Foto des Tages: Heimkehr der Gefallenen

Dieses Bild vom vergangenen Sonntag sagt in aller Schlichtheit eine Menge.


Indiana’s fallen return to homeland – The remains of Army Indiana National Guard Staff Sgt. Jonathan M. Metzger, of Indianapolis, Ind.; Spc. Christopher A. Patterson, of North Aurora, Ill.; Spc. Robert J. Tauteris Jr., of Hamlet, Ill.; and Spc. Brian J. Leonhardt, of Merrillville, Ind., at Dover Air Force Base, Del., Jan. 8, 2012. All four were assigned to the 713th Engineer Company, Indiana National Guard, Valparaiso, Ind. (U.S. Air Force photo/Roland Balik via DVIDS on flickr, CC-License)

Nach dem Tod Rabbanis: Nur Verzweiflungstaten der Aufständischen in Afghanistan?

Den tödlichen Anschlag heute in Kabul auf den afghanischen Ex-Präsidenten Burhannudin Rabbani, inzwischen Vorsitzender des Hohen Friedensrates, zu bewerten maße ich mir nicht an.

Allerdings stellt sich auch für den Beobachter von außen die Frage: Bei aller militärischen Unterlegenheit der Taliban und anderer Aufständischen-Gruppen, bei allen berechtigten Hinweisen darauf, dass sie taktisch und operativ keine Erfolge erzielen – sind solche Anschläge, wie der von wenigen Tagen auf die US-Botschaft und das ISAF-Hauptquartier und die Serie der tödlichen Angriffe auf afghanische Führungspersonen wirklich nur als Verzweiflungstaten der Aufständischen zu werten?

Dieses Erklärungsmuster von ISAF und westlichen Staaten scheint mir zunehmend dünn. Denn auf die Wahrnehmung im Land selbst haben diese Attacken eine verheerende Wirkung.

(Und noch eine andere Frage, die auch die deutsche Politik beantworten muss: hat der Tod Rabbanis Auswirkungen auf die Afghanistan-Konferenz Anfang Dezember auf dem Petersberg bei Bonn? Und wenn ja, welche?)

RC N Watch: “Counterterrorism-Chief” bei Kundus erschossen

Auch wenn die Zahl der Anschläge gegen ISAF-Truppen im Norden Afghanistans rückläufig ist: Die gezielten Angriffe auf afghanische Offizielle, örtliche Regierungsbeamte und Polizeioffiziere halten an. Heute wurde der Counterterrorism Chief des Distrikts Khanabad bei Kundus erschossen, als er auf seinem Motorrad fuhr. Die Taliban bekannten sich zu der Tat; vier Verdächtige sollen bereits festgenommen worden sein.

 

Kosovo: ORF-Bataillon einsatzbereit

Dann schreiben wir mal die Kosovo-Lage fort: Das Operational Reserve Forces (ORF)-Bataillon ist seit der vergangenen Nacht einsatzbereit (im Fachsprech: Full Operational Capability, FOC) und derzeit auf dem Weg in den Norden des Kosovo. Die Soldaten aus Deutschland und Österreich sollen die Kontrolle eines Grenzübergangs übernehmen, der nach der Vereinbarung zwischen KFOR, den Serben und dem Kosovo zunächst bis Mitte September unter Aufsicht der Schutztruppe bleibt.

Ein Detail am Rande: Die ORF-Kräfte sind nach bisherigem Stand zwar unter anderem mit Fuchs-Transportpanzern, aber eben auch mit ungeschützten Fahrzeugen vom Typ Wolf und dem Unimog-Zweitonner unterwegs – offensichtlich eine bewusste Deeskalation.

Nach den aktuellen Meldungen aus dem Nord-Kosovo haben die serbischen Gemeinden dort die Straßenblockaden geräumt oder die Barrikaden so weit beseitigt, dass die KFOR-Truppen passieren können. Allerdings, so die Drohung, könnten die Blockaden jederzeit wieder eingerichtet werden.

Bundeswehrsoldaten des ORF-Bataillons bei der Verlegung am 8. August (Foto: Bundeswehr)

Foto des Tages: Wenn der erste Schuss fällt

U.S. Army soldiers of Bravo Battery, 4th Battalion 25th Field Artillery Regiment as part of 3rd Brigade 10th Mountain Division react to incoming DShK machine gun fire in the village of Saydshahkhel in the Jalrez district of Wardak province, Afghanistan, July 19, 2009. (Foto: © Simon Klingert)

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