Low ops? Nee, unterwegs.

Insgeheim vermuten wahrscheinlich meine Leser eh’, dass ich faul bin. Deshalb passiert hier im Moment auch so wenig – und ich entschuldige mich schon mal bei den neuen Lesern, die vielleicht auf dem Umweg über den ARD-Presseclub am (gestrigen) Sonntag hierher gefunden haben. Schauen Sie sich ruhig um, es gibt genug zu lesen…

Ernsthaft: Bin halt unterwegs, nach Köln am Sonntag jetzt in München, wo ich am Nachmittag was zu der alten Welt und den neuen Medien erzählen werde. Darunter leidet das Blog ein klein wenig, das wird sich aber auch wieder ändern. (Mir fallen da etliche Sachen ein, zum Beispiel die Frage, ob die derzeitige Entwicklung in Israel und Gazastreifen/Westbank der Debatte über deutsche bewaffnete – und geleaste – Drohnen noch mal einen anderen Impuls gibt. Oder wie glaubhaft die deutsche Empörung angesichts des mutmaßlichen US-Spions beim BND ist, wenn man die Abhängigkeiten allein in der Verteidigungstechnik betrachtet. Oder oder oder…)

Morgen im ARD-Presseclub: Die Bundeswehr

Presseclub_scrn_20140706

Ein TV-Tipp (auch) in eigener Sache: am (morgigen) Sonntag geht’s im ARD-Presseclub um die Bundeswehr. Mit dabei sind der Kollege Peter Carstens von der FAZ, die Kolleginnen Bettina Gaus (taz) und Bärbel Krauß (Stuttgarter Zeitung) – und ich. Moderieren wird Volker Herres.

Ich freu mich drauf. Und über Zuschauer.

(Ja, natürlich kann das dann auch hier kommentiert werden… )

Korrosion beim niederländischen Marine-NH90: Der Bericht zum Nachlesen

BERLIN  20MAY14 - Internationale Luftfahrtschau ILA 2014 bei Berlin

Für die Hubschrauber-Interessierten hier ;-) , die ihn noch nicht kennen: Vor ein paar Tagen haben die Niederlande ihren Bericht zu den Korrosionsproblemen bei ihrem Hubschrauber NH90 in der Marine-Version für jedermann zum Nachlesen ins Internet gestellt. Mit Bildern. Und dankenswerterweise auf Englisch:

Inventory of corrosion occurrences on two NH90 helicopters after operation in tropical and saline environment

(Da steht zwar Company Confidential drüber, aber da es auf der Webseite des niederländischen Verteidigungsministeriums steht, dürfte das einfach ein Versehen sein. Und: Danke für den Leserhinweis!)

(Foto: NH90 in der Marineversion, und zwar der italienischen, auf der ILA 2014 in Berlin)

G36: Der Rechnungshofbericht, aufbereitet.

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Zur endlosen Geschichte der Probleme mit dem Sturmgewehr G36, wer wann was im Ministerium wusste, was getan wurde und was nicht: Der Kollege Hans-Martin Tillack vom Stern hat das anhand des Berichts des Bundesrechnungshofes aufbereitet und stellt die Frage, was eigentlich der frühere Minister Thomas de Maiziere wusste und getan hat oder eben nicht.

Den Link aus bekannten Gründen nicht, aber auf der Stern-Webseite ist es unter der Überschrift Kritik am Sturmgewehr G36 – Was de Maizière verschwiegen hat ja leicht zu finden.

Randbemerkung 1: Die erste, noch ein bisschen knappe Meldung war von mir im Spiegel am 1. April 2012. Seitdem tobt die Debatte über das Thema. Und ein Verteidigungsminister muss schon sehr am Lesen gehindert sein, um so was nicht mitzukriegen – mit anderen Worten: Dass de Maiziere davon nichts gewusst haben sollte, widerspräche jeder Lebenserfahrung…

Randbemerkung 2: In dem Stern-Bericht ist auch von Klagen der Truppe über die fehlende mannstoppende Wirkung des G36 die Rede. Da könnte ich mir vorstellen, dass etwas durcheinander geraten ist. In der Tat gab es solche Klagen – allerdings in erster Linie wegen der verwendeten Munition und/oder des Kalibers dieser Waffe. Nicht wegen mangelnder Treffergenauigkeit in heißgeschossenem Zustand.

DroneWatch: Deutsche gegen Drohnen? So wie die ARD fragt…

ARD_DTrend_Drohnen_20140703

Fast zwei Drittel der Deutschen, so die ARD am (gestrigen) Donnerstagabend in ihrem Deutschlandtrend (siehe Screenshot oben), sind gegen die Beschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr. Das mag sein. Allerdings sollte man mal einen Blick auf die Fragestellung werfen, die die Kollegen vorgegeben haben – dann erscheint dieses Ergebnis doch in etwas anderem Licht.

Die konkrete Fragestellung findet sich bei infratest dimap, die im Auftrag der ARD unterwegs waren: Mehr lesen …

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