Urlaubsende. (Und erster Blick auf das, was war)

Mein Urlaub ist vorbei, und entgegen manchen Befürchtungen ist nichts wirklich Schlimmes passiert. Oder doch, und ich hab’s nur übersehen?

Eine bunte Mischung von Ereignissen/Informationen, die mir auch während des Urlaubs so nebenbei aufgefallen sind oder die ich heute nachgelesen habe:

• Das russisch/weißrussische Manöver Zapad 2017: Dazu gibt es aus NATO-Sicht weiterhin Die Äußerung von Bedenken (zum Beispiel hier vom Vorsitzenden des Militärausschusses, dem Tschechen Petr Pavel,  in einem AP-Interview; oder vom Center for Strategic & International Studies), aber vergleichsweise wenig Informationen über die Übung selbst. Von russischer Seite sieht das natürlich anders aus, da gibt es auf der englischen Seite des Verteidigungsministeriums in Moskau einiges (zum Beispiel hier und hier und hier und hier und hier). Aber richtig interessant wird erst die (westliche) Auswertung dieser Großübung.• Dabei sollte man auch nicht die Planungen/Übungen auf NATO-Seite aus dem Auge verlieren. Ich habe ja ein bisschen das Gefühl, dass im Bericht des Heeres über dessen Führungsübung 2017* die wirklich interessanten Dinge nicht in der öffentlichen Fassung drinstehen. Aber was die deutsche Beteiligung an der NATO-Speerspitze, der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) in den nächsten Jahren angeht, sollte man da demnächst noch mal genauer hinschauen.

• Stichwort NATO-Militärausschuss: Auf den Tschechen Pavel wird, voraussichtlich im kommenden Jahr, der britische Air Chief Marshal Sir Stuart Peach als neuer Vorsitzender folgen. Er wurde von den Chiefs of Defense der Allianz, die ja den Militärausschuss bilden, bei der Sitzung in der vergangenen Woche in Albanien (ja, die sind NATO-Mitglied) gewählt. Aus den Niederlanden ist zu hören, dass deren Kandidat Tom Middendorp nicht die nötige Mehrheit erhielt (ob die Deutschen diesmal überhaupt an diesem Posten Interesse hatten, habe ich bislang noch nicht geprüft).

• A400M: Dass einer dieser Transportflieger der Luftwaffe in der vergangenen Woche auf dem Weg zu einer Hilfsaktion nach dem Hurrikan Irma in der Karibik erst mal auf den Azoren liegen blieb, hat eine gewisse Aufmerksamkeit erregt. Dass die Luftwaffe dann aber doch zwei dieser Maschinen in die Karibik brachte und Hilfseinsätze flog, ging dagegen ein wenig unter. Hier der Bericht der Luftwaffe dazu.*

• Und noch was von der Luftwaffe – diesmal zum Einsatz von der jordanischen Luftwaffenbasis Al Azraq aus: Bundeswehr befürchtet geheime Lauschangriffe auf Soldaten, meldete eine Zeitschrift am vergangenen Wochenende. Ich habe mal nachgefragt: Es ist wieder eine im Prinzip ja, aber-Geschichte. Also: Für die interne Camp/Flugplatzorganisation wollte die Bundeswehr, wie in den Camps in anderen Auslandseinsätzen auch, das Tetrapol-System benutzen, ein Bündelfunksystem für den Flugplatz und die Umgebung. Das lehnten die Jordanier mit der Begründung ab, die vorgesehenen Frequenzen würden von ihnen für andere Funkdienste gebraucht. Das kann man nun glauben oder nicht und Abhör-Absichten unterstellen – allerdings: Da geht es um die interne Organisation, nicht um wirklich geheime militärische Dinge wie den Kontakt mit den deutschen Flugzeugen oder die Daten-Anbindung nach Deutschland.

• Für die Marine-Interessierten der Hinweis: Die Briten haben sich entschieden, ihre Harpoon-Seezielflugkörper doch nicht auszumustern, sondern bis mindestens 2020 im Dienst zu halten, berichtet der Informationsdienst Jane’s. Damit vermeidet die Royal Navy eine absehbare Fähigkeitslücke vor der Beschaffung/Indienststellung eines Nachfolgesystems.

• Und das noch am Rande: Natürlich lagern in Deutschand Atomwaffen unter amerikanischer Kontrolle, das ist doch kein Geheimnis, sagt Außenminister Sigmar Gabriel im Interview von Jung&Naiv.

Hab‘ ich was Wesentliches übersehen? Ich hoffe nicht.

