Zu heiß in Mali: Niederlande sperren Munition im UN-Einsatz

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Angesichts der Sicherheitsprobleme wegen der hohen Temperaturen haben die Niederlande einen Teil ihrer Munitionsvorräte im UN-Einsatz in Mali gesperrt. Verteidigungsminister Klaas Dijkhoff und Außenminister Bert Koenders informierten das Parlament am (heutigen) Montag über diesen Schritt, wie mehrere niederländische Medien berichteten. Die Vorsichtsmaßnahme ist auch Folge eines Unfalls mit Mörsermunition im vergangenen Jahr, bei dem zwei niederländische Soldaten in dem westafrikanischen Land ums Leben kamen und der zum Rücktritt von Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert geführt hatte.

Betroffen von der Sperrung sind insbesondere Anti-Panzer-Munition sowie Rauchgranaten, berichtete das NRC Handelsblad:

Den niederländischen Streitkräften in Mali wurde das Schießen auf mehrere Waffen verboten, die sich nach Inspektionen als untauglich erwiesen. Das Verteidigungsministerium hat dazu ein Schreiben an das Parlament gerichtet. Dies sind Mörser, Panzerabwehrwaffen und Rauchgranaten, die in Mali verwendet werden. Die LAW Panzerabwehrwaffe , die von der Schulter abgefeuert wird, sollte vorerst nicht verwendet werden. Diese Waffen- und Rauchgranaten können im Einsatzgebiet unter hohen Temperaturen leiden. Früher waren 60mm-Mörser nicht sicher, weil sie in einem Container mit Temperaturen bis zu 63 Grad Celsius gelagert wurden, während die Munition nicht mehr als 50 Grad ausgesetzt werden konnte.

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„Keine gesicherten Erkenntnisse“ für kurdischen Einsatz deutscher Waffen gegen Irakis (Nachtrag: BPK)

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Das Bundesverteidigungsministerium hat bislang keine gesicherten Erkenntnisse dafür, das kurdische Peshmerga-Kämpfer von Deutschland gelieferte Waffen in Auseinandersetzungen mit der irakischen Zentralregierung eingesetzt hätten. Medienberichte über irakische Soldaten, die mit diesen deutschen Waffen getötet worden sein sollen, hätten sich bei den bisherigen Nachforschungen nicht bestätigt, sagte Ministeriumssprecher Jens Flosdorff am (heutigen) Montag vor der Bundespressekonferenz. weiterlesen