Und dann noch: Deutsche UNIFIL-Soldaten in Zypern überfallen

Aus dem Einsatzgebiet Afghanistan gibt es heute schon genug schlechte Nachrichten für die Bundeswehr; da muss diese Meldung aus Zypern nicht auch noch sein…

Am 5. Mai 2013 gegen 3:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wurden zwei deutsche Soldaten im Bereich ihrer Hotelunterkunft in Limassol (Zypern) von drei Unbekannten überfallen. Dabei wurden die beiden Soldaten leicht verletzt, so dass eine medizinische Behandlung im örtlichen Krankenhaus von Limassol notwendig war.
Die Soldaten befinden sich zur Genesung bereits wieder in ihrer Unterkunft. Sie haben ihre Angehörigen selber informiert.
Der Vorfall wird untersucht und ist noch nicht abgeschlossen.

Es ist nicht der erste Zwischenfall in Zypern in jüngster Zeit.

Am 22. März haben Unbekannte im Zeitraum zwischen 6 und 8 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) im Bereich der Unterbringung deutscher Kräfte in einer zyprischen militärischen Liegenschaft bei Limassol zwei deutsche Flaggen und eine VN-Flagge vom Flaggenmast entfernt.

Allerdings sieht der heutige Zwischenfall, bis zum Beweis des Gegenteils, mehr nach einem kriminellen Hintergrund aus.

(Foto: Ein Schnellboot der Deutschen Marine läuft in den Hafen von Limassol auf Zypern ein – Bundeswehr/PIZ Einsatzführungskommando via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

29 Kommentare zu „Und dann noch: Deutsche UNIFIL-Soldaten in Zypern überfallen“

  • wacaffe   |   05. Mai 2013 - 17:17

    Bei der körperlichen Fitness diverser Soldaten muss man sich nicht wundern wenn diese als soft target eingestuft werden.

  • chickenhawk   |   05. Mai 2013 - 17:27

    Spekulation: Das hat mit der Euro-Rettung und der deutschen Rolle dabei zu tun. Deutsche Soldaten als auch äußerlich identifizierbare Repräsentanten des deutschen Staates sind ein lohnendes Ziel für Rowdys.

  • T.Wiegold   |   05. Mai 2013 - 17:31

    Wenn die Kommentare sich jetzt auf die angenommene Physis der betroffenen Soldaten und/oder auf die Euro-Krise konzentrieren, mache ich hier die Kommentarmöglichkeit zu. Uff.

  • Resurgent   |   05. Mai 2013 - 17:33

    Das sieht der Meldung nach zur urteilen gerade nicht nach einem zwangsläufig unpolitischen kriminellen Hintergrund aus. Wer sich nur bereichern will, würde das Risiko von Widerstand reduzieren indem er tagsüber einbricht. Wer nachts einbricht muss davon ausgehen, dass Personen anwesend sind, was ein Indikator dafür ist, dass es den Tätern um die Personen ging und nicht um Wertgegenstände.

  • chickenhawk   |   05. Mai 2013 - 17:38

    @ T.Wiegold

    Mit Verlaub, aber ein politischer Hintergrund erscheint mir durchaus naheliegend. Es wurde ja im März z. B. auch die Flagge vor dem Gebäude der deutschen Botschaft in Nikosia heruntergerissen.

  • Hannes   |   05. Mai 2013 - 18:53

    @Resurgent
    Reine Spekulation. Wo steht da etwas von Einbruch? Es steht “im Bereich ihrer Hotelunterkunft”. Das kann auch bedeuten, dass die beiden Samstag Nacht unterwegs waren und in der Hotelbar auf betrunkene Streitsucher getroffen sind.

  • clicxx   |   05. Mai 2013 - 18:59

    An die hier lesenden Soldaten: Inwiefern wird man denn in Selbstverteidigung ausgebildet? Hab bis jetzt nur gelesen, dass an der Bundeswehr-Uni in Hamburg solche Kurse angeboten werden, aber wie siehts bei den Uffzen und Mannschaften aus?

  • Fred   |   05. Mai 2013 - 19:35

    @clicxx
    Die Kurse an der Uni sind soweit ich weis, freiwillig und nicht im Dienst.

    Es gibt wohl einen Lehrgang irgendwo aber von breiter Ausbildung die verfügbar, gar geplant oder sogar befohlen ist gibt es da nichts.

