Alle Inspekteure zur Lage (Und: USAREUR-Chef für Logistikkommando in Deutschland)

Es kommt nicht so oft vor, dass die Inspekteure aller Teilstreitkräfte und militärischen Organisationsbereiche auf einem Panel sitzen und jeder seine Sicht der aktuellen Lage öffentlich vorstellen kann. Auf der Berliner Sicherheitskonferenz (BSC) war das am (heutigen) Dienstag möglich – weiter unten der O-Ton von allen sechs zum Nachhören. In diesen Statements gab es, das ist nicht überraschend, wenig grundlegend Neues zu hören. Aber ein so geballtes Lagebild, nicht zuletzt unter dem Motto Mehr im Verteidigungshaushalt wäre nicht nur nicht verkehrt, sondern dringend nötig gibt es selten im Zusammenhang.

Dabei, das wurde als Nachrichtensplitter schon vermeldet, sagte Luftwaffeninspekteur Karl Müllner, dass am heutigen Tag kein einziger Transporter vom Typ Airbus A400M einsatzklar war – verwies aber zugleich darauf, dass es eine Momentaufnahme eines Waffensystems in der Einführung sei und es auch Gegenbeispiele mit mehreren dieser Maschinen zeitgleich in einer internationalen Mission gegeben habe. Und Cyber-Inspekteur Ludwig Leinhos mahnte an, dass in der Zukunft von jedem Soldaten grundlegende Kenntnis im Umgang mit Computern erwartet würden – so wie heute jeder Soldat seine Waffe beherrschen müsse.

Die Podiumsdiskussion hier zum Nachhören. Neben den Inspekteuren war der Chef von MBDA Deutschland, Thomas Gottschild beteiligt; moderiert hat der SPD-Abgeordnete und Verteidigungsausschuss-Vorsitzende Wolfgang Hellmich:

BSC_Inspekteure_28nov2017     

 

 

Ergänzung: Erstmals beklagen sich Leser, sie könnten den O-Ton oben (im OggVorbis-Format) nicht hören, deshalb hier zusätzlich auch noch als mp3:

BSC_Inspekteure_28nov2017     

 

 

Zum direkten Anhören der einzelnen Statements:

• Marineinspekteur Andreas Krause (auf englisch) ab Minute 02:09

• Cyber-Inspekteur Ludwig Leinhos ab 10:35

• Luftwaffeninspekteur Karl Müllner ab 18:35

• Inspekteur Streitkräftebasis Martin Schelleis ab 32:33

• Sanitätsinspekteur Michael Tempel (auf englisch) ab 39:40

• Heeresinspekteur Jörg Vollmer ab 45:33

• MBDA-Chef Thomas Gottschild ab 54:45

• Fragen und Antworten ab 1:04:24 (mit meiner Frage an die Computer literacy von Soldaten ab 1:09:09)

• Schlussrunde ab 1:15:53 (mit der Frage des Moderators Wenn Sie einen Wunsch hätten an eine neue Bundesregierung…

Und weil das ebenfalls in Meldungen bereits eine Rolle spielte: Der scheidende Kommandeur der US Army Europe, Generalleutnant Ben Hodges, hat sich auf der Konferenz dafür ausgesprochen, ein geplantes neues Logistikkommando der NATO in  Deutschland einzurichten:

Ich kann mir kein Land vorstellen, dass diese Verantwortung besser übernehmen könnte als Deutschland, auch unter dem Blickpunkt geographische Lage und Fähigkeiten. Aus amerikanischer Sicht ist Deutschland unsere Basis. Die meisten unserer Soldaten, die in Europa stationiert sind, leben in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Es ist unser Heim.

Zugleich verband Hodges damit aber auch eine Aufforderung: Ein solches Rear Area Operations Command brauche die Zuständigkeit (im englischen Original: an authority), Transportleistungen zu priorisieren. Und zwar jetzt, weil die Transportmöglichkeiten der Deutschen Bahn unzureichend seien und Verzögerungen bei Transporten in Deutschland sich sofort auf die osteuropäischen NATO-Staaten auswirke. Wenn es tatsächlich zu einer Steigerung des Verteidigungshaushaltes auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts kommen sollte, habe er vor allem einen Wunsch dafür: Verlässlichen Bahntransport innerhalb von 48 Stunden.

(Foto: auf dem Podium v.l. Hellmich, Gottschild verdeckt, Krause, Leinhos, Müllner, Schelleis, Tempel, Vollmer)

 

50 Kommentare zu „Alle Inspekteure zur Lage (Und: USAREUR-Chef für Logistikkommando in Deutschland)“

  • Wa-Ge   |   28. November 2017 - 21:56

    Ich melde mich hiermit freiwillig den Inspekteur CIR über die Schießbahn zu jagen und zu prüfen ob er seine Handwaffe beherrscht.

    Der Mund soll keine Checks ausstellen, die der Arsch nicht einlösen kann!

    Er hat ja nicht unrecht damit, dass jeder Soldat eine gewisse Computerkenntnis braucht, aber mit dem Vergleich hat er sich voll vernommen.

    [Ich gehe mal davon aus, dass Sie mit der drastischen Sprache Martin Luther nacheifern wollten und nicht den Inspekteur persönlich gemeint haben. Wäre aber nett, wenn Sie sich weniger missverständlich ausdrücken würden. T.W.]

  • Jan Schmidt   |   28. November 2017 - 22:25

    Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass alle ein – aus meiner persönliche Sicht gesehen – eher erbärmliches Bild abgeben. In den jeweiligen Positionen geht es nicht mehr darum, Missstände aufzuzeigen, sondern diese proaktiv abzustellen. Ist hier die Wille dazu vorhanden? Nach dem heutigen Tag und den entsprechenden Entscheidungen. welche mehrere OrgBereiche betreffen, bin ich mir nicht sicher, ob sich der eine oder ander („Handelnde“) nicht hinter dem „Jamaika-Vakuum“ versteckt.

    Ja-Sagen geht immer … zu den getroffenen Entscheidungen zu stehen eher weniger.

    [Ich stehe gerade auf dem Schlauch, oder ich hab’s einfach nicht mitbekommen: Welche Entscheidungen meinen Sie jetzt konkret? T.W.]

  • André Gembitzki   |   28. November 2017 - 22:27

    Zu den A400M:

    Ich schätze mal, dass dies dann auch der Grund ist warum die Luftwaffe momentan mindestens zwei Boeing C-17A „Globemaster III“ von der U.S. Air Force praktisch „gechartert“ hat.

    Aktuell stehen hier am Flughafen Leipzig / Halle zwei der grauen Riesen, welche im Auftrag für die Luftwaffe unterwegs sind.

  • Micha   |   28. November 2017 - 22:33

    Mir würde ja schon reichen, wenn der Cyber-General mir erkläre wie ich das Audio zum abspielen bekomme. Knopf drücken reicht schonmal nicht.

    Und Huffduff findet auch keine Audio-Datei damit der Content in meinem Podcatcher landet.

    [Eigentlich reicht Knopf drücken, vielleicht hat der Cyber-General ja doch recht? Also, einfach Cursor auf den Pfeil links beim Audio-Player und klicken. T.W.

