Calling Close Air Support: Amerikanisch-deutsches Training

Das ist (mal wieder) was für sehr Detailinteressierte: Soldaten der Bundeswehr und der U.S. Air Force beim gemeinsamen Training für den Einsatz von Close Air Support, auf Deutsch: Luftnahunterstützung. Die so genannten Joint Terminal Attack Controller* beider Nationen übten im US-Staat Michigan. Davon gibt’s ein Video (nur Originalton):

und einen Bericht vom (heutigen) Mittwoch auf der Webseite des Pentagon:

U.S., Germany Conduct Close Air Support Exercise
Today’s fight against terrorism doesn’t rest on the shoulders of one country. It’s a team fight, meaning countries must work together to effectively defeat the threat.
To better support that team, members of the German air force’s Air Ground Operations Squadron partnered with the Air Force’s 19th Air Support Operations Squadron to conduct a close air support exercise, April 10-14 at Camp Grayling, Michigan.
“With everything happening in the Middle East and across the globe, like [the Islamic State of Iraq and Syria] trying to fight their way into the European area, it provides a legitimate reason as to why we should all get together and become as strong as we can through joint training,” said Air Force Master Sgt. Thomas Jenn, the 19th Air Support Operations Squadron division flight chief.
This training is relevant because nearly every operation the U.S. engages in, such as Operation Inherent Resolve, is a joint effort.
“NATO is fighting together as a coalition,” said German Air Force Maj. Nader Samadi, the AGOS commander. “We do everything together, whether it’s U.S. or other NATO partners, the standards are the same. We try to work the same ways so we’re interoperable, and that’s the best thing.”

(Danke für den Leserhinweis.)

*Zuerst hatte ich an der Stelle geschrieben: „früher hätte man vermutlich gesagt: vorgeschobene Beobachter“. Das stimmt so nicht, wie ich in netter Form hier und auf Facebook pöbelnd belehrt wurde; deshalb habe ich das mal rausgenommen.

(Foto: Screenshot aus dem Video)

31 Kommentare zu „Calling Close Air Support: Amerikanisch-deutsches Training“

  • FlaOffz   |   19. April 2017 - 21:53

    Ich hätte es früher Fliegerleittrupp genannt, denn der VB (Vorgeschobene Beobachter) des Heeres konnte nur Steilfeuer (des Heeres) leiten. Seit Joint Fires ist natürlich alles anders oder hat zumindestens einen coolen amerikanischen Namen, den man prima Abkürzen kann, ala JFST oder TACP.

    Ansonsten fürchte ich (leider) bei dem verlinkten Video vorallem eine Uniform- und Ausrüstungsdebatte, denn die deutschen Kameraden tragen ja alles was der zivile Markt hergibt. Und amerikanische Sturmgewehre mit zerbrochener Schulterstütze…

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   19. April 2017 - 22:17

    Joint Terminal Attack Controller (JTAC) und Vorgeschobener Beobachter (VB) sind zwei Paar Schuhe.
    Wie oben dargestellt, der JTAC wirkt bei Close Air Support (CAS), und nur dort, denn:
    „… directs the action of combat aircraft engaged in close air support and other offensive air operations from a forward position ..“.
    Wichtig: „combat aircraft“ und from a „forward position“!

    Der alte VB ist, mit neuer Bezeichnung, im JFST weiterhin in „ähnlicher“ Rolle aktiv:
    Das JFST fasst die Fähigkeiten der ArtBeobTrp, VBMrs und Fliegerleittrupp, einheitlich geführt, zusammen.
    Gliederung:
    Boden/Boden (Bo/Bo) als erster Trp und Luft/Boden (Lu/Bo) als zweiter Trp des Teams.
    Das JFST leitet artilleristisches Feuer land- und/oder seegestützt und solches von Jets, dann über Meldewege zum Air Operations Co-ordination Centre (AOCC).

    In besonderen Lagen ist der Einsatz als airborne FAC (A FAC) oder airborne FO (A FO) möglich.
    Das JFST ist der Kampftruppe aZa (auf Zusammenarbeit angewiesen), in Ausnahmen als ustl (unterstellt) zugewiesen.