  • A.Fischer   |   05. Mai 2013 - 19:42

    Leider hat die BW es bis heute nicht geschafft Selbstverteidigung/Nahkampf flächendecken einzuführen. in der GA(Grundausbildung) wird dies jedenfalls bislang und in naher zukunft nicht abgebildet.
    Infanteristische Einheiten wozu auch die MSK(Marinesicherungskräfte) gehören, haben dies aber im Regelfall in der Dienstpostenausbildung/Spezialgrundausbildung.

    Fakt ist aber das bei weiten nicht jeder Bundeswehrsoldat eine vernünftige Selbstverteidigungsausbildung sowie regelmäßiges Training hat.

  • ZDL a.D.   |   05. Mai 2013 - 20:01

    Hm, also ich mache viele Jahre lang SV und klar bei kleineren Rangeleien oder wenn man das Unglück kommen sieht, ist man dann etwas wehrhafter, behält besser den Überblick, entwickelt gewisse Nehmerqulitäten und weiß, was man tun kann und vor allem, was nicht.
    Aber wer nicht die genaue Situation kennt, sollte mit Urteilen aus der Ferne sehr vorsichtig sein. Aber genau dazu sagt die Meldung fast nichts. Hatten die Soldaten Uniform an oder nicht. Waren sie in einer größeren Gruppe oder ganz alleine. Handelten die Angreifer spontan oder koordiniert. War in der Nähe eine Kundgebung oder Massenveranstaltung, usw….
    Das SV oder ein vergleichbare Kampfsportart und regelmäßiges Training nicht zum Standard-PT-Programm gehören ist von außen betrachtet aber schon erstaunlich, da gebe ich @clixx Recht.

  • markus, d.Ä.   |   05. Mai 2013 - 20:06

    @ fischer.

    man beliefert die INS der jeweiligen Gunst mit Waffen die sie kennen. in afrika neben AK wohl eher produkte von FN und natürlich das G3.

  • Fred   |   05. Mai 2013 - 20:23

    @ZDL
    Zumindest gibt es in so ziemlich jeder Kaserne, einen “Kameraden” der oder dessen “Club” das nach Dienst gegen Geld anbietet mitzutrainieren.

    Das ganze Dienstlich zu machen ist nicht im Interesse der Bundeswehr, eine Hallenstunde weniger vermietet, im Interesse des “Kameraden” der seine angemeldete Nebentätigkeit verliert und schon garnicht im Sinne der Führung.
    Stellen Sie sich dochmal vor wir würden dort Menschen ausbilden anderen Menschen weh zu tun!

  • A.Fischer   |   05. Mai 2013 - 22:19

    @Markus ich verstehe den zusammenhang nicht? Das passt nicht zu dem obigen kommentar von mir…

  • ZDL a.D.   |   05. Mai 2013 - 22:23

    @Fred
    Vielleicht sollten Sie den Spieß einfach umdrehen und Zivilisten zum SV-Training in die Kaseren einladen, es muss ja nicht gleich das SEKM-Praktikum sein aber wenn man schon mit Soldaten traniert, möchhte man vielleicht auch mal selber dazugehören.
    Mein Neffe hat sowas beim Schülerautausch in Großbrittanien erlebt und war begeistert…allerdings von der Royal Army.

  • Roman   |   05. Mai 2013 - 22:30

    @ Fred

    Natürlich kann die obere Führung nicht an Nahkampftätigkeiten interessiert sein. Betracht man das Abschneiden eines deutschen Nahkampfspezialisten im Dienstgrad Major bei einer bestimmten Show von Stefan Raab, dann könnte man zu dem Schluss kommen, dass solches Training Leute blöd macht.

  • fred1911   |   06. Mai 2013 - 7:45

    @Roman
    Dachte das lag an Hamburg ;-)

  • ExKaleu   |   06. Mai 2013 - 9:13

    Da hätte ich mir das Lesen der Kommentare heute morgen mal wieder sparen können …

  • BausC   |   07. Mai 2013 - 6:55

    Ein SV-Kursus ist kein Supermann-Cape. Wenn man in verbrecherischer Absicht überfallen wird, kann man genau so blöd dastehen wie ohne so einen Kursus. Wenn man flächendeckend Nahkampf in den Streitkräften einführen will, spricht sicher nichts dagegen. Aber da gilt dann Breite vor Tiefe. Es werden ja auch nicht alle Soldaten Scharfschützen. Krav Maga ist da sicher eine sehr gute Methode, aber nochmal, unbesiegbar macht das auch nicht.

