Jung&Naiv: Frag’ den Wehrbeauftragten

Für das hier recht bekannte Videoformat Jung&Naiv versuchen Tilo Jung und ich mal was Neues: Am kommenden Dienstag hat Tilo den Wehrbeauftragten des Bundestages, Hellmut Königshaus (Foto oben) vor seiner Videokamera.

Natürlich hat Tilo schon einige seiner üblichen naiven Fragen… aber zusätzlich suchen wir ein wenig Hilfe von den Lesern von Augen geradeaus!: Welche Fragen sollte Tilo dem Wehrbeauftragten unbedingt stellen? Und zwar über sehr detaillierte Einzelfragen zu Beförderungen oder Besoldungsgruppen, BFD-Ansprüchen und ähnlichem hinaus? Fragen, die man dem Wehrbeauftragten gerne selbst mal stellen würde, aber man kommt ja nie dazu – oder, in einer offiziellen Runde, wären die einfach fehl am Platz.

Vorschläge dazu bitte in den Kommentaren. Vielleicht bekommen wir da auch eine Verständigung auf die Top-5-Fragen hin?

(Foto: Königshaus im Januar 2011 vor der Bundespressekonferenz – ©Thomas Truschel/photothek.net)

78 Kommentare zu „Jung&Naiv: Frag’ den Wehrbeauftragten“

  • Sascha Stoltenow   |   12. Mai 2013 - 12:29

    Nicht, dass Königshaus das nachher wieder zensieren möchte …

  • autostaedterin   |   12. Mai 2013 - 12:35

    Welche Befugnisse und konkrete Durchsetzungsmöglichkeiten er hat, aber das wird Tilo Jung sicher ohnehin auf der Frageliste haben…

  • Elahan   |   12. Mai 2013 - 12:36

    Wenn O Klein UAV geholfen hätten, warum hat er die zur Verfügungstehenden nicht angefordert?

    Hätten Aufklärungs UAV in ausreichender Stückzahl die Gefährdung der KSK Soldaten minimiert?

  • GermanObserver   |   12. Mai 2013 - 12:45

    Eine nette Frage wäre doch: Wie sieht sich der WB im Verhältnis zu den Abgeordneten des Verteidigungsausschusses, die doch auch alles untersuchen können und die Missstände aufdecken bzw. beheben können, so wie es der WB tun soll und kann. Braucht es den WB, wo es doch ohnehin parlamentarische Kontrolle gibt?
    Und wie ist das mit den Berichten über Nachteile für Petenten, die sich an den WB gewandt haben? Das dürfte ja eigentlich nicht sein, gibt es aber deutlich zu oft.

  • Thomas   |   12. Mai 2013 - 12:53

    Wofür is die Bundeswehr gut? Wofür brauchen wir die?

    Falls das Gespräch Richtung Auslandseinsätze geht. Funktioniert das/die denn? Erreichen die das was von ihnen verlangt wird? Wie könnte das noch besser laufen? oder Woran scheitert ‘s?

    Wie geht ‘s den Soldaten? Was wünschen die sich?

    Thema Wehrpflicht: Wie hat sich die Bundeswehr seit deren Abschaffung verändert?

    Was unterscheidet die Bundeswehr von 1955 von der heutigen und der in 20 Jahren?

  • Heiko Kamann   |   12. Mai 2013 - 12:59

    @Elahan und GermanObserver
    http://www.bundestag.de/bundestag/wehrbeauftragter/

    @GermanObserver
    “Das dürfte ja eigentlich nicht sein, gibt es aber deutlich zu oft.”
    Können Sie das bitte mal an ein paar konkreten Beispielen (natürlich ohne Namensnennung) darlegen? Ich habe nicht die Möglichkeit, die Eingaben an den Wehrbeauftragten ein zu sehen. Danke

  • student   |   12. Mai 2013 - 13:00

    Mich würde interessieren, ob es denn gerechtfertigt ist, dass der Wehrbeauftragte selbst eine Besoldungsgruppe über der des Generalinspekteurs steht. Also leicht provokativ gefragt, ob den Kritisieren inzwischen höher dotiert ist als Entscheidungen zu treffen.

