EuroHawk: Diese Woche

EURO HAWK®

(Northrop Grumman Pressefoto)

Für mich ist in der ersten Juniwoche, wie angekündigt, no ops angesagt. Aber es wird sicherlich Diskussionsbedarf über das große Thema der Woche, den EuroHawk und den Minister-Bericht dazu, geben. Deshalb hier ein Leertitel, damit Kommentierung möglich ist – die Kommentare laufen erst mal in die Warteschlange, aber ab und zu schaut der Offizier vom Wachdienst vorbei und schaltet sie frei.

Servicelinks:
Ausschriftung: Statement des Ministers bei der Pressekonferenz

Bericht der Ad-hoc Arbeitsgruppe EURO HAWK

Bewertungen und Konsequenzen zum Euro Hawk

 

 

288 Kommentare zu „EuroHawk: Diese Woche“

  • Detlef Borchers   |   02. Juni 2013 - 10:12

    Es bleibt spannend: Laut Spiegel-Vorab wurde in der WTD 61 in Manching per UKA versucht, Material zum EuroHawk von den Festplatten zu löschen. Kommando wurde am nächsten Tag wieder aufgehoben. Außerdem soll die übergeordnete Behörde in Koblenz die Anweisung gegeben haben, sämtliches EH-Material als geheim einzustufen. Damit entzieht man sich der öffentlichen Diskussion und bunkert das Material für etwaige parl.-Anfragen in der berühmten Geheimhaltungs-Dienststelle beim Deutschen Bundestag.

  • Tom_Weinreich   |   02. Juni 2013 - 10:45

    Die Löschaktion ist krass. Die Darstellung in der Print-Ausgabe zur umfassenden Kenntnis von Wolf und Beemelmans ist politisch aber noch gravierender. Sehenden Auges ist der Minister nach Chicago gefahren und hat neben den ohnehin schon verlorenen 600 Mio. Euro für den Global Hawk weitere 400 Mio. Euro verbrannt und den Bundestag aktiv getäuscht. Verantwortung und Fehlerkultur auf allen Ebenen.

  • Elahan   |   02. Juni 2013 - 10:51

    Augengeradeaus war schneller

    Delkus | 28. Mai 2013 – 11:29
    @Vtg-Amtmann : Da bin ich ganz Deiner Meinung. Allerdings befürchte ich, das den besagten Vöglein, das Singen entweder verboten oder gar erschwert werden wird……oder es wird wieder ein Gesangsverbot erteilt….
    Wo kommen wir denn dahin, wenn jeder sein eigenes Lied trällern dürfte. Oder aber, es wird ein ganz neuer Liedtext verfasst, denn sie dann alle Singen dürfen……

    elahan | 28. Mai 2013 – 12:05
    und wann kommt das Ergebnis der so tollen Vertragsverhandlung von TdM bezgl NH90 auf den Tisch? Bevor die Akten von VS-NfD auf Geheim umgestuft werden……… so wie gerade beim EH, oder danach?

  • Koffer   |   02. Juni 2013 - 11:42

    @Detlef Borchers
    Was ist denn ein UKA?

  • Luke   |   02. Juni 2013 - 12:08

    Ich wundere mich über diese Presseberichte bezüglich der Geheimhaltungsklamotte, so hat doch TDM in der letzten Woche doch selber der Presse mitgeteilt, das nur jene EH-spezifischen Dokumente als Geheim eingestuft wurden welche dem BRH übergeben werden sollten. Und es sind nur die Dokumente als Geheim eingestuft worden, welche über ein ITAR-Sperrvermerk verfügen. Und wenn man A sagt um die Dokumente als Geheim einzustufen so muss man in letzter Konsequenz auch B sagen um die Dokumente in der Truppe aufzuspüren und zu löschen.

  • FNU SNU   |   02. Juni 2013 - 12:37

    Tja, der Wiegold-Effekt ist wieder einmal eingetreten.

    Dass die Bundeswehr leider im Bezug auf Umgang von VS-NfD-VS-geheim eher in der Kreisklasse spielt zeigt sich ja alleine daran, wie viele PC tatsächlich für Vs vorgesehen sind bzw. wieviele Monate/Jahre es dauert, bis entsprechendes Zone-0 Material eintrifft.

    Aber bei TH schnell mal alles Geheim erklären lassen.
    Wobei der ERSTELLER eines Dokuments doch den VS Grad bestimmt, und nicht der pollitisch opportun handelnde Schadensbegrenzer?

    Wie viele Rechner und Festplatten sind denn bei der WTD jetzt neu beschafft worden?
    Oder hat man mal wieder die eigenen Vorschriften hierbei ignoriert?

  • Moxy   |   02. Juni 2013 - 13:32

    @ Koffer:
    http://de.wiktionary.org/wiki/Ukas
    vgl. “odre de mufti”
    bedeutet so viel wie willkürliche Anweisung…
    :-)

  • markus, d.Ä.   |   02. Juni 2013 - 13:41

    Verteidigungspolitikerin Hoff: „Deutschland braucht die Drohne“
    berichtet “exklusiv” der tagesspiegel.

    frau hoff sieht einen dringenden bedarf nach sigint (die meinung dürfte hier geteilt werden) und will den vogel daher unbedingt weiter betreiben. zur zulassungsproblematik aht sie aber auch nichts sinnvolles beizutragen.