  • ZDL a.D.   |   07. Mai 2013 - 7:39

    @BausC
    Stimmt vollkommen!
    Schlägt mir von hinten einer einen Prügel über die Rübe nutzt die schönste Technik nix.
    Man denkt halt von außen, dass unter Soldaten eine gewisse Grundwehrhaftigkeit zum Standard gehört – auch wenn nicht gleich jeder zum Bruce Lee ausgebildet wird.

  • Roman   |   07. Mai 2013 - 8:41

    Wenn das Militär seit Jahren aber weiß, das Gefechte in bewohnten Gegenden auf kürzeste Distanz stattfinden, warum bilden wir diese Gefechte nicht auch auf allen Distanzen aus? Also auch das Mann gegen Mann, äh tschuldigung, Mann_innen gegen Mann. Die Zeit wäre auch da, kostet ja außer einer Anfangsausstattung nicht wirklich viel.

  • chickenhawk   |   07. Mai 2013 - 9:34

    Das Problem mit Selbstverteidigungstechniken ist, dass man sie fortwährend trainieren muss, damit sie im Ernstfall einen Nutzen haben. Man muss das im Prinzip schon als Hobby betreiben (wie ein Kampfsportler). Andernfalls bringt es so wenig wie der 3-stündige Erste-Hilfe-Kursus, den man vor 20 Jahren mal für den Führerschein gemacht hat.

    Hinzu kommt, dass heutzutage der modus operandi der Täter bei vielen Raubüberfällen und Körperverletzungsdelikten so aussieht, dass die Opfer entweder von vorneherein schwächer sind (z. B. alkoholisiert) oder man das Opfer in großer Überzahl angreift.

    Und für einen Soldaten, der – evtl. im dienstlichen Rahmen geschult – sich fachmännisch selbst zu verteidigen weiß, kommt noch hinzu, dass er selbst in juristische Schwierigkeiten gerät, wenn er einen Angreifer womöglich erheblich verletzt.

  • Cynic2   |   07. Mai 2013 - 12:23

    Eine sinnvolle, flächendeckende Nahkampfausbildung zu etablieren ist aus drei Gründen schwierig für die Streitkräfte:
    1. Die Truppe braucht regelmäßig die Zeit dafür.
    Nahkampffähigkeiten sind zwar auch eine Frage der Fitness und Geschicklichkeit, werden aber maßgeblich durch kontinuierliche Übung verbessert. Diese Zeit muss die Truppe im Dienstplan erst finden. Während die Soldaten mit Routineaufgaben häufig nicht für artfremde Ausbildungen freigestellt werden, hat insbesondere die Infanterie bereits so viele verschiedene Ausbildungsmodule regelmäßig aufzufrischen, dass Nahkampf da häufig runterfällt.

    2. Die richtige Nahkampftechnik muss ausgebildet werden.
    Hier stellt sich die Frage, für welche Situation denn ausgebildet werden soll. Wenn es der militärische Nahkampf in der Gefechtssituation sein soll, heißt das, der Soldat trägt Gefechtsanzug mit allem drum und dran. Mit Schutzweste, Helm und vielen Taschen fallen viele Tritte und Würfe schon mal aus und es reduziert sich auf sehr einfache Techniken. Andererseits kann man sich fragen, ob der Soldat für die Abwehr von Raubüberfällen in zivil ausgebildet werden soll.

    3. Ausbildungen mit hohem Verletzungsrisiko sind nicht erwünscht.
    Zwar kann man das Verletzungsrisiko auch bei der Nahkampfaubildung durch Techniken, Aufwärmen, Regeln und körperliche Fitness reduzieren, aber Verletzungen werden nicht ausbleiben. Und wenn dann der hochqualifizierte IT-Administrator mit gebrochener Hand ausfällt, wird sein Vorgesetzter fragen, warum der überhaupt eine Nahkampfausbildung braucht.

    Zusammenfassend denke ich, eine flächendeckende Nahkampfausbildung wäre wünschenswert. Dazu müssten allerdings diverse ganz praktische Rahmenbedingungen geändert werden. Denn auch der Soldat, der alle paar Wochen mal eine Stunde Nahkampf hatte, wird nicht gegen einen halbwegs trainierten Freizeit-Judoka ankommen. Und da fragt man sich dann, warum man die Ressourcen investieren sollte.
    Aber jetzt wird doch deutlich, was die Wechselbesatzungen der neuen Fregatten in ihrer Leerlaufzeit machen können: Nahkampfausbildung für den Landgang!

