Die Russen vor der Haustür

HMS Dragon eyes a Russian destroyer

Die Ukraine-Krise macht viele im Westen nervös – und mit einer gewissen Nervosität reagiert offensichtlich die Öffentlichkeit auf jegliche Sichtung von russischem Kriegsgerät vor der NATO-Haustür. Die Profis bleiben zwar gelassen, wie die britische Marine, deren Zerstörer Dragon den russischen Zerstörer Vizeadmiral Kulakow am (heutigen) Mittwoch in der Nordsee eskortierte (Foto oben):

HMS Dragon, a fast and powerful Type 45 destroyer, pinpointed and monitored the movement of the Russian vessel as she approached British waters in what is a well-established and standard response to such events.

Dass ebenfalls heute russische Bomber, NATO-Codename Bear, über der Nordsee unterwegs waren, führte zu etwas mehr Aktion: Mehr lesen …

Lagebeobachtung Ukraine, 23. April

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Die Entwicklung in der Ukraine-Krise ist unverändert wenig hoffnungsvoll. Am (heutigen) Mittwoch setzte Russlands Außenminister Sergej Lawrow den Ton: In einem Interview mit dem Sender Russia Today (auf Englisch geführt und veröffentlicht, also gezielt fürs Ausland – siehe Screenshot oben) warnt er davor, dass Russland natürlich reagieren werde, wenn die Interessen von Russen betroffen seien. Der Video-Ausschnitt mit dieser Aussage: Mehr lesen …

Somalia: Black Hawk Down, Diplo Style?

Auch wenn Somalia nach wie vor ein von bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zerrissenes Land ist: Die internationale Gemeinschaft, so schien es in jüngster Zeit, war entschlossen, in dem seit Jahrzenten umkämpften failed state am Horn von Afrika mitzuhelfen, daraus wieder ein funktionierendes Staatsgebilde zu machen. Anfang April hatte auch der Bundestag beschlossen, die EU-Trainingsmission für die somalischen Streitkräfte wieder mit deutschen Soldaten zu unterstützen – mit Ausbildung in der somalischen Hauptstadt Mogadischu selbst.

Doch die anhaltende Auseinandersetzung mit den islamistischen Al-Shabaab-Milizen und vor allem zielgerichtete Anschläge auf UN-Mitarbeiter wie auf somalische Politiker und Journalisten in der vergangenen Tagen scheinen bei der internationalen Gemeinschaft zu einem Umdenken zu führen. So sehr, dass der ranghöchste UN-Vertreter in Somalia offen die Möglichkeit eines Abzugs der internationalen Diplomaten erörtert: Mehr lesen …

Kein Krieg der Delfine: InfoWar Ukraine

Die PR-Departments etlicher Staaten machen derzeit offensichtlich Überstunden – fast schon entkoppelt von den realen Geschehnissen in der Ukraine tobt ein Info-War, eine Propagandaschlacht. Zwischen Russland auf der einen und dem – gar nicht so einheitlichen – Westen auf der anderen Seite. (Es mag meiner westlichen Sozialisation geschuldet sein, dass mir die PR-Bemühungen des Westens immer noch überprüfbarer vorkommen als die der russischen Seite…)

Ein sehr hübsches Beispiel dafür ist der Krieg der Delfine im Schwarzen Meer – der findet nämlich nicht statt. Zwar hatte die russische Zeitung Iswestija davon berichtet, was unter anderem von der Agentur RIA Nowosti aufgegriffen wurde:

US military-trained dolphins and sea lions will participate in upcoming NATO military exercises in the Black Sea, the Russian Izvestiya newspaper reported Monday. Mehr lesen …

Blogtreffen in Berlin. Am Freitag!

Jetzt rückt der Termin auf einmal ganz schnell heran: Am kommenden Freitag, 25. April, findet das Blogtreffen der Leser/innen von Augen geradeaus! statt. Um 14 Uhr, wie angekündigt, im Gästehaus des Katholischen Militärbischofs in Berlin.

Da die Frage nach der Bestätigung der Anmeldungen wiederholt kam: Relax. Alle, die sich bis jetzt (22. April 10.00 Uhr) per E-Mail an die Adresse blogtreffen2014@augengeradeaus.net angemeldet haben, können und sollen dabei sein – und ein paar Restplätze sind auch noch frei. Für Kurzentschlossene.

(Damit verbunden auch wieder die Bitte an diejenigen, die trotz Anmeldung kurzfristig absagen müssen: Bitte tut auch das per E-Mail an die genannte Adresse – das erleichtert die Planung.)

Und in den vergangenen Tagen ist mir aufgefallen, dass wir am Freitag mal über eines reden müssten: Über die Kommentar-Kultur hier im Blog. Gerade die Ukraine-Krise hat zu einigen sehr unschönen Äußerungen geführt und die Kontroverse auch unter den Lesern emotional aufgeheizt. Wie gehe ich als Admin, wie gehen meine Leser damit um? Das Gespräch darüber wäre mir ein Anliegen.

Ansonsten freue ich mich auf alle am Freitag.

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