EuroHawk: Diese Woche

EURO HAWK®

(Northrop Grumman Pressefoto)

Für mich ist in der ersten Juniwoche, wie angekündigt, no ops angesagt. Aber es wird sicherlich Diskussionsbedarf über das große Thema der Woche, den EuroHawk und den Minister-Bericht dazu, geben. Deshalb hier ein Leertitel, damit Kommentierung möglich ist – die Kommentare laufen erst mal in die Warteschlange, aber ab und zu schaut der Offizier vom Wachdienst vorbei und schaltet sie frei.

Servicelinks:
Ausschriftung: Statement des Ministers bei der Pressekonferenz

Bericht der Ad-hoc Arbeitsgruppe EURO HAWK

Bewertungen und Konsequenzen zum Euro Hawk

 

 

Und jetzt: No Ops.

Bisweilen fällt man Entscheidungen, deren Tragweite einem erst viel später bewusst wird. So ist das mit meinem vor Monaten gefassten Entschluss, in der ersten Juni-Woche Urlaub zu machen. Konnte ich da ahnen, dass das Thema EuroHawk hochkommt, der Verteidigungsminister nach wochenlangem Schweigen dazu seinen Bericht vorlegt und diese geplante und dann gestoppte Beobachtungsdrohne der politische Knaller der deutschen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik wird?

Konnte ich nicht. Deshalb ändere ich auch nichts an meinem Entschluss: Jetzt ist hier für etwa eine Woche no ops. weiterlesen

Jung&Naiv: Drohnen

Drohnen in aller Munde (‘tschuldigung für den schlechten Witz). Für Jung und naiv habe ich mit Tilo Jung - erneut - über das Thema Drohnen gesprochen, nicht nur über den EuroHawk, sondern über diese unbemannten Flieger allgemein.

Und wer sich noch an Tilos Crowdfunding-Aktion bei Krautreporter erinnert: Alle Unterstützer werden jetzt im Abspann genannt!

RC N Watch: Unruhe in Baghlan

Die Meldungen der jüngsten Zeit aus der nordafghanischen Provinz Baghlan klingen nicht gut – und das nicht nur dann, wenn (meist deutsche) ISAF-Soldaten betroffen sind. Ein Selbstmordanschlag auf afghanische Politiker mit 13 Toten, der Anfang Mai gefallene KSK-SoldatSchüsse auf Bundeswehrsoldaten und immer wieder Meldungen aus dieser Provinz im täglichen Update des ISAF Joint Command. Das Afghanistan Analysts Network hat jetzt Baghlan mal genauer unter die Lupe genommen:

Indications are that Baghlan, so far a province without a consistent security profile – for months quiet, then suffering from outbursts of violence – could evolve into a stronghold of the insurgency in Afghanistan’s north. Interviews with insurgency representatives conducted and cross-checked over months indicate that, today, between 2,500 and 3,000 fighters are deployed in Baghlan. Taleban Nizami (Military) Commission sources said that, in 2008, there were around 1,800 fighters only. This would mean an increase of at least 700 fighters over the past five years. According to ISAF, 4,500 Afghan national security forces (including ALP) are based in Baghlan.

Nachdem das AAN kürzlich einen Blick auf die ebenfalls im Norden gelegene Provinz Faryab geworfen hatte, scheint sich sich ein unguter Trend für den Kommandobereich des RC North abzuzeichnen. Auch wenn die Zahl der sicherheitsrelevanten Zwischenfälle in allen neun Provinzen des Nordens nur einen geringen Anteil an allen incidents landesweit ausmacht.

(Archivfoto April 2010: An Afghan National Security Force soldier stands guard on the Kuk Chenar (Dutch) Bridge in Baghlan Province. The bridge was secured during Operation Taohid II, an Afghan-led operation in the North designed to defeat the insurgency, provide humanitarian supplies to the people, and enable development projects in the area – ISAFmedia via Flickr unter CC-BY-Lizenz)