    /edit: Nach Ihrem Twitter-Post ist mir klar, wo das Problem liegt: Die Audio-Datei ist OggVorbis – aber eigentlich spielen das die Player in allen aktuellen Browsern problemlos ab… ]

  • T.Wiegold   |   28. November 2017 - 22:41

    Zum Thema A400M noch der Hinweis: Es ist auch bislang immer wieder mal vorgekommen, dass an einem Tag keine einzige Maschine startklar war. Das kann allerdings morgen schon wieder ganz anders aussehen. Die Schlussfolgerungen bzgl. Charter dürften deshalb eher weniger zutreffend sein… Was C-17 in Leipzig angeht: Auch bei einem akzetablen Klarstand der A400M hätte die Luftwaffe beim strategischen Lufttransport derzeit doch ein paar Engpässe..

  • Bastl   |   28. November 2017 - 23:13

    Gottschildt redet von Kooperation und Pünktlichkeit, damit kann er MEADS nicht meinen oder?
    Unkalkuliernares Risio, veraltet und funktioniert nicht einmal. Und das Risiko liegt alleine bei Deutschland.
    Ach und kaufen will das auch keiner sonst.

    [Dass Sie Ihre MEADS-Kritik zuvor unter einem anderen Nick gepostet haben, führt zu unschönen Rückschlüssen. Bitte so nicht. T.W.]

  • POO   |   28. November 2017 - 23:53

    Höre auch nix – gibt es einen Link für Apple-Mac user?
    Danke

  • T.Wiegold   |   29. November 2017 - 0:14

    Kurz zur Technik: Nein, es ist kein Mac-Problem (ich habe den Eintrag auf einem Mac erstellt und kann den O-Ton auch problemlos im Browser anhören).

    Ich kann nicht für alle Betriebssysteme und alle Browser hier Fehleranalyse betreiben, tut mir leid. Die Audio-Datei im OggVorbis-Format sollte allerdings auf allen gängigen Systemen funktionieren – und bislang hat es damit auch keine Probleme gegeben. Aber ich kann ja mal für die Spezialisten ein mp3 anfügen…

    /edit: Steht jetzt auch als mp3-Datei oben drin.

  • ft-se   |   29. November 2017 - 6:47

    Besten Dank für die Bereitstellung der Audio-Datei als mp3. Die bisherigen Audio-Dateien konnte ich nie abspielen – OggVorbis-Format wird nicht unterstützt.

    [Damit ich klarer sehe: wird wovon nicht unterstützt? T.W.]

  • Wa-Ge   |   29. November 2017 - 7:57

    @ T.W.
    Vielen Dank für die Tolleranz, ich vertrete die Meinung, dass man Probleme erstmal erkennen und ansprechen muss, wenn man ernsthaft eine Besserung haben will.

    Die Auslassung des Insp CIR lässt mich zweifeln.

  • Nicht so einfach   |   29. November 2017 - 7:57

    @Wa-Ge

    Es mag sein, dass ein einfacher Infanterist als einziges seine Waffe beherrschen können muss.
    Sobald ein Soldat in irgendeiner Weise Entscheidungen treffen muss, die mit Computern zu tun haben und das sind heute die meisten Entscheidungen, braucht er Grundkenntnisse. Je höher der Dienstgrad desto mehr Kenntnisse. Wenn man sich den heutigen Ist-Zustand der Kenntnisse anschaut, dann kann man nur von einem nicht Vorhandensein der einfachsten Kenntnisse sprechen. Dies führt im täglichen Dienstbetrieb dazu, dass die vorhandene IT nicht im Ansatz genutzt wird und eben dadurch kommt es zu massiven Ausfällen zum Beispiel bei der Waffenausbildung.

    Wenn die Soldaten die Kenntnisse nicht besitzen, werden sie von der Bürokratie gefesselt. Tätigkeiten die bei einer guten Ausbildung 10 Minuten dauern, benötigen bei vielen Stunden. Es wird eine riesige Anzahl von Soldaten völlig unnötig gebunden, weil die Ausbildung einfach nicht vorhanden ist.

    Wenn die Soldaten ihre Möglichkeiten, die die IT bereitstellt nutzen würden, hätten wir das papierlose Büro. Dies wird aber verweigert, weil die meisten Soldaten nicht begreifen wollen, dass Papier nicht sicherer als IT ist.
    Man muss als Soldat nichts mehr auf Papier unterschreiben. Genauso muss man nicht per Post versenden, man müsste es nur tun.

    Wie viele Kommandeure sitzen täglich vor ihrem Haufen Ordnern und unterschreiben brav eine Menge Anträge? Nur weil sie nicht wissen wollen, dass es die digitale Unterschrift gibt und man diese nutzen kann. Diese Kommandeure werden gebunden, obwohl sie besser bei der Truppe wären und eben die wichtigen Ausbildungen einsteuern könnten. Genauso ist es bei vielen anderen auch die einfach durch einen völlig unnötigen Haufen Papier gebunden werden.

    Wir wären in der Lage von heute auf morgen die Bundeswehr massiv zu beschleunigen, wenn die IT im Kopf der Soldaten endlich den Stellenwert kriegen würde, den sie braucht.

    Im Moment braucht die IT nicht mehr IT, sondern im Moment braucht die IT die Soldaten die sie begreifen und nutzen wollen. Heute ist es doch so, dass oftmals die S6 Bereiche als Support für die Benutzung von Word oder ähnlichem missbraucht werden.

    Zusammengefasst: Eine konsequente Digitalisierung würde dazu führen, dass eben grade wieder mehr Soldaten ins Grüne kommen und auch der Ausbildungsstand an den Waffen wieder verbessert wird. Ob daran ein großes Interesse besteht, sei mal dahin gestellt, aber das kann man durch einfach Befehle lösen.

  • MA   |   29. November 2017 - 8:53

    @ Wa-Ge | 28. November 2017 – 21:56
    1+ und es trifft noch viele andere TSK etc. die sehr gerne vom „einfachen Infanteristen“ sprechen der ja „nur“ seine Waffe beherrschen muss. Einfaches Denken sollte gerade in diesen Bereichen nicht vorkommen.

    @ Jan Schmidt | 28. November 2017 – 22:25

    „Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass alle ein – aus meiner persönliche Sicht gesehen – eher erbärmliches Bild abgeben.“

    Die Frage ist, was wir von „politischen Offizieren“ erwarten, die (mit Ausnahmen) ihr Leben Lange „Hätte – Wäre – Fahrradkette“ von sich gegeben haben.

  • W. Brandt   |   29. November 2017 - 9:17

    Ich denke der Herr vom CIR meint mit seiner Aussage nicht nur den digitalen Beamten Dreikampf, sondern in erster Linie OPSEC.
    Das Soldaten nicht jeden USB Stick in den Computer stecken, dass man ein schwereres Passwort benötigt als „Schalke04“ und dass das Smartphone weg kommt bei Übungen/Einsätzen.
    Aber auch in mit Blick auf die neue Ausrüstung. Es wird weniger an Hebel und Knöpfen gespielt als auf Touchscreens getippt.

