G.I. Joe zum Wochenstart

Guten Morgen und einen guten Start in die Woche. Bin über dieses Video gestolpert und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll… (außer dass ich so was nicht als Kinderspielzeug ansehe…)

Hey, Santa, we’ve got your six

Und wie jedes Jahr werfen wir hier einen Blick auf NORAD tracks Santa, die Weihnachtsmann-Beobachtung der US-amerikanisch/kanadischen Luftraumüberwachung. Der Countdown ist bereits gestartet, hier ein Video dazu:

Fernsehen gucken: “Auslandseinsatz”

Am (heutigen) Mittwochabend läuft in der ARD der Spielfilm Auslandseinsatz. Nicht der erste Spielfilm über einen Auslandseinsatz der Bundeswehr, auch nicht der erste Filrm, der sich mit der Bundeswehr in Afghanistan befasst. Und im Mittelpunkt steht keine Kampfeinheit, sondern ein CIMIC-Team in einem Außenposten…

Ich selber werde den Film heute aus verschiedenen Gründen nicht anschauen können, aber ich ahne, dass einige Leser was dazu sagen wollen, und mache vorsorglich mal diesen Thread auf. (Wobei es vielleicht weniger um Details wie falsche Schulterklappen oder unrealistische Fahrzeuge und ähnliches, sofern vorhanden, gehen sollte… sondern um die Glaubhaftigkeit der Geschichte über einen Auslandseinsatz.)

Einzelheiten zum Film und einen Trailer gibt’s auf der Webseite der ARD.

Bundesregierung will Joachim-Witt-Video auf den Index setzen lassen (Update: Ministerium)

Die Bundesregierung hat am (heutigen) Dienstag beantragt, das umstrittene Muskvideo Gloria des Musikers Joachim Witt auf den Index setzen zu lassen. Der Antrag kam interessanterweise nicht vom Verteidigungsministerium, sondern vom Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wie Augen geradeaus! von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) erfuhr.

In dem Video wird unter anderem eine Vergewaltigungsszene gezeigt, die den Massenvergewaltigungen der Balkankriege nachempfunden ist. Als Täter sind eindeutig Männer in Flecktarnuniformen der Bundeswehr zu erkennen, einschließlich der deutschen Flagge als Hoheitsabzeichen. Gegen diesen Film hatte unter anderem der Bundeswehrverband scharf protestiert.

Der Antrag des Familienministeriums ist nach Angaben der BPjM der erste Indizierungsantrag, der gegen dieses Video gestellt wurde. Sollte die Prüfstelle den Clip als jugendgefährdend einstufen, unterliegt er Verbreitungsverboten und darf  nur noch Erwachsenen zugänglich gemacht werden: Jugendgefährdende Medien sind auf Antrag von Jugendministerien und -ämtern und der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) bzw. auf Anregung anderer Behörden und aller anerkannten Träger der freien Jugendhilfe strafbewehrten Verboten zu unterwerfen, damit sie nur noch Erwachsenen, nicht aber Kindern oder Jugendlichen zugänglich sind.

Nachtrag: Eine Ergänzung aus dem Familienministerium:

Immer wieder sind Bürgerinnen und Bürger über schädliche Medieninhalte empört und wenden sich insbesondere über die Homepage www.bmfsfj.de an das Bundesfamilienministerium mit der Bitte, einen Indizierungsantrag bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) zu stellen. So auch in diesem Fall: Mehrere Bürgerinnen und Bürger haben Kontakt zu unserem Haus aufgenommen und ihren Unmut über ein Video des Musikers Joachim Witt geäußert – verbunden mit dem Wunsch, eine Indizierung prüfen zu lassen.
Das Bundesfamilienministerium prüft in diesem wie in allen anderen derartigen Fällen die Medieninhalte, was auch dem gesetzlichen Auftrag der Behörde entspricht und reicht den Antrag auf Indizierung danach bei der BPJM ein. Einzelpersonen ist dies aus rechtlichen Gründen leider nicht möglich. Es handelt sich bei dem Indizierungsantrag also nicht um eine Initiative des Bundesfamilienministeriums oder der Bundesregierung. Neben zahlreichen Landesministerien, Jugendämtern (mehr als 800 in ganz Deutschland) und Polizeidienststellen ist unser Haus nur eine von vielen Stellen in Deutschland, an die sich Bürgerinnen und Bürger mit Beschwerden über vermeintlich oder tatsächlich jugendgefährdende Medieninhalte wenden können.
Die BPjM wiederum ist eine eigenständige Behörde und entscheidet in Gremien.

(Hervorhebung im Original)

Joachim Witts neues Video: Schändende Bundeswehrsoldaten

Vom Musiker Joachim Witt hatte ich seit Ewigkeiten nichts gehört (auch wenn mir natürlich seit Hit Der goldene Reiter ein Begriff war). Jetzt hat er nicht nur ein neues Album heraus-, sondern sich auch ins Gerede gebracht: Das offizielle Video zu seinem neuen Album Gloria enthält den Balkan-Kriegen nachempfundene Vergewaltigungsszenen – die eindeutig erkennbar Bundeswehrsoldaten in verbrecherischer Aktion zeigen (mit Hoheitsabzeichen an der Flecktarn-Uniform):

Nun kann man darüber streiten, ob das Video die Verrohung des Krieges zeigen soll und das generisch für Soldaten gilt – oder ob bewusst recht detailgetreu deutsche Soldaten dargestellt wurden. Merkwürdig ist es allemal, und der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat zur öffentlichen Reaktion aufgerufen:

Als ehrverletzend wertet der Deutsche BundeswehrVerband das Musik-Video zum Lied „Gloria“ von Joachim Witt. „Bei aller künstlerischen Gestaltungsfreiheit: Das Video verunglimpft deutsche Soldaten in geschmackloser Weise“, sagt Bundesvorsitzender Oberst Ulrich Kirsch.
Der Verbandschef fragt, warum Joachim Witt die Verrohung im Krieg – darum geht es wohl – nicht zeigen konnte, ohne explizit Bundeswehrsoldaten als Frauenschänder und Mörder darzustellen. „Ausgerechnet diejenigen, die seit Jahren ihren Kopf für dieses Land hinhalten und etwa auf dem Balkan solche Szenarien verhindert haben, werden hier mit brutalen Gewaltverbrechern gleichgestellt“, so Kirsch. Damit bewege sich Witt in Darstellungsformen, die die Betroffenen jenseits des künstlerischen Anspruchs zu Recht als verletzend empfänden.
„Ich kann nur dazu raten, den Unmut gegenüber Witt in dessen Facebook-Auftritt deutlich zu machen. Er möchte ja den offenen Dialog. Den sollte er dann auch bekommen“, rief Kirsch zum Diskurs mit dem Künstler auf.

Kirschs Aufruf scheint Wirkung zu zeigen, wenn man auf die Facebook-Seite des Musikers schaut. Auch auf Youtube gibt es entsprechende Kommentare zum Video. Das sieht nach einem Shitstorm aus.

(Disclosure: Mich hatten Leser bereits vor drei Wochen auf dieses Video hingewiesen – ich hatte das Thema bislang bewusst nicht aufgegriffen, um nicht Publicity dafür zu liefern. Mit der öffentlichen Mitteilung des Bundeswehrverbandes hat sich das ja erledigt.)

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