    Bei der Qualifizierung „Das ist (mal wieder) was für sehr Detailinteressierte“ dürfen wir getrost mutiger sein: Der Aufgabenbereich eines JTAC bedeutet „täglich Brot“ im asymmetrischen Kampf dieser Tage und kann gleich gesetzt werden mit der wesentlichen Leistung: gemeinsam mit mech -oder infanteristischer Kampftruppe zum Einsatz kommt. Beispiel: Falludscha, Mossul, demnächst ar -Raqqa.
    JTACs sind die ersten, die ihre „Nase in den Wind stecken dürfen“.
    Dass unsere Jungs gemeinsam mit TACPs der Army/mit Marines üben können, wird ihren Einsatzwert wesentlich steigern. Wenn jemand dies Geschäft drauf hat, dann diese Burschen.
    Für Interessierte (falls zulässig) eine Leseempfehlung:
    „Danger Close“ Tactical Air Controllers in AFGHANISTAN and IRAK. Ein Special Forces -Bericht zu CAS von 2007.

  • Wa-Ge   |   19. April 2017 - 22:30

    Ich versuche mich mal an einer Erklärung der ganzen Begriffe.

    VB = vorgeschobener Beobachter = alte Befähigung zum Lenken von Mörserfeuer

    AB = Artilleriebeobachter = alte Befähigung zum Lenken von Artilleriefeuer

    Jetzt neu BoBo = Bodenboden Beobachter = Befähigung zum Lenken von Artillerie, Mörser, CCA und angestrebt Naval Gunfire Support

    Fliegerleitoffizier = alt und neu LuBo = LuftBoden Beobachter = Befähigung zum Lenken von Close Air Support und CCA

    Mit den Befähigungen kommen noch schiessieherheitsbefähigungen hinzu.

    FAC = Forward Air Controller und JTAC = Joint Terminal Attak Controller sind keine Bundeswehrbefähigungen, Begrifflichkeiten werden in der Bw jedoch verwendet. Der der FAC der Amis ist ein Air Force Offizier der den Bodenanteil seiner Ausbildung nicht bestanden hat, er darf dann eben nur mit der Luft spielen.

    Generell kann in Deutschland und auch in den USA viel mehr Personal Luft und Boden Wirkmittel lenken, jedoch gilt man dann nicht als qualified Observer. Dies bedeutet, dass man dann andere Sicherheitsabstände beim heranschießen an eigene Truppe bekommt und noch ein paar andere Einschränkungen hat.

    Weiterhin ist zu Bedenken, dass nur ein geringer Teil der Aufträge der Beobachter das eigentliche Schießen ist. Unterstützung bei der Operationsplannug plus Beratung des Führers vor Ort sind weitere wesentliche Aufgaben.

    Die Bezeichnungen TACP (Tactical Air Control Party = ein Fliegerleittrupp = nur Befähigung zum Einsatz von Luftwirkmitteln) und JFST ( Joint Fire Support Team = BoBo + LuBo Trupp = Befähigung zum Einsatz aller Wirkmittel) sind keine Befähigungen oder Tätigkeitsnachweise sondern militärische „Mengeneinheiten“.

  • persiflo   |   20. April 2017 - 0:33

    Ich würde es gerne noch viel detaillierter Wissen… kann mir vielleicht jemand aufzeigen, wo ich die gesamte Geschichte der Verwendung Fliegerleitoffizier nachlesen kann? Gibts da vielleicht einen Schmöker zu?

  • AGeBcc   |   20. April 2017 - 0:54

    @Wa-Ge: Interessante Ausführungen. Allerdings nicht an jeder Stelle genau. Ich weiß nicht ob Sie aktiver Soldat sind. Falls ja empfehle ich einen Blick in die entsprechenden Erlasse und Richtlinen zu den Tätigkeitsbildern aus denen hervorgeht, dass 1. Die Begriffe JTAC und FAC NATO-weit vereinheitlicht wurden; 2. JTAC einer entsprechend hinterlegten Tätigkeit nachgehen (TIV-ID/ATN) und zumindest in der Lw sogar einen eigenen laufbahnrechtlichen Aufbau haben (im Flugführungsdienst) und 3. Die Qualifikation JTAC die einzige in der NATO ist, die zum eigenverantwortlichen Einsatz von Wirkmitteln aus der Luft im Rahmen von Luftnahunterstützung berechtigt. (Ja andere Beobachter dürfen andere Wirkmittel einsetzen und Nein, CCA ist keine RW-CAS) Sollte ich hier einem Irrtum unterliegen bitte ich darum meinen Horizont zu erweitern.

