Ehrendienst vor dem Ministerium: Schluss mit Flecktarn

Seitdem das Bundesministerium der Verteidigung seinen 2. Dienstsitz in Berlin hat, also seit dem Umzug der Bundesregierung aus Bonn vor inzwischen mehr als 15 Jahren, bewachen Feldjäger der Bundeswehr das Ministeriumsgebäude in der Hauptstadt, den Bendlerblock. (Im Unterschied zu anderen ebenfalls besonders gefährdeten Ministerien, die von der Bundespolizei geschützt werden.) Und in diesen gut 15 Jahren hat die Militärpolizei ihren Dienst immer im Feldanzug, der Fünffarb-Flecktarn-Uniform, versehen (wie auf dem Bild oben vom Mai 2013).

Damit ist Schluss. Die Militärpolizisten in den Wachgebäuden auf beiden Seiten des Ministeriums, auf den Streifengängen rund um den Bendlerblock und bei der Durchleuchtung von Besuchern tragen seit Jahresanfang nicht mehr Flecktarn, sondern den Dienstanzug des Heeres mit grauer Jacke und anthrazitfarbener Hose und Krawatte, pardon, Langbinder.

Das fällt auf – und deshalb habe ich jemanden nach dem Grund gefragt, der es wissen muss: weiterlesen

Fürs Archiv: von der Leyen in Bagdad

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist am (heutigen) Sonntag in der irakischen Hauptstadt Bagdad zu politischen Gesprächen eingetroffen. weiterlesen

Ziviler Profi an der Spitze der Bundeswehr-Medien

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Was in den vergangenen Wochen schon intern kursierte, ist seit dem (heutigen) Sonntag auch offiziell: Das Verteidigungsministerium hat einen zivilen Profi an die Spitze der Bundeswehr-Medien gesetzt. Die bisherige ARD-Fernsehkorrespondentin Andrea Zückert leitet die (Zentral)Redaktion der Bundeswehr, die von den gedruckten Produkten wie der Wochenzeitung Bundeswehr Aktuell bis zum Internetauftritt für die eigenen Medien der Streitkräfte verantwortlich ist. Offiziell mitgeteilt wurde das in der jüngsten Ausgabe von Bundeswehr Aktuell, die am (morgigen) Montag erscheint, aber bereits am Wochenende an Journalisten in Berlin verbreitet wurde (siehe Ausriss aus dem Editorial oben). weiterlesen

Frauenquote für die Bundeswehr? Steht schon im Gesetz.

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Die Aussagen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zur Förderung von Frauen in der Bundeswehr in einem Interview im aktuellen Spiegel werden kräftig debattiert (auch schon hier im Blog). Damit das ein bisschen an den Fakten orientiert bleibt, aber auch um dem Diskussionsbedarf entgegen zu kommen, hier ein paar Infos dazu. Unter anderem, was schon in Kommentaren angesprochen wurde: Die Bundeswehr hat schon seit zehn Jahren eine Frauenquote. Allerdings wird sie offensichtlich nicht umgesetzt.

Was hat die Ministerin nun konkret gesagt? Die Passage aus dem Spiegel-Interview:

Das Ziel ist ein Antel von Frauen von Führungspositionen, der dem in der Truppe angemessen ist. Bei den Sanitätern haben wir genauso viele junge Ärztinnen wie junge Ärzte. Trotzdem sehen wir in der Spitze fast keine Frauen. Wir haben dort eine Generalin, die einzige überhaupt in der Bundeswehr. Das ist ein lausiger Anteil. Deshalb müssen wir hier auch über Quoten mit klaren Zeitleisten nachdenken.

Das bezieht sich, so hat ein Sprecher des Ministeriums noch mal ausdrücklich klargestellt, auf den Sanitätsdienst. Wo es unter den General- und Admiralärzten eben nur eine Frau unter rund 20 Männern gibt.

Allerdings: Klare Zeitleiste vielleicht, aber über Quote nachdenken? Ein Blick ins Soldatinnen- und Soldatengleichstellungsgesetz, vor ziemlich genau zehn Jahren zum 1. Januar 2005 in Kraft getreten: weiterlesen

Umfrage: von der Leyen hat sich nur für 27 Prozent bewährt (Korrektur)

Ursula von der Leyen

Die Meldung ist am (heutigen) Sonntag in (fast) allen Medien; hier nur noch mal fürs Archiv: Nach einer Umfrage im Auftrag von dpa ist gerade mal ein gutes Viertel der Deutschen der Meinung, dass sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in ihrem ersten Amtsjahr 2014 bewährt hat. Aus der Meldung zur Umfrage:

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 27 Prozent, die CDU-Politikerin habe sich als erste Frau in dem Amt bewährt. 44 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Selbst von den Wählern der Union finden mit 45 Prozent nicht einmal die Hälfte, dass sich von der Leyen bewährt hat.

Zur Datenbasis habe ich mal bei dpa nachgefragt: Für die Umfrage wurden zwischen dem 17. und 19. Dezember vergangenen Jahres 1027 Personen über 18 Jahre befragt; die Ergebnisse wurden gewichtet und seien damit repräsentativ (was wohl der Arbeitsweise von YouGov entspricht).

Korrektur: In der ersten Fassung waren Überschrift und erster Satz schlicht falsch. Ich bitte um Entschuldigung.

(Foto: von der Leyen vor der Bundespressekonferenz am 29.10.2014 – ©Thomas Trutschel/photothek.net)

 

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