Zulassungsprobleme: Der EuroHawk entschwebt

Und da sind sie wieder, die Zulassungsprobleme bei der größten Drohne der Bundeswehr: Der EuroHawk, ein unbemanntes Luftfahhrzeug in der Größe eines zivilen Airliners, wird angesichts der enormen Kosten für eine luftverkehrsrechtliche Zulassung in Deutschland und Europa wohl kaum als Serienmodell in die Streitkräfte eingeführt. Auf dieses Problem hatte ich Ende Januar schon mal hingewiesen. Jetzt, so berichtet der Tagesschau-Kollege Christian Thiels, werden die Kosten konkreter – und die deuten darauf hin, dass aus der geplanten EuroHawk-Flotte der Luftwaffe nichts wird: Rund 500 Millionen Euro zusätzlich (!) könnte es kosten, die Drohnen, die zur elektronischen Aufklärung ausgerüstet sind, in den europäischen Luftraum zu bringen.

In dem Bericht bei tagesschau.de heißt es unter Berufung auf einen Brief des Parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium Thomas Kossendey an den SPD-Abgeordneten Hans-Peter Bartels:

In Kossendeys Brief, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, ist von “nicht unerheblichen Mehrkosten” die Rede, die notwendig seien, um überhaupt eine luftverkehrsrechtliche Zulassung für den Betrieb des unbemannten Aufklärungsflugzeuges zu erhalten. Experten rechnen mit bis zu 500 Millionen Euro Mehrkosten.

Bislang verfügt die Bundeswehr über einen EuroHawk, der als Full Scale Demonstrator nachweisen soll, dass die Aufklärungstechnik funktioniert – die wurde von der EADS-Tochter Cassidian entwickelt und in das eigentliche Fluggerät eingebaut, das von Northrop Gruman kommt und bei den Amerikanern als GlobalHawk im Einsatz ist. Teil des Nachweises ist aber auch die Genehmigung, im zivilen Luftraum über Europa zu fliegen und eben nicht nur in zeitweise gesperrten Flugzonen. Dafür muss unter anderem nachgewiesen werden, dass es Systeme und Möglichkeiten gibt, einen Zusammenstoß mit anderen Flugzeugen zu vermeiden – es ist ja kein Pilot an Bord, der eine Maschine auf Kolissionskurs erkennen und ausweichen könnte.

Das ist allerdings nur ein Teil des Problems. Ein weiterer ist, dass die US-Streitkräfte das System auch nicht mehr so wie geplant nutzen wollen. Und damit könnte langfristig die Ersatzteilversorgung schwierig werden.

Aus Kossendeys Brief:

Derzeit wird abschließend geprüft, ob eine Beschaffung der Serie EURO HAWK vor dem Hintergrund der Zulassungsproblematik zu rechtfertigen ist. Weiterhin ist auch die wirtschaftliche Versorgung über eine längere Nutzungszeit unter Abstützung auf die GLOBAL HAWK Familie der US Air Force in Frage zu stellen, nachdem die US Air Force die geplante Beschaffung weiterer GLOBAL HAWK eingestellt hat und der langfristige Betrieb dieser stark reduzierten Flotte in den USA sehr kritisch betrachtet wird.

Und das ist noch nicht das Ende der Probleme. Denn Deutschland wollte den EuroHawk nicht nur in der SIGINT-(Signals Intelligence)Version als Ersatz für das ausgemusterte (bemannte) Flugzeug Breguet Atlantic beschafften, sondern darüber hinaus auch in einer Version für die optische Aufklärung (IMINT, Image Intelligence) als Beitrag zum geplanten Alliance Ground Surveillance System (AGS) der NATO. Mittlerweile haben die Deutschen der NATO nur gesagt, dass sie was zur Verfügung stellen, reden aber nicht mehr vom EuroHawk:

Es war ursrpünglich geplant, EURO HAWK in einer IMINT Version als deutsche Beistellung zu AGS zu beschaffen. Dies ist bereits im Jahr 2010 dahingehend relativiert worden, dass ein deutscher Beitrag im Fähigkeitsspektrum – ohne Systemspezifikation – gestellt werden sollte. (…)
Das Bundesministerium der Verteidigung erarbeitet zurzeit konzeptionelle Entwicklungslinien, um erforderliche Maßnahmen zur Anpassung des Leistungsprofils der Bundeswehr mit politischen Vorgaben und finanziellen Rahmenbedingungen zu verknüpfen. Dabei werden neben nationalen planerischen Zielen auch die durch NATO und EU erhobenen, konkreten Planungsziele zu einzelnen Bereichen berücksichtigt. Hierzu zählen, mit langfristigem Zeithorizont und ohne Systemspezifikation, auch mögliche nationale Beistellungen zu NATO AGS. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen.

heißt es in dem Kossendey-Brief.

Unterm Strich: Sieht nicht so gut aus für den EuroHawk. Auch wenn die Erprobung formal noch läuft, scheint eine Empfehlung für die Beschaffung der Serie von neun Stück für den nationalen SIGINT-Bedarf angesichts dieser Kosten nicht ganz in Reichweite zu liegen.

Übrigens, die andere von tagesschau.de erwähnte Geschichte, es werde wohl vor der Bundestagswahl keine Beschaffungsentscheidung über bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr geben, dürfte die nicht überraschen, die die Aussagen von Luftwaffeninspekteur Karl Müllner genau angehört haben.

