Deutscher A400M: Erster Flug, neues Luftwaffen-Design

 

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Der erste A400M-Transportflieger für die deutsche Luftwaffe hat am (heutigen) Dienstag seinen Erstflug absolviert. Das berichtete Airbus-Chef Tom Enders am (heutigen) Dienstag bei einer Rede in Berlin; nach seinen Worten soll dieser Flug sieben Stunden dauern, damit auch nach eingebrochener Dunkelheit die Nachtflugfähigkeit getestet werden kann.

Die Maschine soll – nach jahrelanger Verzögerung – Ende November ausgeliefert werden; was Airbus nicht immer so laut dazu sagt: Sie wird dann noch nicht alles können, was von ihr gefordert wird. Aber die Luftwaffe wollte endlich mal mit dem Fliegen mit diesem Typ anfangen, damit auch die nötige Expertise in der Truppe aufgebaut werden kann. weiterlesen

Enders teilt aus: Deutsche Exportpolitik gefährdet deutsch-französische Zusammenarbeit

DEU, Deutschland, Berlin, Pullmann Schweizerhof, 14.10.2014: 11. Handelsblatt Jahrestagung "Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie 2014" (14. und 15. Oktober 2014; P1200588 - http://www.defence-conference.de). Dr. Thomas Enders, Vorstandsvorsitzender Airbus Group. [Foto: Dietmar Gust / EUROFORUM Deutschland SE; Mobilfon: +49 (0)172 3016574; web: http://www.gustfoto.de, e-mail: info@gustfoto.de]

Airbus-Chef Tom Enders teilt aus: Hatte sich der Chef des französisch-deutschen Luft/Raumfahrt/Rüstungskonzerns zunächst im Cicero-Interview (hier bei Spiegel Online)  vor allem mit dem Verteidigungsministerium angelegt, knöpfte er sich in seiner Rede beim Handelsblatt-Forum Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie am (heutigen) Dienstag in Berlin vor allem die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung und damit Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vor.

Enders komplette Rede unten zum Nachhören, ein paar Kernpunkte:

Mit seinen Vorstellungen von Rüstungs- wie Rüstungsexportpolitik verfolge die Bundesregierung einen germanozentrischen Ansatz und glaube, ihre Art der Politik auf ganz Westeuropa übertragen zu können, klagte der Airbus-Chef. weiterlesen

Beobachtung am Rand: BMVg auf Distanz zur Rüstungsindustrie?

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Es ist eine Beobachtung am Rande, aber sie scheint mir bedeutsam: Seit Jahren beobachte ich die regelmäßige Handelsblatt-Konferenz Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie in Berlin. Und seit Jahren galt die Beteiligung aus der Leitungsebene des Verteidigungsministeriums, in der Regel des für Rüstung zuständigen Staatssekretärs, ebenso gesetzt wie eine hohe Generalsdichte. Mit dem einen oder anderen, wenn nicht allen Inspekteuren der Teilstreitkräfte oder ihren Vertretern.

In diesem Jahr sieht das auffällig anders aus. Niemand aus der Leitungsebene des BMVg, nicht mal eine Hand voll Generale. weiterlesen

ISIS-Sammler: Keine Ziele für Bomben

Im Kampf gegen die islamistischen ISIS-Terrormilizen im Irak und in Syrien stoßen die Luftangriffe einer US-geführten internationalen Koalition zunehmend an die Grenzen ihrer Möglichkeiten: Allein mit Bomben und Raketen aus der Luft scheint das Vorgehen der ISIS-Kämpfer nicht zu stoppen. Symptomatisch dafür die Klage der belgischen Luftwaffe: Ihre F16-Kampfjets verfügen nur über (Präzisions)Bomben, die für einen Einsatz gegen die kleinen, beweglichen Einheiten und vor allem für den Einsatz in bewohnten Gebieten zu groß sind. weiterlesen