  • Voodoo   |   12. Mai 2013 - 13:06

    Fragen sie doch mal, ob sein Amt noch Sinn macht – alles Negative, was er anspricht, wird durch das Ministerium doch zumeist eh nur “ausgesessen” bzw. schöngeredet.

  • chickenhawk   |   12. Mai 2013 - 13:09

    Mich würde interessieren, inwieweit sich der Charakter der Tätigkeit des Wehrbeauftragten und vielleicht auch sein Selbstverständnis mit der Aussetzung der Wehrpflicht und dem Übergang zur Freiwilligen-Armee geändert hat.

    Früher war es ja so, dass der Wehrbeauftragte in besonderem Maße die Belange der Grundwehrdienstleistenden vertrat, also von Zivilisten, die man (mehr oder weniger gegen ihren Willen) für einen gewissen Zeitraum in eine Uniform steckte und einer militärischen Ordnung unterwarf.

    Wenn nur noch Freiwillige in den Streitkräften dienen, könnte man ja annehmen, dass sich die Sache auch für den Wehrbeauftragten etwas anders darstellt (getreu dem Rechtsgrundsatz: Nulla iniuria est, quae in volentem fiat).

  • klabautermann   |   12. Mai 2013 - 13:11

    Nun, die Wehrpflicht ist ausgesetzt…..oder so ;-)

    Wie fühlt man sich also als Aussitzer oder Ausgesessener ?

  • AnoSynum   |   12. Mai 2013 - 13:13

    Was wuerde er an seiner Position aendern, wenn er die Faehigkeiten dazu haette?

  • J. König   |   12. Mai 2013 - 13:25

    @ chickenhawk

    “… dass der Wehrbeauftragte in besonderem Maße die Belange der Grundwehrdienstleistenden vertrat…”

    Da sagt aber die Statistik der Eingaben, die im jährlichen Bericht des Wehrbeauftragten an seinem Auftreggeber zum ziemlich am Ende nachzulesen sind, , etwas anderes aus.

    Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Eingaben der Berufs- und Zeitsoldaten in Personalangelegenheiten, deutlicher ins Gewicht fallen als Eingaben, die den Grundrechtsschutz und die Grundsätze der Inneren Führung (WB 2) tangieren.

    Das würde mich zu der Frage veranlassen, warum das spezialgesetzliche Petitionsrecht der Soldaten uneingeschränkt ist.

    Faktisch führt das mit dazu, dass jeder Petent, sofern er Soldat oder Soldatin ist, für seine persönlichen Interessen zumindest drei Bedienstete des gehoben und höheren Dienstes des Deutschen Bundestages, oftmals Juristen, für sich kostenfrei “arbeiten lassen kann”. Das ist schon ein umfassender Grundrechtsschutz, der, mit Blick auf die jährliche Statstik, einen bedeutenden Raum im Bearbeiten der Eingaben an den Wehrbeauftragten umfasst.

    Ob das “Gesetz über den Wehrbeauftragten” mit Blick auf eine Freiwilligenstreitkraft doch noch mal in den Blick genommen werden sollte?

  • klabautermann   |   12. Mai 2013 - 13:35

    nun mal ernsthaft:

    Was müßte man an den rechtlichen Geschäftsordnungsgrundlagen des Wehrbeauftragten ändern, damit dieses Amt als höchster “Ombudsmann der Soldaten” mehr politische Durchsetzungsfähigkeit erhält ?

  • Memoria   |   12. Mai 2013 - 13:40

    Anknüpfend an Voodoo scheint mir eine Frage zur Lernfähigkeit bzw. Null-Fehler-Kultur oder etwas breiter zu toxic leadership angebracht.
    Gibt es diese Null-Fehler-Kultur und wie liesse sich diese verändern?
    Gibt es in der Bw toxic leadership?
    Wenn ja warum wir in der angeblichen InFü-Armee hierüber nicht einmal diskutiert?