  • Kerveros   |   02. Juni 2013 - 13:56

    @FNU SNU:

    das Ganze hätte ja noch einen anderen lustigen Beigeschmack… wenn der _Ersteller_ nämlich jetzt von VS-NfD auf Geheim hochstufen muss, dann hat er vorher einen Sicherheitsverstoss begangen. Und da NfD nicht nachweisspflichtig ist, ist es per se auch nicht aufzuspüren. Man kann maximal anordnen alle bekannten Kopien zu vernichten – in Zeiten da VS-NfD teilweise per Mail verschickt wird ein hinreichend sinnbefreites unterfangen ;)

    Abgesehen davon richtet der Einstufungsgrad nach dem zu erwartenden Grad der Schädigung des Ansehen/der Sicherheit/Verteidigungsfähigkeit o.ä. der BRD und diesbezüglich hat sichder zu erwartende Effekt durch die aktuelle Affäre durchaus geändert

  • loup   |   02. Juni 2013 - 15:37

    Zum Nachlesen bez. Verschlusssachen (VS):

    http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_31032006_IS46065201.htm

    § 3 Geheimhaltungsgrade
    § 36 Freigabe und Betrieb von IT-Systemen

  • Ben   |   02. Juni 2013 - 15:47

    Das EuroHawk Debakel hat es jetzt zu Spiegel Titelgeschichte geschafft. Wohl ein weiterer Sargnagel für TdM. Das mit den Aussitzen wird für TdM immer ungemütlicher.

    Der Verteidigungsausschuss dürfte sich auch gegen den Weiterbetrieb des einen EH sperren. Eine Vorläufige Verkehrszulassung von Ministers Gnaden und jeder Flug muss erst beim Pentagon erbettelt werden, ist eine Weiterbetrieb des EH bei den Kosten schwer vermittelbar.

  • Hans Tonnenkäse   |   02. Juni 2013 - 16:35

    Am Ende werden sich ehh nichts ändern!
    Zumal nun den Herren im BMVg und auch “Mutti” ja die Regenwasserflut zu Gute kommt, da können sie die BW ja nochmal in der Bevlkerung als sinnvoll verkaufen und das hat ja schonmal jemanden die Wiederwahl gerettet….

  • Huey   |   02. Juni 2013 - 17:56

    Das wäre im Übrigen ein guter (Werbe)einsatz für Dronen gewesen: Aufklärung in den Hochwassergebieten….

    Eine 24-Stunden-Echtzeit-Überwachung würde den Einsatzkräften helfen……..

  • Vtg-Amtmann   |   02. Juni 2013 - 18:48

    Die EuroHawk-Pleite schlägt auf das Thema „Kampfdrohnen“ vom Minister TdM voll durch.
    Dieser und dessen StS SB haben m.M.n. wissentlich beim EuroHawk auf ganzer Linie und spätetestens seit Mai 2011 versagt! (man vgl. http://media.bloomberg.com/bb/avfile/rxEWG2sYf7BM und das war gerademal knapp 2 Monatte nach Amtsübernahme von TdM und SB). Über das was seit 2003 zur Zulassungsfähigkeit bekannt war, sei gar nicht mehr diskutiert.

    Man sehe in die „Die Welt: Millionen verschwendet – Das Euro-Hawk-Desaster entstand durch Inkompetenz. Das Drohnen-Debakel kostet Deutschland Hunderte Millionen Euro. Das Verteidigungsministerium war zwar früh gewarnt, reagierte aber spät. Offenbar paart sich hier Inkompetenz mit Hybris. – von Thomas Vitzthum“

    Die beiden Herren mögen also bitte ihre Hüte nehmen, bevor diese weiterhin den Staatssouverän – d.h. den Bürger und das Parlament sowie auf aller Kosten mit ihrer Drohnen-Emphatie bis 2018+ (Zulassungsfähigkeit aller Drohnen), d.h. mit ungelegten und derzeit nicht marktverfügbaren Eiern – vor Besserem abhalten.

    Demgemäß hat der von TdM vorgeschickte StS SB am 15.05.2013 vor dem Verteidigungsausschuss nur wirres Zeug (Bemühungsklausel, Zulassungsfähigkeit, keine Regressmöglichkeiten, U2- und A319J- Plattformalternative, etc.) erklärt bzw. schlichtweg bewußt oder in Unwissenheit gelogen oder seine Inkompetenz urkundsbewiesen verifiziert. Das einzig Wahre daran war, daß S.B. berichtete, dass Ihm „beginnend mit dem Überführungsflug des Euro Hawk nach Manching im Jahr 2011 erhebliche Probleme bei der luftrechtlichen Zulassung des Euro Hawk offenbar“ geworden seien.

    Auf Fakten reduziert: Staatssekretär Stéphane Beemelmans unterstehen die Abteilung Personal, die Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung sowie die Abteilung Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen. Zum Zeitpunkt des Ablaufs der Gewährleistung am 29. Juni 2012 war S.B. über die Probleme mit der Zulassung der Aufklärungsdrohne längst vertraut.

