NATO stellt sich gegen Russland, auf Seiten der Ukraine

Während die Außenminister aus Russland, USA und EU in Paris ihre Gespräche führen, hat die NATO nach einem Treffen des NATO-Russland-Rats eine recht eindeutige Position bezogen: Gegen Russland, pro Ukraine. Die Stellungnahme von Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach dem Treffen des Gremiums am (heutigen) Mittwoch:

The situation in Ukraine presents serious implications for the security and stability of the Euro-Atlantic area. And Russia continues to violate Ukraine’s sovereignty and territorial integrity, and its own international commitments. So NATO decided today to take a number of immediate steps.
We have suspended the planning for our first NATO-Russia joint mission. The maritime escort for the U.S. ship Cape Ray, which will neutralise Syria’s chemical weapons. Let me stress, this will not affect the destruction of chemical weapons, but Russia will not be involved in the escort of the US vessel. We have also decided that no staff-level civilian or military meetings with Russia will take place for now.
We have put the entire range of NATO-Russia cooperation under review. NATO Foreign Ministers will take decisions on this in early April. These steps send a clear message: Russia’s actions have consequences.
At the same time, we do want to keep the door open for political dialogue. So we are ready to maintain meetings of ambassadors in the NATO-Russia Council, as we have done today.
I have just chaired a frank and important meeting of the NATO-Russia Council to discuss the situation in Ukraine. The NATO-Russia Council is a forum for discussions on all issues. Where we agree, and where we disagree. As Chairman of the NATO-Russia Council, it is my duty to uphold the principles on which our relationship is founded.
Those fundamental principles are now at stake. Our joint pledge to observe in good faith our obligations under international law. And our commitment to refrain from the threat or use of force against each other, or any other state.
So I asked the Russian Ambassador to convey NATO’s firm message to Moscow.
At the same time we have decided to intensify our partnership with Ukraine, and strengthen our cooperation to support democratic reforms. We will step up our engagement with the Ukrainian civilian and military leadership. We will strengthen our efforts to build the capacity of the Ukrainian military, including with more joint training and exercises. And we will do more to include Ukraine in our multinational projects to develop capabilities.
This will complement the international efforts to support the people of Ukraine as they shape their future. And tomorrow, I will meet the Prime Minister of Ukraine to make clear NATO’s support.

50 Kommentare zu „NATO stellt sich gegen Russland, auf Seiten der Ukraine“

  • b   |   05. März 2014 - 20:22

    “our cooperation to support democratic reforms”

    Beihilfe und Belohnung für den Umsturz der gewählten Regierung und des gewählten Präsidenten eines Landes sind jetzt “democratic reforms”? Orwell’s 1984 sollte doch eine warnende Fiktion sein, keine Handlungsanleitung.

    (BTW: Wann veranstaltet die NATO solche “democratic reforms” bei uns? Was machen wir dann?)

    Das die NATO sich “auf Seiten der Ukraine” stellt stimmt wohl auch nicht so ganz. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt im Osten der Ukraine und dort hat man anscheinend einen andere Auffassung von der “richtigen Seite”.

    Putin wird das zu nutzen wissen.

  • b   |   05. März 2014 - 20:38

    Die USA schicken jetzt 6 F-15 und einen Tanker nach Litauen. 4 F-15 machen dort derzeit NATO air-policing.

    Das ist eine völlig unnötige aggressive Eskalation. Was kommt als nächstens? DEFCON-.1?

    Wann wacht man in Berlin endlich auf und stellt die Unterstützung solcher idiotischen Politik ein?

  • grimnir   |   05. März 2014 - 20:44

    Wieso denn iditotisch?

    Das Baltikum fühlt sich bedroht. Sie sind Teil der NATO. Warum also nicht etwas Militär dort mehr massieren um von vorneherein klarmachen: Was ihr auf der Krim veranstaltet findet auf keinen Fall im Baltikum statt, russische Minderheit hin oder her.

  • holyfetzer   |   05. März 2014 - 20:48

    Warum schicken die USA nicht einen Flugzeugträger ins Schwarze Meer? Wenn die Russen sich beschweren, würde ich einfach sagen des seien “Ukrainische Selbstverteidigungskräfte, die man gar nicht befehligen könnte”.

  • Vtg-Amtmann   |   05. März 2014 - 21:04

    @grimnir: Richtige Rückfrage, richtige Antwort.
    @b: Etwa zu viele Baller-Games gespielt? DEFCON 1 klingt schick und klug = aber max. Einsatzbereitschaft + alle Trp werden eingesetzt + setzt anstehenden oder geführten Angriff voraus + kann auch Nuklearschlag gegen Angreifer beinhalten!

