SOF Air geht zur Luftwaffe nach Laupheim

UH72-A_Lakota

Es wird keinen Kenner und hier kaum einen Leser überraschen, aber die Entscheidung wollte ich doch wenigstens noch schnell melden: Die 15 Hubschrauber vom Typ EC645T2 für Spezialkräfte, deren Beschaffung für knapp 200 Millionen Euro der Bundestags-Haushaltsausschuss im Juni beschlossen hat, werden der Luftwaffe zugeordnet.

Aus dem Schreiben von Verteidigungs-Staatssekretär Rüdiger Wolf vom 25. Juli  an den Verteidigungsausschuss :

Aus funktionalen und wirtschaftlichen Gründen hat Herr Bundesminister Dr. de Maizière die Stationierung des Elementes LUH SOF als Teil des Hubschraubergeschwaders 64 (HSG 64) der Luftwaffe am Standort Laupheim entschieden.

(LUH SOF steht für Light Utility Helicopter Special Operations Forces)

Der Standort Laupheim ist sinnvollerweise nah genug an Calw, dem Standort des Kommandos Spezialkräfte (KSK). Organisatorisch wechselt allerdings die Zuständigkeit für die direkte Einsatzfliegerei der KSK-Soldaten vom Heer zur Luftwaffe. Die hatte dafür unter anderem das Argument vorgebracht, dass alle anderen Lufttransporte des KSK auch Aufgabe der Luftwaffe seien – entweder mit Flugzeugen oder mit dem mittleren Transporthubschrauber CH53 (der allerdings erst im Zuge der jüngsten Reform vom Heer zur Luftwaffe wechselte).

Zur Ergänzung noch die Pressemitteilung von Eurocopter nach dem Vertragsabschluss am 11. Juli:

Kommando Spezialkräfte fliegt künftig Eurocopters Mehrzweckhubschrauber EC645 T2
Donauwörth, 11. Juli 2013
Eurocopter und das Bundesministerium der Verteidigung haben heute einen Vertrag über 15 leichte Mehrzweckhubschrauber (LUH – Light Utility Helicopter) des Typs EC645 T2 für das Kommando Spezialkräfte (KSK) unterzeichnet. Damit ist auch die Bundeswehr Kunde für das leistungsstärkste Modell der bewährten EC145-Familie von Eurocopter.
Der Vertrag mit einem Gesamtvolumen von 194 Millionen Euro umfasst neben den Hubschraubern auch die entsprechenden Ausrüstungspakete für die Durchführung von Spezial- Einsätzen des KSK. Die Auslieferung der 15 Maschinen soll Ende 2015 beginnen und bis Mitte 2017 abgeschlossen sein.
„Mit der Auswahl der EC645 T2 setzt die Bundeswehr eine internationale Messlatte und zugleich auf einsatzerprobte und weltweit bewährte Technologien. Die EC145 als Basis für die EC645 T2 fliegt unter anderem mit über 270 Maschinen ausgesprochen erfolgreich bei der U.S. Army“, erklärte Eurocopter Deutschland CEO, Dr. Wolfgang Schoder, anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „Sie bietet somit eine ökonomische, risikoarme und zeitnahe Lösung für Missionen von Spezialkräften und hat sich schon vielfach im internationalen Wettbewerb durchgesetzt.“
Die Beschaffung des LUH schließt eine wichtige Fähigkeitslücke für das vielseitige Aufgabenspektrum der Spezialkräfte. Die Hubschrauber sollen für Missionen wie Spezialkräftetransport,    Feuerunterstützung    und    Aufklärung    bei    T ag    und    Nacht    eingesetzt werden.
Die EC645 T2 LUH verfügt über ein modernes, digitales Cockpit mit voller Nachtsichttauglichkeit und 4-Achsen-Autopilot. Die Kommunikationsausstattung mit taktischen Radios befähigt zur Interoperabilität unter NATO-Streitkräften. Ein schnelles Auf- und Absitzen der Spezialkräfte wird durch eine geräumige Kabine in Kombination mit zwei großen seitlichen Schiebetüren und doppelten    Hecktüren    ermöglicht.    Das    maximale    Abfluggewicht    beträgt    3,7    T onnen.    Der ummantelte Fenestron-Heckrotor sorgt für zusätzliche Sicherheit der Truppe insbesondere bei Flugoperationen in engen Landestellen und bei laufendem Rotor am Boden.
Darüber hinaus gehören zum Missions-Ausrüstungspaket unter anderem Abseilvorrichtungen, Außenlasthaken und Seilwinden. Die weitere Ausrüstung umfasst Bordbewaffnung und ein elektro-optisches System zur Aufklärung. Ein Selbstschutzsystem sowie Panzerungen dienen dem zusätzlichen Schutz der Besatzung. Die EC645 T2 ist mit zwei Turbomeca-Triebwerken Arriel 2E und vollautonomer digitaler Zweikanal-Triebwerkssteuerung (FADEC) ausgestattet.
Die Maschine kann in einem Airbus A400M strategisch verlegt und unmittelbar nach Entladung am Zielort zum Einsatz bereitgestellt werden.
Mit der Wahl eines Hubschraubers aus der EC145-Familie von Eurocopter erhält die Bundeswehr ein Modell, dessen Basis weltweit für unterschiedliche Missionen eingesetzt wird. Rund 600 Maschinen wurden bereits an mehr als 40 Länder ausgeliefert. Eine internationale Referenz für die Effektivität und Effizienz der EC145-Familie ist das LUH-Programm der U.S.-Streitkräfte, welche die EC145 unter der Bezeichnung UH-72A Lakota als leichten Mehrzweckhubschrauber seit 2006 erfolgreich einsetzen. Mehr als 270 der 322 bestellten wurden bereits fristgerecht und im Kostenrahmen geliefert. Die U.S.-Army hat die UH-72A wiederholt als Referenzvorhaben für erfolgreiche Beschaffungen hervorgehoben. Die EC145 wird darüber hinaus seit vielen Jahren von namhaften Kunden wie der Sécurité Civile, der Gendarmerie Nationale, der DRF, dem ADAC sowie bei zahlreichen Streitkräften und Polizeihubschrauberstaffeln weltweit eingesetzt.
Darüber hinaus kann die Bundeswehr mit der EC645 T2 wichtige Synergiepotentiale nutzen. Denn die Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg setzt zur Ausbildung ihrer Piloten bereits seit vielen Jahren den EC135 Schulungshubschrauber ein. Das Familienkonzept von Eurocopter ermöglicht somit zusätzliche Nutzeneffekte bei Training, Betrieb und Logistik dieser Hubschrauber.