(Foto: Der EuroHawk beim ersten Testflug im Januar 2013 in Manching – Foto EADS)

 

 

221 Kommentare zu „Zulassungsprobleme: Der EuroHawk entschwebt“

  • Hein Bloed   |   23. März 2013 - 12:29

    Weil es beim ersten Mal offenbar nicht jeder gelesen hat: http://goo.gl/eVKOv
    “Newly Released Drone Records Reveal Extensive Military Flights in US”
    Die EFF hat noch mehr Dokumente dazu freigeklagt (http://goo.gl/uQErN).

  • Vtg-Amtmann   |   23. März 2013 - 12:59

    @T.W.: Mit der Bitte um Entschuldigung und Dank für die Kürzung. Liest sich so auch bedeutend besser! Nur bei angeblich laut SHZ bereits “verbratenen” 1,3 Milliarden € – wie sicherlich im Vorabdruck an Oberst Knittlmeier, Kommodore des AG 51gegangen -, statt der offenbar im Brief des StS Thomas Kossendey (CDU) an den SPD-Verteidigungsexperten Hans-Peter Bartels benannten rund 600 Mio. € an bisherigen Kosten, geht einem schon mal der Gaul durch.

  • Hans   |   23. März 2013 - 15:50

    OT: Die FAZ meldet dass die Abschlussfinanzierung von Meads gesichert ist, Serienproduktion könnte 2020 starten. Lohnt das vllt einen eigenen Threat?

  • Ben   |   23. März 2013 - 16:46

    “Das wäre mal wieder ein Ausstiegsszenario für das BMVg, wenn man sich denn durchsetzen würde bzw. wollte!”

    Es ist nur ein TeuroHawk fest bestellt, und wohl schon bezahlt worden. Wenn man Aussteigen will, übernimmt man einfach den einen EH, und lässt diesen EH am Boden.

    OT zu MEADS: Das sieht m.M. mehr danach aus als die USA sofort aus dem Programm aussteigen, und nur noch Schadensersatz an das Industriekonsortium bezahlen. Daher ist der US Haushaltsansatz jetzt geringfügig niedriger. MBDA sagt auch nur, dass die USA Vertragsgemäß bezahlen werden, aber nicht dass die daran noch weiter arbeiten lassen.

  • Maggus   |   23. März 2013 - 18:31

    “Das sieht m.M. mehr danach aus als die USA sofort aus dem Programm aussteigen, und nur noch Schadensersatz an das Industriekonsortium bezahlen.”

    Es wurde lediglich ein Entwicklungsvertrag abgeschlossen und den gedenken alle Seiten auch zu erfüllen, was auch sinnvoll ist. Es geht für Deutschland vor allem um einen Technologietransfer und um die Weiterentwicklung der Luftabwehr. Dazu muss das System nicht unbedingt beschafft werden. Man kann es als Entwicklungsstufe zum zukünftigen Luftverteidigungssystem sehen.

  • Vtg-Amtmann   |   23. März 2013 - 19:36

    Zu einer Anfrage vom 05.01.2013 schrieb am 04.03.2013 der RefLtr AIN V5 „Steuerung Realisierung und Nutzung (Einsatzreife), Beiträge F&T Systeme Luft“ (hier auszugsweise):
    (Frage) „Auf welcher Grundlage insbesondere hinsichtlich der Luftsicherheit beruht dieser Einsatz?“
    (Antwort) „Der EURO HAWK FSD wird auf der Grundlage der bestehenden zivilen (hier insbesondere § 30 des LuftVG) und militärischen luftrechtlichen Vorschriften betrieben.“

    Nur allzu gern glauben die Militärs, AIN und BAAIN aufgrund der Ausnahmeregelungen des § 30 LuftVG gemäß ZDV 19/1, 19/2 VS-NfD,19/6, 19/11, 19/12 u. 19/13 (vgl. http://pingwins.ucoz.de/_ld/0/33_ZDv_Uebersicht.pdf) die „Selbstherrscher aller Reußen“ zu sein und stets „das Fliegen samt aller Regulations neu erfinden zu müssen“.

    Auf das Dokument >> Proposed change to Draft 1 Section 2.1 –2.3 of the UAV T-F Final Report dated 13-10-03 – JAA TO << darf deshalb verwiesen werden (bitte gegf. selber suchen, da ein ellenlanger und unzuverlässiger Link) Offenbar kannte dieser Referatsleiter dieses Dokument nicht bzw. die EuroHawk GmbH und/oder das BAAIN hat diesem davon nichts gesagt. In dieser mittlerweile bald 10-Jahre alten JAA-TO steht u.a.:

    “2.1.2 The evolution of Civil Aviation / Page 2)
    [….] It is likely that military UAVs will use civil airspace, particularly in the light of the single European sky initiative. The need for future improvements in civil-military co-ordination to fully exploit the one continuum of airspace objective is emphasised and supported by military co-operation.

    2.3.1 UAV System design aspects to Safety (Page12)
    [….] According to Annex 8 of ICAO, the aircraft (UAV) must be airworthy prior to flight. The Certificate of Airworthiness is based upon evidence that the design of the aircraft type meets the design aspects of the appropriate airworthiness requirements, the Type Design. The introduction of a UAV System will in addition to the certification of aircraft, put focus on the need for minimum requirements for and certification of UAV Support Components and in particular, UAV Command & Control and UAV Link Elements involved.”

