Ende einer Ära: Bundeswehr beendet Patrouillen im Kosovo (m. Korrektur)

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Im Kosovo ist zum 1. Oktober eine Ära zu Ende gegangen: 17 Jahre und fast drei Monate nach dem Einmarsch deutscher Truppen ins Kosovo, damals noch serbische Provinz, hat die Bundeswehr ihre Patrouillen in dem Balkanland eingestellt. Die deutsche Einsatzkompanie gab am (gestrigen) 30. September ihren Auftrag zurück und bereitet sich auf die Rückverlegung vor. Allerdings bleiben noch mehrere hundert deutsche Soldaten für voraussichtlich bis zu zwei Jahren im Kosovo: Im Stab der NATO-Operation KFOR (Kosovo Forces) in Pristina, im Einsatzlazarett in Prizren und, für mögliche erneute Probleme, im Gerätezug eines deutsch-österreichischen Reservebataillons.

Der beendete Einsatz der deutschen Kompanie ist Teil der Bemühungen der Bundesregierung und der NATO insgesamt, die Mission im Kosovo langsam aber sicher zu einem Ende zu bringen. weiterlesen

Bundestag verlängert Einsätze im Kosovo, bei UNIFIL und bei den Mali-Blauhelmen

Members of the MNBG-E Hungarian coy react to Molotov Cocktails during the fire phobia phase of Operation Stonewall II, a joint crowd riot control training event featuring the Kosovo Police, Kosovo Security Forces, local emergency responders and MNBG-E soldiers, just outside of the Bill Clinton Gym in Ferizaj, Kosovo March 28.

Der Bundestag hat am (heutigen) Freitag der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Verlängerung deutscher Auslandseinsätze im Kosovo, vor der Küste des Libanon und bei der Blauhelmmission in Mali zugestimmt.

Fürs Archiv im Detail:

• Der zweitgrößte und älteste Einsatz der Bundeswehr, bei der NATO-Mission KFOR im Kosovo, wurde um ein Jahr verlängert (BT-Drucksache 18/5052). Dem stimmten in namentlicher Abstimmung 532 Parlamentarier zu, 60 sprachen sich dagegen aus – neben der gesamten Linksfraktion zwei SPD- Abgeordnete und einer der Grünen – und sieben enthielten sich. Im Kosovo sind derzeit rund 670 deutsche Soldaten eingesetzt. weiterlesen

Kosovo: Erneute Unruhen in Mitrovica, deutsche Soldaten im Einsatz

 

Im Norden des Kosovo, in der zwischen Albanern und serbischen Kosovaren geteilten Stadt Mitrovica, ist es am (heutigen) Sonntag erneut zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Die Gewalt ging von der albanischen Bevölkerungsmehrheit des Kosovo aus, wie Reuters berichtet:

Police in Kosovo fired tear gas and rubber bullets on Sunday at ethnic Albanian rioters burning police cars and lobbing rocks in the ethnically-divided town of Mitrovica, in protest over the blockage of the main bridge by ethnic Serbs.
A Reuters reporter saw Polish special police units, part of a European Union mission, open fire with rubber bullets, during one of the worst bouts of civil unrest since Kosovo declared independence from Serbia in 2008. weiterlesen

Der längste Einsatz: 15 Jahre Kosovo

Es ist erschreckend, wie schnell man so etwas vergisst: Nur eine Würdigung des derzeitigen (italienischen) Kommandeurs der Kosovo Forces (KFOR) der NATO und die Geschichte auf bundeswehr.de haben mich daran erinnert, dass am 12. Juni vor 15 Jahren der Einsatz auch der Bundeswehr in der damals abtrünnigen serbischen Unruheprovinz begann. Damit ist es der inzwischen am längsten dauernde Einsatz deutscher Soldaten, und einer der in Deutschland am wenigsten wahrgenommenen – wer in der Öffentlichkeit ist sich schon bewusst, dass noch immer hunderte Bundeswehrsoldaten dort eingesetzt sind? Das letzte Mal, als dieser Einsatz in Deutschland Schlagzeilen machte, war im Sommer 2012, als zwei Deutsche, darunter der Kommandeur des Reservebataillons, in der Ortschaft Rudare durch Schüsse verwundet wurden. Zuvor hatten die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Sommer 2011 bereits deutlich gemacht, dass die Lage vor allem im serbisch dominierten Norden des Landes fragil ist.

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Frankreich kündigt für 2014 Truppenabzug aus dem Kosovo an

 

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Frankreich will sein Engagement im Kosovo beenden und die rund 300 dort stationierten Soldaten im ersten Halbjahr 2014 aus der NATO-geführten KFOR-Mission abziehen. Präsident Francois Hollande habe diese Entscheidung vor dem Hintergrund der französischen Präsenz in anderen Operationen, vor allem in Mali, getroffen, heißt es in einer Mitteilung an die Verbündeten. Nach dem Mord an zwei französischen Journalisten in Kidal in Nord-Mali bleibe die Situation in dem westafrikanischen and angespannt. Außerdem seien französische Truppen in anderen Ländern auch in Kampfeinsätzen gebunden – unter anderem in der Elfenbeinküste und der Zentralafrikanischen Republik; zudem verweist Frankreich auf sein Engagement in Afghanistan und in Libyen, womit das Land zur Sicherheit der Alliierten wie der regionalen Stabilität beigetragen habe und weiter beitrage. weiterlesen

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