Hauptwaffensysteme haben, wird’s nun langsam vielleicht doch ein komplettes System…

 

Wie angekündigt: Schnellboot ‚Hyäne‘ geht zu UNIFIL

Schnellboot S 80 HY€NE in Fahrt in der Ostsee

Die Verschiebungen bei der Marine durch den Einsatz im Mittelmeer haben es, wie angekündigt, nötig gemacht: Am UNIFIL-Einsatz vor der libanesischen Küste wird sich die Deutsche Marine demnächst mit dem Schnellboot Hyäne beteiligen. Aus der Mitteilung vom (heutigen) Mittwoch:

Das Schnellboot „Hyäne“ wird am Montag, den 13. Juli 2015 um 10 Uhr, zum UNIFIL-Einsatz auslaufen. Vor der Küste des Libanon wird es die Korvette „Erfurt“ ablösen.
„Das Schnellboot ‚Hyäne‘ und seine Besatzung fungierten als Standby-Einheit für den UNIFIL-Einsatz“, so der Kommandant der „Hyäne“, Kapitänleutnant Martin Pauker (32). „Trotz einer kurzen Vorlaufzeit sind wir gut vorbereitet, um den Auftrag zu erfüllen. Die Besatzung ist hoch motiviert und wird ihren Teil zur Stabilisierung der Lage vor Ort beitragen“, sagt Kapitänleutnant Pauker.

Die Erfurt wird dann in die EU-Antipirateriemission Atalanta am Horn von Afrika weiterfahren. weiterlesen

Stolz und Ratlosigkeit im Mittelmeer

20150704_EunavforMed_Sprache

Als Kapitän zur See Thorsten Mathesius seinen Lagevortrag für die Verteidigungsministerin, die mitgereisten Abgeordneten und die fast 40 Journalisten zum Einsatz der Deutschen Marine bei der Seenotrettung von Migranten im Mittelmeer beendet hat, stellt der SPD-Politiker Rainer Arnold die Frage, die die Schwierigkeiten ziemlich klar macht. Ob denn erkennbar sei, will der Verteidigungsexperte wissen, ob die für den Transport der Flüchtlinge übers Mittelmeer präparierten Boote eben solche Schlepperboote seien – oder eben die ganz normalen Fischer- und Transportboote, die es an der langen Küste Libyens zu Tausenden gibt? Genau das, antwortet Mathesius, Kommandeur des deutschen Kontingents der neuen EU-Militärmission EUNAVFOR MED, sei das große Problem: Unterscheiden kann das von außen keiner.

20150704_vdL_Catnaia_Speedboat1

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre Begleitung waren am (gestrigen) 4. Juli nach Sizilien gereist, wo die beiden deutschen Schiffe des Mittelmeereinsatzes vor Catania auf Reede lagen. In erster Linie wollte sie sich über die Rettungsmission informieren, in der deutsche Kriegsschiffe in den vergangenen Monaten bald 6.000 Menschen in Seenot aufgenommen haben. Ausführlich schilderten ihr die Soldaten an Bord der Fregatte Schleswig-Holstein, die zusammen mit dem Tender Werra derzeit die deutsche Beteiligung stellt, die Prozedur für die Aufnahme der INGP, der „In Not geratenen Personen“, wie es im Bundeswehrjargon heißt.

Und das mit viel Stolz und Eifer. weiterlesen

Deutsche Marine im Mittelmeer: Seenotrettung bleibt der wichtigste Auftrag

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am (heutigen) Samstag die beiden Schiffe der Deutschen Marine besucht, die bislang in der Mission Seenotrettung von Flüchtlingen und Migranten im Mittelmeer unterwegs waren… und künftig im Rahmen der EU-Militärmission EUNAVFOR MED zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität im Einsatz sind.

Aber Moment, ändert sich was für die Fregatte Schleswig-Holstein und den Tender Werra mit dieser ersten Phase des EUNAVFOR MED-Einsatzes, die der Aufklärung von Schleuserstrukturen dienen soll?

Wie es scheint, nicht so viel. weiterlesen

Einsatz im Mittelmeer: Neue Priorität Schleuser-Bekämpfung

Seenot_Med_Berlin_20150606

Die Deutsche Marine hat in den vergangenen Wochen fast 5.700 Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet – Migranten und Flüchtlinge, die mit nicht seetüchtigen Booten die Überfahrt von der afrikanischen Küste nach Europa versuchten. Die deutschen Einheiten im Mittelmeer, derzeit die Fregatte Schleswig-Holstein und der Tender Werra, sollen zwar auch künftig für die Rettung der Menschen bereitstehen. Priorität bekommt jedoch der Aufklärungseinsatz zur Bekämpfung der Schleuser, wie ihn die Europäische Union als EUNAVFOR MED (European Naval Force Mediterranean) in der zurückliegenden Woche beschlossen hat:

Seit Anfang des Monats befinden sich die Fregatte „Schleswig-Holstein“ und der Tender „Werra“ im Mittelmeer, um die Seenotrettung zu unterstützen. Beide Schiffe sollen EUNAVFOR Med in den nächsten Tagen unterstellt werden und zukünftig in erster Linie zu Aufklärungszwecken eingesetzt werden.

weiterlesen

weiter »