    So langsam findet der Neurotiker Putin seine Gleich- oder auch Kontragewichte!?

  • T.Wiegold   |   05. März 2014 - 21:38

    @b

    Komisch, ich hatte Ihren Kommentar zu den russischen Manövern in Kaliningrad bestimmt übersehen…

    Ernsthaft: Ich bin für eine breite Diskussion, ich greife nach Möglichkeit nicht ein. Aber manche Kommentare scheinen nicht der Debatte zu dienen, sondern nur dazu, den eigenen Standpunkt wieder und wieder zu wiederholen?

  • Alarich   |   05. März 2014 - 21:46

    Wie Blöd muss man sein
    Wir stellen uns, wo keiner weiß wo das endet das einzig Gute ist das Putin nicht unbedingt auf den krieg aus ist
    China stellt das nächste Problem dar, wenn China stiller war in letzter Zeit darf man nicht vergessen dass vor Weihnachten im Pazifik großes Problem gab
    Und heute stockt China nochmals 12% auf und wenn die wie man bei beiden Völker hört Antti USA immer mehr, in China ist wieder hoch mit Mau ( was ich absolut nicht verstehen kann )
    Und dabei sind unsere Politiker nicht in der Lage Sondersitzung des Verteidigung Ausschuss zusammen bringen Aschermittwoch war heute wichtiger, wie mal Bestellung was BW dringend bräuchte wie Luftabwehr für Heer und Luftwaffe , weil Russland hat wie auch China Luftwaffe Gegensatz zu den Taliban , die man ja deshalb nicht mehr bräuchte
    Und jede Menge Fahrzeuge das sollte man langsam erhöhen, und den Fuhrpark verjüngen

  • Stefan   |   05. März 2014 - 22:20

    Nun, das von der Begleitung des US-Schiffs suspendierte russische Kriegsschiff wissen die Russen sicher auch anderweitig (evtl, vor der (noch?) ukrainischen Küste) einzusetzen. Auch werden sie an dieser Stelle einige Kosten sparen.

    Normalerweise bindet man gegnerische Kräfte und setzt diese nicht noch frei für andere Operationen. Dümmer gehts nimmer.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kirow-Klasse

  • ThoDan   |   05. März 2014 - 22:35

    @b

    Diese unnötige Eskalation diskutiert man vielleicht mal besser mit den Balten, Letten, Esten, Finnen und Polen

    @Stefan

    Selbst Napoleon hat militärische Entscheidungen unter Berücksichtigung politischer Gesichtspunkte getroffen.

  • Stefan   |   05. März 2014 - 22:43

    US-Politologe Paul Craig Roberts von der Hoover Institution, Wirtschaftsberater des US-Finanzministers in der Administration von Präsident Ronald Reagan rechtfertigt Reaktion Russlands auf Umsturz in der Ukraine.
    http://de.ria.ru/politics/20140305/267985786.html

  • Stefan   |   05. März 2014 - 22:46

    @ThoDan | 05. März 2014 – 22:35

    Zitat: “Selbst Napoleon hat militärische Entscheidungen unter Berücksichtigung politischer Gesichtspunkte getroffen.”

    Und von den Russen mächtig den Hintern versohlt bekommen. ;-)

  • Alarich   |   05. März 2014 - 23:06

    ThoDan | 05. März 2014 – 22:35
    China und Russland haben mehr Schiffe wie die USA nur in Flugzeugträger sind die USA noch in Führung
    In Panzer sind die beiden in Führung
    NATO setzt auf Inf. die Technik sehr gut ausgebaut sind und Leichte Fahrzeuge
    Wohl die USA schon mal wieder weiter sind da werden die Leichten Fahrzeuge viel schwerer so weit sind nur Schweden (Nicht Nato Land) und Italiener
    Deutschland braucht Mindes noch 8 Jahre bis die auch soweit denken können
    Auch in Dänemark lauft ein M113 Nachfolger in Deutschland werden die auf Radfahrzeuge
    In den USA werden schon Überlegungen das man auch leichte kette Brig aufbauen könnte

  • ThoDan   |   05. März 2014 - 23:26

    @Stefan

    Wenn Militärische Entscheidungen nicht unter politischem Primat getroffen werden ist das strategisch ungünstig

    @Alarich

    solange die Task Force die Träger schützen können

    IIRC basierte die NATO Abschreckung auf Atomwaffen

  • Alarich   |   05. März 2014 - 23:40

    ThoDan | 05. März 2014 – 23:26
    Jaja immer diese Platte dann werden A-Bomben eingesetzt
    Deshalb brauchen wir nicht Denken und Handeln
    Wer die Abschießt wird am Ende über die Winde und essen selbst Verseucht deshalb dürfen wir selber noch Denken und in die BW Investieren, die würde benötigt ganz sicher