(Foto: Der von den US-Streitkräften eingesetzte UH-72A Lakota – dieses Foto hatte Eurocopter mit seiner Pressemitteilung geschickt)

 

118 Kommentare zu „SOF Air geht zur Luftwaffe nach Laupheim“

  • Maggus   |   26. Juli 2013 - 18:07

    Achso und der NH90 wird vom KSK nicht genutzt?? Was ist denn das für eine schwachsinnige Argumentation? Das KSK wird eher den NH90 sehnsüchtig erwarten.

    Bin ja gespannt, wann die Heeresflieger endgültig aufgelöst werden.

  • huey   |   26. Juli 2013 - 18:24

    Na, dann ist die Luftwaffe wohl damit der “Gewinner” dieser Transformation-schließlich haben sich die Herren in Blau von “Wir machen mal ein bisschen Rettungsfliegerei wie der ADAC” hin zu “Wir sind die einzigen, die nen richtig großen Hubschrauber fliegen” hin entwickelt-und nun auch noch SOF…

    Da bin ich ja mal gespannt….

    Unser hoher Herr Minister (der ja so gerne endlich mal seine Lorbeeren ernten möchte), hat hier wieder eine Chance verpasst, etwas “besser” (oder wenigstens mal “richtig”) machen zu können-nämlich die Hubschrauber auch dem zu unterstellen, der sie letztendlich benötigt: Nämlich direkt dem KSK.

    Das KSK braucht Hubschrauber (und Piloten), die ihre Verfahren und Vorgehensweisen in-und auswendig kennen; und keine, die erst einmal 2 Stunden anreisen müssen, dann ihr Hotelzimmer beziehen, dann für 2-3 Stunden “mal ein bisschen rumprobieren”-und dann wieder heimfliegen…

    Eine direkte Stationierung in Calw hätte auch im Alarmierungsfalle einige Vorteile-schließlich möchte man gemeinsam den Flugplatz in Stuttgart nutzen….

  • schröter kevin   |   26. Juli 2013 - 18:32

    Dem iss nix hinzuzufügen huey

  • Schrauber   |   26. Juli 2013 - 18:41

    Alles richtig soweit….

    Aber alle die angesprochenen Punkte kann man einfach umgehen, indem man das in Heeresfliegerkreisen schon thematisierte “Joint Helicopter Command” aufgestellt hätte. In anderen Ländern wird das ja erfolgreich durchgeführt und eine weitere Teilstreitkraft wäre nun echt nicht der Aufwand gewesen. Hat mit der SKB ja auch funktioniert.

    Dann wären vll die Leute zusammengebracht worden, die in Deutschland die Hubschrauberfliegerei auf ein neues und einsatzfähiges Niveau gehoben hätten. Damit wäre man auch dem Problem aus dem Weg gegangen, dass man Heerespiloten auf NH-90 umschult und Lw-Piloten auf CH-53.. Und genau das Gleiche mit dem technischen Personal.

    Mit solche einer Entscheidung hätte der Minister Lorbeeren ernten können und gleichzeitig verhindert, dass wir alle nach Anerkennung gieren, da wir zufrieden gewesen wären!

  • Bang50   |   26. Juli 2013 - 18:43

    Sind in Laupheim nicht auch die neuen “Kampfretter”?

  • Schrauber   |   26. Juli 2013 - 18:44

    Jap

  • Daniel S.   |   26. Juli 2013 - 18:53

    Auf der Homepage der Luftwaffe (luftwaffe.de) findet man heute auch einen Bericht über das HSG 64 in Laupheim. Die Kampfretter werden auch erwähnt. Dachte schon die Einheit ging in den ganzen Reformen wieder verloren…

  • AB   |   26. Juli 2013 - 18:57

    Sollte die Bw am Ende etwa mal etwas beschafft haben, was sofort und nicht erst nach 25 Jahren Entwicklungszeit eingeschränkt verfügbar ist? Man will es kaum glauben. :-D

    Und zur Stationierung: Ich glaube kaum , dass sich Calw als Fliegerstützpunkt eignen würde. Die 160th SOAR sind ja auch nicht in Ft. Bragg oder Virginia Beach stationiert. Die Calwer sind ja auch ständig in der Republik auf Lehrgängen oder Übungen unterwegs…

  • AB   |   26. Juli 2013 - 19:05

    Moment, ich dachte das CSAR-Programm wurde eingestellt? Und wenn nicht, wird das was gescheites im Sinne der US-Parajumpers (quasi Lw-SOF) oder eher was Bw-typisches wie Lw-Sicherer mit CFR-B/C?