    @FlaOffz : Ich denke die Ausrüstungsthematik ist gerade im Bereich STF ausführlich diskutiert und erläutert. Ja es gibt viel private beschaffte Ausrüstung. Aber glücklicherweise hat sich die Situation für die JTAC bereits verbessert. Die Kameraden tragen deutlich mehr dienstlich geliefertes als früher. :)

    [Und noch mal für alle nicht-flugtechnisch-Vorgebildeten: Die Abkürzungen einmal ausschreiben und ggf. erläutern? So was wie CCA ist keine RW-CAS erschließt sich wirklich nicht jedem auf Anhieb. T.W.]

  • klabautermann   |   20. April 2017 - 1:36

    HiHi, Papier und Bleistift kommen wohl nie aus der Mode.
    Tja, das waren noch Zeiten als man als II WO mit TASMO-Lehrgang (Tactical Air Support Maritime Operations) den Starfighter mit Stopuhr, Bleistift und Plottscheibe und mittels Sprechfunk (do not answer) vom CP (Control point) an das Target herangeführt hat. Advisory Control nannte sich das. War immer eine Freude, wenn dann das Tally-Ho vom Mission-Leader kam.

  • rebel4life   |   20. April 2017 - 4:14

    Das ist total spannend, vielen Dank für das Video!

    Wirklich schade, dass die Warzenschweine (A-10) im Zuge der Anschaffung der F 35 ausgephast werden sollen.

  • Hans Dampf   |   20. April 2017 - 8:17

    @ FlaOffz:

    Da habe ich schon deutlich schlimmere Bilder von der genannten Klientel gesehen, wundert mich, dass die obligatorische Basecap mit sinnigen Symbolen nicht im Video auftaucht…

    Ansonsten: Generell ist das mit der Integration des Anteils Lu/Bo mit Sicherheit eine schicke Sache und ein Sprung nach vorn. Vor dem Hintergrund einer ggf. noch zu erfolgenden, nennen wir es einmal, Strukturanpassung, bin ich mal gespannt, ob das hehre Ziel, für jede KpfTrKp ein JFST vorzuhalten, erreicht werden kann.
    Generell stelle ich mir jedoch die Frage, ob dies überhaupt notwendig/sinnig ist, oder ob der Anteil Bo/Bo nicht für die „breite Masse“ ausreicht. Wie viele Lfz werden überhaupt vom JFAC für (E-) CAS vorgehalten? Ist das dessen Schwerpunkt, oder doch eher Joint Targeting, also Bekämpfung von TST oder das „Abarbeiten“ der PTL, unter Berücksichtigung des ATO-Cycle etc. pp.? Zumindest von Vertretern der Lw, die ich kenne, bekommt man da eine recht eindeutige Antwort ;-).
    Ich denke, von der romantischen Vorstellung, dass ein Flieger parat steht, wenn der JTAC etwas ins Funkgerät plärrt, sollte man sich lösen. Wenn man davon ausgeht, dass auch für ein JFAC das Prinzip der „Begrenztheit der Mittel“ gilt, dann wird vermutlich nur die Kompanie im Schwerpunkt in den „Genuss“ kommen, dass ihr „CAS“, in welcher Form auch immer, zugute kommt – wenn überhaupt.

  • Bürger   |   20. April 2017 - 8:43

    „To better support that team, members of the German air force’s Air Ground Operations Squadron […]“

    Hm. Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie dieser Truppenteil wohl auf Deutsch heißt.

  • Wa-Ge   |   20. April 2017 - 8:54

    @ Bürger | 20. April 2017 – 8:43
    „To better support that team, members of the German air force’s Air Ground Operations Squadron […]“

    „Hm. Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie dieser Truppenteil wohl auf Deutsch heißt.“

    Das ist kein Truppenteil, sondern wohl ein Versuch einer wortwörtlichen Übersetzung der Luft/Boden Komponente eines Joint Fire Support Teams.