    In den USA ist der erste Uran Fisch zu haben und noch viel mehr und irgendwann landet Japan feines Gewürz auch in der Nordsee
    Und das weiß am Ende jeder
    Den die USA treffen jedes Jahr 2 winde und lassen erde ab einer Kommt von Sahara der kommt mit 2ten welle dann zu uns und der andere Von Süden her
    Und Russland meiste winde kommen vom Westen

  • ThoDan   |   06. März 2014 - 1:05

    @Alarich

    Wenn ihnen das nennen dieser Fakten nicht gefällt, tut es mir leid!

    btw über Winde und Essen mache ich mir da keine Sorgen

  • Stefan   |   06. März 2014 - 1:25

    @ThoDan | 05. März 2014 – 23:26
    Vielleicht können Sie mal erklären, was mit dieser politischen Entscheidung erreicht werden soll, außer dass damit die Russen an anderer Stelle militärisch und damit auch politisch gestärkt werden?

  • ThoDan   |   06. März 2014 - 1:32

    Man sagt ihnen ihr seid unwillkommen, keine Partner und Freunde mehr und “demütigt” sie damit ein bisschen, Vielleicht

    und jetzt erklären sie mir welche Rolle eine Kirow mehr oder weniger bei der ganzen Aktion macht?

  • diba   |   06. März 2014 - 7:54

    Bin ich was froh, dass hier nur diskutiert wird und nicht über das tatsächliche Vorgehen entschieden wird. Säbelrasseln, Drohgebärden (die nachher keiner einlöst) und hilflose Bestellungsforderungen (wieder mal …). Für die Krim wird weder RUS noch US/NATO einen richtigen Krieg anfangen. Das läuft auf eine weitere Teilung eines Staates in unseren Breiten hinaus, entweder mit der Aktzeptanz der Interessen beider Seiten von Anfang an oder über einen bewaffneten regionalen Bürgerkrieg.
    Und wer heute noch glaubt, dass der Umsturz in der Ukraine nicht auch ein gerüttelt Mass von den “Guten” gesteuert wurde, glaubt auch nur an die eigene Propaganda.

  • NMcM   |   06. März 2014 - 8:51

    @diba

    Richtige Feststellung!

    Interessant wird auch hier, wer den “War of Information” für sich entscheidet und am Ende als “moralischer” Sieger darsteht. Interessant in dieser Hinscht ist eventuell auch die Liste der “Top 10″ Aussagen von Putin, die angeblich von amerikanischen Beamten im Pentagon erstellt worden ist.
    http://www.state.gov/r/pa/prs/ps/2014/03/222988.htm

    Ich hoffe nur nicht auf einen Bürgerkrieg in der Ukraine. Denn niemand weiß genau, wie sich ein solcher auswirkt und eventuell sogar das Staatengefüge nachhaltig verändert.

    ______________________________Trennung ____________________________

    Als absolut wichtig und richitg erachte ich die gewaltlose “Stürmung” von Janukovic’s Villa/Anwesen und der nun eingeleiteten Sichtung und Digitalisierung der ganzen Akten die vorgefunden wurden. Dies ist in meinen Augen ein wichtiger Schritt, denn hier sehe ich ganz klar ein Volksinteresse und eventuell auch die Möglichkeit etwas im Land zu bewegen. Vor allem die weit verbreitete Korruption und Vetternwirtschaft kann durch solche Aktionen eventuell angegangen werden.
    Getreu dem Motto: Informationen schaden nur demjenigen der sie nicht hat!

  • f28   |   06. März 2014 - 10:33

    ich bin erstaunt, wie wenig man über die aktuelle Stimmung in Ost-Europa hört. Immerhin gibt es meines Wissens dort auch russische Minderheiten, die aus Putins Sicht irgendwann schutzbedürftig werden könnten.

    Was halten die Polen bzw. die Balten von der jetzigen Situation? Wie sieht deren Erwartungshaltung an die Verbündeten (also auch an D) aus? Hier treiben sich doch auch Leute rum, die da Kontakte haben.

    (Ironischer Nachtrag: auch in unserem Büro gibt es eine 1-Personen-russische Minderheit. Der Mitarbeiter (kein Deutsch-Stämmiger) kam vor ca. 15 Jahren nach D, hat Frau und Kinder nachgeholt und und mittlerweile die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Sein Hauptmotiv damals war, seine beiden Söhne vor dem russischen Militär zu retten…er wußte wohl, was er tat)

  • KeLaBe   |   06. März 2014 - 10:56

    @ f28

    Zumindest in den großen Tageszeitungen kann man durchaus einiges über die Stimmungslage in Polen, den baltischen Staaten und anderen an Russland angrenzenden Bereichen lesen. Überall ist man “highly alerted”, und das wohl nicht zu Unrecht. Spätestens da sind wir als Nato-Partner auch unmittelbar betroffen. Es wäre verantwortungsloser Leichtsinn, sich vorsorglich-planerisch (!) nicht auf entsprechende Ernstfälle i.S. Art 5 einzustellen. (Möglicherweise holt uns jetzt so manches Wunschdenken in der Entwicklung unseres Streitkräftedispositivs ein!)