    Hoffe das Thema kommt unter die TOP 5 – den viele Detailfragen sind nur die Folge hiervon.

  • Kerveros   |   12. Mai 2013 - 13:50

    Man könnte boshafterweise mal fragen wie realistisch der WB die Möglichkeiten zur Aufklärung von Fällen gegen den Willen des BMVg sieht, wenn dieses dann die eigntlichen Untersuchungen/Zuarbeiten durchführt… so aus der Erfahrung heraus unterstelle ich mal: schlecht ;)

  • Thomas   |   12. Mai 2013 - 13:56

    @Memoria

    Wo vermutest du toxic leadership?

    Nach meiner (recht beschränkten) Erfahrung ist die Führung durch Leute ohne Laub auf den Schultern sehr individuell. Von richtig gut bis richtig schlecht.

  • Memoria   |   12. Mai 2013 - 14:06

    @Thomas:
    Ich sehe toxic leadership bei opportunistischem Führungsverhalten, das den Auftrag ignoriert, die Untergebenen demotiviert und im Einsatz sogar Untergebene und weitere Personen erheblich gefährdet.
    Hier meine ich besonders höhere Laubträger.
    Derlei vermute ich nicht nur, sondern habe mehrere Fälle im Hinterkopf. Es gibt auch andere, aber das System (be)fördert solche Leute auch zum GenMaj und höher.
    Opportunismus, Dillentantismus und Schönrednerei machen die Bw kaputt. Es gibt auch andere Führungskräfte, aber die sind nach meinem Eindruck nicht die Regel.
    Umso mehr wäre interessant zu wissen wie der WB dies sieht.

  • klabautermann   |   12. Mai 2013 - 14:15

    was ist das Gegenteil von “toxic leadership”?

    @Memoria

    U have the first shot…….don’t screw it !

  • Luftwebel   |   12. Mai 2013 - 14:16

    Jedes Jahr prangert der WB seitenweise Mißstände an. Was wird geändert? So gut wie nichts!
    Der kann einem ja eigentlich leid tun. Immer wieder den Zeigefinger heben und DuDu machen. Die Entscheidungsträger belächeln den WB doch nur. Um wirklich was zu ändern bräuchte er ein richtiges “Mandat” statt bloß den Titel “Anwalt des Soldaten”.
    Das ist doch so blos eine Luftnummer.

  • Gramm   |   12. Mai 2013 - 14:20

    “Haben Sie manchmal das Gefühl, dass einige Soldaten auf hohem Niveau jammern oder unnachvollziehbare Beschwerden haben? Vertreten Sie dann auch solche Belange mit ganzem Herzen, bei denen Sie selbst nicht einverstanden sind?”

  • Sascha Stoltenow   |   12. Mai 2013 - 14:21

    Warum unterrichtet die Bundesregierung die Bevölkerung immer noch nicht regelmäßig die Bevölkerung über den Einsatz in AFG, wie es bspw. die kanadische Regierung tut?

  • marcel84   |   12. Mai 2013 - 14:22

    Was hält er davon, dass jedem Soldaten der mindestens SAZ 8 oder SAZ 12 ist und dies auch wünscht, einen sicheren Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst nach seiner Dienstzeit anzubieten.

  • Memoria   |   12. Mai 2013 - 14:25

    @klabautermann:
    Führung.

    Davon kenne ich auch einige sehr, sehr Gute mit Eichenlaub – die verlassen die Bw jedoch derzeit vorzeitig. Weil die toxic leader immer stärker werden.

  • klabautermann   |   12. Mai 2013 - 14:34

    @Memoria

    ….andere kommen nach, denn die “Guten” haben geführt, und Teil von Führen ist “Erziehen”…..;-)

  • marcel84   |   12. Mai 2013 - 14:37

    Was würde er gegen den Fakt unternehmen, dass offentsichtlich ein großer Teil der Truppe “die Schnauze voll” von dem Verein hat? Ich kenne allein 4 Berufssoldaten (Unteroffiziere u. Offiziere) die sich auf SAZ zurück stufen lassen haben, um von der Bw Abschied nehmen zu können. Weil sie es einfach nicht mehr aushalten. Und das waren leider die guten Leute! Um mal noch gar nicht von denen zu sprechen, die ernsthaft mit dem Gedanken spielen und sich nur NOCH nicht im klaren sind, wovon sie danach leben sollen.