    Zum Thema Bleistift und Papier, von der ich ein überzeugter Anhänger bin:

    Man beachte die Nutzung der Magazintaschen des Majors (Powerpack und Smartphone)
    ¯\_(ツ)_/¯

  • Hans Dampf   |   20. April 2017 - 9:41

    … wenn es ihn überhaupt in dieser Form gibt …

  • PzH2000   |   20. April 2017 - 10:12

    @ bürger/ WA-GE
    Dafür gibt es (eigentlich) keine deutsche Bezeichung , es handelt sich um die Kameraden des Lw Anteil am CFAA (Centre de formation à l’appui aérien ) oder eben Air Ground Operations School – das Squadron dürfte eine Fehler der US Seite sein.

  • PzH2000   |   20. April 2017 - 10:14

    Der Vollständigkeit halber: CFAA ist die FAC/ JTAC Ausbildungsstätte der FRA Lw für die FRA SK

  • Thomas Melber   |   20. April 2017 - 10:34

    Man sollte die Trennung von Bo/Bo und Lu/Bo aufgeben, ist wohl nur TSK spezifisch (Heer = Bo, Lw = Lu).

  • Hans Dampf   |   20. April 2017 - 10:37

    Es gibt sowohl FAC/JFAC/FlgLtOffz des Heeres (Angehörige der Artillerie und der Infanterie, von einsatzbezogenen Ausnahmen abgesehen), als auch der Luftwaffe. Der Anteil BoBo ist grundsätzlich Heer, das ist korrekt. Ob es überhaupt erforderlich ist, so ebensoviele LuBo-Anteile vorzuhalten wie Bo/Bo-Anteile, sollte Gegenstand einer ehrlichen Analyse sein (s.o.).

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   20. April 2017 - 10:46

    Es ist nun wirklich an der Zeit bedingungslos zur Kenntnis zu nehmen, NATO-Führungssprache ist, in der Praxis, „Amerikanisches Englisch“.
    Nicht jede(s) – U.S. – militärische Abkürzung oder Akronym bedarf der Eindeutschung.
    Deutsch ist nämlich keine Führungssprache.
    Wenn dies – im Heer – endlich einmal akzeptiert würde, täten sich gerade (mittel)gealterte (Unter)Führer leichter, die jüngeren haben’s nämlich sowieso drauf.
    Meiner durchaus gegeben multinationalen Erfahrung nach, verwenden allein Deutsche Gehirnschmalz darauf herauszufinden, wie dieses/jenes einzudeutschen sei.
    Andere Nationen antworten auf diesbezügliche Fragen zur Begrifflichkeit in jeweiliger Muttersprache schlicht mit erstauntem Blick, „… wir sind NATO“! – Selbst erfahren müssen!
    Zu aller Not hilft stets der Blick in ratifizierte Vorschriftenlage der AJP/ATP-Reihe:
    AJP 3.3.2 „Air interdiction and CAS“ sowie ATP 3.3.2.1 „Tactics, techniques and procedures of CAS“, – alle unclassified – mit Erklärung und in NATO-Sprache.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   20. April 2017 - 11:22

    @Hans Dampf
    Stichwort „ehrliche Analyse“.
    Wirklich eine guter Ansatz, sofern Erfahrungen vorlägen, die es Wert sind einer solchen unterzogen zu werden.
    Wir sind Streitkräfte im Bündnis und tun gut daran, Mittel aller Partner uneingeschränkt nutzen zu können.
    Joint Fires (JF) ist, eben JOINT, ein auf operativer Ebene beginnender Prozess. Die untergeordnete STF organisiert sich nach „bottom up“ und nutzt alle (!) im Spektrum der Wirkmittel verfügbaren Systeme, solche von Heer/Lw/Marine, und dies im MULTINATIONALEN Angebot. Dazu bedarf es des kombinierten JFST mit beiden Ausrichtungen.
    Eine DEU Selbstbeschränkung auf z.B. weniger Lu/Bo als Bo/Bo kastriert uns ungezwungen in den Fähigkeiten selbst, und dies ohne hinreichend vorliegende KAMPF-Erfahrung mit STF.
    Wir sollten die Finger von der In-Frage-Stellung der über einem Dutzend Jahre sehr mühsam begonnen AufbauOrg SFT lassen. Sofern die insgesamt verheerende „Afghanisierung“ (siehe Faden „Langzeitplanung“) des Heeres ein Gutes hatte, dann den Einstieg in STF.

