Nach Ebola-Einsatz: Quarantäne für US-Soldaten, nicht für die Bundeswehr

Nach einem Einsatz in den Ebola-Gebieten Westafrikas ist für deutsche Soldaten keine Zwangs-Quarantäne vorgesehen – im Gegensatz den Regelungen für  Soldaten der US-Streitkräfte. Derzeit sei nur vorgesehen, einzelne möglicherweise infizierte Soldaten zu isolieren, ausserdem würden sie nach Deutschland zurückverlegt, sagte ein Sprecher des Sanitätsdienstes Augen geradeaus! Eine generelle Isolierung aller Personen, die in Ebola-Gebieten tätig waren, werde dagegen bislang in Deutschland grundsätzlich nicht empfohlen. Zudem wäre nicht nachvollziehbar, warum Soldaten unter eine dreiwöchige Quarantäne gestellt würden, nicht aber zivile Helfer.

Dagegen müssen US-Soldaten erst einmal drei Wochen in Quarantäne, wenn sie im Ebola-Einsatz waren. weiterlesen

DroneWatch: Camcopter für die Marine wurde wegen Zulassungsproblemen gestoppt

Schiebel_camcopter_kl

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bundeswehr die geplante Beschaffung von Hubschrauber-Drohnen des Typs Camcopter S-100 der österreichischen Firma Schiebel (Foto oben) gestoppt. Damals gab es offiziell dazu keine Begründung; inzwischen ist klar: Aus Sicht der Beschaffer waren es vor allem Probleme mit der Zulassung, die zu diesem Stopp führten. Das geht aus der Antwort auf die Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko hervor:

31. Aus welchem Grund hat sich die Bundeswehr im zweiten Halbjahr endgültig
von dem Plan verabschiedet, selbst „Camcopter“ zu beschaffen (Bundes-
tagsdrucksache 18/2241)?
Die Bundeswehr hatte sich entschlossen, im Vorhaben „System zur Abbildenden
Aufklärung in der Tiefe des Einsatzgebietes Vertical TakeOff and Landing (VTOL)“
wegen der Notwendigkeit zur Reduzierung erkannter technischer und wirtschaftli-
cher Risiken (siehe dazu auch die Antwort auf Frage 34) bei der Projektierung des
Camcopters S-100 neu anzusetzen. weiterlesen

Probleme mit dem Eurofighter: Kaum flugbereite Maschinen in Spanien

Um Ausrüstungsprobleme mal in eine internationale Perspektive zu rücken: Die Probleme, die die deutsche Luftwaffe mit dem Eurofighter meldet, werden von anderen Nutzernationen anscheinend locker übertroffen. Spanien bekommt offensichtlich gerade mal seine Alarmrotten in die Luft:

Sources inside Spain’s military have reportedly told a Spanish newspaper that only a handful of the country’s Eurofighter Typhoon jets are fully operational and that semi-retired F-18 aircraft are being called back into full service to meet NATO commitments. (…)
Only six Eurofighters in Spain’s Quick Reaction Alert (QRA) service in bases at Morón de la Frontera and Albacete are currently capable of taking off, according to military insiders.
The rest of Spain’s Eurofighter planes have allegedly been grounded by breakdowns, missing spare parts and queues for inspections after reaching the maximum number of hours in the air.

berichtet die englischsprachige Webseite the thelocal.es unter Berufung auf den Bericht des spanischen Nachrichtenportals El Confidencial Digital.

Es scheint, die Schwierigkeiten bei Finanzierung/Ersatzteilbestellung sind kein spezifisch deutsches Problem…

(Danke für den Leserhinweis!)

(Foto: Eurofighter der spanischen Luftwaffe beim Start auf der Basis Albacete – José Luis Celada Euba via Flickr unter CC-BY-NC-SA-Lizenz)