    Also bitte die Herren. Schaum vom Mund wischen und akzeptieren, dass ein „Landser“ heutzutage nicht nur eine Fliege auf 300 Meter treffen muss sondern auch wie er sich vor der elektronischen Aufklärung des Feindes im Einsatz und daheim schützt.
    Sie können es ja unter erweitertes „Tarnen und Täuschen“ abheften, wenn es sich für sie besser anhört.

  • Der Transporter   |   29. November 2017 - 9:24

    Neues Logistikkommando der NATO in Deutschland???

    Ich hoffe dass dies nicht stattfindet. Sollte es der erklärte politische Wille sein, müssen wir alles daran setzen, dass wir in keinster Weise mit der Planung oder Führung betraut werden. Denn wir können es nicht.
    Hier ein paar nackte Zahlen und Fakten, die meine persönliche negative Einschätzung etwas verdeutlichen.

    Bereits in den Anfängen der ISAF wurde offengelegt, dass wir nicht in der Lage sind, unsere eigenen Truppen im Einsatz adäquat zu versorgen. Über verschiedene diplomatische Kanäle wurde die nicht vorhandene eigene Transportkapazität hinzu- geleast, gepachtet, oder einfach im Rahmen MOU/ATARES angefordert.
    Auf allen Ebenen wurde akzeptiert, dass wir bei der Versorgung unserer Einsatzkräfte ein wenig fremdbestimmt sind.

    Während meiner Zeit im HQ Kabul – CurrentOps -,konnte ich mehr als nur eine Momentaufnahme über die Auslastung der Transall- Flotte erkennen. (Mehr als 60 % der Lufttransportkapazität bei der ISAF wurde durch die Transall dargestellt!!!).
    Nebenbei durfte ich auch die Zuführungs- Transportzahlen in das Einsatzgebiet für den BRH (Bundesrechnungshof) offenlegen.

    Der BRH stellte eine vorsichtige Anfrage über die Transportauslastung der Lufttransportflotte an das LogZ. Hier wurden insgesamt ca. 36.000 to Luftfracht an den BRH gemeldet. Dies erschien in einer kurzen Betrachtung als eine sehr respektable Zahl.
    Allerdings sollte diese Zahl im Anschluss noch auf die weiße Flotte (FlgBerBmVg) und die
    grüne Flotte (TransallVbde) aufgeteilt werden. Ab dann wurde die „Luft dünn.“ Denn, insgesamt teilten sich die weiße und die grüne Flotte in diesem Betrachtungsjahr nur ca. 8.000 to Luftfracht. Die Differenz von 28.000 to Luftfracht wurde durch die Fa. SALES mit ihrer Antonov-124 und Ilyushin-76 Flotte transportiert.
    Dies bedeutet, ohne massive Unterstützung der Ukraine, Russland und Aserbeidschan, denn schließlich führte das Routing über die „Ost- Drehscheibe“ Baku bzw. Rostov am Don, konnten wir unsere eigenen Einsatzkräfte nicht adäquat versorgen.

    Wir haben nicht erst seit gestern eine „Fähigkeitslücke“ im Lufttransport.
    Aus meiner persönlichen Erfahrung sind wir in unseren Einsatzgebieten nicht gut damit gefahren, nahezu bedenkenlos den Lufttransport zu „privatisieren“. (Und hierzu kann ich aus den Einsatzgebieten UNHCR, UNPROFOR, IFOR,SFOR,KFOR,ISAF, EUFOR RD Kongo, AFISMA, MINUSMA etc. eine Menge Erfahrungen beisteuern.)
    Und nun soll in einem Land, das auf politischer Ebene keinen Interessenskonflikt darin sah, die Logistische Versorgung ihrer Einsatzkräfte in fremde Hände zu geben, auch noch das „neue Logistikkommando der NATO“ entstehen? Ich hoffe dass dies unter diesen Umständen und den Erfahrungen der vergangenen 15 Jahre so nicht passiert.
    Ich möchte es einfach vermeiden, dass wir uns noch weiter blamieren, indem wir weder eine nennenswerte Transportflotte, noch ausreichend Personal beistellen können, und wieder unseren Anteil bei zivilen Firmen einkaufen müssen.
    (Leider ist die „bewährte“ Fa. SALES in der Form nicht mehr verfügbar, deshalb die beiden C- 17 in Leipzig.)

  • Frank   |   29. November 2017 - 9:38

    Der SPD Mann Hitschler / Verteidigungsausschuss will sich für einen Europäischen Großraumtransporter in Varianten einsetzen.
    Auslöser ist wohl die Abhängigkeit von C17 der Trumpforce zum Rücktransport DEU Kontingente in AFG bis spätestens Weihnachten.
    Komisch dass es für einen SPD Mann aber vollkommen Egal ist, bzw. kein Öffentlichkeitswirksames Argument sein kann , seit über 10 Jahren beim strategischen Lufttransport auf Gedeih und Verderb von RUS und UKR Staatsbetrieben abhängig zu sein.

  • 0815   |   29. November 2017 - 9:42

    @Jan Schmidt | 28. November 2017 – 22:25
    „Ja-Sagen geht immer … zu den getroffenen Entscheidungen zu stehen eher weniger.“

    (ohne direkten Bezug zu den Inspekteuren)
    Ich vermute Sie meinen das einige nicht mehr das Rückgrat haben auch falsch getroffene Entscheidungen (wenn es denn noch eine wirkliche Entscheidung gibt!) zu vertreten und dafür auch einzustehen bzw. zurückzunehmen.
    Ich habe teilweise den Eindruck dass das sogenannte „Aussitzen“ von unbeliebten Dingen beliebter ist als wirklich eine Entscheidung nebst Befehlsgebung konsequent herbeizuführen.

    @Nicht so einfach | 29. November 2017 – 7:57
    In der Tat nicht so einfach…
    Tatsache ist aber auch, das einige (mittlerweile sehr viele) von dem Blechdepp im Dienstzimmer sitzen und ihre aufgezeigten vielfältigen Möglichkeiten bis zum Exzess nutzen, mit dem Ergebnis das ohne PC nicht mehr gearbeitet werden kann.
    Man bespricht sich seit neuestem nur noch mit irgendwelchen Sametime Dingen statt zum Telefonhörer zu greifen.
    Befehle werden fast nicht mehr ausgewertet und umgesetzt (falls es sich in der Mail überhaupt noch um einen Befehl handelt) sondern einfach nur stumpf weitergeleitet. Ziffer 3a? Fehlanzeige in 90% der Fälle.
    Personal wird auch darum an den PC gefesselt um in manchen Bereichen genau „die wichtige“ Mail in der breiten Masse zu finden. Und die findet man halt nur wenn man (alle) Nachrichten liest, auswertet und umsetzt!
    Meldeorgien mit Excel-Tabellen die auf einem 0815 Bildschirm gar nicht mehr darstellbar sind und Personen die fast ganztägig mit der Erstellung von nichtssagenden bunten, überfrachteten PowerPoint Präsentationen beschäftigt sind.
    Trennen Sie dazu einfach einmal an einem Strandort die Stromversorgung mit dem Ergebnis das weder der PC noch das tolle IP Telefon funktioniert weil es schlichtweg keine „Notstromversorgung“ mehr gibt. Sicher gibt es da auch einige Ausnahmen was diese Arte der Absicherung betrifft, aber nicht in der breiten Masse.
    Durch die schöne neue digitale Welt ist meist nicht mehr der Inhalt der Befehle wichtig, sondern nur noch das Einhalten von Blocksatz , Formatierung und anderen Kosmetischen Dingen.
    Zudem warte ich auf den Tag an dem das letzte Byte auf dem Exabyte Server verbraucht ist, weil nichts mehr gelöscht sondern nur noch stramm weiter „archiviert / ge-backup “ wird.