  • Bang50   |   26. Juli 2013 - 19:15

    Irgendjemand hatte mal hier eine Aufzählung über die Ausbildungsinhalte der Kampfretter – das ging ehr in die Richtung US-Parajumpers bzw. Niveau eines Kommandosoldaten aus Calw. Schätze Calw war hier auch Geburtshelfer.

    Damit hat jetzt auch die LW Spezialkräfte.

  • Daniel S.   |   26. Juli 2013 - 19:19

    Mich wundert nur das der Identitätsschutz nicht für diese Soldaten gilt. Die Gesichter der Soldaten auf der Seite der Luftwaffe wurden nicht unkenntlich gemacht. Ich habe gehört, dass die Ausbildungsinhalte sich klar an den US- Parajumpers orientieren, allerdings vom Niveau eher wie bei EGB- Soldaten.

  • Vtg-Amtmann   |   26. Juli 2013 - 19:27

    Rein artilleristisch gesehen ist der erste Schuß nach Laupheim schon mal nicht schlecht und relativ nah am Ziel. Wenn der zweite Schuß nach Zweibrücken gegangen wäre, wäre man genauso nah am Ziel, das „Gabeln“ hat man aber vergessen und Calw wäre wie Huey schreibt der absolute Volltreffer gewesen!

    Niederstetten, Fritzlar, Bückeburg, Fassberg und Celle scheden da artilleristisch und als Querschläger sicherlich aus?!

    Die Mühen um den erstens Schuss – und dies im militärischen und politischen sowie fachlich professionellen Background – würden hier den Thread und auch den Blog sprengen. Aber es wurde sehr sehr viel gegen Inkompetenz und Mängeln an Expertise im Hintergrund gearbeitet und erreicht.

    Den Rest – speziell die ECD-Pressemitteilung – kann man vergessen. Ich sage dazu vorerst mal fast nichts, um die Diskussion offen zu halten. Nur soviel sei gesagt, so einen absolut substanzlosen und auch faktischen Blödsinn wie ECD schreibt, habe ich nicht erwartet. Allein die FENESTRON-, ADAC- und DRF-Argumentation ist Schwachsinn „hoch drei“! Und wenn man die Leistungsbeschreibung für den SOF-LUH offenlegt, dreht es einem dem Magen rum. Wie war das noch mit der Reibungswärme und dem Wohlbehagen des BMVg?

    P.S.:Es haben auch von den bei der Marktsichtung “ausgeguckten” Bietern samt deren Produkten nur zwei ein Angebot abgegeben und damit das sehr fragwürdige Leistungsverzeichnis anerkannt. Das waren ECD (645 T2) und Bell Textron (B 429) mit seiner Europaniederlassung in Prag. Das soll nicht heißen, dass es keine weiteren Anbieter nebst geeignter SOF-LUH gab und einer Systembetreuung (LIFE-CYCLE) gab. Aber es soll auch solche Bieter geben, die sich nicht zum Alibi-Bieter degradieren lassen! Möge das Heer mit seinem “marktverfügbaren und evaluierten” EC 645 T2 noch vor ziviler und militärischer Zulassung, der zur Luftwaffe ging, glücklich werden.

  • Boris Schneider   |   26. Juli 2013 - 19:34

    Da hat sich wohl jemand echt keine Gedanken um die Identität der Soldaten gemacht. Aber wer weiß. Vielleicht sind sie nicht vom Schutz betroffen. Man kann es nur mutmaßen. Danke für den echt lesenswerten Artikel!

    [sorry, aber der Link ist echt Werbung. Bitte so nicht. T.W.]

  • Peter   |   26. Juli 2013 - 19:36

    Aber es ist doch zumindest ein Meilenstein, daß die BW erprobtes Qualitätsgerät von ECD bekommt und das auch zeitnah einsatzbereit haben wird.
    Man stelle sich vor, man hätte sich für einen durch Gebrauchtwagenhändler vertriebenen italienischen Joghurtbecher entschieden, der zuviel heiße Luft produziert.
    Wenn ich da im Jemen entführt werde, rufe ich doch besser gleich 110.

    Glunsch an die Bundeswehr zu ihrem neuen Hubschrauber.

  • Memoria   |   26. Juli 2013 - 19:41

    Abseits von Material und Standort:
    Kernproblem ist aus meiner Sicht, dass man das bisherige Bo-Personal des SOF Air-Elementes in Laupheim (!!) Ende letzten Jahres bewußt (!) in alle Winde verstreut hat (inkl. DZE). Echte Wissensträger.

    Da will man SOF Air betreiben, vergisst aber die Nr. 1 der SOF Truths:

    “Humans are more important than hardware.

    People- not equipment- make the critical difference. The right people, highly trained and working as a team, will accomplish the mission with the equipment available. On the other hand, the best equipment in the world cannot compensate for a lack in the right people.”

    Nun fängt man mit Zulauf der LUH personell (wieder) beinah bei Null an.

    Verantwortlich Der ehemalige InspH, GenLt Freers.
    Mittlerweile: 4-Sterne-General
    Leistung muss sich wieder lohnen..

  • Maggus   |   26. Juli 2013 - 20:26

    “Joint Helicopter Command” ?

    Wozu? Hubrschrauber bei Heer und Marine konzentrieren und fertig aus. Wozu noch so eine Fehlgeburt wie die SKB schaffen?? Irgendwann hat man vor lauter “Joint” keine Teilstreitkräfte mehr.