    Und exakt Annex 8 der ICAO-Regulations ist zusammen mit den noch nicht gegebenen Zulassungsvoraussetzungen der EASA für „schwere UAV“ (über 150 kg MTOW) der “Knackpunkt bzw. der Rückgradbrecher“ beim EuroHawk (vgl. http://www2.icao.int/en/ism/ICAO%20Annexes/Annex%208.pdf).

  • Milliway   |   23. März 2013 - 20:10

    Hallo, @ Ben

    580 Mio. für eine Zelle ist falsch !

    Eine RQ-4 Global Hawk voll gestopfter mit neuster US Technik würde uns heute 124,6 Mio. € Kosten
    Ein RQ-4 Global Hawk ohne Technik „leer“ bezifferte @ Vtg-Amtmann mit ca. 80 Mio. Euro,

    ( Ich hatte zuvor bei einem älteren Beitrag ein Link gesetzt was die Kosten betreffen ! )

    Es geht nicht nur um die deutschen Euro Hawk Drohnen sonder wir wollten ursprünglich auch noch 8 Euro Hawk Drohnen an die NATO liefern ( AGS “Alliance Ground Surveillance” ) wo wir ebenfalls noch mit mindesten 500 Mio. € in der Pflicht stehen !
    Aktuell beabsichtigt die NATO nur noch 5 Euro Hawk zu beschaffen.

    Die Befürchtung der fehlenden Dokumentation ist unbegründet da Northrop Grumman als Partner mit im sinkenden Boot Sitz. Denn die NATO kauft Euro Hawk `s von uns und keine Global Hawk `s von den Amerikaner. Wir sind also doppelt in der Pflicht !

    Bei Predator sind wir bereits voll dabei !

    Ein Zitat von 2009 / Deutscher Bundestag 16/11620

    Für die Einführung des Systems MALE-UAV* sind im Rahmen einer Realisierung einer Anfangsausstattung derzeit 165 Mio. Euro im Einzelplan 14 veranschlagt.

    *Predator B & HERON TP

    Was ist ein EH Debakel ? Das ist gegen EF-2000 & A400M nur ein “Furz”…. !

  • markus, d.Ä.   |   23. März 2013 - 21:12

    gäbes es in europa einen stützpunkt wo die teile relativ unbehelligt ihre kreise ziehen könnten ? ein Mittelmeerinselchen vlt ?

  • Vtg-Amtmann   |   23. März 2013 - 21:37

    @markus, d.Ä.: EuroHawk und GlobalHawk sind mit einem Einsatzradus von ca. 5.500 km bei 24 stündigem Aufenthalt im Zielgebiet bzw. mit einer Überführungsreichweite von knapp 23.000 km keine “Insellösungen”! Habe mir gerade nochmals den Thread http://augengeradeaus.net/2012/05/grunes-licht-aus-deutschland-fur-ags/#comments durchgelesen und mußte dabei kräftig schmunzeln. Der Thread ist wirklich ex-post empfehlenswert, denn auch hier dürfte Annex 8 der ICAO-Regulations voll zuschlagen. Ob die UAVs in Jagel starten und landen oder auf der Sigonella Air Base in Italien macht absolut keinen Unterschied bei den gegebenen Fakten und Zulassungskriterien, denn Italien ist ebenfalls “ICAO- und EASA-Land“! Und da kommen noch die folgenden 36 “Member-States“ dazu gem. http://www.icao.int/MemberStates/Member%20States.Multilingual.pdf. Da langt nicht einmal das “Inselchen Antarktis“.

  • Maggus   |   23. März 2013 - 22:12

    “Eine RQ-4 Global Hawk voll gestopfter mit neuster US Technik würde uns heute 124,6 Mio. € Kosten
    Ein RQ-4 Global Hawk ohne Technik „leer“ bezifferte @ Vtg-Amtmann mit ca. 80 Mio. Euro,”

    Wetten dass das ne Milchmädchenrechnung ist?

    ” Das ist gegen EF-2000 & A400M nur ein “Furz”…. !”

    Na was ist denn jetzt am EF wieder so schlimm? Weil er von der EADS ist?

    Bitte dann soll man den EuroHawk in den USA oder besser im Mittelmeerraum stationieren, da ist man dann am potenziellen Einsatzort nah dran…

  • Vtg-Amtmann   |   23. März 2013 - 22:53

    (Ironiemod an) Für die „potenziellen“ Einsatzregionen Rot-China und Nordkorea dürften die USA fast gleichweit entfernt sein und es liegen beachtlich weniger ICAO-Staaten dazwischen. Aber bei den “Nebenkriegsschauplätzen” wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak und Syrien sind es vom Mittelmeerraum nur wenige ICAO-Staaten weniger. Das ändert aber nichts an den grundsätzlichen Fakten und Realitäten der Verkehrszulassung der UAVs.

    Für die damit gem. ICAO-Annex 8 eher virtuellen Rundflüge der GlobalHawks und EuroHawks bei einigen Herren sowie für die jeweilige Haushaltsrelevanz, darf ich deshalb deren Aufenthalt auf den Isole Tremiti, dem Adria-Archipel Apuliens mit einer Gesamtfläche von etwa drei Quadratkilometern vorschlagen, insbesondere die Insel San Domino (Ironiemod aus).

