Die NATO-Battlegroups im Nordosten: Volle Einsatzbereitschaft erklärt

Fürs Archiv: Die NATO hat am Rande des Treffens der Verteidigungsminister am (heutigen) Donnerstag in Brüssel die Einsatzbereitschaft der vier Gefechtsverbände im Rahmen der so genannten enhanced Forward Presence erklärt. In den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen hat die Allianz Verbände in Battailonsgröße stationiert, die von verschiedenen Mitgliedsländern beschickt werden und regelmäßig rotieren. Deutschland stellt den Kern der so geannten Battlegroup in Litauen.

Die Erklärung unterzeichneten die Verteidigungsminister der vier Host Nations und der Kernnationen der vier Verbände – zur Dokumentation im Wortlaut:

Common Declaration of the Defence Ministers of the Enhanced Forward Presence Host and Framework Nations on the Implementation of Enhanced Forward Presence
1. We, the Defence Ministers of the enhanced Forward Presence host and framework nations,have reviewed our progress in implementing the enhanced Forward Presence in Estonia, Latvia, Lithuania, and Poland.
2. The decisiontaken by our Heads of State and Government at the Warsaw Summit to enhance NATO’s deterrence and defence posture, including by a forward presence in the eastern part of the Alliance on a voluntary, sustainable, and rotational basis, is a direct response to Russia’s aggressive actions, including provocative military activities in the periphery of NATO territory, which have reduced stability and security, increased unpredictability, and changed the security environment.
3. As part of a broader effort to strengthen NATO’s deterrence and defence posture, the enhanced Forward Presence is a clear and unambiguous demonstration of Allied solidarity, determination, and ability to defend NATO’s population and territory against any aggression. NATO stands as one.
4. Today, we declare that the four highly capable, flexible and interoperable
multinational battlegroups are ready and able to deter and, if necessary, immediately respond to any aggression in concert with national forces underpinned by a viable reinforcement strategy.
5. We also welcome the activation of the Multinational Division North-East Headquarters in Elblag as a NATO Military Body. This marks an important step towards implementing the Warsaw Summit decisions. It will strengthen NATO’s effectiveness in undertaking collective defence tasks on the Eastern Flank.
6. As part of the Alliance posture, these measures are defensive in nature, proportionate, consistent with our international commitments, and demonstrate our respect for the rules-based European security architecture. Our aim is to prevent conflict, protect our Allies, and preserve peace and security in the Euro-Atlantic region.
7. As a means to prevent conflict and war, credible deterrence and defence is essential. At the same time, as part of the Alliance’s overall approach toproviding security for NATO populations and territory, deterrence has to be complemented by meaningful dialogue and engagement with Russia, to seek reciprocal transparency and risk reduction. Those efforts will not come at the expense of ensuring NATO’s credible deterrence and defence.
The Defence Ministers of the enhanced Forward Presence host and framework nations Poland, Lithuania, Latvia, Estonia, the United States, Germany, Canada and the United Kingdom
Signed at NATO Headquarters Brussels on 29 June 2017

23 Kommentare zu „Die NATO-Battlegroups im Nordosten: Volle Einsatzbereitschaft erklärt“

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   29. Juni 2017 - 21:12

    Und dazu in Litauen:
    GefVerb (Taskforce) 371 https://bw2.link/QUs4H
    mit BEL, NLD und NOR Kameraden, nach Ablösung von PzGrenBtl 122, die sicherlich die Mammutaufgabe als Erstling geleistet hatten.

    https://bw2.link/5eiLL

  • politisch inkorrekt   |   29. Juni 2017 - 21:48

    „…underpinned by a viable reinforcement strategy….“

    Huh? Na da sind starke Worte. Leider habe ich noch nichts gehört von Brigaden, die im Ernstfall innerhalb weniger Tage Marschbereitschaft herstellen und sich dann auch noch vor Ende möglicher Kampfhandlungen nördlich des SuwalkiGap auswirken könnten.

    pi

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   29. Juni 2017 - 21:51
  • politisch inkorrekt   |   29. Juni 2017 - 22:30