  • Vtg-Amtmann   |   26. Juli 2013 - 20:41

    Auszug aus der „EuROCOPTER- bzw. EC 645-freundlichen“ Leistungsbeschreibung des SOF-LUH-Teilnehmer-Wettbewerbs:

    Jeder LUH ist in der Lage, zusätzlich zur Luftfahrzeugbesatzung (2) [ca. 240 kg] mindestens vier (4) weitere voll usgerüstete Kommandosoldaten (insgesamt mindestens 550 kg Zuladung einschließlich Kommandosoldaten) über eine Strecke von 50 km zu verbringen (Absetzverfahren Fast Rope). Dabei verweilen die LUH mindestens 30 Minuten am Einsatzort in der Luft. Bei Abbruch der Mission ist die Rückführung der Soldaten zum Ausgangsort mit dem Hubschrauber möglich.

    Folgende Parameter sind zu berücksichtigen:
    Abflugort: Höhe 1.000 ft MSL, OAT 35°C
    Entfernung zum Zielort: 50 km
    Zielort: Höhe 4.000 ft MSL, OAT 30°C.

    N.B.: Bevor wir von 95F/5K reden; 1.000 ‘ = 304.8 m [entspricht etwa der oberen Rheinebene], 4.000 ’= 1.219.2 m [entspricht etwa Schausinsland bei Freiburg]. Also schreibt man den Terroristen bei einem geplanten PR-Einsatz, wir, das BMVg bitten höflichst die Geiseln zwischenzeitlich moderat zu behandeln, denn die heutigen Außentemperaturen und die Leistungsdaten unserer SOF-LUH , bzw. die Prospektangeben des Herstellers lassen leider erst bei entsprechend päßlichen meteorologischen Gegebenheiten eine Geiselbefreiung zu.

    Von Afghanistan mag ich da gar nicht mehr reden, da langt schon ein lumpiger großer Tanker über dem bei ISA + 15 in Sea-Level die Luft flimmert und die Density-Altitude „Gebirgsflug“ bei HOGE und Fast-Roping ansagt. Absoluter Schwachsinn sage ich da nur nach 43 Jahren Hubschrauberfliegerei! Und die Seemöwen haben eine bessere Überlebenschance, denn der FENESTRON ist kleiner als ein konventioneller Heckrotor und verscheucht aufgrund seiner hohen Frequenzen eher diese Vögel.

  • Schorsch   |   26. Juli 2013 - 22:45

    @Amtmann
    Wie kommen Sie eigentlich darauf, dass der EC645 einen Fenestron hat? Der EC145 hat jedenfalls keinen. Klar stehts in der Pressemitteilung von EC, aber ob es stimmt?

  • schleppi   |   26. Juli 2013 - 23:42

    Endlich mal eine Entscheidung, die bezüglich der Stationierung und der organisatorischen Zuordnung etwas Sinn macht. Personell wird die Lw jedoch damit Probleme bekommen. Das Personal muss erst gefunden und ausgebildet werden. Dafür, dass das in Zukunft immer schwieriger wird, hat das BMVg nachhaltig gesorgt; Wer will schon ein noch höheres Risiko mit größeren Erschwernissen, bei Zulagen, die seit 20 Jahren nicht angepasst wurden und der sicheren Aussicht freundlich aber bestimmt in den Hintern getreten zu werden, wenn es dem Dienstherrn gefällt zu reformieren.

  • K.B.   |   27. Juli 2013 - 0:26

    @Schorsch:
    Die aktuellen EC145/645 haben in der Tat noch einen konventionellen Heckrotor.
    Die T2-Variante bekommt aber einen Fenestron (neben einigen anderen Upgrades).

  • Helidoc 262   |   27. Juli 2013 - 8:47

    Wie heißt noch mal der Totengräber der Heeresflieger ?

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 8:56

    Bei dieser LUH story muß ich immer an den Alpha Jet denken

  • Vtg-Amtmann   |   27. Juli 2013 - 9:14

    @KB: Aus militärischer Sicht ist ein FENESTRON ein “Down-Grade” und beweißt, daß die Beschaffer und die weiteren Verantwortlichen keine Ahnung von der Materie haben.

    Wenn ich da in der Pressemitteilung lese “Der ummantelte Fenestron-Heckrotor sorgt für zusätzliche Sicherheit der Truppe insbesondere bei Flugoperationen in engen Landestellen und bei laufendem Rotor am Boden”, kann ich nur noch den Kopf schütteln und sagen, die SOF-Kräfte sind eingewiesenes Personal und keine Rettungssanitäter mit “Blaulicht an der Mütze”.

    Gerade bei Confined-Area-Landings und HOGE bei Fast-Roping und Feuerunterstützung braucht man Heckrotor-Leistung und Heckrotor-Response bis zum “Umfallen” und genau da ist der den FENESTRON aerodynamisch unterstützende große Heck-FIN nicht mehr angeströmt. Im Übrigen ist das “FENESTRON-Dünnblech-Gefrickel” extrem empfindlich gegen Sand, Schnee, FOD sowie Beschuss. Und leiser ist der FENESTRON auch nur im Über- bzw. Reiseflug.

    Im militärischen Flugbetrieb erfordert der FENESTRON aufgrund seiner baubedingt geringeren Bodenfreiheit zudem ein hohes Kufenlandegestell, was hinsichtlich Dynamic-Rollover und “Hau-Ruck-Landungen” im Gelände das Flugverhalten und Handling noch kritischer macht. Zudem ist der FENESTRON mangels Schlaggelenken – im Gegensatz zum Heckrotor – gegenüber relativem Seitenwind blind. Wenn man mal in die einschlägigen Flugunfalluntersuchungsberichte sieht, hat es i.d.R. aufgrund des FENESTRON in der Start- und Landephase und speziel im Gebirge bzw. bei Hot & High-Conditions “geknallt”.