  • Elahan   |   23. März 2013 - 23:02

    @Maggus

    Sie wollen doch im Ernst nicht einen Reaper (Motorsegler) mit einem EF oder A400M vergleichen!? Motorsegler vergleicht man mit Motorsegler ob bemannt oder unbemannt!
    Beim Bau von Motorseglern sind die Europäer übrigens führend!

    Die Technologie einen Reaper zu bauen hat die deutsche Industrie!
    Der Materialwert eines Reapers incl Arbeitsstunden zum Bau in Einzelstückfertigung liegt bei ca. 400 000 € je nach Antrieb (TPE-331-10, Thielert oder Rotax) Leistung bei garantierter Abnahme von ca 20 Stück, plus Bodenstation plus Sat Com!

    @Ben

    Die Technologie ein UAS mit den Leistungsparametern des EH zu bauen, ist in DEU schon seit Jahrzehnten vorhanden!……..nur halt nicht bei der EADS!

    @Vgt-Amtmann

    5 500km Einsatzradius, 24h Aufenthalt im Zielgebiet halte ich eher für unwahrscheinlich.

    MQ 1B Einsatzradius unter ca. 4000km Vmax 220 km/h Flugdauer max 40h
    MQ 9A Einsatzradius unter ca. 3000km Vmax 480 km/h Flugdauer max 30h

  • Vtg-Amtmann   |   23. März 2013 - 23:31

    @Elahan; gebe zu, die von mir genannten Leistungsdaten sind “zusammen geklaut”. Wenn aber die Ihrigen Daten stimmen – davon darf ich mal ausgehen -, könnte man glatt auf dem Niveau “Grob- innovative Motorsegler”, Stand 1995 “Grob G 850 Strato 2C” wieder anfangen und sehr viel Geld sparen (theoretisch) und hätte ICAO-Annex 8 auch umschifft.

  • Elahan   |   23. März 2013 - 23:41

    @Vtg-Amtmann

    So ist es und dass der Mittelstand in DEU trotz neuem CPM nicht ernsthaft betrachtet wird, ist die eigentliche Sauerei!

    Stemme, H3 und viele kleine mehr, machen eben eher schlechte Lobbyarbeit!

  • Vtg-Amtmann   |   23. März 2013 - 23:50

    Also doch Isole Tremiti San Domino und der ehemalige Knast sieht wirklich imposant aus. Oberer Fontainengraben im Kleinen.

  • Elahan   |   23. März 2013 - 23:50

    Auch die Egrett G 520 war vor 25Jahren schon weiter!

    Sie verngesteuert zu fliegen war kein technologisches Problem, sondern man wußte, dass man sie nicht bei jedem Wetter, störunanfällig und wirtschaftlich unbemannt betreiben konnte! …….und daran hat sich bis heute nichts geändert!

    Wer glaubt, dass das autonome Fliegen ein technologisches Problem darstellen würde, sollte sich mal mit der historischen Thematik der Fernsteuerung von Luftfahrzeugen vertraut machen!

  • Maggus   |   23. März 2013 - 23:52

    @Elahan: Also EF und Reaper habe ich nirgendwo verglichen, eventuell haben sie mich da missverstanden. Habe bloß meinen Unmut geäußert, dass der EF ständig als Negativbeispiel für alles mögliche herhalten soll.

  • Vtg-Amtmann   |   23. März 2013 - 23:59

    Wie sagte Arnold Joseph Toynbee (* 14. April 1889 in London; † 22. Oktober 1975) der britische Kulturtheoretiker, bedeutender Geschichtsphilosoph, Univeralhsitoriker und Industriekritiker des 20. Jahrhunderts., “History is responsed to be a cyclic movement, not only a withdraw but a return”.

  • Vtg-Amtmann   |   24. März 2013 - 0:14

    @Maggus: Ihre Argumentation, dass der EF ständig als Negativbeispiel für alles mögliche herhalten soll, krankt daran, dass dieser im Verbund zu allen anderen EADS-Projekten seit Jahrzehnten zu sehen und mit zig anderen EADS- und Eurocopter-Projekten im Negativerfolg beliebig austauschbar ist!

  • klabautermann   |   24. März 2013 - 7:54

    Das Problem ist doch, dass technische Insellösungen in der heutigen zivilisatorischen Regeldichte nur sehr begrenzt operativ nutzbar sind, insbesondere dann, wenn es keine intelligenten (weil bemannte) Plattformsysteme sind, sondern verteilte Systeme….eben wie eine Drohne.