*Im Hinblick auf eine absehbare Umstellung der Bundeswehr-Webseiten, nach der diese Links nicht mehr funktionieren werden, die Seiten als pdf-Datei:
20170915_A400M_St_Martin
20170911_Heer_Fuehrungsuebung_2017

 

 

35 Kommentare zu „Urlaubsende. (Und erster Blick auf das, was war)“

  • obibiber   |   18. September 2017 - 12:00

    noch ein paar kleine interessante Punkte u.a. von Hartpunkt.de

    das 2. Los K130 wurde endgültig beauftragt. Kosten knapp 2 Mrd € … interessant finde ich dass neue TRS-4D Radare (analog F125) verbaut werden sollen… erfolgt hier dann auch eine Nachrüstung für das 1. Los?

    Integration GBU48 in dt. Eurofighter schreitet voran (Zertifizierung) und Brimstone ist angedacht

    Thema Digitalisierung Gefechtsführung im Heer vs neue HeeresInfrastruktur (3 einsatzbereite Divisionen mit 10 Brigaden bis 2032) … inkl Rotationsprinzip analog Marine Schiffe Werfliegezeit für Neuausstattung + Training auf Brigadeebene!!

  • Dante   |   18. September 2017 - 12:44

    Nunja, anscheinend bessert sich die Lage des A400 langsam. Die Aussage „Die Probleme waren durch Warnmeldungen aufgefallen, wenig später fanden die Techniker Metallspäne in den Tanks des A400M, diese hätten beim Flug Schäden anrichten können. Mittlerweile ist der Defekt behoben.“ Die Aussage zum liegengebliebenen Flieger ist zumindest interessant. Metallspäne im Tank, Defekt behoben. Hört sich irgendwie nach lapalie an. Eigendlich sind späne egal wo doch eigendlich was ernstes.

  • Bürger   |   18. September 2017 - 13:04

    Wen hinsichtlich Sapad interessiert, welche Truppenteile wann/wo/was geübt haben, dem sei auch folgender Blog ans Herz gelegt:

    https://russianmilitaryanalysis.wordpress.com/

  • Alex   |   18. September 2017 - 14:33

    Offenbar war auch ein Britischer A400-M auf Hilfsmission, den man auf Twitter hinter Boris Johnson sehen konnte.

    Auch interessant ist die massive Modernisierung der Russen tausender Panzer auf die Stände T-72B3, T-80BV, T-90MS, anstatt den Armata massenhaft zu produzieren.

    [wg. A400M: Sowohl die Briten als auch die Franzosen haben diese Maschine in den Hurrikan-Hilfseinsatz geschickt.

    T.W.]

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   18. September 2017 - 14:57

    Zur Frage „Wesentliches übersehen“, aus nationaler Sicht keineswegs; jedoch hat in DEU medialer Wahrnehmung der Kriegsschauplatz IRAK-SYRIEN an Aufmerksamkeit eingebüßt.
    Inzwischen hat sich die Zusammenarbeit RUS_TUR_IRN in Übereinkünften zu Waffenstillstandszonen verfestigt und die Stellung Assads ist deutlich stabilisiert; die USA wurden zu tri-national vereinbarten Waffenstillstandszonen nicht dazu befragt, waren an den Verhandlungen allerdings „beteiligt“.

    Die syrische Armee (SAA) hat die Ölfelder im Südosten von DEIR EZ-ZOR unter ihre Kontrolle gebracht. Um die Eroberung der Öl-Felder hatte es ein Wettlauf zwischen der SAA und der US-gestützen SDF gegeben. Neben der militärischen stabilisiert sich damit mittelfristig auch die ökonomische Lage des Regimes. – Dunford hat sich in Washington Post zur erforderlichen Zusammenarbeit mit RUS Lw im Raum DEIR EZ-ZOR geäußert.
    Aktuell konzentriert sich das Geschehen auch tatsächlich im Raum DEIR EZ-ZOR am mittleren Euphrat mit der erstarkten SYR Regierungsarmee (SAA) an vorderster Front, backup durch RUS Lw.
    Obwohl in deutlicher Entfernung vom kurdischen Kerngebiet (ca 100 km) südlich der Grenze zur Türkei, stellen die Kurden die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe, nach sunnitischen Arabern.
    – Die syrische Regierungsarmee hat heute den Euphrat im Nordwesten von Deir ez-Zor überwunden und mit dem Durchkämmen der nördlichen Vororte der Stadt begonnen.
    – schon gestern haben syrische Regierungstruppene die wichtigste Versorgungsroute von Daesh in die Stadt hinein unterbrochen sowie und den südöstlichen Vorort al-Dschafra genommen.

