Kosovo: Bundeswehr soll mit bis zu 800 Soldaten bleiben

Auf Grund der aktuellen Ereignisse gestern ging es unter, der notwendige Nachtrag: Das Bundeskabinett hat am (gestrigen) Mittwoch eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Kosovo beschlossen, des derzeit am längsten laufenden Auslandseinsatzes deutscher Streitkräfte. Das Mandat soll gegenüber dem bislang geltenden praktisch unverändert bleiben; nur die Obergrenze für die Zahl der eingesetzten Soldatinnen und Soldaten wird von bislang 1.350 auf 800 abgesenkt. Das Mandat geht jetzt an den Bundestag zur Billigung.

Tatsächlich sind schon seit einiger Zeit nur rund 550 deutsche Soldaten an der NATO-geführten Mission KFOR (Kosovo Forces) beteiligt. weiterlesen

Merkposten: Rückkehr der Konfrontation im Kosovo? (m. Nachtrag)

Bislang ist es nur ein Merkposten, aber in diesen Zeiten kann so was ja schnell eskalieren: Am (gestrigen) Samstag sollte nach 18 Jahren der Zugverkehr zwischen Serbien (genauer: der serbischen Hauptstadt Belgrad, s.u.) und dem nördlichen Teil des Kosovo, einst serbische Provinz und inzwischen unabhängiger Staat, wieder aufgenommen werden. Der Zug wurde von kosovarischen Sicherheitskräften an der Grenze zur Serbien gestoppt, weil er mehrsprachig mit der Parole Kosovo ist Serbien beschriftet war (Foto dazu hier; ich habe noch kein frei verwendbares gefunden):

A train covered with Serbian political and religious symbols, scheduled to travel from Belgrade to North Mitrovica today, and launched with fanfare by Marko Djuric, the director of Serbia’s ‘Office for Kosovo and Metohija,’ failed to reach its destination.
The train which began its journey in the morning, was stopped at 4 pm in Raska, Serbia before reaching the Jarinje border where special units of Kosovo Police had been deployed. Kosovo government opposed the train, claiming it was a provocation of the Serbian government.

Die Reaktion aus der serbischen Hauptstadt Belgrad am (heutigen) Sonntag fiel harsch aus: weiterlesen

Ende einer Ära: Bundeswehr beendet Patrouillen im Kosovo (m. Korrektur)

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Im Kosovo ist zum 1. Oktober eine Ära zu Ende gegangen: 17 Jahre und fast drei Monate nach dem Einmarsch deutscher Truppen ins Kosovo, damals noch serbische Provinz, hat die Bundeswehr ihre Patrouillen in dem Balkanland eingestellt. Die deutsche Einsatzkompanie gab am (gestrigen) 30. September ihren Auftrag zurück und bereitet sich auf die Rückverlegung vor. Allerdings bleiben noch mehrere hundert deutsche Soldaten für voraussichtlich bis zu zwei Jahren im Kosovo: Im Stab der NATO-Operation KFOR (Kosovo Forces) in Pristina, im Einsatzlazarett in Prizren und, für mögliche erneute Probleme, im Gerätezug eines deutsch-österreichischen Reservebataillons.

Der beendete Einsatz der deutschen Kompanie ist Teil der Bemühungen der Bundesregierung und der NATO insgesamt, die Mission im Kosovo langsam aber sicher zu einem Ende zu bringen. weiterlesen

Bundestag verlängert Einsätze im Kosovo, bei UNIFIL und bei den Mali-Blauhelmen

Members of the MNBG-E Hungarian coy react to Molotov Cocktails during the fire phobia phase of Operation Stonewall II, a joint crowd riot control training event featuring the Kosovo Police, Kosovo Security Forces, local emergency responders and MNBG-E soldiers, just outside of the Bill Clinton Gym in Ferizaj, Kosovo March 28.

Der Bundestag hat am (heutigen) Freitag der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Verlängerung deutscher Auslandseinsätze im Kosovo, vor der Küste des Libanon und bei der Blauhelmmission in Mali zugestimmt.

Fürs Archiv im Detail:

• Der zweitgrößte und älteste Einsatz der Bundeswehr, bei der NATO-Mission KFOR im Kosovo, wurde um ein Jahr verlängert (BT-Drucksache 18/5052). Dem stimmten in namentlicher Abstimmung 532 Parlamentarier zu, 60 sprachen sich dagegen aus – neben der gesamten Linksfraktion zwei SPD- Abgeordnete und einer der Grünen – und sieben enthielten sich. Im Kosovo sind derzeit rund 670 deutsche Soldaten eingesetzt. weiterlesen

Kosovo: Erneute Unruhen in Mitrovica, deutsche Soldaten im Einsatz

 

Im Norden des Kosovo, in der zwischen Albanern und serbischen Kosovaren geteilten Stadt Mitrovica, ist es am (heutigen) Sonntag erneut zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Die Gewalt ging von der albanischen Bevölkerungsmehrheit des Kosovo aus, wie Reuters berichtet:

Police in Kosovo fired tear gas and rubber bullets on Sunday at ethnic Albanian rioters burning police cars and lobbing rocks in the ethnically-divided town of Mitrovica, in protest over the blockage of the main bridge by ethnic Serbs.
A Reuters reporter saw Polish special police units, part of a European Union mission, open fire with rubber bullets, during one of the worst bouts of civil unrest since Kosovo declared independence from Serbia in 2008. weiterlesen

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