Erster scharfer Eurofighter-Einsatz über dem Baltikum

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Die zur NATO-Luftraumüberwachung in Estland stationierten Eurofighter der Luftwaffe haben ihren ersten scharfen Einsatz absolviert: Bereits am vergangenen Sonntag, teilte die Luftwaffe am (heutigen) Dienstag mit, wurde die deutsche Alarmrotte von der NATO zur Identifizierung russischer Kampfflugzeuge über der Ostsee in Marsch gesetzt.

Im Rahmen des „Verstärkten Air Policing Baltikums“ haben Eurofighter am 21. September 2014 zwei russische Kampfflugzeuge im internationalen Luftraum über der Ostsee identifiziert.
Am Sonntag, dem 21. September 2014 gegen 14:30 Uhr deutscher Zeit stellte die Luftraumüberwachung erhöhte Flugaktivitäten im internationalen Luftraum über der Ostsee fest. Die Flugzeuge strahlten keinen Transpondercode zur Identifizierung aus und sie befanden sich auch nicht unter Kontrolle einer Flugsicherungskontrollstelle.
Vom NATO-Gefechtsstand in Uedem (NRW) erging der Befehl für eine Sichtidentifizierung an die in Ämari (Estland) stationierten deutschen Eurofighter, die wenige Minuten später in der Luft waren. Um 14:45 Uhr meldeten die Eurofighter den Sichtkontakt und identifizierten zwei russische Kampfflugzeuge vom Typ SU-27, NATO Bezeichnung FLANKER.
Mit der erfolgten Identifizierung war der NATO-Auftrag abgeschlossen und die beiden Eurofighter kehrten zu ihrem Einsatzflughafen zurück.
Die Begegnung verlief auf beiden Seiten routiniert und professionell.

Auch wenn es so nicht drinsteht: Das war seit Beginn der Eurofighter-Stationierung in Ämari am 1. September der erste Alpha Scramble.

Aus der Mitteilung der Luftwaffe stammt auch diese Karte: rot ist die Flugroute der russischen Flugzeuge, blau die der Eurofighter eingezeichnet:

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(Foto: Eurofighter der Luftwaffe beim Start zu einem Übungsflug am 10.09.2014 vom estnischen Luftwaffenstütztpunkt Ämari)