    Das oberste IRK Gericht hat heute das geplante Referendum in kurdischen Teil des Iraks zur Deklarierung der Selbständigkeit untersagt. Abzuwarten bleibt, ob die Kurden mit Barsani sich verfassungskonform verhalten.
    https://www.freenet.de/nachrichten/politik/oberstes-gericht-im-irak-ordnet-aussetzung-von-kurdenreferendum-an_6280180_4702788.html
    Selbst UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte vor der Durchführung des geplanten Volksentscheides.

  • closius   |   18. September 2017 - 15:15

    Der Besuch der Bundestagsabgeordneten in der Türkei bei den AWACS Einheiten fehlt in der Zusammenfassung was war(Allerdings hatten sie vor ihrem Urlaub noch darauf hingewiesen).

    @obibiber: Woher haben sie die angebliche Zahl von 10 Brigaden?? Bisher habe ich nur von zusätzlichen Bataillonen gelesen oder den 3 Divisionen gelesen, aber keine Angabe über 10 Brigaden, denn dann müssten mindestens 2 Brigaden neu aufgestellt werden, mit der Frage, woher soll das Personal für 2 neue Brigaden herkommen. Denn im Moment hat die BW nur 6 mechanisierten Brigaden, eine Luftlandebrigade und die Dt.-Fr. Brigade, wenn diese bei den 10 mitgezählt werden sollte.

  • Bürger   |   18. September 2017 - 15:19

    Ach, das Wichtigste habe ich ganz vergessen: Willkommen zurück, Herr Wiegold.

  • Hubi   |   18. September 2017 - 15:23

    Interessant auch die PM vom PIZ Lw, wonach zwei A400M in der Karibik im Einsatz sind, ohne ein Wort über den vorherigen technischen Defekt zu verlieren, den man auch nicht überbewerten sollte. Immerhin, sie fliegen.

  • obibiber   |   18. September 2017 - 15:39

    @closius: schon an mehreren stellen gelesen…
    u.a. bei Hartpunkt.de zum Thema Digitalisierung im Heer:
    „Für das Jahr 2032 plant die Bundeswehr mit drei voll ausgestatteten Divisionen und zehn Brigaden. “

    @sonstige Themen: bei der Auswahl eines neuen SPZ in CZ sind 2 von 4 in der Endauswahl deutsche Produkte (Lynx+Uma) … vllt setzen sich die dt. ja durch im Zusammenhang mit einer gemeinsamen D-CZ Brigade… dann könnte D auch nochmal 200 neue bestellen… als Ersatz Marder

    @A400M: dann waren ja mindestens 4-5 Maschinen gleichzeitig im EInsatz… wohl auch eine Premiere für diesen Typ

    p.s.: ja…@TW: welcome back

  • csThor   |   18. September 2017 - 15:49

    @obibiber: Woher haben sie die angebliche Zahl von 10 Brigaden??

    Die Stiftung Wissenschaft und Politik hat Ende letzter Woche ein Papier zum sogenannten „Bühler-Papier“ vom Frühjahr diesen Jahres herausgebracht und u.a. die beiden angeblich genannten Zahlen „8 Bataiilone“ und „10 Bataillone“ mal unter die Lupe genommen. Ist zwar wieder die übliche Kaffeesatzleserei gemixt mit der SWP-eigenen Lobhudelei an die Politik (als wäre das Bühler-Papier mehr als eine Denkschrift und schon politischer Konsens) aber ein paar interessante Dinge werden schon mit angesprochen.

    https://www.swp-berlin.org/publikation/ambitionierte-rahmennation-deutschland-in-der-nato/

  • el p   |   18. September 2017 - 16:15

    Sie sollten viel öfter solche Kurzmitteilungen rausgeben. Liest sich kurzweilig und fast schön das Geschehene zusammen. Gerade für die, die nicht immer die Zeit und die Muse haben so tief ins Geschehen abzutauchen, wie es Ihre Arbeit manchmal ermöglicht.
    Herzlichen Dank und Willkommen zurück!

  • schlawa   |   18. September 2017 - 19:28

    Was ich noch „interessant“ fand:

    Wencke Sarrach (manche werden sich daran erinnern) die es gewagt hatte einen offenen Brief an die Verteidigungsministerin zu schreiben wurde nun mitgeteilt das ihre Dienste als Reservistin nicht mehr benötigt wurden, und hat dagegen Klage eingereicht.