    @KPK

    Ich habe Bedenken, dass diese leichten Kräfte einen tatsächlichen Unterschied machen.
    Ich sehe VJTF und NRF durchaus positiv im Sinne von Show of Forces bzw. der streitkräftegemeinsamen Ausbildung ganz in der Tradition der AMB aber einsatzbereite mechanisierte Brigaden werden damit nicht ersetzt.

    pi

  • Thomas Melber   |   29. Juni 2017 - 22:38

    @pi
    Woran mangelt es denn? An

    – Einsatzbereitschaft
    – Mechanisierungsgrad (verfügbares Material)
    – Brigade-Äquivalenten (Antrittsstärke)

    ?? ^^

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   29. Juni 2017 - 23:11

    @pi
    „Schwere Kräfte“ @Thomas Melber sind bei VJTF/NRF auch gar nicht vorgesehen, denn:
    “ to provide a rapid military response to an emerging crisis“.
    Schwere Kräfte wären nach alter NATO Lesart „follow-on-forces“
    Trotzdem, die Qualifizierung als „Leicht“, sehe ich als nicht zutreffend.
    – Der DEU Anteil stellt 371, PzGren sind mittlere Kräfte.
    – Ein ausgesprochen „leichter“ Anteil kommt z.B. aus NLD mit einer Kp Marineinfanterie.

    Mehr:
    A powerful package
    The Immediate Response Force has:
    • a brigade-sized land component based on three Battle Groups and their supporting elements;
    • a maritime component based on NATO’s Standing Naval Maritime Groups and Standing Naval Mine Counter
    Measures Groups;
    • a combat air and air support component;
    • special forces; and
    • a CBRN (chemical, biological, radiological and nuclear) defence task force.
    Before use, the force will be tailored (adjusted in size and capability) to match the demands of any specific operation to which
    it is committed.
    http://www.nato.int/nato_static_fl2014/assets/pdf/pdf_2013_10/20131018_131022-MediaBackgrounder_NRF_en.pdf

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   30. Juni 2017 - 0:11

    Pence demnächst auf Besuch, u.a. in Estland.
    Vor dem Hintergrund der erklärten „Vollen Einsatzbereitschaft“ von eFP eine absichtsvolle erste Station.
    Mit den weiteren Besuchsorten Georgien und Montenegro findet sich der VPOTUS in Brennpunkten der NATO-RUS Auffassungsunterschiede des Verhältnisses kleinerer Staaten im RUS Interessengebiet zu NATO und USA ein.

    https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2017/06/29/vice-president-mike-pence-travel-estonia-georgia-and-montenegro

    Jens Stoltenberg hat heute anlässlich der NATO-Erklärung darauf gedrungen, dass RUS das bevorsthehede ZAPAD-Manöver dem https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Dokument gemäß offiziell anmeldet.

  • Küstengang01   |   30. Juni 2017 - 2:42

    Es geht ja nicht darum x Brigaden und y Divisionen in wenigen Stunden oder Tagen als Entsatz vor Ort zu haben. Sondern wie es die USA in Korea halten eine „Stolperleine“ zu bilden. Russen müssten im Angriffsfall auf NATO Truppen feuern und NATO Soldaten töten. Dies dient einzig als Versicherung an die Baltischen Staaten, das die NATO tatsächlich auch für sie eintritt.
    Die Polen, Britten, Franzosen haben einsatzbereite Brigaden die schnell verlegt werden können und die USA sind ohnehin in der Lage innerhalb von 72 h an jedem Ort der Welt mehrere Divisionen anzulanden. Deshalb wird die Sicherheit des Baltikums auch von der NATO garantiert und nicht allein von der BRD.
    Aber die Bundestegierung täte gut daran wieder Strukturen zu schaffen die es den Streitkräften ermöglichen starke mechanisierte Verbände im gesamten NATO Gebiet einzusetze. Und final wissen die Russen auch, dass ein konventioneller Krieg mit der NATO ab einem gewissen Punkt auch den Einsatz von Kernwaffen bedeuten würde.
    Es ist also ein Politisches Signal das die Truppen dort stehen und weniger Millitärische Notwendigkeit.