    Für den militärischen Einsatz gibt es kein einziges vernünftiges Argument , welches für den “schicken”, aber deutlich leistungschwächeren bzw. leistungsraubenden und bedeutend komplexeren FENESTRON spricht!

    Was das “Familienkonzept von Eurocopter und die zusätzliche Nutzeneffekte bei Training, Betrieb und Logistik dieser Hubschrauber” anbetrifft, so kann man nur sagen und auch in den Berichten des Bundesrechnungshofes mehrfach nachlesen, daß die Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg seit Jahren den nicht autorotationsfähigen und nicht für die Grundschulung (Notverfahren) geeigneten Schulungshubschrauber EC 135 T1 (mit FENESTRON) einsetzt und deshalb seit 1992 eine weiterer Basisschulungs- hubschrauber benötigt wird. Nicht ohne guten Grund haben BO 105, NH90, TIGER und CH53 konventionelle und mittels Winkelgetrieben hochgesetzte Heckrotoren! Unsere Mädels und Jungs lernern schlichtweg auf dem falschen Hubschrauber.

    Und .die angeblichen zusätzlichen Nutzeffekte bei Schulung, Betrieb und Logistik dieser Hubschrauber in Bückeburg sind Gott sei Dank von den SOF-LUH und deren zukünftiger SOF- & PR-Einsätze zusammen mit den CH53 der SOF- & PR-Staffel des HTG 64 der Luftwaffe ganz weit weg!.

  • huey   |   27. Juli 2013 - 10:45

    Halten wir einmal 2 grundlegende Dinge fest:

    1. Die Bundeswehr (und damit das KSK) WIRD den LUH bekommen-und es WIRD die EC 145 T2 (oder meinetwegen 645…)-daran geht kein Weg vorbei…da hat unser Minister “den Sack wieder mal alleine zugemacht”.

    2. Der Standort ist gesetzt-und es wird KEIN Joint Helicopter Command geben.

    Seit vielen, vielen Jahren haben die Piloten versucht, die Führung (die nur teilweise über eigene Flugerfahrung auf der Alouette verfügt-und dann vielleicht mal ein bisschen VBH geflogen ist) von der Notwendigkeit anderer Lfutverbringungskapazitäten (SOF-Staffel, Angliederung an die Kommandoeinheit etc) zu überzeugen-ohne Erfolg.

    “Man” (BMVg, aber auch BWB und andere) wussten es mal wieder besser…..dieser Drops ist nun gelutscht.

    Ich nehme nun Wetten an, wie lange es dauern wird, bis:
    1. Die Hubschrauber endlich einsatzklar in Laupheim sind (und das wird NICHT vor 2016 passieren).
    2. Die Hubschrauber mehr VBH-Einsätze fliegen werden, als tatsächlich KSK-Übungen zu befliegen….

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 11:00

    “Breite vor Tiefe” geht viel weiter als einige bislang glaubten. Es gilt auch im übertragenen Sinne für die technische Auslegung unserer Waffensysteme: breite kommerzielle (europäische) technische Auslegung, möglichst flache militärische Auslegung, man könnte auch sagen “So viel kommerziell wie möglich, so wenig militärisch wie nötig”…..und das macht schon Sinn für “die Masse” der Streitkräfte. Nicht so wirklich Sinn macht es m.E. bei den KSK…..however, der HH ist eh völlig überladen, andererseits haben wir uns einsatzrollenmäßig im Rahmen EU und NATO verpflichtet….

  • Memoria   |   27. Juli 2013 - 11:02

    @huey:
    Neue Struktur, neues Glück.

    Es bedarf dann aber – wie beim LUH – den anhaltenden Impuls aus der Politik.
    Die größten Feinde einsatzbereiter Spezialkräfte sind die eigenen Inspekteure und der GI.

    Rund um 2016 wird die nächste Struktur eingenommen.
    Spätestens dann ist das JHC wieder auf dem Papier.
    Fusion DSO/DLO wurde ja auch vor 10 Jahren diskutiert.

    Ein wirklicher Einsatzverbund SpezKr wäre ja noch weitaus mehr.

    Aber das Heer plant ja für 2017ff, weiter schwerpunktmäßig langanhaltende StabOp à la ISAF.

  • Soenke Marahrens   |   27. Juli 2013 - 11:14

    @Memoria

    Warum dann nicht konsequent das komplette Heer in SpezKr umformen. Die Gladius Ausstattung (alle Funktionen einsatzbereit, Annahme) weisst doch den weg

    Die Bw in der Aufstellung warsja auch nur für die taktische Operationsfuehrung ausgelegt (plus natuerlich eine weltweit einsetzbare Marine) sonst schimpft der Klabautermann wieder…

    Ganz ehrlich selbst wenn wir wieder 500.000 plus einen entsprechenden VtdHH haetten wuerden wir doch ähnliche Diskussion en fuehren….. dann waere halt nur C5 und Flugzeugtraeger auf der Wunschliste.

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 11:17

    @Memoria

    Die gegenwärtige militärische Führung hat noch nicht begriffen welche “unternehmerischen” Implikationen der Wegfall der Wehrpflicht tatsächlich hat, zBsp im Bereich Ausbildung und damit systemisch verzahnt natürlich die Ausrüstung.
    Und dann natürlich ist die heutige militärische Führung zehn Jahre lang so politisch korrekt gebrainwashed worden, dass sie noch immer glaubt “NetOpFü” wäre funktional das Selbe wie NCW. Generale und Admirale, die Operationsführung mit Gefechtsführung verwechseln sind schon beeindruckende Typen.