  • Harald Lixenfeld   |   24. März 2013 - 9:28

    @ Elahan, Vtg-Amtmann, Klabautermann

    Ja, es gab eine deutsche bemannte Plattform, die aehnliche Parameter hatte wie der EuroHawk. Leider gebar die sozusagen dezentrale aber dennoch vernetzte natuerliche Intelligenz der Herren Grob (Bayern), General Eimler (Luftwaffe) und RegDir Gilles (Ruestung) einen derart anruechigen Vorgang, dass die Ansaetze “Lapas / Grob Strato” wohl bis auf weiteres diskreditiert erscheinen muessen. Fuer die juengeren unter den Lesern dieses Blogs: 1993 gab es eine veritable Amigo-Affaere im BMVg um genau dieses Thema. Schicke Suedseereisen inbegriffen, heute unmoeglich?. Die Sentenz des britischen Kulturphilosophen Toynbee stimmt: Korruption ist so alt wie die Menschheit, oder Geschichte wiederholt sich. Schade, manchmal ist der Mittelstand auch selber mitverantwortlich fuer eigenes Scheitern. Es bleibt die Wichtigkeit transparenter Beschaffungsprozesse, schwierig im novellierten CPM mit “integrierten Projektteams”, aber nicht unmoeglich.

  • Elahan   |   24. März 2013 - 9:59

    @Harald Lixenfeld

    Ja, das stimmt und heute gehört die Firma nicht mehr Grob und das Fluggerät kann ja nichts für die Geschäftsführer :-)

    Die haben sich eben nicht so geschickt angestellt wie die Lobbyisten der Firma EADS die dachten sie könnten so weiter machen wie unter Strauß :-)

    Eimler hat noch ein weiteres Projekt gekillt was seiner Zeit um 30 Jahre voraus war – den Fantrainer!

    Wäre heute ein ideales light attack and reconnaissance aircraft.
    Der Fantrainer hat ebenfalls einen neuen Eigner und heißt jetzt Fanjet.

    http://www.fanjetaviation.com/

  • Vtg-Amtmann   |   24. März 2013 - 13:38

    Mal was zum Nachdenken und Staunen:
    Grob HALE G 600 http://www.spyflight.co.uk/grob%20new.htm & http://www.grob-aircraft.com/index.php/press-review.html
    (dort „2009-04-14 Süddeutsche Zeitung: Fälle, die Mut machen: “Unsere Bänder laufen wieder”)
    Und die Möglichkeit, das etwa zu 80% abgeschlossene SPn Projekt (dieses ist auch Basis für die Grob Hale G 600) fortzuführen und bis zur Serienreife zu entwickeln besteht. Auch deshalb wurden die betrieblichen Strukturen Tussenhausen-Mattsies komplett erhalten. (vgl. >> SPn light business jet nearer to resurrection <<)

    Sowohl Deutsche, als auch Schweizer Quellen berichteten unter Berufung auf das BWB bzw. BAAIN, dass die beabsichtigte Beschaffung von fünf EuroHAawks ein Volumen von 1,3 Millarden € umfasse (ohne die jetzt zur Debatte stehenden Zulassungskosten i.H.v. ca. 500 Mio. €). Ergäbe also 1,8 Millarden € bzw. 360 Mio € pro EuroHawk. Ich behaupte mal, ein HALE G 600 würde heute weniger als 1/3 kosten und bei gesicherter Finanzierung binnen 2 Jahren über TCDS der EASA und der FAA verfügen. Ach ja, die bis dato ausgebildeten EuroHawk-Piloten – viele davon ex UH1D- und Tornado-Kutscher – müsste man noch umschulen, aber das sind dann die 2% Skonto bei Barzahlung.

  • Schnuckel   |   24. März 2013 - 13:42

    @Vtg-Amtmann
    Ich glaube es ist egal von wem die Bundeswehr etwas kauft: Es wird immer teurer, kommt später und leistet weniger als geplant. Aber dafür kann man EADS keinen Vorwurf machen. Wenn ich einen doofen Kunden habe der förmlich danach schreit ausgenommen zu werden, dann muss das ausgenutzt werden. Das hat EADS zwar wohl perfektioniert, aber das können und machen andere auch. Das beginnt bei banalen Sachen wie Hotelübernachtungen (wo wir ohne HRS weniger bezahlen), geht über CUA Programme bis zu den echten Millionegräbern EH, NH90, Tiger und Co.
    Mich ärgert inzwischen nur noch eins: Das ich Soldat geworden bin und nicht eine Firma aufgemacht habe die der Bundeswehr irgendwas verkauft. Da wäre ich selbst mit nichtrostenden Bratkartoffeln in Tuben Millionär geworden ;-(

  • Maggus   |   24. März 2013 - 14:37

    “Es wird immer teurer, kommt später und leistet weniger als geplant. Aber dafür kann man EADS keinen Vorwurf machen. ”

    Es ist im Entwicklungsprozess etwas hinderlich, wenn der Auftrageber ständig die Anforderungen und Parameter ändert. Oder wenn man wie der Herr Rühe den Eurofighter billiger machen will, aber damit letztlich das ganze Projekt extrem verteuert und verzögert. Jaja die EADS ist schuld….

  • J.R.   |   24. März 2013 - 15:07

    @ Schnuckel
    Und es geht eben auch anders, wenn man man von der Stange bestellt. Siehe etwa Eagle IV. (Der auch nicht gerade billig war, aber jahrelange Schlafmützigkeit durch ein Jetzt-aber-Hopp auszugleichen kostet halt.)

    Aber das Problem beginnt doch schon damit, welche Generation an Ausrüstung man anschafft.

    – Die von der Stange?
    – Die gerade auf den Messen vorgestellte “demnächst erscheinende”?
    – Die noch zu entwickelnde?

    Das ist eine Fragestellung, die sich auch jedes zivile Unternehmen stellen muss wenn es neue Produktionsmittel anschafft.