  • Tilo   |   12. Mai 2013 - 14:46

    Oh, da kommt ja bereits ne Menge rein. Gibts schon erste favorisierte Fragen bzw. Themen?

  • Luftwebel   |   12. Mai 2013 - 14:51

    Richtig interessant wäre ja echt, was der WB tun kann gegen die miese Stimmung, die ja nicht nur hier beschrieben wird, sondern auch aus den letzten Umfragen ersichtlich ist.
    Ich kenne übrigens auch BS, die sich zurückstufen haben lassen, bzw. gekündigt haben.

  • Memoria   |   12. Mai 2013 - 15:21

    @klabautermann:
    Die dunkle Seite der Macht ist aber weitaus stärker.
    Für Charakter ist immer weniger Platz.
    Die Ja-Sager und Schönredner machen Karriere (Einsatzerfahrung hat man ja auch) und erziehen eben auch.
    Aber wir können das hier ewig diskutieren.
    Mich würde die Sichtweise von Herrn Königshaus hierzu sehr interessieren, da er einen einzigartig breiten und offenen Blick auf das Problem “Schönreden und Jasagen” haben müsste.
    Das ist der Kern der angeblichen Inneren Führung.

  • ich   |   12. Mai 2013 - 16:06

    …::meine fragen::…

    wieso hat deutschland keine/keinen flugzeugträger?

    wann ziehen endlich die ausländischen truppen aus deutschland ab?

    was hält er von der atomaren-teilhabe?

    was hat bisher der afghanistan einsatz gekostet?

    was hält er von einer europäischen armee?

  • Someone   |   12. Mai 2013 - 16:07

    klabautermann | 12. Mai 2013 – 13:35

    (…) Was müßte man an den rechtlichen Geschäftsordnungsgrundlagen des Wehrbeauftragten ändern, damit dieses Amt als höchster “Ombudsmann der Soldaten” mehr politische Durchsetzungsfähigkeit erhält ?

    in Verbindung mit

    Luftwebel | 12. Mai 2013 – 14:16

    Jedes Jahr prangert der WB seitenweise Mißstände an. Was wird geändert? So gut wie nichts! (…)

    bekäme von mir ein +1

  • Rio   |   12. Mai 2013 - 16:37

    Die Schlechte Stimmung in der Truppe ist wie in zahlreichen Umfragen und Analysen beschrieben buchstäblich greifbar. Nicht umsonst ist die Zahl der Dienstzeitverkürzer auf dem Höchsten Stand seit …..??? Aber warum ist das so? Ist nicht unsere politische “Führung” daran Schuld das unsere Zeit und Berufssoldaten, die übrigens bewusst diesen entbehrungsreichen Beruf gewählt haben,ihre Familien durch Reduzierung der Einheiten(Standortschließung, Versetzung wegen Auflösung der Einheit) und Einsatz kaum noch sehen. Hinzu kommt zwischen den Einsatzgestellungen die Wochen und monatelange Ausbildung zur Vorbereitung auf einen Einsatz und Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft fernab von Familien und Kindern. Dies führt zur Entfremdung der Familie und im Extremfall zur Trennung bzw Scheidung. Welcher Erwachsene Arbeitnehmer mit Familie würde sich da nicht irgendwann gegen den Beruf und für ein geregeltes Familienleben entscheiden.
    Und nun zur Frage an den WB.
    Welche Maßnahmen würde er denn Unterstützen um bei der Strukturreform die Verlegung von Soldaten und Einheiten zu verhindern?
    Ein paar konkrete und irgendwann auch verbindlich Aussagen seitens der Politischen Führung und natürlich auch der Militärischen Führung würden sicher die Wogen zumindest etwas glätten. Als Beispiel wie sieht es aus mit der Räumlichen Dislozierung von Einheiten und Teileinheiten der Bundeswehr. Es ist sicher möglich die Fähigkeiten nicht nur an wenigen Standorten zu bündeln ohne erhebliche Mehrkosten. Der Neuaufbau von Standorten wie in Teilen des Heeres geplant ist sicher teurer als eine weitere Nutzung vorhandener Infrastruktur.
    Die Ungewissheit ist sicher Teil des Soldatenberufes aber eine Familie muß irgendwo ein stückweit planbare Sicherheit haben. Und die sieht das Gesetz zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf so vor. Thema Atraktivität des Soldatenberufes.Aber das ist eine andere Frage!

