Neues aus der Kleiderkammer: Pullover (vorerst) auf eigene Rechnung

20150824_Lw-Oberleutnant_symbolbild

Nachdem das Verteidigungsministerium die gescheiterte Privatisierung der Kleiderkammern rückgängig gemacht und die Bundeswehr-Bekleidungsgesellschaft ins eigene Haus zurückgeholt hat, gibt es für viele Berufs- und Zeitsoldaten erst mal eine schlechte Nachricht. Per Tagesbefehl informierte Generalinspekteur Volker Wieker am (heutigen) Donnerstag die Truppe, dass die so genannten Selbst- und Teileinkleider künftig bestimmte Uniformteile nicht mehr von der Bundeswehr bezahlt bekommen. Das betrifft vor allem die beliebten Pullover, aber auch die so genannte Ganzjahresjacke und, vermutlich bei weniger Soldaten, den Gesellschaftsanzug – allerdings auch Kampfschuhe, die von den dienstlich gelieferten abweichen. weiterlesen

Das Heer macht Schluss mit 50 Shades of Grey

Heeresgrau

Knapp ein Jahr nach Amtsantritt muss Johannes Poeppel der Geduldsfaden gerissen sein. Der frühere Wehrmachtsoffizier, Artillerist und seit April 1979 Inspekteur des Heeres der Bundeswehr, wies die Männer – damals gab es Frauen nur im Sanitätsdienst – seiner Truppe im April 1980 darauf hin, dass nun Schluss sein müsse mit den vielen unterschiedlichen Grautönen, in denen die Heeressoldaten die Jacke ihres Dienstanzugs trugen. weiterlesen

Ehrendienst vor dem Ministerium: Schluss mit Flecktarn

Seitdem das Bundesministerium der Verteidigung seinen 2. Dienstsitz in Berlin hat, also seit dem Umzug der Bundesregierung aus Bonn vor inzwischen mehr als 15 Jahren, bewachen Feldjäger der Bundeswehr das Ministeriumsgebäude in der Hauptstadt, den Bendlerblock. (Im Unterschied zu anderen ebenfalls besonders gefährdeten Ministerien, die von der Bundespolizei geschützt werden.) Und in diesen gut 15 Jahren hat die Militärpolizei ihren Dienst immer im Feldanzug, der Fünffarb-Flecktarn-Uniform, versehen (wie auf dem Bild oben vom Mai 2013).

Damit ist Schluss. Die Militärpolizisten in den Wachgebäuden auf beiden Seiten des Ministeriums, auf den Streifengängen rund um den Bendlerblock und bei der Durchleuchtung von Besuchern tragen seit Jahresanfang nicht mehr Flecktarn, sondern den Dienstanzug des Heeres mit grauer Jacke und anthrazitfarbener Hose und Krawatte, pardon, Langbinder.

Das fällt auf – und deshalb habe ich jemanden nach dem Grund gefragt, der es wissen muss: weiterlesen