  • ZDL a.D.   |   07. Mai 2013 - 17:50

    @cynic2
    Verstehe, weitgehende Zustimmung.
    zu 1. Wieviel Sport oder PT ist denn grundsätzlich üblich. ImPrinzip kann man PT ja auch mit SV verbinden.
    2. klar Infight in vollem Gefechtsanzug ist was anderes als im Judogi. Aber die Betonung liegt auf anderes. Da wird man sicher nur eine Auswahl trainieren alles andere wär gefährlich, weil nicht anwendbar. Würfe gehen bei den vielen Riemen an Helm, Weste, Koppel sicher nicht schlecht nur das Fallen dürfte erheblich gefährlicher sein….
    3. Um Verletzungen klein zu halten machen wir im zivilen JuJutsu “Technikballet” für die gefährlichen Abläufe und richtige Kämpfe nur mit reduzierten ungefährlicheren Techniken. Im allgemeinen passiert so weniger, als in einem Fußballverein.
    Alle paar Wochen eine Stunde ist zum sicheren Erlernen von SV-Techniken sicher nicht effektiv aber ein gelegentlicher Übungskampf kann Moral und Nehmerqualitäten schon verbessern. Ob und in welchem Umfang solche Qualitäten in der BW aber gewünscht sind, kann ich von außen natürlich schlecht beurteilen und noch weniger, ob diese nicht in anderen Ausbildungsbereichen sowieso geschult werden.

  • Horst   |   07. Mai 2013 - 18:49

    @ZDL a.D.
    Grundsätzlich gibt’s erstmal Weisungen, Erlasse,…
    Demnach sollte m.W. 3-4x Sport (60, besser 90min) in der Woche gemacht werden. Andere Aussage von unserem stellv. Chef: 3 Amila-Läufe pro Woche…

    Bei Uns: Di 07:30 – 09:00 Uhr habe wir die Sporthalle, Freitags soll ein Batterielauf (~7km) stattfinden. Allerdings gehört Sport zu den ersten Sachen die man ausfallen läßt wenn man viel zu tun hat.
    Und wenn man nicht gern joggen geht ist man halt beschäftigt, krank oder hat eine entsprechende Bescheinigung. Wobei der Batterielauf dieses Jahr m.W. bisher nur max. 2mal stattgefunden hat…

    Selbstverteidigung oder Kampfsport gibt es m.W. sogar als Lehrgang (da wollen welche von unseren ‘Kriegern’ hin), Erhalt oder Steigerung der Fähigkeiten kann ich mir in unserer Einheit nicht vorstellen.
    Privat habe ich kurz nach Eintritt in die Bundeswehr mit Jiu-Jitsu aufgehört, da ich bei den Trainingszeiten (Mi + Fr) nur 1x zum Training kommen würde.

  • HH76   |   07. Mai 2013 - 19:21

    @clicxx, fred & A. Fischer:
    Nachträglich zur Klärung der Fragen bezgl. Nahkampf-Ausbildung …

    an der Bundeswehr Universität Hamburg (UniBw H) ist seit mitlerweile seit ca. 2 Jahren eine sehr (ich betone: SEHR) grundlegende SV/Nahkampf-Ausbildung für alle OA ab Studienbeginn 2010 oder jünger Pflicht.
    Hauptsächlich hat das in meinem Sinne aber positiv dazu geführt, dass der außerdienstliche Kampfsport (der immer schon recht munter war) zusätzlichen Zulauf bekommen hat. Vor allem Krav Maga und Kali sind extrem beliebt, was ich mit Blick auf die dienstliche Anwendung für sehr gut halte, denn das sind in meinen Augen keine KampfSPORTarten, sondern wirklich Nahkampfsysteme.
    Nebenher werden außerdem zivile Ausbildungen mit militärischer Ausrichtung angeboten, z.B. TCQC (Tactical Close Quarter Combat).

    Wie genau es in München aussieht, weis ich leider nicht. Es gibt jedoch ebenfalls schon seit einiger Zeit einen für beide Universitäten zuständigen Koordinator Kampfsport. Den Mann kenne ich persönlich, der ist wirklich fähig.

