Frankreich kündigt für 2014 Truppenabzug aus dem Kosovo an

 

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Frankreich will sein Engagement im Kosovo beenden und die rund 300 dort stationierten Soldaten im ersten Halbjahr 2014 aus der NATO-geführten KFOR-Mission abziehen. Präsident Francois Hollande habe diese Entscheidung vor dem Hintergrund der französischen Präsenz in anderen Operationen, vor allem in Mali, getroffen, heißt es in einer Mitteilung an die Verbündeten. Nach dem Mord an zwei französischen Journalisten in Kidal in Nord-Mali bleibe die Situation in dem westafrikanischen and angespannt. Außerdem seien französische Truppen in anderen Ländern auch in Kampfeinsätzen gebunden – unter anderem in der Elfenbeinküste und der Zentralafrikanischen Republik; zudem verweist Frankreich auf sein Engagement in Afghanistan und in Libyen, womit das Land zur Sicherheit der Alliierten wie der regionalen Stabilität beigetragen habe und weiter beitrage. weiterlesen

EULEX-Polizist im Norden des Kosovo erschossen

Im Norden des Kosovo ist ein Polizist der europäischen Polizei- und Rechtsstaatmission EULEX erschossen worden; die Nationalität ist noch unklar. Aus der Pressemitteilung von EULEX:

 

At approximately 0730 this morning, two EULEX vehicles, carrying six staff members, on regular rotation from Gate 1 came under fire from unknown persons in the vicinity of Municipality Zveçan/Zvečan.
The incident resulted in the death of one EULEX staff member. Task Force Mitrovica was immediately activated and a murder investigation is ongoing. The area has been sealed off. No effort will be spared in bringing the perpetrator to justice.

Die Reuters-Meldung mit ein paar mehr Details.

Nach Informationen des Bloggerkollegen von Bruxelles2 soll es sich um einen Zollbeamten aus Litauen handeln.

Wenn es neue Infos gibt, gerne in den Kommentaren posten – ich bin derzeit unterwegs und die nächsten Stunden offline.

Ein Tag KFOR

Ein Tag KFOR, die NATO-geführte Truppe im Kosovo, in einer interessanten Dokumentation, auf die mich ein Leser hingewiesen hat. Das Material ist, obwohl das Video auf Youtube erst im März dieses Jahres veröffentlicht wurde, in Teilen wohl etwas älter (was der Kenner an der Anwesenheit des früheren deutschen KFOR-Sprechers Hans-Dieter Wichter sehen kann). Dennoch ein interessanter Einblick:

Eine Warnung von KFOR

Auch wenn aus dem Kosovo derzeit wenig die deutschen Medien erreicht: Die Lage vor allem im serbisch bevölkerten Norden ist weiterhin spannungsgeladen. Erst Ende Januar räumte die internationale KFOR-Truppe bei Rudare Straßenblockaden – genau dort war es im vergangenen Jahr zu scharfen Schüssen auf (deutsche) KFOR-Soldaten gekommen.

Am (heutigen) Donnerstag veröffentlichte KFOR eine Mitteilung, die sich nur als Warnung verstehen lässt:

Recent incidents in the Northern part of Kosovo have shown the necessity to ensure proper policing and public safety in the area. KFOR, as an impartial mission, has full confidence in the local population and knows that this trust is mutual.
We are requesting all to fully support the orderly work of Kosovo Police and EULEX and to address political disputes in a peaceful manner only. Part of this joint effort will be a commitment to avoid racist, aggressive or inciting language as witnessed early this week.
KFOR would like to underline once more, that any individual or group storing, transporting or carrying weapons without adequate authorisation is assessed as a potential threat to a safe and secure environment.
KFOR, EULEX, Kosovo Police, and, within the defined limits of its mandate, the Kosovo Security Force, are the sole organisations authorised to carry arms.

Jeder, der ohne entsprechende Genehmigung eine Waffe dabei hat, wird als potenzielle Bedrohung angesehen. Das ist praktisch die Androhung des scharfen Schusses. Nach Beruhigung der Lage klingt das nicht.

(Archivbild vom Juni 1999: Britische Fallschirmjäger auf Patrouille vor Pristina – Kevin Capon/Crown Copyright via KFOR)

Was lange währt…. Neue Webseite für den Kosovo-Einsatz

Es hat ein bisschen gedauert, aber es wird: Im 14. Jahr des NATO-Einsatzes im Kosovo gibt es eine Internetseite der Mission. (Genau genommen gab es schon vorher eine, die allerdings, nun, sehr sparsam bedient wurde.) Gestern bekam ich die Mitteilung, dass die neue Seite scharf geschaltet wurde, allerdings ging es da nicht über Internal Server Error hinaus, jetzt tut  sie.

Unter www.aco.nato.int/kfor sollen künftig aktuelle Meldungen und Fotos aus dem Kosovo erscheinen. Entscheidend für den Nutzen (und die Akzeptanz) wird natürlich sein, wie aktuell die Seite wirklich gehalten wird. Und ob sie noch ausgebaut und ergänzt wird – auch wenn die Manpower der KFOR-Mission vermutlich nicht ausreichen wird, dem Vorbild von ISAF und deren ganzen social media-Kanälen nachzueifern…

(Übrigens gibt es nach wie vor eine KFOR-Facebook-Seite, aus der allerdings nicht so ganz klar hervor geht, ob und wie sie mit der Internetseite verbunden sind… Jedenfalls wird weder Facebook auf der Webseite erwähnt noch umgekehrt.)

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