    Die von der Stange wird dabei ziemlich sicher funktionieren, und auch in der Regel keine schlechte Wahl sein. Nur bietet sie eben auch keinen Wettbewerbsvorteil. Ob die Bundeswehr angesichts der weltweiten Situation wirklich bräuchte, oder ob man nicht erstmal über solide Grundfähigkeiten verfügen sollte, sei mal dahingestellt. Angemerkt werden sollte aber auch, dass nur wenige deutsche Rüstungsfirmen wirklich in der Lage sind, aus eigener Kraft Produkte bis zur Serienreife zu bringen.

    Die Messe-Neuheiten sind meist noch “nicht ganz fertig”. Entweder sind die Lieferzeiten entsprechend lange gewählt, damit es im fertigen Zustand beim Kunden ankommt, oder es wird zusammen mit dem Kunden fertigentwickelt. An der Stelle muss dann aber auch klar festgestellt werden: Eine zivile Firma, die hier nicht liefert, ist bald in sehr ernsten Schwierigkeiten. Der Vorteil für den Kunden ist hier ein technologischer Wettbewerbsvorteil, der aber auch mehr kostet und eventuell mit Kinderkrankheiten einhergeht.

    Die Neuentwicklungen kosten natürlich am meisten. Wenn der Kunde eine sehr spezielle Vorstellung hat (die auch einen entsprechenden Marktvorteil bringt) kann es sich trotzdem lohnen. Die Grundannahme hierbei ist aber: Der Kunde kennt seinen Markt besser als der Hersteller. Und/oder Kunde und Hersteller sind an einer langfristigen Symbiose interessiert (der Kunde sichert sich den Marktvorteil durch Technologie, der Hersteller hat feste Marktanteile, die Investition zahlt sich für beide letztlich aus).

    Gerade daran scheitert es aber bei der Bundeswehr.

    Die Bundeswehr hat eben kaum einen Mehrwert durch die Eigenentwicklungen. Oft hätte sie durch den Kauf von der Stange mehr Fähigkeiten, als durch Entwicklung teurer Insellösungen. Denn die sind dann in geringer Stückzahl kaum einsetzbar, deren Verluste sind nicht ersetzbar, und deren übersteigerte Kosten schaffen Fähigkeitenlücken an anderer Stelle.

    Auch gibt es den Wettbewerbsvorteil nicht. In Mali, Afghanistan, Kosovo ist es reichlich egal ob man jetzt die letzte oder vorletzte Generation einsetzt. Nur gar kein Gerät zu haben – weil das gerade in der Entwicklung ist – ist tödlich. Und gegen einen konventionellen Gegner zählt eben auch Aufwuchsfähigkeit und Masse. Beides spricht gegen Insellösungen mit symbolischen Stückzahlen.

    Und letztlich fehlt es an der Kompetenz auf beiden Seiten, um eine Eigenentwicklung für beide Seiten zum Erfolg zu führen.

    Der Kern des Problems ist dabei recht simpel auf den Punkt zu bringen:
    – Die deutsche Rüstungsindustrie gilt anscheinend in Teilen von Politik, BMvg und Bundeswehr als “systemkritisch”. (Und das glaub schon lange bevor der Begriff das erste Mal für Banken verwendet wurde.)
    – Die deutsche Rüstungsindustrie ist von sich aus kaum wettbewerbsfähig.

    Entsprechend scheint es bei den Bundeswehr-Projekten vor allem darum zu gehen der Rüstungsindustrie die Entwicklung und Serienreife zu finanzieren. Und womöglich auch noch bei Marketing und Vertrieb zu helfen (siehe Kärcher, siehe EH für die Nato).

    Dass für die Soldaten dabei kein Mehrwert abfällt scheint dabei fast nachrangig, und wird durch diverse persönliche Seilschaften zwischen Industrie und den Entscheidern in BW und BMvg kaschiert. (Sieht man ja auch an den Truppen-Blättchen voller unkritsch übernommenem Industrie-Spin.)

    Diese Klüngelei ist wohl auch einer der Gründe, warum Soldaten deutlich angesehener sind als die Bundeswehr. (Denn die sind dem verkorksten Apparat ja noch schlimmer ausgeliefert als der Steuerzahler.)

    Bei der Bundeswehr fragt man sich halt immer wieder, wo da eigentlich die Loyalitäten liegen. Und gerade bei den Streitkräften einer modernen Demokratie müßte das eigentlich kristallklar sein.

  • Schnuckel   |   24. März 2013 - 15:18

    @Maggus
    Das ist sicher eins der Hauptprobleme. Zusammen mit einem Auftraggeber bei dem das Personal regelmäßig wechselt und wo kaum Einkaufs- und Vertragsgestaltungsexpertise aufgebaut werden, den Forderungen nach “Goldrandlösungen” und dem Ignorieren der Wünsche des Endnutzers bleibt es für jede Firma die es sich leisten kann, ein wenig auf Auftrag und Geld zu warten, lukrativ.
    Die (oftmals berechtigten) Wünsche des Endnutzers kann man dann ja später durch Nachrüstung anbieten. Da bekommt der Begriff “win-win-situation” gleich eine neue Bedeutung ;-)

    Und nochmal: EADS ist nur so gut oder schlecht wie es der Auftraggeber zulässt!