    Es bleibt deshalb zu hoffen, daß TdM am 05.06.2013 Vernünftigeres sowie Tatsachen gegenüber dem Verteidigungsausschuss und auch dem Haushaltsausschuss berichtet. Ich glaube aber nicht daran.

    Der Minister wird vor den Sicherheits- und Haushaltsexperten des Bundestages erklären, welche erstklassige Aufklärungssensorik EADS entwickelt habe und über welchen Technologievorsprung die Bw damit verfüge. Und er wird einräumen, dass die „Systemhülle“ Euro Hawk, nie einem zulassungsfähigen Standard entsprach, aber man hätte ja die diese Hülle gebraucht, um das EADS-SIGINT-System zu Ende entwickeln zu können. Vor allem wird er sagen, der Schaden betrage damit nur die Hälfte ca. 300 Mio. € und als er, der Minister erkannte, dass weitere ca. 600 Mio. € erforderlich seien um den Vogel zuzulassen, habe er wohlüberlegt die Reißleine gezogen. In seinem Narzismus und Drohnenfimmel wird er sogar verdeutlichen wollen, das er, Thomas de Maizière, der „wahre Held und Meister“ ist, in dem bis 2000 zurückgehenden T€uroHawk-Chaos und letztlich habe er dem Staatssouverän 900 Mio. € erspart.

    Diese Milchmädchenrechnung eines ministeriellen Lobbyisten wird aber nicht aufgehen.

    TdM ist in der T€uroHawk-Pleite längst zu einem Eckpunkt eines Bermuda-Dreiecks geworden, dessen weitere Eckpunkte der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman und der europäische Technologielieferant EADS sind. Einen wird es bei der längst erfolgten Implosion dieses Bermuda-Dreiecks bereits getroffen haben. Die Antwort auf die Frage, wer wohl in diesem Bermuda-Dreieck abgesoffen ist, ist nur noch eine Frage der Zeit und Rhetorik sowie Desjenigen der es bislang noch nicht wahrhaben will.

    TdM hat eindeiutig die Partie verloren, die Dame EADS und der vermeintliche König NORTHROP-GRUMMAN haben längst rochiert. Auch TdM’s Bauern sind längst geopfert und die Bauern wissen dies längst, denn diese hat das eigene System gekippt. Man denke nur an die jüngste „VS-Geheim-Hochstuferei“ und das „Festplatten-Löschen“.

    Gerade hierzu wird so mancher Insider herzlich lachen, welcher denn weiß, wie sich Politik und Medien im Fall EuroHawk seit Wochen gegenseitig füttern, sich die Bälle binnen Stunden zuspielen und sich längst Experten- und Beraternetzwerke gebildet haben. Das, was gelöscht und verborgen werden soll ist längst extern abgespeichert. Wenn dann auf ausgetauschten VS-Dokumenten im Faxkopf auch noch z.B. „Radio Eriwan Bundestagsstudio Berlin“ oder Ähnliches stehen würde, könnte man nur noch Michail Gorbatschow bemühen („Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ oder auch „der Letzte macht im BMVg das Licht aus, vor der Legislaturperiode“).

    Darum werden m.M.n. am kommenden Mittwoch die Verteidigungs- und Haushaltexperten aller Fraktionen in den Ausschüssen nachbohren, warum haben de Maizière und Beemelmans das Projekt nicht in 2011 gestoppt – zu einem Zeitpunkt, da, wie ein Abteilungsleiter aus seinem Haus öffentlich sagte, allen klar gewesen sei, dass der Euro Hawk in Europa nie fliegen werde?

    Warum haben der Minister und dessn Staatsekretär das Parlament, den Bundesrechnungshof und das Kabinett darüber nicht informiert?

    Warum wurde stattdessen auch noch die Global Hawk-Anschaffung für AGS in geradezu pathologischer Euphorie unterstützt, die uns Bürgern als Staatssouverän weitere 483 Millionen Euro kosten würde und auch bereits weitere Mio. € von TdM „verbraten“ wurden?

    Degradierte sich damit TdM zum „Oberlobbyisten“? Sah TdM etwa den T€uropHawk und die AGS-Global Hawks als nötig an, um eine weitere Option auf seine „Killerdrohnen“ für die Bw zu bekommen, werden „Dunkel Rot“ und „Rot-Grün“ fragen?

    Warum wurden dem BRH schon in 2011 die kompletten Unterlagen zum T€uroHawk vorenthalten und an den entscheidenden Stellen geschwärzt, was gemäß des wissenschaftliche Dienstes des Bundestages eindeutig rechtswidrig war?

    Es wird also auf das Verhalten und die Erklärungsversuchen von TdM am kommenden Mittwoch ankommen, denn bislang sehe ich da beim BMVg eine Flut von Ungereimtheiten und Widersprüchen.

    TdM dürfte es schwerfallen, dieses seit 2000 fraktionsübergreifende Chaos zu ordnen, an dem drei Bundesregierungen und fünf Verteidigungsminister beteiligt waren sowie zu entflechten und hoffentlich erzählt er nicht so „erschreckend dummes Zeug“ wie sein StS S.B. und auch der Präsident des BAAINBw am 15.05.2013. Deshalb, die beiden zu feuern und anschließend selber zurückzutreten, wäre wenigsten ein sauberer, selbstkonsequenter und halbwegs charaktervoller Abgang!

