Merkposten: Luftwaffe fragt nach Daten von F-15 und F/A-18

Fürs Archiv (damit die Meldung aus der vergangenen Woche nicht untergeht): Die Luftwaffe und das deutsche Verteidigungsministerium haben an das US-Militär eine Anfrage nach den geheimen (Leistungs)Daten der US-Kampfflugzeuge F-15 und F/A-18E/F gestellt. Die Bundeswehr wolle sich damit weitere Informationen für eine Marktübersicht für einen möglichen Nachfolger des Kampfflugzeuges Tornado verschaffen, berichtete Reuters am vergangenen Freitag:

Germany has asked the U.S. military for classified data on two Boeing fighter jets as it looks to replace its ageing Tornado warplanes from 2025, giving a boost to the U.S. company locked in a trade dispute with Canada and Britain.
A letter sent by the German defence ministry’s planning division, reviewed by Reuters, said it had identified Boeing’s F-15 and F/A-18E/F fighters as potential candidates to replace the Tornado jets, which entered service in 1981. weiterlesen

Landungsboot Schlei: Noch im Dienst und schon abgewrackt

Die Deutsche Marine hatte einst 22 Landungsboote der Barbe-Klasse, die Mitte der 1960-er Jahre gebaut wurden – und jetzt plötzlich nur noch eines: Eines der beiden letzten verbliebenen Boote sollte in einer Kieler Werft instandgesetzt werden. Doch bei den Reparaturarbeiten stellte sich heraus, dass die Schlei nicht mehr mit vertretbarem Aufwand gerettet werden kann: Das Boot wurde ungeplant vorzeitig abgewrackt, noch vor seiner offiziellen Außerdienststellung.

Ein Sprecher des Marinekommandos in Rostock bestätigte einen entsprechenden Bericht des Kollegen Frank Behling von den Kieler Nachrichten (aus bekannten Gründen kein Link). Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen sei die Entscheidung für eine vorzeitige Beendigung der Instandsetzungsmaßnahmen gefallen. weiterlesen

Bundeswehr-Stärke im August 2017: Ziel wieder knapp verfehlt

Nein, das ist kein Schreibfehler in der Überschrift. Erst am (heutigen) 2. Oktober, so spät wie nie und erstmals nicht im Folgemonat, hat die Bundeswehr die Zahlen zu ihrer militärischen Personalstärke im August 2017 veröffentlicht. Das mag vielleicht damit zu tun haben, dass erneut ein wichtiger Meilenstein verfehlt wurde, wenn auch nur knapp: Nach wie vor sind in der Truppe nicht ganz die angestrebten 170.000 Zeit- und Berufssoldaten aktiv. Diese Zahl hatte als Teil der Trendwende Personal eigentlich schon Ende vergangenen Jahres erreicht werden sollen und war dann für Sommer dieses Jahres angepeilt worden.

Nach den Zahlen, die die Bundeswehr unter dem immer gleichen Link  veröffentlichte, gab es zum Stichtag 31. August 178.641 aktive Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr – geringfügig weniger als die 178.823 Ende Juli. Unter ihnen waren 169.993 Berufs- und Zeitsoldaten, knapp mehr als die 169.856 Berufs- und Zeitsoldaten im Monat zuvor. Angesichts der Tatsache, dass die Bundeswehr bereits für Juli gemeldet hatte, zwischenzeitlich die Schwelle von 170.000 überschritten zu haben (wenn auch ohne nähere Dokumentation für die Öffentlichkeit), scheint es nach wie vor schwierig bis nicht möglich, diese Grenze dauerhaft zu überwinden.

Die Statistik für August:

178.641 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt: weiterlesen