    Sogar Weißrussland (!!!) streckt zur Zeit vorsichtig die Fühler nach der EU aus. Auch dort braucht man zwar (finanziell) Putin, traut ihm andererseits aber nicht so recht. Bei Lukaschenko hält sich mein Mitleid allerdings in Grenzen.

  • Someone   |   06. März 2014 - 11:45

    Mich würde auch einmal das Stimmungsbild bei den deutsch-russischen Soldaten interessieren, die ja gerade bei den Kampf(unterstützungs)truppen keinen kleinen Teil stellen und damit als Bw-Angehörige Teil der NATO sind.

  • Alarich   |   06. März 2014 - 13:18

    Das habe ich schon Länger gefragt weil das eine Interesse Konflikt für viele bekommen für gefühle Heimat ist für sie Russland und nicht für Deutschland

  • Dominik   |   06. März 2014 - 13:27

    Wenn Sie schon so steile Behauptungen aufstellen, Alarich, dann erklären Sie bitte einmal die Auswanderungswelle dieser deutschstämmigen Russen Ende der 80’er und nach der Wende.

  • Georg   |   06. März 2014 - 13:31

    Es fällt schon, dass Herr “b” oftmals als Erster auf einen russlandkritischen Beitrag von Hr. Wiegold einen Kommentar abgibt und versucht die darin enthaltene Aussage durch prorussische Aussagen zu relativieren. So geschehen nach der Giftgasattacke in Syrien und anderen Beiträgen.
    Nachdem dieses Blog mittlerweile in sicherheitspolitischen Kreisen in DEU anerkannt ist und weit gelesesn wird, eignet es sich natürlich auch zur Verbreitung von Botschaften und “Psy-Ops” Tätigkeiten.
    Also Herr “B” wie wäre es mal mit einem “Disclaimer” um ihre Kommentare richtig einordnen zu können ?
    Es könnte ja sein, dass Sie freier Mitarbeiter der russischen Botschaft sind, wobei ich jedoch eher auf “Darmstädter Signal” tippen würde.

  • drd   |   06. März 2014 - 13:47

    Den “disclaimer” kann man sich selbst zusammenreimen, wenn man auf die Seite geht, die er mit seinem Usernamen verlinkt. Es trägt allerdings nicht unbedingt zum Wohlbefinden bei.

  • Stefan   |   06. März 2014 - 13:50

    @f28 | 06. März 2014 – 10:33

    (Ironischer Nachtrag: auch in unserem Büro gibt es eine 1-Personen-russische Minderheit. Der Mitarbeiter (kein Deutsch-Stämmiger) kam vor ca. 15 Jahren nach D, hat Frau und Kinder nachgeholt und und mittlerweile die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. Sein Hauptmotiv damals war, seine beiden Söhne vor dem russischen Militär zu retten…er wußte wohl, was er tat)

    Zu Zeiten der ehemaligen (alten) Bundesrepublik haben sich auch viele Deutsche vor der Bundeswehr gerettet, indem sie nach Westberlin gezogen sind. Ich nehme an, sie wußten auch was sie taten. ;-)

  • Stefan   |   06. März 2014 - 14:00

    @Dominik | 06. März 2014 – 13:27

    Wenn Sie schon so steile Behauptungen aufstellen, Alarich, dann erklären Sie bitte einmal die Auswanderungswelle dieser deutschstämmigen Russen Ende der 80?er und nach der Wende.

    Diese Frage könnten sie sich selbst beantworten, wenn sie die Auswanderer aus Deutschland mal befragen würden, über die häufig in den Medien berichtet wird. ;-)

    Auswanderung gab es schon immer (überall auf dieser Welt), dass ist keine Besonderheit. Zur Zeit wollen Millionen ausländische Rüssen nach Russland. Und sie wollen ihr Land auch gleich mit nach Russland nehmen.

  • drd   |   06. März 2014 - 14:07

    Ja, war schilmm, dass nur dieser Weg blieb für unsere Jungens. Oha!

    sorry fürs offtopic

  • Stefan   |   06. März 2014 - 14:09

    @Georg | 06. März 2014 – 13:31

    Es fällt schon, dass Herr “b” oftmals als Erster auf einen russlandkritischen Beitrag von Hr. Wiegold einen Kommentar abgibt und versucht die darin enthaltene Aussage durch prorussische Aussagen zu relativieren. So geschehen nach der Giftgasattacke in Syrien und anderen Beiträgen.