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 11:21

    @Sönke

    Die Marine war nie weltweit einsetzbar, denn die technische Auslegung der Schiffe bewegte sich im geophysikalischen Parameterraum des Nordatlantik ;-)

  • Soenke Marahrens   |   27. Juli 2013 - 11:27

    @Klabautermann, gewusst habe ich es ja, es war die reine Ehrfurcht die mich zu meinrn Worten trieb…..

    ;-)

    Aber dieses Tiefe vor Breite hat auch nicht allen gefallen…

    Die noch ein paar Allmachtsfantasien zu der Zeit pflegten…

  • Memoria   |   27. Juli 2013 - 11:29

    @Soenke Marahrens:
    “das komplette Heer in SpezKr umformen. Die Gladius Ausstattung (alle Funktionen einsatzbereit, Annahme) weisst doch den weg”

    Bitte, bitte. Das war Ironie, oder?
    Abgesehen von IdZ-2/Gladius (das von den SpezKr – aus guten Gründen – komplett ignoriert wird) ist ein Keer das nur aus SpezKr besteht, ein Heer ohne SpezKr.

    SOF Truth Nr. 1-3:

    “1. Humans are more important than hardware.

    People- not equipment- make the critical difference. The right people, highly trained and working as a team, will accomplish the mission with the equipment available. On the other hand, the best equipment in the world cannot compensate for a lack in the right people.

    2. Quality is better than quantity.

    A small number of people, carefully selected, well trained, and well led, are preferable to larger number of troops, some of whom may not be up to the task.

    3. Special Operations Forces cannot be mass produced.

    It takes years to train operational units to the level of proficiency needed to accomplish difficult and specialized SOF missions. Intense training- both in SOF schools and units- is required to integrate competent individuals into fully capable units. This process cannot be hastened without degrading ultimate capability.”

    Also: Besser klein, aber fein.

    Speziakräfte sind eben keine high-tech-Infanterie.
    Aber das verstehen ja nicht mal Bundeswehr- und Heeresführung.

    Wobei in der KdB wohl einige mit Weutblick gutes hineingebracht haben

    Es geht nicht um den Wunsch, sondern den selbst gestellten Anspruch insbesondere bei “Retten und Befreien”. Natürlich ist nie genug Geld da, aber komisch für was sonst so viel Geld da ist (z.B. AGS).

    Da ist weit oberhalb der techn. Details des LUH und seiner Stationierung, einiges im Argen (BMI vs. BMVg, TSK vs. TSK). Im Ergebnis hofft man, es irgendwie hinzubekommen.

  • Soenke Marahrens   |   27. Juli 2013 - 11:37

    @Memoria

    Ad 1 wir haben dazu InFue
    Ad 2 ist ein Heer unterhalb von 2 Korps nicht bereits Qualität statt quantitaet per defibitionem
    Ad 3 6 Btl eine InfSchule…

    Also rein konzeptionell kann ich da keinen Widerspruch erkennen, braucht nur eben ein bisschen guten Willen…..

  • Prometheus   |   27. Juli 2013 - 11:38

    Unabhängig von organisatorischen und strukturellen Entscheidungen habe ich mal eine eher untergeordnete, aber ernst gemeinte Frage zum beabsichtigten Qualifikationslevel der Lfz-Besatzungen. Kann evtl. jemand der geneigten Leserschaft mir weiterhelfen wenn es darum geht, ob es auch (konzeptionell) beabsichtigt ist die Piloten sowie den Hubschrauber für Einsätze von Schiffen der deutschen Marine zu qualifizieren (DLQ)?

    Ohne eine emotionale Diskussion über ein mögliches Kompetenzgerangel zwischen SEK M und KSK vom Zaun zu brechen, das Unwort “Basis See” zu triggern oder gar in Richtung MH neu(nzig) abzudriften:

    Eine solche Einsatzmöglichkeit würde doch sicherlich die Einsatzflexibilität für DEU SOF (erforderliche Lfz-Bodenlogistik i.S. einer FOB) enorm steigern.

    Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, das jeder potenzielle zukünftige Einsatzort des KSK eine Arbeitsschutz konform eingerichtete, mit qualifizierter Flughafenfeuerwehr ausgestattete, über San Role I+ verfügende (usw. usw.) FOB im Umkreis von nur(!) 50 km um den Einsatzort (s. Leistungsbeschreibung) bieten kann.

    Kann mich da jemand erleuchten?

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 11:44

    @Sönke

    wo befinden Sie sich gerade ?
    Stufe 1: Ironie
    Stufe 2: Zynismus
    Stufe 3: Satire

    ;-)

  • Soenke Marahrens   |   27. Juli 2013 - 11:49

    @Klabautermann
    Just
    Thinking outside the box….. da muss man sich nicht sooooooo genau festlegen….

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 12:00

    Die Idee eines JointKSK – um es mal so zu nennen – geht in das Jahr 1991 zurück….und wurde im Zuge der BW-Reform unter BM Stoltenberg vom FüH gelaunched, der sich die Kampfschwimmer der Marine unterschnallen wollte…..einschl. bestimmter Verbringungsmittel ;-)

  • Soenke Marahrens   |   27. Juli 2013 - 12:06

    @Klabautermann

    Und diesen sinnvollen Vorschlag konnte man natuerlich aus maritimer Sicht nicht durchgehen lassen… denn sowas haben wir ja noch nie gemacht…..
    Und ausserdem Mein kann nicht dein sein….

    Der der dieses unsittliche Ansinnen konzeptionel wegbegruendet hat, wurde dansch sicher befoerdert.
    … und da schliesst sich dann der Kreis

    Frei nach Liddel Hart

    Schwieriger als eine neue Idee in eine Organisation hinein zu bekommen ist es regelmäßig alte Ideen herauszu bekommen….