    Der Rest ist nur böse Ironie: TdM kämpfte entschlossen für das nicht vor 2018 gelegte Ei „Kampfdrohne“ und das „ganz dicken Ei, die Aufklärungsdrohne T€uroHawk“, welches bereits der Radfahrer und Kujat gelegt haben, ist TdM bereits 2013 auf den Kopf gefallen und der Mann (designierter Merkel-Nachfolger, nunmehr nur noch „blauer Meissener Elephant im Porzellanladen“) fiel seit 2011 bis 2013 in Zeitlupe, aber umso gründlicher vom Sockel.

  • Elahan   |   02. Juni 2013 - 18:52

    @Huey

    Diesen Service bekommen sie günstiger und in hochauflösenden Bildern, bei jedem Wetter ohne mit dem Luftverkehrsgesetz in Konflikt zu kommen, von zivilen Unternehmen.

    http://www.aurora.aero/products/centaur.aspx
    http://www.airbornesurveillance.com/aircraft.html

    Und die waren schon am Irakkrieg beteiligt:
    http://www.dosystems.com/

    Was soll der Vorteil eines RPA sein?

  • Ben   |   02. Juni 2013 - 18:53

    FAZ.net unter „Sensibler Sensenmann“ hat jetzt auch die enorme Crash Rate der Drohnen entdeckt.

    Man kann die Drohnen nur im Gesperrten Luftraum fliegen. Um die Drohne über das Hochwassergebiet fliegen zu lassen, müsste man den Luftraum komplett sperren, und den dann für Hilfskräfte aus der Luft wieder frei geben. Die Drohnen dürfte man dann wohl auch nur auf Sicht, also am Tag fliegen. Mehr als Filmen kann die Drohne auch nicht. Das können Helikopter der Bundespolizei halt auch. Die Drohnen fliegen halt nur ein paar Stunden länger.

  • MD.   |   02. Juni 2013 - 19:06

    @Huey

    und hätte man noch die Wehrpflicht, ganze ‘Horden’ an Hilfskräften ruckzuck zur Verfügung…

  • J.R.   |   02. Juni 2013 - 19:18

    @ Huey
    Das wäre dann aber ein reiner Werbeeinsatz ohne praktischen Nutzen.

    Deutschland hat ein flächendeckendes Pegelsystem und ist (meines Wissens) vollständig dreidimensional erfaßt (bei einer Höhenungenauigkeit von glaub +- 10 cm). Dazu kämen dann noch die örtlichen Hochwasserzentralen, die mobilen Meßtstationen des THW und die örtliche Feuerwehr, die eh die Hochwasserlage vor Ort aus dem FF kennt.

    Und selbst wenn man das trotzdm doch nochmal aus der Luft nachmessen wollte, dann könnten das die LIDAR-Flieger der Katasterämter schneller, besser und billiger.

  • KlausK   |   02. Juni 2013 - 19:31

    Die LLöschung auf dem PC ist eine Sache, das Aufspüren und löschen der Sicherung s -kopien im WAN Bw ist eine ganz andere.
    Die Dateien auf den Tier 2 Servern werden zunächst gespiegelt , und nachts im turnarround – verfahren nochmals zwischen den Tier 1 RRechenzentren abgeglichen !

  • Elahan   |   02. Juni 2013 - 19:35

    Thomas Wiegold in Berlin direkt, kompetent und sachlich.
    Beste Werbung für Augengeradeaus.

  • Der Zeitgeist   |   02. Juni 2013 - 19:51

    Ohje, jetzt häufen sich langsam die Hiobsbotschaften:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/drohne-luna-bundeswehr-verheimlicht-beinahe-crash-mit-airbus-a-903337.html

    Einschätzungen zu dem Video?

  • markus, d.Ä.   |   02. Juni 2013 - 20:26

    sp0n hat nun auch was zu einem vertuschten … aeh geheimgehaltenen beinahe crash von ner luna und nem airbus

  • SchmidtM   |   02. Juni 2013 - 21:00

    zum Video:

    olle Kamellen, seit Jahren im Internet zu finden und längst durch General Flugsicherheit aufgearbeitet und veröffentlicht.

    Echter Qualitätsjournalismus :-(

  • Memoria   |   02. Juni 2013 - 21:46

    @SchmidtM:
    Genau das dachte ich mir auch.
    Aber nun beginnt die allgemeine Skandalisierung.
    Der Minister hätte auch ohne so was genug zu kämpfen.

  • Huey   |   02. Juni 2013 - 22:51

    Ich glaube, der “Hauch Ironie” in meinem Beitrag kam nicht so richtig rüber….

    Einsetzbar wäre das System dennoch gewesen-in den jeweiligen Einsatzgebieten werden Korridore oder Höhenstaffelungen genutzt, um verschiedene Systeme (Drehflüger (Transport und K ampfhubschrauber) voneinander und zu Transport-und Kampfflugzeugen zu staffeln..

    Zudem bietet ein per “Live-Data-Stream” übertragenes Echtzeit-Bild oder Video deutlich mehr Informtionen, als es ein reiner Pegelmesser kann..

    Mit ein bisschen gutem Willen hätte die Industrie hier eine Möglichkeit gehabt, der Politk die Vorzüge des Systems (wenn auch etwas anders als ursprünglich gedacht) zu präsentieren….