  • Jochen   |   30. Juni 2017 - 6:50

    @ KPK: stimmt, die ‚Erstlinge‘ haben das klasse gemacht. Deu hat wesentlich schneller umgesetzt als andere Verbündete.

  • klabautermann   |   30. Juni 2017 - 7:57

    Diese EFP-Battlegroups sind imho das Land-Equivalent zu den Standing Maritime Forces.
    Das bedeutet, dass die „Abschreckung“ nur glaubwürdig ist, wenn die NATO verbindliche Aufwuchs-, bzw. Verstärkungspläne entwickelt für den Fall, dass der Art 5 Fall durch einen Angriff Rußlands tatsächlich „getriggert“ wird. Die EFP-BG sind imho Collective Defence Trigger Groups, deren politische Wirkung auf Rußland nur so stark ist wie sie militärisch unterlegt sind mit Collective Defence Plans. Und da ist eben die Rolle Deutschlands als logistische Drehscheibe strategisch viel wichtiger als unser unmittelbarer Frontende-Beitrag in den baltischen Staaten, Natürlich wäre im Fall der Fälle Litauen das Center of Gravity, und von daher müßte Deutschland in Sachen EFP-BG-Aufwuchs in der Tat „Budder bi de Fische“ tun – z.Bsp in Form einer mechanisierten Brigade „earmarked for..“, unterlegt mit im Detail ausgearbeiteten Verlegungsplänen „in case of contingency“.
    Solche Planungen „schüttelt“ man nicht aus dem Ärmel, das ist politisch und militärisch Feinschmiedearbeit.

  • Hans Dampf   |   30. Juni 2017 - 8:37

    @ Küstengang01

    Nichts für ungut, aber woher nehmen Sie das Wissen, dass die „Stolpersteine“ (da haben Sie recht, mehr sind diese vier Gefechtsverbände in Osteuropa nicht) veritable, verlege- und durchsetzungsfähige Kräfte obsolet machen? Abschreckung funktioniert meines Erachtens nach dadurch, dass sich der potentielle Angreifer nicht nur sicher sein kann, sich eine blutige Nase und wütende Protestnoten a la „verurteilen wir aufs Schärfste“ aus z.B. Berlin zu holen, sondern auch einen auf den Deckel zu bekommen, weswegen man lieber von irgendwelchen Abenteuern absieht. Die Glaubwürdigkeit einer solchen Abschreckung scheint mir zumindest militärisch gesehen recht überschaubar. Und Ihr Vergleich mit den US-Kräften in Südkorea erscheint mir etwas dubios, ich glaube, da geht es um etwas mehr als vier Gefechtsverbände und zwei Dutzend Jagdflugzeuge…

  • politisch inkorrekt   |   30. Juni 2017 - 9:48

    @ Küstengang01

    Woher haben sie ihr Wissen um die einsatzbereiten Brigaden der Briten, Franzosen und Polen?
    Von der 72h Division der USA habe ich auch noch nichts gehört.

    Das sind alles nur mil. Symbole auf der Lagekarte. Nichts davon existiert real.

    Wie @Klabautermann richtig erwähnte müssen derartige Kräfte geearmarked sein und dann muss das Ganze auch real geübt werden. (REFORGER !).

    pi

  • Thomas Melber   |   30. Juni 2017 - 12:54

    Was ist denn der Auftrag bei einem KGM(*) Szenar? Wäre dies nicht wahrscheinlicher?

    Und: wie schnell wäre die Reaktion wenn RUS „aus der Bewegung“ die baltischen Staaten überrollt? Und wäre sie nuklear?

    (*) KGM = Kleine grüne Männchen

  • Dante   |   30. Juni 2017 - 14:24

    @pzGren
    Kann mir jemand plausibel erklären weshalb beim spz Puma seit jahren lese „ist in der Truppe eingeführt“ Das fahrzeug aber dort nicht in den Einsatz gehen kann? Die letzte Zahl die ich habe besagt das 85 Fahrzeuge forhanden sein müssten. Also woran hängt es?