  • Elahan   |   12. Mai 2013 - 18:30

    @Heiko Kamann

    Ja, da kann man auch alle anderen Fragen stellen (die dann nicht Top 5 sind:-))

    Es geht um die Antwort auf dieser (AG) Plattform und nicht, dass ich eine bekomme.

  • T.B. van Echter   |   12. Mai 2013 - 18:32

    Mich würde interessieren, wie er zur Aushebelung des Leistungsprinzips durch informelle Geschlechterquoten, etwa bei Beförderungen, steht.

  • Elahan   |   12. Mai 2013 - 18:34

    @Rio

    Unter ihrer Ausführung sind einige Top 5 Fragen.

    Gilt der Schutz der Familie für Soldatenfamilien, auch wenn ein Elternteil in Jugendjahren einen familienunfreundlichen Beruf gewählt hat?

  • T.B. van Echter   |   12. Mai 2013 - 18:39

    Mich würde zudem interessieren, wie er die Auswirkungen der ständigen Senkung militärischer Standards im Namen der Steigerung der “Attraktivität des Dienstes” auf die Einsatzbereitschaft bzw. Kampfkraft der Bundeswehr bewertet.

    Darüberhinaus würde mich interessieren, ob es bereits Gefallene oder Verwundete wegen Handlungsunsicherheiten gab, die im Zusammenhang mit Sorge vor Verstößen gegen ROE im Fall der Selbstverteidigung standen, z.B. wenn Soldaten in einem Hinterhalt zögerten das Feuer zu erwidern, weil sie nicht wussten ob sie das durften.

  • Beachboy   |   12. Mai 2013 - 18:50

    Was kann der Wehrbeauftragte vom Verteidigungsminister lernen?

  • J.R.   |   12. Mai 2013 - 19:10

    Ich mag ja die Fragen von Thomas. :)
    Und ich würd mich persönlich über eine Frage zur Inneren Führung freuen, aus der er sich nicht mit abstraktem Bullshit-Bingo rauswinden kann.

    Ansonsten noch ein paar Vorschläge:

    Kann die Bundeswehr Bürgerkrieg?

    Was hat die Bundeswehr in Afghanistan erreicht?

    Was ist Innere Führung? Und warum wäre sowas wie Abu Ghraib mit deutschen Soldaten nicht möglich?

    Dürfte ein Bundeswehrsoldat auf eigene Initiative mit Milizen zusammenarbeiten, von wegen Auftragstaktik und so? Wenn nicht, wer legt sowas fest?

    Warum hat Deutschland keine einsetzbaren Reservisten-Einheiten wie etwa die National Guard der USA – auch gerade unter dem Gesichtspunkt Staatsbürger in Uniform?

    Vor welcher sicherheitspolitischen Person (Politiker, General, Sondergesandter whatever) hat Herr Königshaus persönlich den meisten Respekt, und warum?

  • Kerveros   |   12. Mai 2013 - 19:22

    Da das Thema unzufiredenheit angesprichen wurde… dieser Tafe müsste doch das Update zur Studie für den DBWv rauskommen? gegebenfalls kann man das auch berücksichtigen.

    @J.R.: Das Problem ist die Vermischung mit Dingen, die nicht originär den WB betreffen.

    Stichwort ‘Milizen/Auftragstaktik': Auftragstaktik heisst nicht, dass dabei nicht Möglichkeiten eingegrenzt werden respektive auch die Einsatzregeln diese Einschränken… das ist wenigerr ein Punkt den der WB bearbeiten sollte.