    Aber wo “EADS” drauf-oder dransteht, kommt eben “Einfach ALLES Deutlich Später”-sogar der Ausstieg…..

    :)

  • schleppi   |   02. Juni 2013 - 23:14

    Zu diesem Thema empfiehlt sich auch ein Blick in die Koalitionsvereinbarung aus dem Jahr 2009. Dort findet sich auf Seite 124 folgende Festlegung: “Wir werden daher
    ressortübergreifend Maßnahmen zur Erhaltung ausgewählter wehrtechnischer
    Kernfähigkeiten festlegen und umsetzen.”

  • Elahan   |   02. Juni 2013 - 23:46

    @ Huey

    Wir haben so viele bemannte Systeme mit Wescam oder Flir Kameras, wozu da noch RPAs einsetzen, die ihre Bilder nicht an den Boden bringen?

  • SchmidtM   |   03. Juni 2013 - 3:22

    @Huey und Elahan

    Also bisher habe ich am EuroHawk noch keine optische Sensorik gefunden. Womit sollen denn da Bilder gemacht werden?

  • Stefan H.   |   03. Juni 2013 - 8:26

    @Huey, Ben

    Die Möglichkeiten mit Drohnen bei Hochwassereinsätzen zu unterstützen wurden bereits untersucht – war so ca. 2009 – und zumindest damals verworfen. Müssten sogar noch Artikel eines Dresdner Professors irgend wo im Netz liegen.

    Mit Recce-Tornado kann man bei Überflug der Deiche Bilder machen, die den Deichdurchweichungsgrad zeigen. Damit kann man Deichschwachpunkte – auch Nachts – feststellen und Kräfte am Boden zur Deichstabilisierung ansetzen. Nachteil: Da die Bundeswehr – wenn keine Kostenübernahmeerklärung vorliegt – gezwungen ist ihren Einsatz in Rechnung zu stellen, Schrecken Flugstundenkosten von mehreren 10000 Euro (und der nächtliche Fluglärm) Gemeinden nachhaltig ab. Grundsätzlich kann die gute alte Drohne Luna aber auch dieses Bildmaterial liefern, ist leise, verfügbar und das für wirklich Kleingeld im Betrieb. Aus Flugsicherheitsaspekten war das aber nicht umsetzbar, selbst bei vordefinierten Sperrgebieten entlang Deichlinien. Irgend wie verstehe ich das bis heute nicht, warum es über Bundeswehrübungsplätzen geht, aber über Deichen nicht. Hat wohl was mit administrativen Bestimmungen und Anmeldefristen zu tun und das unser Luftfahrtrecht halt nicht für Drohnen gemacht ist.
    Vielleicht hätte man die Deiche zu Übungsplätzen erklären müssen, dann wäre es wohl gegangen…

  • RG   |   03. Juni 2013 - 8:32

    @Huey

    Der EuroHawk ist SIGINT (Signal Intelligence), macht also keine Bilder, sondern analysiert das elektromagnetische Spektrum. Für ein Hochwasser also komplett nutzlos.

  • BausC   |   03. Juni 2013 - 9:24

    Die DO 228 LM hat ebenfalls große Erfolge bei Hochwasserkatastrophen erzielt.

  • Elahan   |   03. Juni 2013 - 9:28

    @SchmidtM

    Also bei Berlin direkt wurden IR Bilder gezeigt :-)))

    Huey und ich schrieben ja auch nicht vom EH.

    @Stefan H.

    Die Qualität der Luna und Tornado Bilder können nicht verglichen werden und für die Strecke, die der Tornado in einer halben Stunde abfliegt, benötigen sie mit einer Luna eine ganze Woche (Line of Sight, Stellungswechsel, Auflösung). Zudem kommt, dass zum Tornado ein ganzes System Luftbildauswertung kommt.
    Bei schlechtem Wetter und großen Flugstrecken sind RPAs außerhalb der Sichtweite in bewohntem Gebiet nicht zu verwenden.

    “Durch die Möglichkeit des Einsatzes der FLIR-Kamera bei Nacht ist es nötig gewesen, erstmalig bei einer Polizeihubschrauberstaffel (PhuSt) in Deutschland die 24 Stunden Einsatzbereitschaft einzuführen. Somit ist die Polizeihubschrauberstaffel Bayern die bislang einzige, die 24 Stunden am Tag und an 7 Tagen in der Woche mindestens eine Maschine inklusive Crew vorhält;” (helipictures.de)

  • csThor   |   03. Juni 2013 - 9:40

    Die ganze Drohnenproblematik hat irgendwas von einer schlechten Comedy-Serie. Wer sich mal die User-Kommentare auf Spiegel zu den diversen Themen antut, der kommt ums Triple-Facepalm nicht herum. Nun gut, der Spiegel ist eher dem linkslastigen Spektrum der deutschen Presselandschaft zuzuordnen, aber manche Kommentare dort … Umpf!

    Solche Brüller jedoch bringt auch das andere Spektrum. Wer sich mal auf Carnegie Europe den Kommentar von Judy Dempsey zum Thema Eurohawk durchliest der kann nicht umhin sich zu fragen, ob die Gute wirklich die “Diskussion” in Deutschland verfolgt hat. Das Fazit am Ende hat irgendwas von unfreiwilliger Situationskomik.