    Mit der folgenden Aussage kann ich aber nicht wirklich etwas anfangen:
    „Dies führt im täglichen Dienstbetrieb dazu, dass die vorhandene IT nicht im Ansatz genutzt wird und eben dadurch kommt es zu massiven Ausfällen zum Beispiel bei der Waffenausbildung“

    Aber grundsätzlich haben sie mit der Digitalisierung recht…aber bitte mit Maß und an der „richtigen“ Stelle!

  • Klauspeterkaikowsky   |   29. November 2017 - 9:46

    Wo war die geschäftsführende IBuK, mit welcher Aussage? Wo der mediale Aufschrei ob der beklagenswerten Zustände der SK in führenden Medien?
    Der Stellenwert von SiPo und mil Sicherheit in fordernden politischen Zeiten findet keinen Anwalt? Der SACEUR greift verdeckt in Innenpolitik durch Hinweise zur der Verwendung der 2% Summen ein, niemanden kümmert’s?
    (Man stelle sich mal eine Podiumsdiskussion der Chefs der fünf Services in D.C. vor …)

    Ein bisschen was geht aber noch.
    Die Bundeswehr hat für heute über dem Saarland noch bis 21.30 Uhr Kampfjetübungen geplant.
    (link: http://saartext.de/171-01.html)
    saartext.de/171-01.html

    [Ehe sich der Irrtum festsetzt, der Hinweis: der Kommandeur der US Army Europe ist nicht der SACEUR. T.W.]

  • Wa-Ge   |   29. November 2017 - 9:55

    @nicht so einfach

    Ich denke Sie sind, was meine Aussage angeht, voll auf dem Holzweg.

    Der InspCir fordert, dass jeder Soldat in Zukunft Computer beherrscht, wie er dies heute mit seiner Handwaffe tut.

    Ich behaupte, der Inspekteur CIR beherrscht seine Handwaffe nicht, ich gehe sogar soweit zu sagen, dass ein großer Teil der Infanterie Ihre Handwaffe nicht beherrschen (funktionssicheres Bedienen unter allen Bedingungen).

    Wenn man dies berücksichtigt, wirkt die Forderung des Inspekteurs lächerlich. Denn dann fordert er quasi, dass der Soldat auch in Zukunft den Ungang mit Computern nicht beherrschen muss.

  • klabautermann   |   29. November 2017 - 10:42

    Wenn man wie Gen Leinhos eine so verkürzten und simplifizierenden Vergleich zwischen „Computern“ und „Waffen“ herstellt, dann darf man sich nicht wundern dass solche „Kurzschlüsse“ dabei rauskommen:
    „Eine konsequente Digitalisierung würde dazu führen, dass eben grade wieder mehr Soldaten ins Grüne kommen und auch der Ausbildungsstand an den Waffen wieder verbessert wird. Ob daran ein großes Interesse besteht, sei mal dahin gestellt, aber das kann man durch einfach Befehle lösen.“ (@Nicht so einfach).
    So einfach ist es in der Tat nicht, den braven Soldat Schwejk gleichermaßen digitale und analoge Grundfertigkeiten in Sachen Krieg/Kampf/Einsatz zu vermitteln. Die „Digitalisierung“ der militärischen Führung schafft mitnichten mehr „Kapa“ im analogen Frontbereich, sondern sie erhöht zunächst einmal den systemischen Ausbildungs- , Übungs- und Unterstützungsbedarf, der infolge der strukturellen Personalveränderungen sowie technisch-logistischer Systemänderungen an eine Sisyphos-Schleife denken läßt.
    Dem General kann ich nur insofern zustimmen, dass jeder Soldat vom mind-set her sich darüber im klaren sein muß, dass jeder militärische Computerarbeitsplatz ein Einsatzmittel ist und von daher mit der gleichen Sorgfalt und Disziplin „genutzt“ werden muß wie eine geladene Handwaffe. Und diesen mind-set in der Fläche herzustellen erfordert eben mehr Aufwand im Bereich Erziehung und militärische Grundlagenausbildung. Von daher könnte man schon einmal damit beginnen die AGA inhaltlich zu „digitalisieren“ und z.Bsp. um einen militärischen Computerführerschein ergänzen. Und „analog“ muß eben das Thema militärische IT-Nutzung Eingang in alle Laufbahnlehrgänge finden. Ja, das wird das durchschnittliche Ausbildung-zu-Einsatz-Verhältnis verändern, aber das ist eben der Tatsache geschuldet, dass auch der Digital Native im Bereich Streitkräfte letztendlich ein Digital Immigrant ist.

  • MikeMolto   |   29. November 2017 - 10:45

    @ Nicht so einfach | 29. November 2017 – 7:57

    „Wenn die Soldaten ihre Möglichkeiten, die die IT bereitstellt nutzen würden, hätten wir das papierlose Büro. ‚

    Das hat man uns schon vor 20 Jahren versprochen – und es gibt von ‚der Verwaltung‘ gefordert – mehr Papier . Tatsasche ist, wenn man/frau in die ‚justitiable‘ Seite kommt, dann muss es Papier sein – und heute ist fast alles justitiabel. Versuchen Sie mal einem Soldaten einen Anhoerungsvermerk zu einem DV auf einem Stick zu geben….oder an seine (private) Emailanschrift….
    Oder ein briefing handout….

  • Martin R.   |   29. November 2017 - 11:30

    Kann man den Inhalt der Reden irgendwo als Mitschrift nachlesen?

  • Elahan   |   29. November 2017 - 11:35

    Wir sind noch immer in der alten Neuausrichtung und es werden jetzt gerade noch immer Fähigkeiten und Kapazitäten abgebaut.
    Wir können nicht nur keinen LuTrans wir können auch unser Personal, wenn ein Lfz dann Verspätung hat, angemessen unterbringen und betreuen. Was da läuft ist eine Schande.

    Kritik und Fehlerkultur hatte ich bei diesem Panel vermisst, aber den schwarzen Peter an die Politik und neuen Umstände abgeben wird gerne geübt.

    Wir haben in Ramstein alles was man benötigt, aber man muss ja nach Wunstorf oder Évreux und wenn man dann Ramstein nutzt, nutzt man alte sanierungsfällige Infra.

  • Pirat77   |   29. November 2017 - 11:51

    @ Der Transporter: 1+ Sie haben es auf den Punkt gebracht!