    ‘Reservisten-Einheiten': das ist ein Thema für BMVg/Parlament.. auch eigentlich wenige für den WB.

    ‘Kann die Bw Bürgerkrieg': abgesehen von der schwammingen und auch gefährlichen Fragestellung… wieder falsche Zielgruppe. Man könnte ihn sicherlich fragen, ob aus seiner Sicht die Budneswehr für asymmetrische Kriegsführugn befähigt ist… aber da ist die Antwort auch wieder relativ wenig von Belang.

    Man muss sich mal vor Augen halten, wofür der W.B. eigenrichtet wurde und was sein Kompetenzfeld ist. Alles andere wäre die Vergeudung einer Möglichkeit Antworten in Feldern zu bekommen, in denen er kompetent ist zu antworten.

  • ZDL a.D.   |   12. Mai 2013 - 20:05

    Welches Thema erregt die Soldaten am meisten?
    Welche Mittel und Möglichkeiten haben Sie um gegen Missstände vorzugehen?
    Was war der schärfste Konflikt, den Sie für die Soldaten mit der BW-Führung ausgefochten haben?
    Was war die schlimmste Niederlage, die sie in ihrer bisherigen Amtszeit erlebt haben?
    Bei welchem Thema fühlen Sie sich auf völlig verlorenem Posten?
    Was würden sie als erstes bei der BW ändern, wenn sie einen Wunsch frei hätten?
    Von wo würden Sie sich mehr Ünterstützung wünschen?

  • -MK20-   |   12. Mai 2013 - 20:27

    Nur eine: Wieviele Wochenstunden hat Herr Königshaus Kontakt mit den Soldaten der Bundeswehr?

  • J.R.   |   12. Mai 2013 - 20:31

    @ Kerveros
    Man muss sich mal vor Augen halten, wofür der W.B. eigenrichtet wurde und was sein Kompetenzfeld ist.

    Kann man so sehen.
    Andererseits hat sich her Königshaus mit der Forderung nach Kampfpanzern in die Afghanistandebatte eingemischt, und auch nochmal das Kunduz-Bombardement für Drohnenforderungen genutzt. Von daher hab ich keine Bedenken, den Ball zurückzuspielen und den Herrn Königshaus zum Stand der Dinge in Sachen Afghanistan-Szenarien zu fragen.

    Und da find ich persönlich die Frage nach der Befähigung der Bundeswehr als ganzes für solche Szenarien, als auch nach den Möglichkeiten und Freiheiten des einzelnen Soldaten, wesentlich interessanter.
    Da wird der Schwarze Peter halt immer auf “die Führung ganz oben” oder auf die Ausrüstung geschoben. Mit der Grundprämisse, wenn alles da wäre und man politisch alles dürfte, dann könnte man auch. Aber ist dem so?

    Könnte die Bundeswehr Afghanistan, wenn Sie denn alles dürfte und alles an Ausrüstung hätte? Und was würde ihr konkret dazu fehlen?

    (Für Stimmungsumfragen und Ausrüstungskleinklein gibts den Bericht des Wehrbeauftragten, da muss er nur zitieren und keine Position beziehen. Wenn man sich darauf beschränkt kann man sich )

    Muss aber letztlich Tilo entscheiden, ich lass es hier mal gut sein. :)

  • Newton_McMarv   |   12. Mai 2013 - 20:41

    Meine Fragen wären:

    1. Ist die aktuelle Bundeswehr noch zeitgemäß was ihre Zielsetzung und Personalpolitik angeht?

    2. Welchen Stellenwert soll der Soldat in der Gesellschaft haben?

  • Sascha Stoltenow   |   12. Mai 2013 - 21:27

    Die angemessen Jung&Naiv-Frage für einen großen Teil der hier gestellten wäre: Wie ist die Stimmung in der Truppe? Die Antwort darauf (und die Folgefragen) dürfte mehr offenbaren als alles andere.