  • Elahan   |   03. Juni 2013 - 9:45

    Zudem kommt, dass die Hubschrauber mit Helicopter Laser Radar (kurz HELLAS; dt. Helikopterlaserradar), zur Hinderniswarnsystem ausgestattet sind. Diese Ausstattung ist für den Tiefflug über bewohntem Gebiet unerlässlich.

    Wer es noch günsiger haben möchte:

    The TECNAM MMA – an efficient multi-fuel twin engine aircraft is developed, certified and marketed by Airborne Technologies and gives a complete new perspective for Airborne Special Services (Law Enforcement, Peacekeeping & Environmental Monitoring)

    http://m.youtube.com/#/watch?v=HUfRQIyo-CI&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DHUfRQIyo-CI

    Günstiger, fexiebler, sicherer und einsatztauglicher geht es im Moment nicht.

  • Harald   |   03. Juni 2013 - 9:48

    Also analysieren tut der Euro Hawk schon mal gar nichts. Er zeichnet lediglich Daten auf.

    Das Analysieren übernimmt dann ein Mensch am Boden, allerdings ausschließlich vorselektierter Daten, was vor dem Flug geschehen muss (“Was erwarte ich auf dem Flug?” Diese Frequenzfenster müssen dann vorgewählt werden)
    Hier wird übrigens mittelfristig das nächste Problem der politischen Führung auftreten. Der Sensor ist lange nicht so gut wie zur Zeit behauptet wird (“das beste was weltweit verfügbar ist”) und wird es auch auf absehbare Zeit nicht werden. Fragt mal in Nienburg nach. Die sollten es wissen, werden aber offensichtlich an der Entwicklung NULL beteiligt, müssen das Elend aber betrachten.

    Für Afghanistan derzeit einfach nur schwachsinnig!!

  • Elahan   |   03. Juni 2013 - 10:55

    Luftwaffe.de: Wie gehen eigentlich die Kameraden des Einssatzführungsdienstes und der Flugsicherung mit dem neuen „Mitglied“ im Luftraum um. Gibt es Kommunikations – oder Koordinierungsbedarf?

    Major Klarner: Da der Euro Hawk noch nicht im Deutschen Luftraum fliegt, kann ich hierzu wenig sagen. Selbstverständlich gibt es Kommunikationbedarf und beide Seiten sind sehr offen und interessiert daran, dass dieses Projekt ein Erfolg wird. Den RPAs gehört die Zukunft – und dies ist auch der Flugsicherung bewusst.

    https://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/!ut/p/c4/NYoxD4IwEEb_0V2RxBg3xJC46MCAuJ3QYmNpyeVqF3-87eD3kre8Dx-Y8fSxC4kNnhzecZzs8ZnAJUhkDFA0bwc6vgiH8p41TMFrKRbtxWYvTBIYtsDiSonMuYCdcVTV-aT26r_qe2j7rm12dX25djfc1rX5AaoWO0k!/

  • Elahan   |   03. Juni 2013 - 11:08

    Warum sitzen denn in der Airborne Early Warning and Control System, kurz AWACS, Plattform noch Menschen drin?
    Weil die Aufgabe, die luftgestützte Luftraumaufklärung und -überwachung mit dem Ziel der Früherkennung und Vorwarnung (engl. Airborne Early Warning, kurz AEW) in möglichtst kurzer Zeit und mit hoher Datensicherheit und Bandbreite nur so gewährleistet werden kann.

    Das gleiche gilt für die Northrop Grumman E-8 (Joint Surveillance Target Attack Radar System kurz Joint STARS) hier ist der Global Hawk auch nur Ergänzung zu einer nicht ersetzbaren bemannten Plattform.

    “The Block 40 has also lacked a powerful constituency in the Pentagon. The mission for which it is designed is conducted now by the Joint Stars aircraft, managed by Northrop Grumman and housed on a Boeing 707.”

  • Kerveros   |   03. Juni 2013 - 11:48

    @Elahan:

    genau so sieht es aus… wenn man die Anbindungen hätte in Echtzeit alle Daten an eine Bodenstation zu brigngen… und dies verlässlich. Das Schaffen aber selbst die Amerikaner nicht und was die Bundeswehr angeht… ähm ja.. lassen wir das Thema ;)

    Aus gleichem Grunde fahren die AMerikaner auch noch intensiv mit bemannter Aufklärung im Bereich SIGINT und setzen Drohnen dazu ergänzend ein.

  • Vtg-Amtmann   |   03. Juni 2013 - 13:25

    So langsam wird es sehr eng für den Minister:

    1.) „Bündnis 90 / die Grünen“ und „die Linke“ sprechen bereits von einem Untersuchungsausschuss. Das sind sichere 8 Stimmen für die erforderlichen 9 Stimmen, um den Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss zu konstituieren. SPD und FDP fordern personelle Konsequenzen, ergo dürfte die fehlende 9 te Stimme wahrscheinlicher sein, als TdM und manchem im BMVg lieb ist.