  • Hans Dampf   |   20. April 2017 - 11:35

    @ KPK:

    Für den Fall, dass es für eine Begrifflichkeit keine deutsche Entsprechung gibt, haben Sie sicherlich recht. Wenn es aber bereits (seit längerem) deutsche Bezeichnungen gibt, wieso sollte man diese dann nicht auch weiternutzen? Wo fängt man an, wo hört man auf? Und zur Beständigkeit von NATO-Abkürzungen muss man ja nun auch nichts sagen. UAV –> UAS –> RPAS etc. pp.

  • klabautermann   |   20. April 2017 - 12:43

    Zum Thema NATO-Englisch und „Eindeutschen“ kann ich nur anmerken, dass a. Deutsch keine NATO-Sprache ist, und b. dass selbst die Franzosen nicht auf die Idee gekommen sind, die militärischen „Publications“ der NATO ins Französische zu übersetzen – auch nicht, als sie noch nicht wieder in die Militärstrukturen zurück gekehrt waren. Englisch ist nun einmal DIE operative Interoperabilitätsklammer der NATO.
    Zum Thema Joint Fires kann ich nur sagen, dass das eigentlich Joint Combined Fires heißen müßte, denn auf der operativen Ebene ist ein rein nationaler Joint Fire Support heutzutage vielleicht noch bei den USA gegeben, bei Einsätzen im NATO-Rahmen……äh Framework ……ist das nie der Fall. Nun, wer passt sich denn nun wem an ? Die USA der NATO oder die NATO der USA. Alte Fragestellung der Standardisierer in der NATO. Die Antwort lautet, die NATO orientiert ihre operativen Standards weitestgehend an den USA, dann ist es nämlich einfacher für die USA-Truppenteile bei einem Einsatz im NATO Rahmen möglichst rasch interoperabel zu agieren auf der Ebene der „Procedures“, also der taktischen Einsatzverfahren. Man darf nicht vergessen, dass immer nur ein Bruchteil der US-Streitkräfte mit/in der NATO „tätig“ ist.
    Also geht der Berg zum Propheten und übt „Bo-Lu-Bo“ in der Sprache des Propheten – besser isses ;-)

  • Fux   |   20. April 2017 - 12:49

    @persiflo:

    Vielleicht nicht gerade zur Geschichte, aber „aus dem Einsatz“:

    „Danger Close – Tachtical Air Controllers in Afghanistan and Iraq“ von Steve Call (erste Auflage ist von 2007)

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   20. April 2017 - 13:10

    @Fux
    Stimmt.
    Siehe Klaus-Peter Kaikowsky (KPK) | 19. April 2017 – 22:17

    @Hans Dampf
    Bin diesbezüglich NICHT Ihrer Auffassung.
    Egal ob/wie lange es im Bereich STF etc DEU Begriffe gibt, NATO, interoperable Standards, die working interoperability garantieren, ermöglichen uns Zusammenarbeit, Joint&Combined.
    Verantwortliche Führer dürfen gar nicht erst in die Übersetzungsfalle des „wie heißt das noch mal“ kommen. Dies erachte ich als ZWINGEND in Tätigkeiten, die prinzipiell nur multinational garantiert werden können, was explizit bei STF zutrifft.
    Und UAS (Heer) vs. UAV (Lw) ist HAUSGEMACHTES, „föderales“ Wirrwarr des Wenigen, was die Insp TSK noch entscheiden dürfen. Wenn der GI seine Zuständigkeiten und Möglichkeiten ausnützte, gäb‘ es nur eine Begrifflichkeit.

    Fehlte nämlich nur noch RPV (Remote Piloted Vehicle) oder Ihr Remotely Piloted Aircraft Systems (RPAS) um den Begriff des Piloten unterzubringen, zur Garantie von Anschlussverwendungen abgeflogener (Piloten).
    Lächerlich.

  • klabautermann   |   20. April 2017 - 14:02

    @O.T.