    Ich habe gerade ein paar Monate in GAO hinter mir und musste leider wieder feststellen, dass wir eben keine Armee, sondern nur eine Wehr haben.
    Der gemHFlgEinsVbd betreibt durchgehend „Kofferlogistik“ um Ersatzteile zeitgerecht ins Einsatzland zu kriegen, d.h. aufgrund der kurzen Stehzeiten der Kameraden kommt immer mal was rein!
    Alle anderen gehen z.T auch dazu über.
    Der Personentransport erfolgt ausschließlich über die zivile Firma SAS (Sahel Aviation Service). Ist auch super, die fliegen nämlich GAO auch nachts an, da denen die rudimentäre Pistenbeleuchtung reicht. Die Transall darf (will/kann) das im Dunkeln leider nicht.
    Das größte Problem der UN Mission ist, dass sich die Truppen von MINUSMA (SENBAT, BANBAT, u.ä.) fast ausschließlich um die Begleitung von UN Verorgungskonvois kümmern, die auch nur die UN versorgen. Daher bleibt für den eigentlichen Auftrag fast keiner mehr übrig. Hier könnte Deutschland ja zur Übung schon mal der UN unter die Arme greifen und ein bischen „logistiken“. Vielleicht klappt es ja dann auch bei uns…
    Ich schmeiß mich weg!

  • T.Wiegold   |   29. November 2017 - 11:57

    @Martin R. & all

    Ich fürchte, die Berliner Sicherheitskonferenz wird keine Abschrift anfertigen (lassen), und auch sonst niemand. Aber wenn sich hier jemand dazu berufen fühlt… immer her damit!

  • Trapo   |   29. November 2017 - 12:46

    @ Der Transporter | 29. November 2017 – 9:24

    1. SALIS, nicht SALES
    2. SALIS gibt es sehr wohl noch, aufgrund der Ukraine-Krise ist es aber eben kein Vertrag mehr mit einer russisch-ukrainischen Firma, weil diese nicht mehr existiert
    3. FlBschftBMVg, nicht FlgBerBmVg

  • klabautermann   |   29. November 2017 - 12:56

    Na ja, in Sachen Strategischer Transport und Logistik müssen die USA und alle NATO-Partner eben mit den Konsequenzen der Art-5-Steinbruch-Politik des Bündnisses leben, die vor gut 2 Jahren von den USA ins Bündnis getragen wurde – Stichwort: Defence Capability Initiative. Dass man parallel zu dieser Art-5-Strukturverflachungspolitik das Bündnis territorial/geopolitisch „breiter“ gemacht hat, läßt sich nun auch nicht von jetzt auf gleich wieder rückgängig machen US-amerikanische Geopolitik und NATO-Strukturpolitik sind mittlerweile völlig außeinander gedriftet. Die heutige/gestrige(?) Aussage von Tillerson, dass die USA die ersten im Bündnis wären, die in einen Art-5-Fall reagieren würden, muß man im Kontext mit den Bemerkungen von Hodges sehen. Eine Antwort der USA auf einen Art-5 Fall in Osteuropa wird und kann es nur geben, wenn Deutschland so rasch als möglich wahnsinnig viel Geld, Personal und Transportkapazitäten zur Verfügung stellt, damit die US-Kräfte innerhalb 48 Stunden aus ihren „Heimastandorten“ überhaupt Richtung Osten in Marsch gesetzt werden können.
    Also nicht mehr „Germans to the front“, aber ohne Germans kommt eben keiner „rechtzeitig“ an die Front. Warum sollte aber Deutschland die Art-5-Vorneverteidigungsfähigkeiten der USA in Europa finanzieren, alimentieren und organisieren ? Die – hier von einigen Kommentatoren beschiebenen – strkturellen Probleme in Sachen Transport und Logistik der im „weltweiten“ Einsätzen stehenden BW sind so groß, dass man den Bahntransport von US Stryker-Brigades Richtung Suwalki-Lücke nicht unbedingt als Prio 1 dem Steuerzahler vermitteln kann.
    Und so pfeifen Hodges und Tillerson wieder einmal das Wald-Duett in Sachen NATO und Glaubwürdigkeit der USA in Sachen Art-5 a conto Deutschland.

  • klabautermann   |   29. November 2017 - 13:08

    /edit

    Soll natürlich 20 und nicht 2 Jahre heißen in my 29. November 2017 – 12:56…sorry.

  • MA   |   29. November 2017 - 13:29

    @ Der Transporter | 29. November 2017 – 9:24

    „Denn wir können es nicht.“

    Sehr richtig und wie wenig wir es können, haben wir nicht nur bei der IVJTF NRF 15 und darauf folgend bestätigt.

    Wichtig wäre es in dem Zusammenhang aber, dass wir es wieder lernen.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   29. November 2017 - 13:38

    @Der Transporter
    „Wir haben nicht erst seit gestern eine „Fähigkeitslücke“ im Lufttransport“.
    Wohl wahr.
    Nur nenne ich dies eine Lücke vorsätzlicher, politisch organisierter Unfähigkeit: Wer nichts drauf hat, erhält auch keinerlei „anmaßenden“ Anfragen der Verantwortungsübernahme.
    Ihrer Hoffnung, wir mögen im künftigen LogKdo keine verantwortliche Rolle inne haben, kann ich nur befürworten.

    @Klabautermann
    Die Frage der Finanzierung eines „Warum sollte aber Deutschland die Art-5-Vorneverteidigungsfähigkeiten der USA in Europa finanzieren, alimentieren und organisieren“? stellt sich durchaus, aber eben genau anders herum: Warum sollten die USA unseren Schutz auf Basis Art 5 weiterhin finanzieren, wie seit 1948?
    Die „Heimatstandorte“ der Army etc liegen in 6.000 km Entfernung und sind frühestens an der Ostküste auffindbar. Bei uns in Mitteleuropa steht ein StrykerBrig an Kampftruppe und etwas rotational forces (1 ABCT, 1 Combat Aviation Brigade [CAB]) auf der Strecke Estland – Osttrazien. Feigenblattstationierung, besonders die rotationals, zur Bekämpfung von Schnappatmung bei Visegrad & Co.
    Eine erforderlich angemessene logistische und infrastrukturelle Sicherstellung der Bewegungsfreiheit kommt zudem in erster Linie Europäern zugute, nicht zuletzt den Balten.
    Das ominöse Suwalki Gap (https://de.wikipedia.org/wiki/Suwalki-L%C3%BCcke) wird absolut bedeutungslos, wenn berechtigterweise NICHT angenommen wird, dass Weißrussland sein Neutralität mit Klauen gegen Putin verteidigt.

  • Monday   |   29. November 2017 - 14:05

    Vielen Dank für die Einstellung der mp3-Datei.
    Somit konnte ich erstmalig mit einem Apple-Endgerät
    die Audio-Dateien hören.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   29. November 2017 - 14:48

    @T.W.
    Sie könnten das ggf auch einstellen?
    Werner Sonne moderiert die Diskussion mit Verteidigungspolitikern:
    Hellmich(SPD) und Kiesewetter(CDU).
    Es geht um 2% Verteidigungsaushaben .
    Hellmich: wird nicht erreicht werden.
    Kiesewetter: Entwicklungshilfe mit einrechnen. pic.twitter.com/Slua1DnVoX

    [Leider nein, bin heute nicht auf dieser Tagung. T.W.]