    Und wie wir heute wissen, er hatte recht damit. ;-)

    Es könnte ja sein, dass Sie freier Mitarbeiter der russischen Botschaft sind, wobei ich jedoch eher auf “Darmstädter Signal” tippen würde.

    Und auf wessen Gehaltsliste stehen Sie?

    Es ist schon stark unter der Gürtellinie “b” niedere Motive zu unterstellen, nur weil sie ihn inhaltlich nicht das Wasser reichen können.

  • T.Wiegold   |   06. März 2014 - 14:21

    Meine Güte. Ich gehe mal Einkaufen und schon wird’s hier persönlich…

    Egal ob es jetzt um b geht (der verlinkt immerhin auf seine Seite und macht damit seine Position offen klar) oder jemand anderen: Ich bitte dringend darum, persönliche Beschimpfungen/Angriffe und ähnliches einzustellen. Das ist nicht der Ton der Diskussion hier. Danke.

  • NMWC   |   06. März 2014 - 14:22

    @Stefan
    Ihr ständiges um sich treten sobald ihre Sicht der Dinge angefasst wird, ist auch nicht besser. Wollen Sie anderen hier ihre Meinung absprechen? Weil diese Ihnen nicht passt?

    Erinnert mich alles ein wenig an den Schwarzen Kanal derzeit. “Gut” gegen “Böse”. Oder wie auch immer.

    Wenn dieser ständige ideologisch angehauchte Schlagabtausch hier mal endlich etwas weniger werden könnte, wären diese Themen wieder etwas lesbarer. Aber so reissen diese Tiraden die Qualität des Blogs im Moment doch erheblich nach unten.

  • Stefan   |   06. März 2014 - 14:23

    Das Parlament der ukrainischen Halbinsel Krim hat am Donnerstag einhellig für eine Wiedervereinigung mit Russland gestimmt und an den russischen Staatschef Wladimir Putin einen entsprechenden Appell gerichtet.

    (…)

    Die Bevölkerung der Krim wird bei einem Referendum am 16. März über den zukünftigen politischen Status der Halbinsel abstimmen.
    .

    http://de.ria.ru/politics/20140306/267989771.html

    Krim stellt sich gegen Ukraine, auf die Seite von Russland.

    [Ich weiß nicht, wie russische Medien das mit dem Urheberrecht sehen, will es aber auch nicht ausprobieren – und das geht deutlich über ein Zitat hinaus. Außerdem ist die Quelle verlinkt, so dass es nicht in der Länge hier widergegeben werden muss; deshalb das Zitat gekürzt. T.W.]

  • Stefan   |   06. März 2014 - 14:34

    @NMWC | 06. März 2014 – 14:22
    Wenn es Ihnen nicht gefällt, wenn hier in der Sache argumentiert wird, dann kann ich ihnen leider nicht helfen. Persönliche Angiffe gehören hier nicht her. Sie zeugen nur vom Unvermögen eine andere Meinung inhaltlich zu widerlegen.

  • KeLaBe   |   06. März 2014 - 14:37

    Dumm nur, dass Putin darauf nicht eingehen kann. Denn sonst wird er in seiner bis heute unveränderlichen Kosovo-Haltung vollends unglaubwürdig. Und dort gab es immerhin einen feinen, aber entscheidenden Unterschied: Die Kosovaren waren damals, anders als heute die russisch-sprachige Bevölkerung auf der Krim, erheblichen Repressalien bis hin zu völkermordsähnlichen Bedrohungen ausgesetzt.

    Bin übrigens auch mal gespannt, wie das Ganze in den russischen Teilrepubliken des Nordkaukasus aufgenommen wird.

  • ThoDan   |   06. März 2014 - 14:49

    @Stefan

    War das eine Abstimmung unter dem Präsentieren der Bajonette?

    @KeLaBe

    Rom hat Mamertiner hingerichtet oder sich mit ihnen verbündet, je nach dem wie es passte

  • NMWC   |   06. März 2014 - 14:50

    @Stefan
    Falsch. Hier wird nicht in der Sache argumentiert. Auch nicht von Ihnen.
    Lesen Sie nochmal meinen letzten Eintrag durch. Da werden Sie feststellen dass lediglich der erste Absatz an Sie gerichtet war. Die anderen beiden Teile waren allgemeiner Natur. Vor allem der letzte Absatz.
    Aber ich sehe schon. Es ist zwecklos hier auf Sachen hinzuweisen, wenn der Empfänger nur das liest was er lesen will.