    Mehr dazu kann man in der Welt unter „Kritische Staatsbürger unerwüscht ?“ finden.

    ps. Schön das es hier weitergeht, hoffe der Urlaub war erholsam.

  • Interessierter Mitleser   |   18. September 2017 - 21:17

    Ich habe die tägliche Lektüre auf Ihrem Blog wirklich vermisst, Herr Wiegold! In diesem Sinne auch von mir ein herzliches Willkommen zurück!

    Außerdem ein kurzer Hinweis in die Runde: Der Internetauftritt des Cicero hat heute einen Beitrag von Brigadegeneral a. D. Erich Vad zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Wahlkampf (bzw. dem Fehlen eben jener) veröffentlicht. Der Beitrag ist unter dem Titel „Warum Sicherheit und Verteidigung eine größere Rolle spielen sollten“ zu finden.

  • closius   |   18. September 2017 - 21:27

    Es fehlte noch der 2. Workshop der BW vom 11/12.09.17 zum neuen Traditionserlaß mit dem Thema, welche Traditionen die BW benötigt.

    @csThor: Im SWP-Artikel geht es um die 8 heutigen bzw ggf. zukünftig 10 Brigaden des Heeres und nicht um 8 oder 10 Bataillone.

    Gerde die Forderung nach entschlossener deutscher Führung in dem Artikel könnte umsonst sein, da unsere Verteidigungsministerin eben gerne neue mulitinationale Einheiten auf den Papier schafft. Ob diese dann funktionieren oder entsprechend ausgerüstet werden, interessiert dagegen in Deutschland wenig.

  • Mitleser   |   18. September 2017 - 21:27

    Willkommen zurück, Herr Wiegold!

    @Alex | 18. September 2017 – 14:33

    Massenproduktion des Armata:

    Der Armata hat motorseitig Kinderkrankheiten wie weiland der T-64. Der T-64 hatte eine damals neuartige sher kompakte Antriebsanlage. Beim Armata ist es ebenso. Der Motor in X-Form benötigt 2 Abgasstränge. Außerdem hat er eine Gasturbine zur Stromversorgung im Stand, womit 3 Abgasstränge durch den Motorraum laufen. Beide brauchen eine Luftzufuht zur Verbrennung, ein Kühlsystem, das auch Außenluft braucht, dazu die üblichen Nebenaggregate, Getriebe, Lenkgetriebe etc. pp. Das Gesamtpaket ist also sehr komplex – und die Anlage muß natürlich wie jedes Triebwerk auch im Routinebetrieb regelmäßig kontrolliert und gewartet werden, auch unter Feldbedingungen. Jetzt kommen die Probleme: Wie kommt man an alle Kontrollpunkte und Einfüllstutzen für Betriebsstoffe heran? Die Luftfilter müssen regelmäßig durchgeblasen werden, um reibungslos zu funktionieren. Wohin mit all den Triebwerksteilen, die man ausbauen muß (ist ja alles dicht an dicht im Motorraum), um die Wartung durchzuführen? Wie kann man im Feld ohne Werkstatthilfe unter den beengten Verhältnissen im Motorraum routinewartungen und kleine Reparaturen durchführen?
    Technisch ist das Triebwerkspaket wohl funktionsfähig, aber der Teufel sitzt im Detail des Alltagsbetriebs. Das ist aber erst jetzt richtig aufgefallen, wo der Armata im Truppenversuch läuft, also im Alltagsbetrieb statt in der Erprobung mit deren technischer Basis drumherum…
    Das Problem bzw. die Probleme werden erkannt, die Lösung zu finden braucht seine Zeit. Und dann ist da noch die Ökonomie – Armatas müssen komplett neu produziert werden. T-72, T-80 und T-90 sind vorhanden und bezahlt und bekommen Upgrades nur an Komponenten.

    BTW, NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Sputnik News ein Exklusivinterview gegeben, in dem er unter anderem erklärt (oder es versucht), warum Nordkorea auch eine NATO-Angelegenheit sei.

    https://sputniknews.com/military/201709141057382125-nato-stoltenberg-interview-russia-north-korea-ukraine-donbass/

  • Resof   |   18. September 2017 - 21:28

    Am 13.09. ist ein Eurofighter Typhoon der RSAF im Jemen während einer Combat Mission (CAS) in einen Berg geflogen. Leider gibt es bisher sehr wenig Informationen darüber.