    Was den Rest der Bundeswehr angeht:
    Soweit mir bekannt ist es in den infanteristischen Verbänden (inkl. MSK) seit Jahren üblich, dass militärischer Nahkampf (auch über das lächerliche “Klappspaten frei!”-Kapitel in der 3/11 hinaus) ausgebildet wird. Davon abgesehen haben die Feldjäger natürlich ihr eigenes (waffenloses) Konzept (nachzulesen in der 75/410).
    Mitlerweile gibt es (endlich !) auch ein zentrales Konzept, “Militärischer Nahkampf aller Truppen” (mil NahKpf a Tr) mit einem entsprechenden Ausbildungsleiter-Lehrgang samt ATN in Altenstadt. Das Konzept hat Hand und Fuß und ist im Inhalt etwa dem zivilen TCQC vergleichbar. Hauptsächlich basiert das Ganze auf Krav Maga, mit Einflüssen von vergleichbaren Systemen. Die ersten Ausbildungsleiter sind bereits seit einiger Zeit (> 1,5Jahre) in der Truppe und bilden aus.
    Außerdem gibt es einen parallel laufenden Lehrgang in Warendorf zum Thema mil NahKpf, dort bin ich mir aber nicht sicher, was die genauen Inhalte angeht.

    Zusammenfassend:
    In den infanteristischen Einheiten und Verbänden sieht es recht gut aus. Für den Rest der Bundeswehr gibt es mitlerweile wenigstens ein ordentliches Konzept und entsprechende Lehrgänge. Dass aber angehende Unteroffziere, Feldwebel und Offiziere allgemein auf den jeweiligen Lehrgängen ausgebildet werden, ist wohl zuviel erwartet. Dasselbe gilt für Mannschaften außerhalb der einschlägigen Verwendungen.

    Ein Decks-Gast der Marine hat nun mal anderes zu tun und muss weder von CRC noch von CQC/milNahKpf Ahnung haben.

    Ich hoffe das schafft etwas Klarheit ;-)

  • ZDL a.D.   |   07. Mai 2013 - 19:33

    @Horst
    Ok, Anspruch und Wirklichkeit scheinen also auseinander zu klaffen. Höre ich da ein Bedauern heraus, dass als ertes der Sport “dran glauben”muss oder werden Sie so mit Aufträgen überhäuft, dass sie gar nicht anders können?
    Gibt es keine körperlichen Mindeststandards, die man in gewissen Abständen nachweisen muss? Bei den US-Streitkräften scheint es sowas ja zu geben.
    Was meinen Sie mit “unseren Kriegern”?

  • Horst   |   07. Mai 2013 - 20:28

    Die körperlichen Mindeststandards nennen sich bei uns “Individuelle Grundfertigkeiten”, die gibt es und die sind auch Nachzuweisen.
    Dazu meine persönliche Meinung:
    1a. Die Mindeststandards sind teilweise sehr niedrig. z.B. beim BFT
    1b. Die Mindeststandard reichen aus (=> kein Ausbildungbedarf)
    2. Papier ist geduldig.
    3. Ausbildung wird (m.E.) in unserer Einheit nicht so groß geschrieben.

    Ich bekomme schon ein paar Aufträge, ist auch der Unterbesetzung geschuldet. Andere kommen davon, dass ich mich nicht so dumm wie andere anstelle. Andere Aufträge ‘organisiere’ ich mir selber.
    Das ist halt das Problem wenn man etwas richtig machen will und nicht nur Dienst nach Vorschrift…

    Mit “unseren Kriegern” meine ich diesen speziellen Soldatentypus. Die Soldaten die sich als Speznaz-KSK-Eliteinfanteristen sehen aber in Wirklichkeit weit davon entfernt sind. @Cynic2 hat ja schon angedeutet wie deren Ausbildungsumfang und Dienstalltag aussehen dürfte. Dann können sie sich vorstellen wieviel davon der “Spezialist auf seinem Gebiet” der täglich im normalen Dienstbetrieb gebunden ist davon erreichen kann. Ich glaube, deshalb gibt’s auch entsprechende Spezialisierungen (Truppengattung, Dienstposten,…).

  • ZDL a.D.   |   07. Mai 2013 - 22:45

    @HH76
    Danke! – Allumfassender kann man nicht informiert werden.
    @Horst
    Danke! – Für Ihre Klarstellungen und Einordnung.
    Jetzt habe ich wirklich einen umfassenden Eindruck – sowas gibts wohl nur bei AGA

  • clicxx   |   18. Mai 2013 - 14:39

    Danke @HH76 für den ausführlichen Beitrag.