Bundeswehr in Afghanistan: Naive Fragen an den Kommandeur

Und noch ein Video zum Wochenende: Kollege Tilo Jung ist derzeit in Afghanistan und hat sich in Masar-i-Scharif mit Wolf-Jürgen Stahl, dem Kommandeur TAAC-North, unterhalten. Natürlich vor allem über die naive Frage: Was macht die Bundeswehr (immer noch) dort?

NATO will Truppen in Afghanistan auf 16.000 aufstocken (Nachträge)

Fürs Archiv – nicht wirklich überraschend, aber nun offiziell: Die NATO will die Zahl ihrer Soldaten im Afghanistan-Einsatz um rund 3.000 auf 16.000 aufstocken. Diese Zahl nannte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am (heutigen) Dienstag in seiner Pressekonferenz vor dem Treffen der Verteidigungsminister der Allianz, das am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel stattfindet. Voraussichtlich die Hälfte dieser Aufstockung wird von den USA kommen, der Rest von den anderen an der NATO-Mission Resolute Support beteiligten Ländern – aber bis auf weiteres nicht aus Deutschland.

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Luftangriffe bei Kunduz: Zahlreiche zivile Opfer befürchtet

Bei Luftangriffen gegen Taliban in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kunduz sind in der Nacht zum vergangenen Freitag vermutlich zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen. Nach Angaben örtlicher afghanischer Funktionäre sollen bis zu 60 Menschen gestorben sein, als vermutlich US-Flugzeuge im Distrikt Chardarah Taliban-Stellungen angriffen. Offizielle Angaben dazu sind bislang spärlich.

Den ausführlichsten Bericht dazu hat bislang der britische Guardian:

US airstrikes have killed scores of civilians in the northern Afghan province of Kunduz, according to officials and residents in the area, a fierce battleground that has been hit by several errant US airstrikes in recent years. weiterlesen

Internationaler Strafgerichtshof soll Kriegsverbrechen in Afghanistan untersuchen

Die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Fatou Bensouda, will Kriegsverbrechen in Afghanistan in den vergangenen 15 Jahren untersuchen und anklagen. Sie habe die Einleitung eines entsprechenden Verfahrens beantragt , sagte Bensouda am (heutigen) Freitag. Nach ihren Worten sollen mögliche Straftaten gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen bei allen Beteiligten des bewaffneten Konflikts am Hindukusch geahndet werden – bei Taliban und anderen bewaffneten Gruppierungen also ebenso wie bei afghanischen Sicherheitskräften oder den Soldaten internationaler Truppen.

Bereits vor einem Jahr hatte Bensouda den US-Truppen in Afghanistan in einem Zwischenbericht Verbrechen wie systematische Folter vorgeworfen.

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Afghanistan: So wenig Regierungskontrolle wie noch nie (neu: SIGAR-Bericht)

Gut 16 Jahre nach Beginn des militärischen Engagements der USA in Afghanistan im Oktober 2001 hat das Wall Street Journal die Daten dieses längsten Krieges der USA grafisch aufbereitet.

Beeindruckender Lese- oder eher Anschauungsstoff über den/die Feiertage.

Afghanistan: Mission Impossible?
After 16 years in Afghanistan, many indicators are heading the wrong way

Das mit diesen Links des WSJ ist bisschen kompliziert – mal ist der Bericht frei zugänglich, mal steckt er hinter der Paywall. Vielleicht geht’s etwas besser über diesen Umweg: weiterlesen

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