  • Voodoo   |   19. September 2017 - 10:49

    Zur Neubeschaffung Nachfolgemuster G36:

    Am 06.09.17 wurden „geeignete Firmen“ zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert, gleichzeitig wurde diesen die Leistungsbeschreibung übersandt.

    [Will ich auch noch gesondert aufgreifen, wenn es über die recht dürren Angaben hinaus etwas mehr Info geben sollte… T.W.]

  • Dante   |   19. September 2017 - 11:31

    @TW es giebt auch noch ne andere dürre Angabe zu einem anderen Thema. MTU übernimmt die Fertigung für Triebwerksteile für den ch 53 K. Bauteil T 408. Somit dürfte der Entscheidungsprozess für den neuen HTH eigendlich entschieden sein. Es solle eigendlich auch schon vor Monaten eine offizielle entscheidung bekanntgegeben worden sein.

    [Das war nach meiner Erinnerung schon länger absehbar und dürfte deshalb keine Vorentscheidung für die deutsche Beschaffung bedeuten. T.W.]

  • Klauspeterkaikowsky   |   19. September 2017 - 15:40

    Zapad
    Kampfhubschrauber des Typs Ka-52 feuert in Tribüne.
    (Mehrere Medien)

    [Russisches Verteidigungsministerium: Nicht Zapad. Eine Tribüne ist übrigens auf keinem der verbreiteten Videos zu sehen.

    https://www.rt.com/news/403780-zapad-helicopter-error-strike/

    T.W.]

  • tt.kreischwurst   |   19. September 2017 - 16:23

    @KPK und TW:

    Der Guardian berichtet unter Berufung auf russische Medienberichte und hat auch ein Video:

    https://www.theguardian.com/world/2017/sep/19/russian-helicopter-accidentally-fires-rocket-onlookers-zapad-war-games

  • Klauspeterkaikowsky   |   19. September 2017 - 18:58

    In der Hoffnung auf gnädiges Wohlwollen:
    2%-Ziel auf Niederländisch.
    8,4 Mrd € im VgHaushalt, = 1,10% vom errechneten BiP, = Senkung um 0,1%.
    Heute in der Thronrede bekanntgegeben.
    Für DEU – NLD Zusammenarbeit keine guten Voraussetzungen.
    PS:
    Parlamentswahlen waren am 15.03.17, neue Regierung – Fehlanzeige. Regt dort aber kaum jemanden auf.

    [Es geht nicht um gnädiges Wohlwollen, aber ich greife schon ein, wenn es einfach um alles und jedes hier gehen soll… T.W.]

  • Fux   |   19. September 2017 - 20:46

    Die „Generalsflüge“ mit der Flugbereitschaft, welche am letzten Donnerstag insbesondere in den Publikationen der Funke Mediengruppe auftauchten und dann auch von weiteren überregionalen Zeitungen und Portalen übernommen wurden, fehlen noch in der „was passierte“-Auflistung.

    [Ja, habe ich mitbekommen, fand das aber bisschen hochgehyped… T.W.]

  • closius   |   19. September 2017 - 21:56

    Die Fortsetzung der Sommerreise der Ministerin fehlt noch. Am 18.09. war die Ministerin in Neuburg beim ehemaligen Mölders-Geschwader.

    Interessant finde ich das Foto, wo die Ministerin sich mal vor einer Rakete fotografieren lies. Hat man da beim Pressstab nicht aufgepasst, da es bisher hieß, die Ministerin lässt sich nicht gerne vor Waffen fotografieren?

    Auch die Themen scheine interessant gewesen zu sein, welche sie mit den Soldaten diskutiert hat. Leider geht sie auf die schönen Themen in der Erklärung vor Ort nicht ein. Aber sie soll mit den Soldaten über die Neubewertung des Tradtionserlasses, die besondere Altersgrenze, die schnellere Kampfwertsteigerung des EF und die die nach Aussetzung der Wehrpflicht drohende Entfremdung großer Teile der Bevölkerung von der Truppe diskutiert haben.

    Diese Diskussion hätte ich gerne gehört, ob da von der Ministerin mehr als nur Floskeln gekommen sind.

  • 0815   |   20. September 2017 - 9:54

    ZAPAD 2017

    Lesenswert ist der Artikel in der Zeit online : „Liebe Nato, entspann doch mal“

  • Memoria   |   20. September 2017 - 13:48

    Beim NATO-Militärausschuss wurde auch besprochen, dass die Beiträge der Mitgliedsstaaten zu einem verstärkten Engagement in Afghanistan im Oktober vorgelegt werden sollen.