  • T.Wiegold   |   06. März 2014 - 14:51

    Hallo. Hatte ich nicht irgendwie gebeten, die persönlichen Auseinandersetzungen zu beenden?

  • J.R.   |   06. März 2014 - 15:06

    @ Stefan

    Die Russen in der Ukraine wollen nicht nach Russland

    Auswanderung gab es schon immer (überall auf dieser Welt), dass ist keine Besonderheit. Zur Zeit wollen Millionen ausländische Rüssen nach Russland. Und sie wollen ihr Land auch gleich mit nach Russland nehmen.

    Vielleicht hätten sie Ihren Rat mit dem Menschen fragen mal selbst beherzigen sollen? ;)

    Meine Erfahrung geht stark in die Richtung, dass Menschen mit ausländischen Wurzeln diese als Teil ihrer Identiät sehen, den Wunsch haben, dass die Gesellschaft das auch akzeptiert, und sich generell ein gutes Verhältnis zwischen dem Land ihrer Herkunft/Eltern/Großeltern und dem in dem sie leben wünschen. Die meisten sehen sich eh als Bürger des Landes sehen, in dem sie leben, außer sie sind nur für einen kurzen Zeitraum für Beruf oder Studium im Land – und selbst dann spielt das Leben oft anders als geplant.

    Abgesehen von Flüchtlingen dürfte der Anteil jener, die zurückwollen, aber nicht können, verschwindend gering sein. Was mir hingegen noch nie untegekommen ist, ist dass jemand das Land in dem er lebt in ein anderes eingliedern wollte.

    Da müssten Sie dann schon begründen, warum gerade die Ukrainer anders ticken als alle anderen Menschen der Welt, und auch insbesondere jenen in anderen Staaten des Warschauer Pakts.

    Wenn Sie die Befürworter des Beitritts zur Eurasischen Union meinen: Bei dieser Minderheit (um 25% iirc) geht es um eine Partnerschaft mir Russland. Würden Sie diese Menschen fragen, ob sie eine Eingliederung der Ukraine nach Russland wünschen, würden Ihnen die meisten wohl den Vogel zeigen.

    Selbst auf der Krim, die im Gegensatz zum Rest des Landes vor 50 Jahren mal zu Russland gehört hat, und die zur Sowjetzeiten ihren Höhepunkt hatte, wünschen sich gerade mal 23% eine Eingliederung nach Russland.

    Internationale Stimmungsmache von Profis

    Tatächlich ist die Stimmung gegen die Russische Invasion in der ganzen Ukraine mehr als deutlich. Die ukrainisch orthodoxe Kirche und die ukrainischen Rabbis haben eindeutig agegen Position bezogen, die gewalttätigen Demonstranten in Kharkiv aus Russland eingefahren, die Behauptung von Hunderttausenden nach Russland flüchtenden Ukrainern ein mit Bildern der normalen polnisch-ukrainischen Grenzverkehrs unterlegter Staats-Hoax. Und so weiter.

    Und das alles als Versuch Russlands, der Welt eine “Teile der Ukraine wollen heim ins Reich”-Stimmung vorzumachen. Ist ja auch mal wieder erschreckend zu sehen, wie in den Kommentarspalten neben dem Victim Blaming (“Die Ukraine ist schuld an der Invasion”) eben gerade dieses Narrativ um sich greift. Auch bei respektierten Postern, denen man sicher keine Putin-Stenographie untestellen würde, wie etwa Vtg-Amtmann.
    Auf eine beängstigende Weise ist es schon faszinierend, wie geschickt Russland hier zweigleisig fährt. Neben das “Ihr könnt eh nichts tun”-Narrativ wird ein “Die wollen das ja auch”-Narrativ gesetzt, dass das ganze etwas erträglicher machen soll. Beide sind falsch, aber beide kommunizieren genau das, was die Zielgruppe hören will bzw. noch zu akzeptieren bereit wäre. Im Einzelnen sind die Stories extrem plump und offensichtlich falsch, aber in der Masse scheint da eben doch der “Wenn genug Scheisse fliegt bleibt irgendwas hängen”-Effekt zu greifen. Die Schlagzeile prägt eben mehr als deren Widerlegung.

  • Stefan   |   06. März 2014 - 15:07

    @T.Wiegold
    Kein Problem, ich wollte mir nur ersparen die Assagen des Zitats mühsam in eigene Worte umzuformulieren. Das wäre dann noch viel länger geworden. So etwa wie der Beitrag von JR vor mir. Ich gelobe zukünftig fleißiger zu sein.

  • Georg   |   06. März 2014 - 15:11

    @ Stefan

    Es ist immer wieder interessant wenn man liest wie empfindlich jemand reagiert, wenn man ihn nach seinen Motiven befragt.