    Apropos UAV, UAS U.V.A.M……hier ist die niegelnagelneue (30.03.) „Verordnung
    zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“.
    https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl117s0683.pdf#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl117s0683.pdf%27%5D__1492688398996

    Wer hat sich da durchgesetzt ? Modellflieger-Lobby ? BW ?

    [Das Thema hatten wir doch nach dem Kabinettsbeschluss… Ist nicht nur OT, sondern geht auch nicht darüber hinaus, oder? T.W.]

  • netzspinner   |   20. April 2017 - 14:43

    Ich habe von damals noch das Konstrukt „JFSTCO“ im Ohr, gibt es das noch?
    Damals war das ziemlich – beknackt – benannt der Joint Fire Support Team Coordination Officer oder so in der Art.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   20. April 2017 - 15:13

    @netzspinner
    Was war bitte daran „beknackt“, damals, wann war damals?
    In ALLER (!) Kürze:
    Es existieren folgende Koordinierungselemente bei JF (=Joint Fires)
    – Joint Fire Support Team (JFST), sie fassen ArtBeobTrp, VBMrs und FlgLeitTrp auf Verbandsebene zusammen
    – Joint Fire Support Coordination Team (JFSCT), es ersetzt den Feuerunterstützungstrupp der Art. Es unterstützt in Verbänden der Inf und der mechTr den Kdr in allen Belangen von JF
    – Joint Fire Support Coordination Group, sie bildet den Fähigkeitsbereich STF in der Großverbandsebene ab und stellt DAS Verbindungselement zu LuSK, SeeSK. KpfHubSchr und Alliierten dar.

  • Hans Dampf   |   20. April 2017 - 15:16

    @ netzspinner

    Mir sind nur die ATN „BeobOffz“ und „FlgLtOffz“ geläufig. Der BeobOffz führt das JFST und gleichzeitig den Anteil Bo/Bo, der FlgLtOffz führt den Anteil Lu/Bo.
    Sie meinen vielleicht den „FUstgOffz“ (Feuerunterstützungsoffizier, auch kurz FUO), der die JFST seines JFS-Zg einsetzt sowie das JFSCT (Joint Fire Support Coordination Team) führt. Darüber kommen dann die JFSCG (…. Group) auf Brig und Div-Ebene.

  • rebel4life   |   20. April 2017 - 15:36

    Ist jetzt ziemlich OT, beschäftigt mich aber schon lange und irgendwie passt es in die NATO-Linguistik-Diskussion: Wie übersetzt man eigentlich FSB (Fire Support Base) ins Bundeswehrdeutsch? Artilleriestützpunkt? Feuerunterstützungsbasis?

    [Örgs. Wirklich ziemlich OT… und bitte jetzt hier nicht ein Lexikon Englisch/Deutsch/Militär auflegen. T.W.]

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   20. April 2017 - 16:14

    @rebel4life
    Es existiert keine „NATO-Linguistik-Diskussion“. Bei einigen im Heer nur eine solche, die sich der NATO-Führungssprache verweigern, wie weiter oben bereits angedeutet.

  • Fux   |   20. April 2017 - 16:35

    @KPK 13:10 .. sorry .. bis zur letzten Zeile hatte ich Ihren Beitrag dann nicht mehr gelesen (Asche auf mein Haupt) :-D

  • cradox   |   20. April 2017 - 22:22

    Wegen den genutzten Waffen.. das sind scheinbar keine echten, sondern nur Airsoft Waffen.

    – rote Mündungskappen
    – goldener Zylinder im Hülsenauswurffenster.
    – Feuerwahlanzeige ist eine Atrappe
    – Aufbau der Schulterstütze

  • ThoDan   |   21. April 2017 - 12:53

    @Hans Dampf  

    Clearity of purpose and communication.
    MMn wären die deutschen Begriffe bei sowas nur störend, Reibungsverluste produzierend usw.
    Wie gefährlich sowas sein kann ich nicht beurteilen

  • politisch inkorrekt   |   23. April 2017 - 16:47

    @TW

    Weiß nicht wo der Beitrag am besten passt aber im Link gibt es einige Bilder vom gemeinsamen Training der Bundeswehr mit dem USMC im Rahmen der Übung ‚Summer Shiel‘.

    https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1720643187951124&id=119944541354338

    pi