  • StMarc   |   30. Juni 2017 - 14:26

    @Thomas Melber
    zu „Und“: ich vermute die Reaktion wäre zunächst Schockstarre, vielleicht bekäme man noch einen Teil der VJTF durch Suwalki-Gap und Luft/Seeblockade von Kaliningrad. Und dann müsste man zum großen Gegenschlag rüsten und diese Zeit würde Rus mit nuklearen Drohungen unterlegen. So, und welche Nation in Europa wäre zu solch einem Risiko bereit??

    Und das genau ist m.E. das vordergründig reizvolle für Rus (wenn auch mit einem extrem hohen Risiko): entschließt sich die NATO aufgrund der Risiken, der langen Anlaufzeit unterlegt mit zivilen Unruhen in den NATO-Ländern, nicht zu einem vorbereiteten Gegenschlag, wäre das das Ende der NATO.

    Die Alternative wäre es, das Ende der Welt zu riskieren.

    Ich halte trotzdem Rus dieses NATO-Dilemma kennt, dieses Szenario eines Blitzkrieges durch Rus für extrem unwahrscheinlich, da Rus auch weiß, dass die NATO im Baltikum für ihre Sicherheit kein Risiko darstellt. Ich vermute, Rus hält einen potentiellen NATO-Beitritt von Georgien für viel kritischer und ich vermute da auch eine rote Linie der Russen, die ähnlich der Ukraine beantwortet würde.

  • STEK   |   30. Juni 2017 - 15:18

    @ dante

    5. Bericht des Bundesministeriums der Verteidigung zu Rüstungsangelegenheiten vom April 2017

    S. 100 ff.

    “ … Die Einsatzbereitschaftslage der in Nutzung befindlichen SPz PUMA ist aufgrund der mangelhaften Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Sonderwerkzeugen sowie qualitätsbedingten Ausfällen von Baugruppen unbefriedigend.

  • MR   |   30. Juni 2017 - 15:41

    VJTF steht eher als eine „mittelschwere“ brigade da. Als kern momentan ist die Britische 20th Armoured Infantry Brigade (hauptsaetzlich die Queens Royal Hussars und deren Panzer sowie das zweite battalion Princess of Wales Royal Regiment und deren warrior IFV’s, sowohl wie AS90 Panzerhaubitzen. Im Britischen heer gibts keine schwereren formationen als die 3 Armoured Infantry brigaden uebrigens. VJTF ist aber leichter als die 20AI da die nicht-Britischen elemente (zb die Spanier) eher Leichte Infantrie einheiten sind.

    Jetzt wie bereit andere Brigaden im Britischen Heer sind sich unterwegs zu machen nachdem 20AI/VJTF abgefahren sind ist eine andere frage.

  • Dante   |   30. Juni 2017 - 15:54

    @STEK
    Bestellt man sowas bei der Bestellung nicht eigendlich geich mit? Wenn ich mir nen LKW kaufe denke ich doch auch daran das ich für den dauerbetrieb werkzeug für Wartung und die entsprechenden austausch und verschleißteile brauche. Verstehe ich nicht. Kopfschüttel

  • Thomas Melber   |   30. Juni 2017 - 15:59

    @StMarc
    Daher ist es wichtig, im Falle eines Falles Zeit gewinnen zu können, d.h.: Sperr- und Abriegelungskapazitäten zu haben, und diese nicht nur in homöopathischen Dosen.

  • STEK   |   30. Juni 2017 - 18:48

    @ Dante

    Ich schüttle mit …. :-)

    Zieht sich, wie man hier und anderenorts lesen kann ja durch:

    Tiger, A400m, Eurofighter, ….

    Zeigt m.E. die deutliche Unterfinanzierung der letzten Jahre/Jahrzehnte?!