  • Memoria   |   27. Juli 2013 - 12:28

    @Prometheus:
    Sehr guter Punkt.
    Der Bedarfsträger war bei der Konzeption gedanklich stark an AFG-ähnlichen Szenarien (FOB + 50km) ausgerichtet.
    Man kann damit natürlich auch von nem APOD aus operieren… Theoretisch.

    Aber selbst mit Seeplattform ist der Radius für den Hubschrauber begrenzt.
    Mit Blick auf die Zukunft wäre vielleicht ein luftbetankbarer Hubschrauber sinnvoller.
    Aber was bringt die Zukunft?
    Vielleicht ist die wieder der Flugplatz Mogadischu?
    Und dann reichen 50km Radius.

  • TomTom   |   27. Juli 2013 - 12:29

    @Prometheus: Kurz bevor die Verantwortung für die CH-53 gewechselt hat und dutzendfach gutes, teuer ausgebildetes und qualifiziertes Personal obsolet wurde (“Das kann die Lw auch” -> siehe Seekriegsführung aus der Luft und demnächst den Betrieb vom mTH CH-53 für den Bedarfsträger Heer) gab es durchaus immer mal wieder Bestrebungen, die Einsatzgruppenversorger als “Basis See” für die CH zu nutzen.
    Hierbei geht aber nicht nur um die Decklandequalifikation DLQ, hierbei sind noch viel mehr Dinge zu berücksichtigen.
    Um nur ein paar zu nennen: Wo soll denn das Unterstützungspersonal an Bord untergebracht werden? Da diese Versorger ja, typisch deutsch, alles können sollen, also zB Führungsschiff sein sollen, besteht ständig ein Mangel an Unterkünften.
    Sollen die Hubschrauber auch in den Hangar (Verfahranlage)? Oder nur hot betankt werden? Soll an Bord auch Service statt finden? ->Technik und Personal mitführen.
    Wie sollen sie denn das Schiff finden? In einem operationellen Szenario, wo ich vielleicht nicht auf Guard meine Position für jeden hörbar raus quake? Nachts?
    Welches Personal soll denn die DLQ erhalten? Die Marine hat, wie man hört, schon genügend Probleme, häufig genug ein Schiff zur Verfügung zu haben um das eigene Personal current zu halten. Und dann sollen auch noch Lw-Flieger dazu kommen?
    Sicherlich kann das Personal das Landen an Bord lernen, die WTD eine SHOL (Ship Helicopter Operating Limitation erfliegen und zulassen, das Personal in den taktischen Verfahren geschult werden (Positionsverschleierung etc), das ist alles kein Hexenwerk.
    Aber es hängt eben doch mehr dran, als “nur” den Hubschrauber aufs Deck zu klatschen und gut.

    Zurück zum Thema LUH nach Laupheim: Analog zu @Huey sehe ich die Personalgewinnung kritisch.
    Es gab genügend gut ausgebildete und qualifizierte Crews. Diese wurden allerdings versetzt oder schlicht verarscht, so dass ich mir nur schwer vorstellen kann, dass die gerne zurück kommen. (Ausser vielleicht, um ein EC-145 Rating abzugreifen und damit dann die Seiten zu wechseln…).
    Also bleibt man hauptsächlich bei jungen, dynamischen Offizieren hängen, frisch von der Schule.
    Und ob die Kameraden der Fraktion Schwarzmützen dann gerne bei denen einsteigen, darf zumindest bezweifelt werden.
    Die legen nämlich ihr Leben buchstäblich in deren Hände und schauen sich daher die Crews auch gerne vorher mal an, um ein vertrauensvolles Zusammenarbeiten zu etablieren.
    Breite vor Tiefe.
    Wir.Dienen.?????

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 12:29

    @Sönke

    neue Ideen sind nicht notwendigerweise bessere Ideen ;-)

    Liddel Hart hat auch was zu Taktik ohne Strategie geschrieben. Da sich die deutsche Einsatz”strategie” auf ein abstraktes “vom Einsatz her denken” beschränkt, denkt natürlich jeder auf der taktischen Ebene innerhalb seiner Inselfähigkeit rum und dann werden eben solche taktischen Suboptimierungskonzepte geboren wie zBsp ein JointKSK oedr JointHCC etc ;-) Q.E.D.

    Keine Strategie, aber taktisches Chaos, doch wir sind ja Genie !

  • TomTom   |   27. Juli 2013 - 12:33

    Nachtrag, weil ich meinen Beitrag nicht mehr editieren kann:
    Es gab sogar schon eine “Stellprobe” in Wilhelmshaven auf dem EGV, Link dazu gabs bei marine.de

    Zum JHC: Da wird die Zukunft hingehen müssen. Alles andere ist Rumgestümper.
    Ein Kommando, welches für jedes Szenario aus dem gesamten Pool der Hubschrauber der Bundeswehr das jeweils beste auswählen kann und Zugriff darauf hat.
    Eine weitere Überlegung:
    Warum haben eigentlich alle Länder, die Spezialkräfte in ganz anderen Größenordnungen (quantitativ, nicht unbedingt qualitativ) einsetzen, eigene Hubschrauber- und Transportstaffeln, die denen direkt angegliedert sind? Und zwar ohne Rücksicht auf die TSK des eingesetzten Personals?
    Was machen alle anderen falsch, was wir richtig machen….? ;-)

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 12:37

    @Prometheus
    Das Heer pflegt seine Vision des Universal Soldier
    Die Luftwaffe ihre Vision des Universal Pilot
    und
    Die Marine pflegt ihre Vision der Universal Frigate ;-))

  • Memoria   |   27. Juli 2013 - 12:41

    @Soenke Marahrens:
    Ironie, Schmarrn und out oft the box sind manchmal das selbe.
    Das ist hier eindeutig der Fall.