    2.) Der Komplex US-AFB Ramstein als logistischer Umschlagpunkt und Datalink-Relaisstation für „Killerdrohnen-Einsätze“ wurde innerhalb der letzten Stunden von den Medien immer intensiver aufgegriffen. Es bleibt nur noch abzuwarten, bis die Presseinformation der RAe Dr. Peter Becker und Otto Jäckel zum Verfahren 1 K 2822/12 vor dem Verwaltungsgericht Köln und zum am 25. März zugestellten Urteil aus mdl. Verhandlung vom 14.03.2013 aufgegriffen wird, welche eindeutig beweißt, daß die Beklagte die Bundesrepublik Deutschland ist, vertreten durch das Bundesminsterium für Verteidigung und dort eine entsprechende Aktenlage zu Ramstein vorliegt.

    4.) 3.) SPON-Online „wärmte“ heute unter dem Aspekt „Sense & Avoid“ / Forderungen WDT 61 das Video aus Kabul, das den Beinahe-Zusammenstoß einer Bundeswehr-Drohne mit einem Airbus zeigt. Der SPIEGEL-Redakteur Gerald Traufetter erläutert das ursprünglich angeblich als Geheimsache eingestufte Video, welches irgendwie auf Youtube gefunden hat (man vgl. http://www.youtube.com/watch?v=_NOar22TX2k) Interessant hierbei ist, bei 0.03 kommt der Airbus für den Drohnenpiloten ins Bild, bei 0.10 überfliegt der Airbus A300 der „ARIANA AFGHAN AIRLINES (welche übrigens auf der Eu_Black-List steht, vgl. http://www.1001crash.com/index-page-liste_noire-lg-2.html) extrem knapp mit ca. 2m Überhöhung die LUNA-Drohne und diese stürzt aufgrund der Wirbelschleppe ab. Ergibt für den Piloten am Boden 7 Sekunden Reaktionzeit und das bei einer „nur“ maximal 90 km/h „schnellen“ Drohne.

    4.) Die nächsten „Einschläge“ dürften noch vor Mittwoch mit einer detaillierten Analyse des Vertragswerks zum EuroHawk kommen – wie auf der CD durch das BMVg an alle Abgeordneten des Haushaltsausschusses und des Verteidigungsausschusses verteilt – und die Fraktionen werden ihre Auswertungen wohl heute abgeschlossen haben. M.M.n. dürften da nochmals heute oder morgen die „Fetzen fliegen“, speziell in Sachen „verschlafener bzw, ungenutzt verstrichener Gewährleistungsfrist“ sowie zur Vertragsanlage 18 „Musterprüfung/-zulassung, Stückprüfung, Nachprüfung von Luftfahrzeugen und Luftfahrtgerät der Bundeswehr“.

    5.) Die aktuellste Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 03.06.2013 um 12:51 Uhr lautet: „Verteidigung – Rüstungsindustrie: Auch SPD erwägt «Euro Hawk»-Untersuchungsausschuss“

  • Ben   |   03. Juni 2013 - 13:58

    Die Koalitionspolitiker erwarten auch voller Aufklärung am Mittwoch. TdM mitsamt seinen Beraterstab haben da eine Menge falscher und teurer Entscheidungen getroffen. Das kann man schwer erklären.

    Die Medien machen jetzt mit allen Jagd auf TdM, auch mit harmlosesten Sachen. Die übliche Hexenjagd halt.

  • markus, d.Ä.   |   03. Juni 2013 - 14:36

    @ amtmann,

    die 7 sekunden hat der luna pilot aber nur unter so günstigen bedingungen wie in diesem Fall. sobald beide luftfahrzeuge nicht mehr auf einem quasi parallelen kurs aufeinander zufliegen dürfte die ausweichzeit sehr schnell gen 0secs wandern.

  • Detlef Borchers   |   03. Juni 2013 - 14:46

    Ach, Ramstein. Man sollte auch mal die gute Zusammenarbeit beim Drohnenfliegenlassen loben :)

    http://www.africom.mil/Newsroom/Article/10773/us-moroccan-german-service-members-conduct-uav-familiarization

  • Kerveros   |   03. Juni 2013 - 14:50

    @Ben:

    Wenn TdM jetzt im Shitstorm steht, dann nur, weil er ihn selbst heraufbeschworen hat… da muss er dann durch.

    Eines dürfte feststehen: von seinen Soldaten darf er keine Rückendeckung erwarten, da die noch in der Suche nach mehr Anerkennung gebunden sind (o.ä.) ;)

    Mal ernsthaft: TdM hat die Latte so hoch gelegt, die er jetzt mehrfach gerissen hat. Niemand hat ihn zu diesen Aussagen gezwungen – niemand hat verlangt, dass er die Verantwortung für allews, was in der Vergangenheit schief gegangen ist, auf seine Schultern lädt. Ungeachtet dessen hat er genau dies getan und muss nun mit den Konsequenzen leben.

    Die Meiden könnten ihn mit seinen eigenen Aussagen noch deutlich intensiver rösten… und werden dies ggf. noch tun. Derzeit ist das mediale Echo noch vergleichsweise verhalten.

  • Elahan   |   03. Juni 2013 - 15:12

    @Ben

    “Die Medien machen jetzt mit allen Jagd auf TdM, auch mit harmlosesten Sachen. Die übliche Hexenjagd halt.”

