Lesestoff: Chinas Basis in Djibouti

Die Marine der chinesischen Volksbefreiungsarmee war seit einigen Jahren immer wieder mit Kriegsschiffen vor der Küste Ostafrikas präsent, um den Kampf gegen die Piraterie zu führen – teilweise in Abstimmung mit anderen Seestreitkräften zum Beispiel in der EU-Mission Atalanta oder den überwiegend US-geführten Combined Maritime Forces in der Region.

Inzwischen hat China allerdings in Djibouti eine Militärbasis gebaut – die erste Übersee-Basis der Volksbefreiungsarmee, und es geht längst nicht mehr um die Bekämpfung der Piraterie. Die dort stationierten Soldaten führten vor wenigen Tagen ihre erste Live Fire Exercise durch

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Chinesen vor Fehmarn

Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Manöver mit der russischen Marine in der Ostsee haben chinesische Kriegsschiffe am (heutigen) Mittwoch den Fehmarnbelt zwischen der deutschen Insel Fehmarn und Dänemark passiert – beobachtet von der NATO und einem Boot der deutschen Wasserschutzpolizei. Der Lenkwaffenzerstörer Hefei, die Fregatte Yuncheng und der Versorger Luomahu befanden sich auf dem Weg zu gemeinsamen Manövern mit der russischen Marine in der Ostsee. Zur Übung Joint Sea 2017 (so die englische Übersetzung von russischer Seite) werden die Schiffe der Volksbefreiungsarmee am kommenden Freitag in Kaliningrad erwartet. weiterlesen

Chinesen übergeben mutmaßliche Piraten an Somalia

Zur Piraterie vor Somalia ist zu meinem letzten Eintrag hier ein Nachtrag nötig: Die drei mutmaßlichen Piraten, die im April nach einem Angriff auf den Frachter OS35 von chinesischen Soldaten festgesetzt wurden, hat die chinesische Marine an die Behörden Somalias übergeben. Genauer: an die Behörden der autonomen Region Puntland.

Aus der Reuters-Meldung vom (gestrigen) Freitag:

A Chinese navy ship handed over three suspected pirates to Somali authorities on Friday, police said, underscoring the determination of international naval forces to stamp out a resurgence of piracy this year. weiterlesen

Kampf gegen Piraterie vor Somalia: Drei mutmaßliche Piraten von China festgesetzt

Mit aller Vorsicht: Es scheint sich eine Rückkehr der Piraterie vor der Küste Somalias abzuzeichnen. Da ist interessant, was aktuell als – noch nicht so bekannte – Information rauskommt: Bei der Beendigung der Entführung des Frachters OS35 am vergangenen Wochenende sollen chinesische Soldaten drei Piraten festgesetzt haben.

Das teilte das Verteidigungsministerium den Bundestagsabgeordneten in der wöchtlichen Unterrichtung am (heutigen) Donnerstag mit:

Am 08.04.17 wurde der unter der Flagge von Tuvalu fahrende Massengutfrachter OS35 rund 350 km südwestlich von Salala (Oman) durch mutmaßliche Piraten gekapert. Das Schiff konnte bereits am 09.04.17 durch Kräfte der chinesischen Marine befreit werden. Dabei wurde die 19-köpfige syrische Besatzung nicht verletzt. Drei mutmaßliche Piraten wurden durch die chinesische Marine festgesetzt.

Bisher hatte es nur recht vage Angaben über die mögliche Festnahme von Piraten gegeben, zum Beispiel hier: weiterlesen

Indien und China beenden Piraten-Entführung im Golf von Aden

Seestreitkräfte aus Indien und China haben am Wochenende einen Angriff vermutlich somalischer Piraten auf ein Handelsschiff im Golf von Aden beendet. Kriegsschiffe und Hubschrauber der indischen Marine eilten dem Massengutfrachter OS35, der unter der Flagge von Tuvalu fährt, nach einem Piratenüberfall am (gestrigen) Samstag zu Hilfe.  Soldaten eines chinesischen Kriegsschiffs stellten anschließend sicher, dass sich keine Seeräuber mehr an Bord befanden. Der Vorfall ist nach Jahren der Inaktivität die vierte Aktion mutmaßlich somalischer Piraten innerhalb weniger Wochen.

Aus der Mitteilung des indischen Verteidigungsministeriums:

A distress call was received from a foreign merchant vessel MV OS 35 (Tuvalu registered vessel), which was attacked and boarded by pirates in the Gulf of Aden late night on 08 April. Indian Navy ships Mumbai, Tarkash, Trishul and Aditya proceeding on deployment to the Mediterranean and passing through the Gulf of Aden, responded to the call and rapidly closed the merchant vessel by the early hours of 09 April. The Indian warships established contact with the Captain of the merchant vessel, who along with the crew had locked themselves in a strong room on board (citadel), as per standard operating procedure. weiterlesen

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