    Schön wäre es, wenn sie auf meine Aussage eingegangen wären, also wenn sie sich erklärt hätten ob sie in ihrem eigenen Namen oder für eine Organisation, der sie nahe stehen, oder event. deren Mitglied sie sind, sprechen. Das erleichtert nämlich die fachliche Einordnung der Beiträge.
    Bezgl. Ukraine lese ich die Beiträge von beiden Seiten und versuche mir ein Urteil zu bilden. Wobei ich ein gewisses Verständnis für das russische Vorgehen entwickeln kann, was jedoch völkerrechtlich nicht legitim ist, das war aber der Einmarsch der Amerikaner im Irak jedoch auch nicht. Die angeblichen Massenvernichtungswaffen sind ja nie gefunden worden. Nur kann man ein Unrecht nicht mit einem anderen Unrecht aufwiegen.

    Nun hilft dies alles nicht weiter. Fakt ist, die USA verstärken das Air Policing in den baltischen Staaten und das ist meiner Meinung nach in Ordnung. Die Balten haben Angst vor den Russen. Die Russen haben es aber in der Syrienfrage nicht anders gemacht. Sie haben Kriegsschiffe vor die syrischen Küste positioniert, die klar machten ein Angriff der USA auf Syrien hätte eine Verwicklung mit den Russland bedeutet.

    Die Giftgasattacke in Syrien, (diejenige die zum Eklat führte) kam von den Regierungstruppen, auch wenn die Gegenseite auch im kleineren Umfang Giftgas eingesetzt hat.

    Zitat: “Und auf wessen Gehaltsliste stehen Sie?

    Es ist schon stark unter der Gürtellinie “b” niedere Motive zu unterstellen, nur weil sie ihn inhaltlich nicht das Wasser reichen können.”

    Ich unterstelle Herrn “b” überhaupt keine niedrigen Motive, er vertritt nur kontinuierlich den Standpunkt der russischen Regierung, ob aus Überzeugung oder weil es sein Job ist, sei dahingestellt.

    Und zu meiner Gehaltsliste – ich stehe als pensionierter Berufsoffizier auf der Gehaltsliste des BMVg und auf wessen Gehaltsliste stehen Sie ?

  • Stefan   |   06. März 2014 - 15:15

    @J.R. | 06. März 2014 – 15:06

    Was mir hingegen noch nie untegekommen ist, ist dass jemand das Land in dem er lebt in ein anderes eingliedern wollte.

    Sie haben offenbar den BEITRITT der DDR-Länder zur Bundesrepublick Deutschland noch nicht miterlebt oder anderweitig verpasst.

  • KeLaBe   |   06. März 2014 - 15:29

    @ J.R.

    So ganz sicher bin ich mir da nicht. Das geplante Referendum auf der Krim (wenn es denn dazu wirklich kommt) ist zwar völkerrechtlich unverbindlich, aber wird dennoch eher eine Mehrheit finden. Das vermute ich mal aus dem Bauch heraus, ohne freilich nähere Daten zu besitzen.

    Das schlicht aus 3 Gründen: Erstens der psychische und wohl auch physische Druck, der seitens der Befürworter zweifelsfrei zu erwarten ist. (Wer überprüft überhaupt die Wahlen?) Zweitens die wohl recht großzügigen finanziellen Lockangebote Russlands, die korrumpierende Wirkung entfachen. Und drittens die offene Frage, ob die Krim auf sich allein gestellt lebensfähig ist. Dabei gehe ich mal davon aus, dass die mehrheitliche russisch-sprachige Bevölkerung – anders als etwa die Krim-Tataren – einen Verbleib in der Ukraine nicht anstrebt.

    Also: So, wie die Dinge stehen, erwarte ich persönlich das von Russland gewünschte und offenbar von langer Hand vorbereitete Ergebnis. Daher wird derzeit auch so ein hoher zeitlicher Druck aufgebaut. Wie die Völkergemeinschaft darauf reagiert, ist eine andere Frage.

  • J.R.   |   06. März 2014 - 15:36

    @ Stefan
    Da Sie die Wiedervereinigung wohl auch miterlebt haben, dürfte Ihnen ja noch in Erinnerung sein, dass diese als Wiedervereinigung zweier deutscher Staaten zu einem gemeinsamen Deutschland gewünscht und wahrgenommen wurde, die dann verfassungsrechtlich von der CDU als Beitritt der DDR zur BRD umgesetzt wurde (mit allen Problemen die sich daraus langfristig ergaben).

    Das trifft weder auf die Ukraine, noch auf die Krim zu.