  • Georg   |   29. November 2017 - 15:30

    @ nicht so einfach

    Der ehemalige Siemens Vorstandschef Heinrich von Pierrer hat vor 20 Jahren gesagt: „Das papierlose Büro ist genauso eine Utopie wie das papierlose Klo“.

    Recht hat er gehabt, nach meiner Meinung, es hat sich bis heute nirgendwo in der Verwaltung, Justiz, Polizei usw. das papierlose Büro durchgesetzt. Warum sollte dies ausgerechnet beim Militär, bei der Bw funktionieren ?

    Zitat:
    „Wie viele Kommandeure sitzen täglich vor ihrem Haufen Ordnern und unterschreiben brav eine Menge Anträge? Nur weil sie nicht wissen wollen, dass es die digitale Unterschrift gibt und man diese nutzen kann. Diese Kommandeure werden gebunden, obwohl sie besser bei der Truppe wären und eben die wichtigen Ausbildungen einsteuern könnten. Genauso ist es bei vielen anderen auch die einfach durch einen völlig unnötigen Haufen Papier gebunden werden. “

    Egal ob sie (die Kommandeure und Chefs) ihre Unterschrift mit Tinte oder digital unter das Dokument setzen, sie müssen es trotzdem lesen, bewerten und folgern für den eigenen Bereich. Dies kosten schlicht und einfach Arbeitszeit.

    Das Problem ist ein Anderes. Die vernetzte Welt setzt auf flache Hierarchien, bzw. auf Ablaufprozesse oftmals ohne explizite Freigaben von Vorgängen von Vorgesetzten. Dies widerstrebt aber systemimmant der Struktur hierarchischer Organisationen, wie z.B. der Bw oder der katholischen Kirche.

    Kleines Beispiel.
    Um eine Materialanforderung in einer höheren Dringlichkeitsstufe anzufordern, braucht es die Unterschrift eines höheren Dienstgrades, bzw. einer höheren Veranwortungsstufe. Also nach alten Versorgungsvorschriften muss eine Bedarfsdringlichkeitsstufe „B“ Anforderung (BDS „B“) mindestens von einem A9 (Leutnant oder StFw) unterschrieben werden. Eine BDS „A“ Anforderung noch höher.
    Nachdem alle Versorgungsgüter knapp waren die letzten 20 Jahre sind die Anzahl der BDS A und B Anforderung exponentiell gestiegen, mit entsprechender Arbeitsbelastung für Vorgesetzte.

    Anderes Beispiel: Mit SAP können nur noch die Disziplinarvorgesetzten eine Beurteilung in den Computer eingeben. Früher hat der Chef den Entwurf geschrieben und die Schreibkraft hat die Tipparbeit am Computer erledigt.

    Das Problem ist also nicht die Papierlosigkeit der Bw-Verwaltung, sondern die Diskrepanz zwischen prozessorientierten, vernetzten Ansatz versus einen hierarchischen Ansatz der Bw-internen Geschäftsvorgänge.

    @0815

    Zitat: „Befehle werden fast nicht mehr ausgewertet und umgesetzt (falls es sich in der Mail überhaupt noch um einen Befehl handelt) sondern einfach nur stumpf weitergeleitet. Ziffer 3a? Fehlanzeige in 90% der Fälle.“

    Das ist DAS Grundübel der Bw-Administration und Hierarchie der letzten 20 Jahre. Damit werden ministerielle Papiere bis auf die Einheitsebene weitergereicht und der arme Chef muss dann für seinen Bereich herausfiltern, was für ihn von dem seitenlangen Inhalt wichtig ist und was er in seinem Bereich operationalisierbar umsetzen kann und muss.

    Hier haben sich ganze Hierarchien von Kdo-Behörden einen schlanken Fuß auf Kosten der unterstellten Bereiche gemacht und genau diese notwendige Lese- und Auswertezeit fehlt den Vorgesetzten im Einheitsbereich für weitaus wichtigere Aufgaben in der Kompanie.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   29. November 2017 - 15:32

    Da gibt’s im Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) viel Arbeit:
    Disinformation vs Misinformation: es gilt zu diskriminieren. Wobei die Folgen von Misinformation (the dissemination of false information, either knowingly or unknowingly) im Ergebnis der Disinformation (the dissemination of false information with the deliberate intend to deceive or mislead) nahe kommt.

    https://www.stratcomcoe.org/digital-hydra-security-implications-false-information-online

  • Stöber   |   29. November 2017 - 16:30

    @Georg:
    „Das ist DAS Grundübel der Bw-Administration und Hierarchie der letzten 20 Jahre. Damit werden ministerielle Papiere bis auf die Einheitsebene weitergereicht und der arme Chef muss dann für seinen Bereich herausfiltern, was für ihn von dem seitenlangen Inhalt wichtig ist und was er in seinem Bereich operationalisierbar umsetzen kann und muss.

    Hier haben sich ganze Hierarchien von Kdo-Behörden einen schlanken Fuß auf Kosten der unterstellten Bereiche gemacht und genau diese notwendige Lese- und Auswertezeit fehlt den Vorgesetzten im Einheitsbereich für weitaus wichtigere Aufgaben in der Kompanie.“

    Das geht auch noch übler!
    Bestimmte Leute im Kommando reagieren auf Anfragen ‚von oben‘ mit hektischer Betriebsamkeit und reichen dann Aufträge in den unterstellten Bereich herunter, die sie auf dem Weg völlig unsinnig aufblasen und zudem sinnentfremden.

    Mit Glück kann man noch den eigentlichen Auftrag aus dem LoNo-Verlauf rekonstruieren und bearbeiten (oder Nichtzuständigkeit feststellen). Das ist andernfalls „Stille Post“ für Stabsdiener…und das Ergebnis ähnlich unverständlich.

    Was sowas an Lesezeit und interner Beratung („Was wollen die eigentlich???“) kostet, ist nicht mehr feierlich. Eine komplexe Lage auf einen klaren Auftrag herunterzubrechen, wäre die Aufgabe. Getan wird häufig das Gegenteil!