    Zu 1: SAS selection course und InFü.
    Zu 2: wir sind klein, wir sind schlecht, machen’s jedem Gegner recht.
    Zu 3: 3 ArtBtl eine ArtS bzw. AusbBer indirektes Feuer.
    Die Artillerie die neuen SpezKr? Danke Hl. Barbara.

    Falls sie es doch ernsthaft interessiert:
    McRaven: Theory and Practice of special operations.

    Da werden sie geholfen.
    Wenn es 2 Jahre FüAk offenbar nicht schaffen, derlei zu vermitteln. Das Buch ist übrigens seine Lehrgangsarbeit.
    Vorsicht Theorieteil mit Clausewitz.
    Ergebnis:
    Eben-Emael war der Prototyp einer Spezialoperation.
    Durchgeführt von besonders ausgesuchten und ausgebildeten Personal – und nicht von normalen Fallschirmjägern.
    Da konnte die Luftwaffe wirklich mal was :-).
    Er hat OFw Wenzel hierfür extra in Deutschland interviewt.

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 12:48

    @TomTom

    Train as U fight and fight as U are trained.

    Der Unterschied zwischen Functional und Combattant Commands ist ein gaz ganz wichtiger. Will sagen: die USA, FF and GB haben längst begriffen, dass Jointness eine Frage der taktisch-funktionalen Effektivität und Effizienz ist und nicht eine Frage der HH-Mittel Zuweisung für OrgBereiche ;-)

  • klabautermann   |   27. Juli 2013 - 13:06

    @Memoria

    Sie haben ja Recht.

    Im “Ernte-Faden” habe ich ja was zu dieser Legendenpflege der neu-deutschen militarischen FührUNG geschrieben.

    Im Gegensatz zu Wehrpflichtigen sind Freiwillige in erster Linie an Ausbildung, professioneller Ausrüstung und professioneller Beschäftigung interessiert.
    Also, weg mit dieser Legenden-ZDV aus Wehrpflichtzeiten und ein neues Buch schreiben

    “Militärisches FührEN in Deutschland des 21. Jhdt
    Kapitel 1 Erziehen zum einsatbefähigten Soldaten
    Kapitel 2 Ausbilden zu einsatzbefähigten Soldaten
    Kapitel 3 Führen in der Einsatzausbildung
    Kapitel 4 Führen im Einsatz allgemein
    Kapitel 5 Führen im bewaffneten Konflikt”

    ….oder so

  • Soenke Marahrens   |   27. Juli 2013 - 13:10

    @Memoria

    Ich setze mal das Ironie Flag….. das Thema scheint Ihnen persönlich sehr nahe zu gehen, um meinen humoristisch gemeinten Beitrag anzunehmen.

    Aber ihre Art des Denkens ist genau das gleiche Denken wie die Art die hier u.a. auch von Ihnen immer kritisiert wird.

    Entweder bleiben wir auf einer Inhaltsebene oder wir schieben eine Studie nach der snferen nach, um die eigene Position zu erhalten.

    Das das bessere stets der Feind des Guten ist, wird dann regelmaessig ignoriert, bis es am Ende keiner mehr bezahlen kann. Beschafft man vom finanziell moeglichen Standpunkt, heisdt es sofort das widerspricht allen Einsatzerfahrungen, indbesondere denen der Amis, Schweden oder sonst wem….

  • philosoph   |   27. Juli 2013 - 13:18

    Auch diese Entscheidung des Ministers zeigt wieder wie bei der letzten Struktur, dass Entscheidungen nicht eine saubere Faehigkeitsanalyse zu Grunde, liegt sondern mehr wirtschaftspoltische Interessen im Vordergrund stehen. Nebenbei scheint auch bw-intern zwischen den Org-Bereichen zusaetzlich noch keine gemeinsame Interessenlage zu bestehen Schluesselfaehigkeiten wie z.B. Drehfluegler, KSK, … unter eine einheitliche und effizientere Fuehrung zu stellen, da dann ja die aeusserst wichtigen Sternedienstposten moeglicherweise gekuerzt werden koennen. Ich erinnere nur an das neue Heer, Personalmaessig verkleinert, aber trotzdem einen Sternedienstposten mehr!

  • Soenke Marahrens   |   27. Juli 2013 - 13:20

    @Klabautermann

    Bevor wir das machen
    A. Was ist Einsatz

    6. Kapitel Militaerisches Führen unter Friedensbedingungen
    7. Kapitel Unterschied Führen im Einsatz (also unter Ungewissheit) und rechtskonformes
    Handeln in einem demokratischen Staat (primat der politik. Buergerbeteiligung bundeshaushaltsordnung etc) unsere zivilen counterparts studieren ja verwaltungsrecht nicht weil sie nichts besseres zu tun haben

    Schneidiges Auftreten allein ersetzt mitnichten Fach und Sachkompetenz

  • Memoria   |   27. Juli 2013 - 13:26

    @Soenke Marahrens:
    Meine Antwort war ja in Teilen auch ironisch.
    Ihre Bemerkungen widerspiegeln jedoch auch das unter Genstlern weit verbreitete Unverständnis für SpezKr.
    Den anderen Teil mit dem “mehr fordern und bezahlen können” ist meine heutige Überdosis an Systemverständnis (bin hierauf bereits eingegangen).
    So und jetzt kümmer ich mich daher um den Sommer.