    Neu wäre mir auch, dass die deutsche Wiedervereinigung von Hunderttausenden in der DDR lebenden BRDlern forciert worden sei. ;)

    (Wer Putins Vorgehen verstehen will, der kann sich aber vielleicht mal das Saarland oder Süd-Ossetien anschauen: Erst abtrennen, dann Kontrolle über Verwaltung und Meinung herstellen, dann Eingliedern. Das was derzeit auf der Krim abgeht ist erst das Vorspiel; die Ernte dürfte erst in ein paar Jahren anstehen.)

  • Stefan   |   06. März 2014 - 15:52

    @Georg | 06. März 2014 – 15:11
    Ich bin partei- und kofessionslos, und nur meinem gesunden Menschenverstand und meiner Lebenserfahrung verpflichtet. Ich liebe das Militär und den Frieden. Ich gehe auf keine Demos. Ich bin für eine starke Landesverteidigung, die Wehrpflicht und gegen Auslandseinsätze der BW. Ich hasse Kriegshetze. Würde ich in Bayern leben, dann wäre ich möglicherweise Mitglied der CSU. Ich bin komunalpolitisch aktiv. Ich habe einen Hochschulabschluß, 5 anerkannte Berufsabschlüsse, habe den großten Teil meines Lebens in höheren militärischen und zivilen Führungspossitionen gearbeitet, war Unternehmer und bin jetzt im Ruhestand. Ich war viele Jahre Segelflieger, war Judo-Kampfsportler und liebe Countrymusik (besonders aus den USA) und die Deutsche Sprache. Ich hasse “Denglisch”. Und ich vermisse einen gesunden Nationalstolz in Deutschland.

    Ich hoffe ich bin Ihren Wünschen damit umfassend nachgekommen. Und habe damit hoffentlich nicht jegliche Sympathien verloren.

    Nun aber bitte nicht meine Person zum Gegenstand weiterer Diskussionen machen. So wichtig bin ich nun auch wieder nicht. ;-)

  • Stefan   |   06. März 2014 - 16:00

    @J.R. | 06. März 2014 – 15:36
    Es war keine Wiedervereinigung von zwei deutschen Staaten, sondern der BEITRITT von fünf ostdeutschen staatlich nicht souveränen Ländern plus Ostberlin zur Bundesrepublick Deutschland. Einen ähnlichen Beitritt zu Russland plant die Führung der Krim.

  • Georg   |   06. März 2014 - 16:02

    @ Stefan

    Danke für die ausführliche Darstellung ihres Hintergrundes !

  • MikeMolto   |   06. März 2014 - 16:08

    Zur anderen Frage: Wie ist die Stimmung in der Ukraine?
    Ich habe gestern mit Freunden (Ehem Bordkameraden a.d. HS) in Odessa telefoniert, Aussage: Alles in Ordnung, Lage normal, man hat den Eindruck der Teufel wird mit dem Beelzebub ausgetrieben bzgl Korruption und Versorgung.
    Ukrainisch-staemmige Freunde in S-H haben ebenfalls mit Familie in Nikolaevsk u. Kiev telefoniert, alles ruhig, die normale Zivilbevoelkerung geht ihrem Tagesjob nach.
    Zu anderen Berichten (sorry, Hr Wiegold): Ich habe gelernt den Auslandskorrespondenten nicht zu trauen, erstens gehen nur wenige in die ‘Schusslinie’, 2. Wollen viele bei kritischer Berichterstattung ihre Akkreditierung nicht verlieren, 3. haben sie auch eine ‘Agenda’ (zB hat niemand seinerzeit ueber Gorbachev richtig berichtet, sie wurden vom ‘Elend’ in der DDR ueberrascht, Jugoslavien hatte auch niemand ‘kommen’ sehen. das Gleiche gilt verstaerkt fuer die ‘Experten’ im AA!!!

  • Alarich   |   06. März 2014 - 16:32

    Dominik | 06. März 2014 – 13:27
    Das sind die Eltern die bekamen noch mit anti Deutschtum
    Die Kinder die auch bei der BW sind die sind mehr mit Russland gebunden ( nicht alle ) aber ich habe einige mit bekommen ( Beruflich ) da kamen schon Deutschfeindliche Sätze über die Lippen wohl Sie den grünen Ausweis hatten
    Und Ich ( meinten Sie ) bin von meinen nach Deutschland verschleppt geworden, da musste ich mir immer das verkneifen
    Vor allem später als ich erfuhr das es Verbindungen gibt zwischen Drogen und FSB nur die ganz oben zwar aber das macht mir schon Angst, und das die meisten der Szene Gefahr ausgeht mit Hepatisch C
    Die sind nicht bei der BW aber die sind in ihren Gettos am Ende wieder zusammen am WE