  • Schnuckel   |   24. März 2013 - 15:35

    @J.R.
    100% Zustimmung! Wer sich einmal die Stückzahlen unserer Waffensystem anguckt, der wird schnell einsehen, dass es für RollsRoyce, Westland und EADS nicht unbedingt sinnvoll ist große Kapazitäten an Ersatzteilen und Personal vorzuhalten

    Dementsprechend hoch sind dann die Lieferfristen und daraus resultierend die Stehzeiten unserer fliegenden Waffensysteme aufgrund von Fehlteilen. Wenn man schon Breite statt Tiefe will, dann doch bitte mit marktverfügbaren oder zumindst darauf basierenden Systemen in entsprechender Stückzahl.

  • Ben   |   24. März 2013 - 15:52

    Es wurde nur ein EuroHawk fest bestellt. Daher werden die Entwicklungskosten komplett auf den ersten EuroHawk umgelegt. Die Amis haben gleich mehrere GH bestellt. Daher werden deren Entwicklungskosten auf mehrere GH umgelegt, was den einzelnen GH optisch verbilligt. Glücklich sind die Amis mit der GH nicht. Ob das mit der AGS GH oder Triton GH besser läuft, ist sehr fraglich. Die Israelis haben auch Probleme ihre Heron TP zu bändigen.

    Frankreich will nur 7 Drohnen beschaffen. Wenn die Bw auch nur so wenig braucht, oder nicht mehr betreiben kann, wird das mit Deutschen Eigenentwicklungen sehr schwer. Daher drängen die Franzosen auch so sehr auf die Eurodrohne, damit man auf Stückzahlen für die Französische Drohne kommen kann. Ein ansprechendes Konzept scheinen die Franzosen bisher auch nicht parat zu haben.

    Die US GlobalHawk sind auch in Italien stationiert, und fliegen von dort sicherlich auch Einsätze. Den TeuroHawk will man hier Politisch nicht haben, und daher besteht man jetzt auf ein ordentliches Zulassungsverfahren.

    So eine hochgezüchtete SIGINT Plattform wird man sich sicherlich nicht noch einmal beschaffen. Breite vor Tiefe eben. Die Briten wollten ihre Sentinel auch schon aufgeben. Mal sehen, wie das weiter läuft.

  • Maggus   |   24. März 2013 - 16:15

    “Wenn man schon Breite statt Tiefe will, dann doch bitte mit marktverfügbaren oder zumindst darauf basierenden Systemen in entsprechender Stückzahl.”

    Ach und Eurofighter, NH90 und Tiger sind nicht markverfügbar und in ausreichenden Stückzahlen produziert?

    “Und es geht eben auch anders, wenn man man von der Stange bestellt.”

    Ja und dadurch wird bekanntlich alles besser. Das BmVg findet trotzdem Gründe die Beschaffung oder Abnahme möglichst zu verzögern, um kurzfristig Geld zu sparen. Ändern wird sich dadurch auch GAR nichts, außer dass wir uns vom Ausland abhängig machen. Sprichtwort langfristige Ersatzteilversorgung.

    Wohin das dann führt sieht man bei der Ch53, die fliegen soll bis sie vom Himmel fällt. Flugstunden und Einsatzbereitschaft niedrig, Kosten extrem hoch. Nachfolger nicht absehbar, weil die Industrie mehr oder weniger bei null anfangen muss. Beginn der Entwicklung eines Nachfolgemusters mal wieder viel zu spät. Markverfügbare Alternativen, die man über einen längeren Zeitraum betreiben kann gibt es nicht. Soviel zum von der Stange kaufen…..

    Wobei man zur Ch53 sagen muss, dass die Heeresflieger unter widrigsten Umständen immer das maximale herausgeholt haben. Da wünsche ich der Luftwaffe viel Glück (die werdens brauchen).

  • Schnuckel   |   24. März 2013 - 16:48

    @Maggus
    Nanü, habe ich etwa etwas gegen Eurofighter, NH90 oder Tiger gesagt? DieSysteme kenne ich doch fast gar nicht.
    Meine Befürchtungen gehen da eher in Richtung eines navalisierten NH90…. da wird dann gerne von einer x-prozentigen Übereinstimmung geredet, aber wenn eine auf sich alleine gestellte Fregatte dann schnell mal mit einem bestimmten Ersatzteil versorgt werden will, dann bin ich mal auf die Realität gespannt.

    Und bei der CH sehe ich eher das allgemeine Problem der Bundeswehrbeschaffung: Statt von der Stange zu kaufen und das Gerät wie beschafft zu nutzen werden Basisversionen beschafft und dann drölfundneunzig Nachrüstungen und KWS eingebaut. Führt das nicht zwangsläufig zu einem logistischen Albtraum und den beschriebenen Problemen?

    Außerdem könnte man manchmal auch einfach die Füße still halten und warten bis es eine marktverfügbare Lösung gibt, ganz gleich auf welcher Seite des Atlantiks. Das es plötzlich weltweit z.B. keinen verfügbaren Transporthubschrauber mehr geben wird halte ich entweder für unwahrscheinlich oder es sieht halt niemand mehr auf dieser Welt eine Notwendigkeit dafür. Und dann kann man sich fragen ob ausgerechnet wir diesen Bedarf wirklich haben (und da passt dann auch der Tiger mit seinen Panzerabwehrwaffen gut in´s Thema).