  • POO   |   29. November 2017 - 16:38

    Danke für den MP3 Link – am besten künftig immer gleich so abspeichern :-)

    Was mir insbesondere als echter übergreifender Game-Changer auffällt, ist ein sehr interessanter Absatz von GL Leinhos zum Thema Führung:
    Zitat bei 10:30

    „Wir werden – und wir haben bereits – Mechanismen und Produkte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik, die unsere Strukturen und unsere Prozesse verändern werden. Ich spreche hier nur Kollaborationswerkzeuge an. D.h. die Technik wird dafür sorgen, daß wir auch strukturell uns auf Dauer anders aufstellen werden. Es werden so Fragestellungen kommen wie viele Führungsebenen brauchen wir, wie arbeiten wir in und zwischen den Führungsebenen, denn die Technik wird uns da andere Möglichkeiten eröffnen und sie eröffnet uns auch heute schon. … d.h. unsere Hierarchien weren sich auch durch die Technik und durch die Erwartungshaltung verlagern mit Momenten, die mehr in der Netzwerkorientierung liegen.“

    Zum einen erleben wir das heute schon an vielen Stellen sehr negativ, wenn „Divisionsbefehle bis an den Zugführer unbearbeitet weitergeleitet werden“. Dann stellt sich definitiv die Frage: brauchen wir die ganzen (teueren) Zwischenebenen eigentlich überhaupt noch – oder kann das BMVg einzelne Spezialisten-Trupps künftig direkt führen, weil es ja über Drohnen an Land und in der Luft den unmittelbaren „Blick ins Gelände“ in Echtzeit auch wirklich hat? Micromanagement als Prinzip – Fernsteuerung statt Auftragstaktik?
    Spannende Themen für die Innere Führung…

    Fazit für mich: wer nicht wirklich führt und umsetzt, sondern nur aus Bequemlichkeit „weiterleitet“, hat keine Zukunft – weniger und schlankere Stäbe, dafür wieder mehr Boots on the ground, on the ship, on the plane. Durch Digitalisierung mehr Kampfkraft, aber auch wieder mehr echte Soldaten ;-)

  • TomTom   |   29. November 2017 - 17:31

    @T.W.: Ich konnte mit OS X noch nie eine der von Ihnen eingestellten Dateien in Safari abspielen. Danke für die .mp3!

    [Das hätten Sie vielleicht eher sagen sollen… Firefox auf dem Mac ist dagegen kein Problem. T.W.]

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   29. November 2017 - 18:15

    @POO
    Das einfältige Durchstechen: „Divisionsbefehle bis an den Zugführer unbearbeitet weitergeleitet werden“, stellt kein Thema von „ganzen (teueren) Zwischenebenen“ dar.
    Und die Möglichkeit, dass „BMVg einzelne Spezialisten-Trupps“ (wohl eher FüH / EinsFüKdo) führt/beaufsichtigt, bestand schon immer, über Funk/Kabel. (Kommandounternehmen; schon 1977 war Helmut Schmid informiert/nahm Einfluss, was in Mogadischu ablief).
    Mit … hat der jeweils verantwortliche Führer natürlich nicht.

    Dies liegt nicht allein an Zweidimensionalität, sondern auch an eingeschränktem Winkel der auch mittels 360° Rundumfähigkeit nicht garantiert werden kann. Die Kamera gibt keinen erfühl- und erfahrbarem Eindruck von Boden, Temperatur, Umwelt, ZUSTAND der Truppe usw …!

    Überdenkbare Zwischenebenen sehe ich in so mancher Struktur im Stab- Liniensystem BMVg abwärts durchaus.
    In der Truppe (des Heeres) gilt es Bequemlichkeit, vorauseilendem Gehorsam, Angst (ja, auch Angst) bei/vor eigener Entscheidung in der Ausbildung und Erziehung vorzubeugen. In den Einheiten, an TrS, der OSH der FüAk ist Auftragstaktik nicht nur zu predigen sonder zu leben, was insbesondere und zuvorderst für die Taktikausbildung gilt.
    „Spannende Themen für die Innere Führung…“ auch!
    Spannende Aufträge für die Ausbildung und praktizierte (Innere) Führung in Einh und Verb. Ebenso spannend aber die Eigendisziplinierung der Führer ab Großverbandsebene, des Unterlassens eklatanter Führungsfehler im Stil „Hubschraubereltern“ und gelebtem Vertrauen in Unterstellte.
    Nicht ganz nebenbei, dies Thema war schon ab 1997 en vogue, nachdem erste Rechner zulflossen. Meist lief es aber bestens ab.

  • WarAuchDabei   |   29. November 2017 - 20:19

    @Pirat77
    Beauftragt die UN unsere Transalls inzwischen wieder? Nachdem die MINUSMA-Truppen von den Transall nach Mali geschafft waren, hat die UN mit Allem transportiert (LKW, ziviler ukrainischer Lufttransport) und die Transall nur verwendet, wenn die Geldausgabe an Deutschland wegen Dringlichkeit, Form oder Gewicht unausweichlich war.

  • Koffer   |   29. November 2017 - 20:30

    @Georg | 29. November 2017 – 15:30
    „Anderes Beispiel: Mit SAP können nur noch die Disziplinarvorgesetzten eine Beurteilung in den Computer eingeben. Früher hat der Chef den Entwurf geschrieben und die Schreibkraft hat die Tipparbeit am Computer erledigt.“

    Ich bin inhaltlich bei Ihnen!

    Nur das Beispiel ist falsch gewählt! SAP sieht ausdrücklich eine Delegierungsfunktion vor. Nur haben die allermeisten Btl und nahezu alle Kp ja heutzutage gar keine Schreibkräfte mehr… Von daher bringt die Funktion an sich nichts, man kann zwar an den KpFw oder den PersFw delegieren, aber die haben ja auch selbst genug zu tun!

  • Klauspeterkaikowsky   |   30. November 2017 - 13:46

    @gebauerspon
    German frgn policy lawmaker Norbert Röttgen proposes an integrated European military corps of only a few countries to start the process building a EU army #MSCdefence
    Wer da wohl zu Beginn mitmachen will?

  • Askriptor   |   30. November 2017 - 15:59

    Hallo, erster Kommentar hier. SiPo-Interessierter ohne mil. Fachkenntnisse.

    Zum Beitrag von Herrn Vollmer:

    Laut seiner „Idee des Gefechts“ sollen drei einsatzbereite Divisionen aufgestellt werden, wovon wiederum eine bis 2027 „aufgefüllt“ sein soll.

    Verstehe ich es richtig, dass es ca. 12 Jahre erfordert (Wales war im September 2014) eine Division „aufzufüllen“? Das glaubt doch kein Mensch!

    Glaubt man denn wirklich, die Welt würde sich in den verbleibenden 10 Jahren bzw. 2,5 Legislaturperioden nicht weiterdrehen? So blöd kann doch niemand sein!

    Und die beiden verbleibenden Divisionen sollen dann 2051 aufgefüllt sein, oder wie? Was hat denn eine solche Planung mit der Anpassung an ein verändertes Sicherheitsumfeld gemein? Kurz- bis mittelfristig überhaupt nichts!

    Oder nimmt man es mit den „digitalisierten Divisionen“ etwas zu genau…?

    Beruhigend jedenfalls, dass man die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Eskalation offenbar so gering einschätzt. Da frage ich mich nur: worum geht es dann wirklich?

    Werden hier unter dem Deckmantel der NATO und der vorgehaltenen Begründung einer Bedrohung von Ost die ganz tatsächlichen Voraussetzungen einer eigenständigen europäischen Verteidigungsfähigkeit geschaffen? Die wäre jedenfalls nicht zu haben ohne massive materielle und organisatorische Aufrüstung auf dem Kontinent, da kommt die „Bedrohung“ doch ganz gelegen.

    Ich würde wirklich gerne verstehen was es mit dieser Planung auf sich hat.