    Das Thema wird also während der Koalitionsverhandlungen international auf die Tagesordnung kommen.

    Wie lange wird man in den Hauptstädten noch brauchen um zu verstehen, dass es so nicht funktionieren kann?

    Die inneren Widersprüche der afghanischen Politik lassen sich nicht fremden Soldaten lösen – und sind vorallem für uns irrelevant.

    Der Krieg eskaliert erneut – ohne Perspektive auf ein realistisches Ziel.

  • Memoria   |   20. September 2017 - 20:01

    Tägliche Berichte zu ZAPAD:
    https://russianmilitaryanalysis.wordpress.com/2017/09/20/zapad-watch-summary-of-day-six/

    [Hm, den Verweis auf diese Seite hatten wir doch schon vor paar Tagen, hier ganz oben? T.W.]

  • Klauspeterkaikowsky   |   21. September 2017 - 11:29

    ZAPAD 17 im offiziellen Übungsteil beendet. Von Rückmarsch der RUS Tr derzeit nichts erkennbar.
    http://www.neweasterneurope.eu/articles-and-commentary/2482-ten-things-you-need-to-know-about-russian-military-exercises

  • closius   |   22. September 2017 - 11:41

    @KPK: Es ist mal wieder bezeichnend, daß die BW nicht von sich aus über den Triebwerksausfall berichtet hat, der schon vor 1 1/2 Wochen passiert sein soll, sondern dies erst auf Nachfrage der Presse raus kommt.

    Und mittlerweile sollte die BW eigentlich schon wissen, ob der Triebwerksausfall auf einem Transportschaden, Materialfehler oder dem Einsatzort Mali beruht.

  • Klauspeterkaikowsky   |   22. September 2017 - 14:46

    Alles wird gut, selbst mit TIGER.

    http://www.pivotarea.eu/2017/09/22/thesenpapier-des-deutschen-heeres-so-will-die-bundeswehr-kuenftige-landkriege-gewinnen/
    Ist und wird nicht das Thesenpapier irgendeiner DEU Regierung

  • Klauspeterkaikowsky   |   22. September 2017 - 20:21

    Ex Assistant DoD Mitarbeiter erhält führende Position bei Rheinmetall: Vice President Corporate Development.
    https://m.pressebox.de/boxid/873039#
    Exportchancen für U.S. Services, insbesondere 120mm BK für M1, sind damit aussichtsreicher, wie überhaupt ein lukrativer Einstieg auf U.S. Markt winkt.
    Wichtig wird ein Einstieg beim Marine Corps und den SOF sein, die derzeit Masse der Kampfeinsätze abdecken.

  • uli   |   24. September 2017 - 14:44

    Seit Mitte September läuft übrigens die erste Atlantic Resolve Rotation. Das 3rdABCT 4thID wird gerade durch das 2ndABCT 1stID abgelöst.
    https://www.stripes.com/news/new-tank-brigade-arrives-in-europe-for-mission-in-the-east-1.487385#.WcMhFdtrzIU

  • Memoria   |   24. September 2017 - 15:54

    @T.W. u. Klauspeterkaikowsky | 22. September 2017 – 14:46
    Das Thesenpapier hat es aus meiner Sicht verdient hier deutlich umfassender betrachtet und bewertet zu werden.

    Endlich hat man im Kdo Heer mal zusammenfasst wie man die Zukunft sieht.

    Darin stecken viele wichtige Gedanken. Die Umsetzung ist weniger politisch, sondern bürokratisch schwierig.

  • Bang50   |   24. September 2017 - 19:58

    @ Memoria | 24. September 2017 – 15:54
    Tatsächlich ein äußerst interessantes Papier, welches aus meiner Sicht mit zwei wesentliche Punkte anspricht, die ich zumindest gefühlt unterschreiben würde:

    • Der Kampf um die Luftüberlegenheit entlang der Hauptkampflinie fällt wegen der Leistungsfähigkeit der aktuellen Flugabwehsysteme weitgehend aus. Hier ist aus meiner Sicht die Forderung nach sehr teuren und leistungsfähigen Jets zum Eindringen in den feindlichen Luftraum kaum noch zu rechtfertigen.

    • Die Massierung vieler Kräfte im Raum, führt letztlich nur zu einer Darbietung verlockender Ziele. Die aufgefächerte Kampfweise in der Tiefe des Raums versucht den Feind durch viele Nadelstiche entsprechend abzunutzen und das gegnerischen Momentum „weich“ aufzunehmen.