    Man hat(te) gerade noch das Geld, das neue Großgerät auf den Hof zu stellen, aber kaputt gehen darf nichts

    Bei dem in größeren Stückzahlen vorhandenen Altgerät geht’s halt noch über Kannibalisierung, nennt sich Hochwertteilegewinnung:

    http://tinyurl.com/yae75xo3

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   30. Juni 2017 - 21:06

    http://www.eur.army.mil/SaberGuardian/ Teil der jährlichen U.S. European Command, U.S. Army Europe-led Übung, diesmal in Ungarn, Rumänien und Bulgarien im Sommer 2017 im Rahmen der übergeordneten Übungsreihe „Operation Atlantic Resolve“.
    Das 3rd Armored Brigade Combat Team sowie das (siehe unten) 2nd Cavalry Regiment aus Vilseck bilden die gepanzerten Kräfte.
    https://twitter.com/2CRDragoon6/status/880858837951156225
    2CR Commander is on the move with the #Dragoons for #SaberGuardian. @2CRDragoon62d Cavalry Regiment
    Proud to be making history as a #dragoon. #AlwaysReady #StrongEurope #Czech

  • Klauspeterkaikowsky   |   05. Juli 2017 - 22:24

    Trump trifft morgen/übermorgen in Warschau und Breslau seine neuen europäischen Freunde der „3-Meeres-Initiative“ – als Gegenpart zu Brüssel und Berlin.
    Die Initiative hat ihren Namen von den drei Meeren Ostsee, Adria und Schwarzes Meer. Mitglieder sind neben Polen auch die Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Kroatien, Rumänien, Österreich und Bulgarien.
    Eines der wichtigsten Ziele der Drei-Meeres-Initiative ist die Umsetzung des sogenannten Intermarium-Konzepts. Das Konzept Intermarium hat zum Ziel, sowohl ein dominantes Russland als auch ein dominantes Deutschland in Europa zu verhindern, auch aber ein DEU-RUS Einvernehmen.
    Kurzfristig geht es um Ökonomie, U.S. Flüssiggas-Export und eine alternative Ölpipeline Skandinavien-Polen, alternativ zu Nordstream.
    Dass Trump vor G20 ausgerechnet die bockigen Osteuropäer hoffiert, darf als kalkulierter Affront gewertet werden.
    Da ist es wieder, das ALTE EUROPA, ohne die USA eines D. Trump.
    Die Lage der Kanzlerin und Westeuropas bleibt spannend.

  • Sachlicher   |   05. Juli 2017 - 22:50

    @Klauspeterkaikowsky | 05. Juli 2017 – 22:24
    Kurzfristig geht es um Ökonomie, …
    Es geht immer auch um ökonomische Fragen.

    Sicherheitspolitisch geht es insbesondere den Polen darum die USA im Boot zu haben. Das haben wir Europäer 1939 ganz allein verbockt, dass man in Polen so denkt. Ich verstehe die Polen diesbezüglich sehr gut.

    Btw: Die Polen haben ihr Konzept zur Rundumverteidigung erstmals in ihrer Geschichte aufgegeben zu Gunsten einer konzentrierten Ausrichtung nach Osten. Das ist ein starker Vertrauensbeweis ggü Deutschland.

    Im übrigen eine Parallele zur Deutsch-Französischen Freundschaft sehr wünschenswert wäre, hat Deutschland seit den frühen 1990er Jahren eine sehr souveräne und gute Polenpolitik betrieben. Man weiß in Warschau schon, was man an Deutschland hat.

    Und man weiß, wer die Polen in den Teil Europas einband, wo sie hinwollten und wer ihr Sicherheitsdilemma löste (durch den NATO-Beitritt): Helmut Kohl.

    Dass Trump vor G20 ausgerechnet die bockigen Osteuropäer hoffiert…
    Davon ab, dass Sie nonchalant ein, zwei Staaten unter Osteuropa subsumieren, die das nicht sind, steht Ihnen das Urteil „bockig“ nicht zu.

    darf als kalkulierter Affront gewertet werden.
    Diese Wertung kann ich nicht vornehmen.