    Ist es das? Oder ist es die Suche nach Verantwortlichen? Wenn es die Medien nicht machen (über die Art und Weise kann man streiten), wer dann? Auf einmal spricht der Minister von mittelbarer Verantwortung, was bedeutet dies? Sind nicht alle nicht direkten Vorgesetzten mittelbare Vorgesetzte? Was bedeutet dies für die Verantwortung? Wird nicht das Gehalt derer mit der hohen Verantwortung begründet?
    Wenn das so ist, dann müssen unmittelbare Verantwortliche ja am meisten bekommen :-)
    Es ist an der Zeit die Verantwortungsdifusion im BMVg und bei der Neuausrichtung zu beenden. Schon jetzt sagen Entscheidungsträger zur Standortentscheidung ,”wenn wir das alles gewußt hätten, dann hätten wir hier und da anders entschieden!”
    Anscheinend fehlt es unseren Führern an fundierten Entscheidungsgrundlagen. Ja dann gute Nacht bei einem militärischen Konflikt, wenn wir es im Frieden schon nicht im Griff haben.

    Der EuroHawk ist nur ein Symptom für die ganze Fehlerkultur/Führung der BW.

  • Kerveros   |   03. Juni 2013 - 16:06

    @Elahan:

    War es nicht ein gewisser Minister der ‘Mut zur Verantwortung und Freude über selbige’ zum Motto erhob… time to lead the way… ;)

  • Stefan   |   03. Juni 2013 - 16:06

    @Detlef Borchers | 02. Juni 2013 – 10:12

    Es bleibt spannend: Laut Spiegel-Vorab …

    Was ist an diesem Thema denn spannend? Eine selbst an dieser Affäre maßgeblich beteiligte Opposition versucht im Wahlkampf einen Minister fertig zu machen. Unkompetente “Verteidigungsexperten” der Parteien sprechen von Drohnen zu Luftraumaufklärung, obwohl diese werder dafür vorgesehen, noch geeignet sind …

    Ich find es einfach langweilig und es lenkt von wichtigeren Sicherheitspolitischen Themen in dieser Welt ab.

  • Stefan H.   |   03. Juni 2013 - 16:48

    @Elahan
    Ihre Aussagen zum Auswertesystem Tornado und Einsätzen Helikopter – egal ob Polizei oder Bw – sind absolut korrekt. Wie gesagt: Wen aus Subsidaritätsgründen der Preis ins Spiel kommt, sind beide Alternativen halt recht teuer. Gemacht wird es – Preisunabhängig – im Notfall trotzdem: Neben dem Preis stehen bei einem Deichbruch auch Menschenleben auf dem Spiel. Notfalls muss man halt an der Stellschraube Trainingseffekt – im Sinne eines Rabattes – drehen, wenn eine verschuldete Gemeinde sich das nicht leisten kann.

    Wie gesagt: War nur eine historische Arabeske zu der Anmerkung Drohne&Hochwasser…

  • Hohenstaufen   |   03. Juni 2013 - 17:02

    Interssanter wäre, wenn die Medien mal mit (externem?) Sachverstand das über Jahrzehnte gewachsene Beschaffungswesen der Bundeswehr analysieren würden.
    Oder muss man nur 1 oder 2 Köpfe rollen lassen und alles ist für die Medien wieder gut ?

  • elahan   |   03. Juni 2013 - 17:04

    @ Kerveros Stefan

    Gibt es für BUndesbürger ein wichtigeres Thema zur Sicherheitspolitik als die Schlagkraft und Ansehen ihrer Streitkräfte (solange es sie interessiert). Das Verhalten der Bw Führung fällt auf die Truppe zurück und das nicht nur medial. Der Minister war es welcher uns diskretitiert hat (gewollt oder auf Grund seiner Art), die Truppe wurde als Gurkentruppe von den Medien bezeichnet, sie trägt jedoch nicht die Verantwortung. Jeden Tag (auch ohne Hochwasser) leisten die Soldaten mehr als sie müssten und bekommen noch Knüppel zwischen die Beine geworfen (Standortauflösung, SASPF, fehlende oder nicht einsatztaugliche Ausrüstung, Einsätze, Versorgungsausgleich uvm). Es sind die Politiker, welche die Verantwortung tragen (ob Regierung oder Opposition).

  • Horst   |   03. Juni 2013 - 17:06

    @vtg-Amtmann:
    Sieben Sekunden Reaktionszeit für wahrnehmen, aufmerksamkeitsverlagerung, situationsabschätzung, reaktion und Umsetzung
    + Datenübertragung

    Bei dem (7s?) Video stelle ich mir immer die Frage: wurde da überhaupt etwas wargenommen und reagiert?
    Das der ‘Pilot’ gerade mit irgendetwas anderem beschäftigt ist (‘situative Aufmerksamkeit’) und garnicht reagiert oder nur in den Reh-Modus wechselt soll ja auch vorkommen…
    Außerdem gibt’s hin und wieder auch noch ‘äußere’ Faktoren, wenn ich mich recht errinnere könnte auch die Monitor/Bildverteilung bei diesem System ein Faktor sein.

    Bei nicht-UAV könnte das z.B. so aussehen.
    http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=P7DygPsJ_sA&NR=1

    Und nicht jedes UAV kann (ständig) nach vorne schauen.