  • MD.   |   12. Mai 2013 - 21:33

    Vlt eine Folge Jung und Naiv mit dem GI ? oder einem rang-hohen General kurz vor Pensionierung? Es überschneiden sich in meinen Augen bestimmte mil. Themen mit dem polit. Auftrag des Wehrbeauftragten. Oder irre ich?

  • Heiko Kamann   |   12. Mai 2013 - 21:43

    Die meisten aufgeworfenen Fragen haben mit dem (Amt des) Wehrbeauftragten wenig zu tun; sie sollten der Bundesregierung gestellt werden.

  • C.Y.   |   12. Mai 2013 - 22:25

    Servus,

    vor dem Hintergrund der Einsparmaßnahmen in der Bundeswehr würde mich interessieren, wie es sein kann, dass ausgebildete CH53 Piloten des Heeres mit Einsatzstatus Combat Ready nicht weiter auf CH53 beschäftigt werden, dafür aber Luftwaffensoldaten fortgeschrittenen Alters auf CH53 eingeschult werden.

    Zweitens: Welche dienstliche Notwendigkeit sieht man gegeben, Spitzenpersonal, welches gerade bei der Industrie als Fluglehrer CH53GA ausgebildet wurde, gem. PersStrkAGes zu entlassen?

    Was würde wohl der Bund der Steuerzahler zu diesem Umgang mit Ressourcen sagen?

    Mfg

    C.Y.

  • Vaudeha   |   12. Mai 2013 - 22:31

    Mich speziell würde es interessieren wie groß die Chance ist, dass die Aussetzung des Auswahlverfahrens noch vor Ende der laufenden Legislaturperiode wieder aufgehoben werden könnte. Oder inwiefern sich die Aussichten allgemein auswirken. ???

    Gruß Vaudeha

  • St.Michael   |   12. Mai 2013 - 23:45

    OT@Vaudeha

    Wenn es um die Auswahlverfahren zur Übernahme in den Staus eines Berufssoldaten geht, diese laufen wieder. Zumindest für Offiziere kam die entsprechend Information mit Anweisungen, wie der betreffende Soldaten seine Papiere einzureichen hat letzte Woche.

    Einfach den nächsten zuständigen Kameraden aus dem FGG1 mal ansprechen.

  • Elahan   |   13. Mai 2013 - 0:35

    @Heiko Kamann
    “Die meisten aufgeworfenen Fragen haben mit dem (Amt des) Wehrbeauftragten wenig zu tun; sie sollten der Bundesregierung gestellt werden.”

    -Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages ist Anwalt der Soldaten und zugleich ein Hilfsorgan des Parlaments bei der Kontrolle der Streitkräfte.-

    http://www.bundestag.de/bundestag/wehrbeauftragter/

    Es geht nicht um die Fragen, sonern um die Antworten. Von der Bundesregierung/IBuK werden sie doch keine ehrlichen Antworten erwarten? Wer hat denn die Möglichkeit auf die Regierung Einfluss zu nehmen, außer ein neutrales Organ im parlamentarischen System?

  • Rio   |   13. Mai 2013 - 0:44

    @Elahan:
    Von welchen Berufen sprechen sie, wenn Sie Familienunfreundlich meinen?
    In jedem Beruf muss Mann und auch Frau ersteinmal Erfahrung sammeln und Besonders aktiv sein um später höhere Positionen einnehmen zu können. ( Bei entsprechender Motivation versteht sich) Ein Bauarbeiter geht auf Montage und ein Jungmanager ins Ausland) aber es kommt der Zeitpunkt beim Großteil der Gesellschaft an dem Mann oder Frau seßhaft werden möchte. Und hier knüpft die Frage an, es ist sicherlich besser zufriedenes Personal mit gesundem Rückhalt an der Heimatfront in den Einsatz zu schicken als Ausgebildete Profis entlassen zu müssen weil sie es vorziehen mit Übergangsgebührnissen und Ausgleichszahlung einen Neuen Beruf zu lernen um näher bei ihrer Familie zu sein.
    Korrigieren sie mich wenn ich ihre Fragestellung falsch interpretiert habe.