  • Memoria   |   01. Dezember 2017 - 8:01

    @Askriptor:
    Die langen Zeiträume sind einer Vielzahl von Verfahrensschritten (Konzeption, Bedarfsermittlung, Planung, Haushaltsanmeldung, Ausschreibung, Vertragsschluss, Lieferung, Nutzung) geschuldet.

    Im Ergebnis bleibt natürlich die Frage, wie es denn wäre, wenn es wirklich dringend wäre.

    Die anhaltenden Probleme bei der Einsatzbereitschaft vorhandener Systeme zeigen, dass es oft an ausreichendem Willen fehlt. Auf mehreren Ebenen.

    Prozesse allein lösen eben keine Probleme.

  • Elahan   |   01. Dezember 2017 - 9:59

    @Askriptor

    „Werden hier unter dem Deckmantel der NATO und der vorgehaltenen Begründung einer Bedrohung von Ost die ganz tatsächlichen Voraussetzungen einer eigenständigen europäischen Verteidigungsfähigkeit geschaffen?“

    Die Lesart ist, die NATO macht defence und EU protect. Wenn die EU -Staaten nicht im europäischen Rahmen protect können, wie sollten sie dann im NATO Rahmen defence beherrschen und was ist, wenn die USA mal ausfällt? So etwas kann ja in den nächsten 30 Jahren mal geschehen (warum auch immer).

  • Thomas Melber   |   01. Dezember 2017 - 12:18

    @KPK
    Es gibt schon so etwas wie ein … EuroCorps (als HQ, neben vielen anderen HQ der NATO) … Es fehlen eben unterstellte TrT, die D/F Brigade wurde ja dem EC „weggenommen“.

    Das MNHQ in Ulm ist „EU assigniert“.

  • Nick von Stra   |   01. Dezember 2017 - 13:50

    Bei diesem Frasengedräsche hat man doch keine Fragen mehr.
    Die Welt hat sich verändert. NEIN, das hat sie nicht, schon immer haben nationen Krieg geführt. Warum die Politik allerdings glaubte, dass mit dem Mauerfall auch der Weltfrieden ausgebrochen ist und warum die Generalität der letzten Jahre nicht ihrer Pflicht nachgekommen ist, eine Wehrfähigkeit zu erhalten ist mir schleierhaft.

    Ohne ein neues Jena und Auerstätt wird es wohl keine Änderung geben.
    Dann gucken wir uns ersteinmal alle traurig an, zumindest die die dann noch leben und dann geht es vielleicht vorwärts.

    Um GL Vollmer aus der Vergangenheit zu zitieren: „Es kommt jetzt darauf an, die richtigen Schlüsse zu ziehen.“ Herr General, ja was denn sonst???

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   01. Dezember 2017 - 16:56

    Jährliche NATO Cyber Übung. ohne Resonanz Bw-seitig?
    „NATO Cyber Coalition 2017“
    Ziel, für alle Arten von Bedrohungen, auch im Bereich Cyber abwehrbereit stehen.
    Auf NLD: https://www.defensie.nl/actueel/nieuws/2017/12/01/oefenen-op-het-scherp-van-de-digitale-snede

    Abwehr und Gegenmaßnahmen bei Cyberangriffen: infizierten Servern und infiltrierten Radarsysteme waren Übungsinhalte unter Einbeziehung industrieller Partner.
    Insgesamt war es der fünfte Durchgang dieser Übungsserie, mit Beteiligung Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR)?

    Durchführung in Verantwortung des „Defensie Cyber Expertise Centrum“ in Soesterberg/Amersfoort sowie dem „Defensie Cyber Commando“ in Den Haag, Leitung lag beim „Cyber Range“.

    [Nein. Das da oben bezieht sich nur auf den niederländischen Teil der NATO-Übung, und die NATO ist ein bisschen größer als die Niederlande.

    Zu der Übung in diesen Tagen in Estland:

    http://shape.nato.int/news-archive/2017/nato-exercise-cyber-coalition-17-underway-in-estonia

    … und zur Beteiligung der Bundeswehr:

    https://www.bmvg.de/de/aktuelles/cyber-abwehr-trainieren—cyber-coalition-en-2017-20162

    T.W.]

  • Memoria   |   09. Dezember 2017 - 5:38

    @T.W. :
    Nach einem SPIEGEL-Bericht gab es bei vorbereitenden Übungen zur VJTF 2019 zu erheblichen Problemen (Tickermeldung unter „Bundeswehr unvorbereitet für „Nato-Speerspitze“ „). Die Probleme mit der Verfügbarkeit von Großgerät waren so umfassend, dass die geplante Zertifizierung nicht erfolgte. Ab Januar 2018 ist bereits die Stand-up-phase.

    Besenstil 2.0.

    [Hm, kann diese Meldung weder im gedruckten Spiegel noch online finden? T.W.]

  • Elahan   |   09. Dezember 2017 - 14:55

    @Memoria

    Warum bei der Bundeswehr soviel kaputt ist (ntv)

    Die Materiallage verschlechtert sich in einigen Bereichen noch weiter, weil wir noch immer Personal, selbst in Lfz-T abbauen, Fähigkeiten aufgeben, Ausbildungswerkstätten und Verbände schließen.

    Man will nicht verstehen, dass auch die ziv Partner Personalprobleme bekommen und Bereichen welche keinen übermäßigen (+10%) Gewinn bringen nicht interessant sind.

    Mili Log und Betreuung von Personal kann eben nicht immer gewinnbringend organisiert werden, Militär kostet Geld.

  • Memoria   |   11. Dezember 2017 - 18:31

    @T.W.:
    Im SPIEGEL 50/2017, S. 24, oben links, findet sich beinah wortgleich der Bericht.

    Wenn man schaut welche Wallungen es bei der IVJTF gab medial wenig dazu los. Abgesehen von der dts-Meldung.

    Der Abbruch einer Zertifizierung im GÜZ zeigt wohl wie gravierend die Probleme selbst bei Leo und Marder sind.

    Trotz Agenda Rüstung.

    Ein echter Tiefpunkt mit bündnispiltischen Schäden, da streng genommen Deutschland in der Stand-up-phase nicht gewährleisten kann.

    @Elahan:
    Richtig. Man glaubt immernoch mit der falschen Medizin die Probleme lösen zu können.

    [Habe die Meldung dann auch gefunden, gedruckt jedenfalls. Ist vorgemerkt, da wird es im kommenden Jahr sicher noch weitere Entwicklungen geben… T.W.]

  • Memoria   |   11. Dezember 2017 - 21:39

    @T.W.:
    Wundere mich auch warum der Bericht nicht wenigstens heute online verfügbar war.

    Ist ja eigentlich die Krönung von 4 Jahren vdL.
    Auch der InspH war ja auf obiger Konferenz noch sehr zuversichtlich.

    Ich sehe auch im kommenden Jahr hier nur eine Fortentwicklung. In einem Jahr wird man dann erneut feststellen, dass man zu wenig Ersatzteile hat. Und wieder wird nicht gefragt, ob diese überhaupt bestellt wurden.