    Und um zum Thema EH zurückzukommen: Wenn man marktverfügbare Alternativen zur SigInt-Fähigkeit der BA gesucht hätten, dann hätte man nicht auf eine Drone setzen müssen. Ich bin sicher, dass wir noch viele Jahre (bis zur Marktreife eines EH) bemannte SigInt mit geringeren Kosten (und Trägersystemen aus der zivilen Luftfahrt) betreiben könnten und auch dann noch nicht zum sprichwörtlichen “Alten Eisen” gehört hätten, wenn es denn mal soweit ist dass die Dronen wirklich fliegen.

  • Vtg-Amtmann   |   24. März 2013 - 18:04

    @Schnuckel. Ist zwar fast OT, passt aber irgendwie wie die Faust aufs Auge zu „nichtrostenden Bratkartoffeln in Tuben“, was aber auch nicht ganz so einfach ist.

    Ich war auch Soldat und bin mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach 12 Jahren als Häuptling nach Hause gegangen. Seit 2004 arbeite ich für ein Unternehmen, welches im Bereich Hubschrauber, Angebote von Produkten samt Refinanzierung und luftfahrttechnischer Dienste als Wettbewerber – aber auch als Käufer von HS für Anschlußverwendungen – mit dem BWB / BAAIN mehrfach in Verbindung steht. Gott sei Dank sind wir aber darauf wirtschaftlich nicht angewiesen.

    Im Zuge dessen schaut man regelmäßig in die Europäischen Ausschreibungsdatenbank und siehe da, man endeckte in der Klasse „Flugzeuge und Hubschrauber“ ein BWB-Teilnehmerqualifizierungsverfahren für eine Ausschreibung auf Lieferung eines Erprobungsträgers für ein Luftkissenfahrzeugs (LKF) und bei dessen erfolgreicher Erprobung für die Herstellung und Lieferung weiterer 67 Fahrzeuge (eigentlich gehört das ja in die Klasse Amphibien-Fahrzeuge. Aber zunächst dachte ich mir nichts Böses dabei und freute mich über den Zufallstreffer, denn unser Unternehmen bzw. unsere Luftfahrttechnischer Betrieb hat auch Schnittstellen zu einem reputierten Fahrzeug-Konstruktionsbüro).

    Das Teilnehmerqualifizierungsverfahren war kein Problem, man ist ja seit 2004 dem BWB bestens bekannt und damit hatte man alsbald die Unterlagen für das „scharfe, nichtöffentliche Vergabeverfahren“ auf dem Tisch.

    Als Nächstes schaute man sich die nunmehr komplette Leistungsbeschreibung an und verifizierte was dazu passend so auf dem Markt ist. Sehr schnell war klar, dass ein bestimmtes „australisches Luftkissen-Sportfahrzeug“ bei der Marktsichtung bereits „ausgeguckt“ war und dessen technische Grunddaten durch den Bedarfsträger und das BWB zur „eierlegenden Wollmilchsau“ aufgebohrt wurden. Damit war auch klar, dass es nur noch zwei europäische Bieter geben dürfte, welche zumindest näherungsweise die Anforderungen mit ihren Serienprodukten erfüllen könnten (ein Weltmarktführer aus England sowie ein hochspeziallisierter Hersteller aus Italien). Weitere Recherchen ergaben, dass der Deutsche Repräsentant und Anbieter des australischen Herstellers allen Ernstes ein „Gebraucht-LKW-Händler“ aus Aachen ist.

    Als erster technischer Prozess wurde eine Gewichtsberechung für das LKF durchgeführt und alsdann rechneten unsere Luftfahrttechniker und Fahrzeugbauer die wesentlichen Leistungs- und Ausschlußkriterien (Hub, Spaltmaß, Schub) durch und ermittelten, dass man mit 225 kW Antriebsleistung mit einem hochmodernen Stufen-Turbolader-Dieselaggregat und bei einem konsequenten Leichtbau ganz gut dabei ist und unter 168 kW (=75% P) gar nichts geht. Der „Australier“ lag dagegen im Bereich von ca. 125 kw mit einem „sauschweren US-V8-Diesel“ und einem „0815-Design“ seines LKF. Man war also ziemlich optimistisch.

    Weitere Konsequenz war sehr schnell, dass zwecks kompletter Anforderungserfüllung die „eierlegende Wollmilchsau Bw-LKF“ nur durch eine komplette Neuentwicklung realisiert werden kann, welche aber binnen eines Jahres bis zum Prototyp bzw. Erprobungsträger hätte abgeschlossen sein können. Man hatte ja Erfahrungen im Automotivebereich, in der Luftfahrt und auch aus der kompletten Neuentwicklung sowie Realisierung einer neuen Straßenbahngeneration für eine Großstadt in den neuen Bundesländern. Entsprechend haben wir und unsere Partner nicht nur dem BWB zu sehr fairen Konditionen angeboten, sondern sogar bei ziviler bzw. paramilitärischer Nutzung des neue entwickelten LKF zugesagt, dem BWB weitere Entwicklungskosten pro Rata gutzuschreiben. Parallel wurde zu dem Englischen und dem Italienischen Wettbewerber Verbindung aufgenommen, um im Falle unseres „Obsiegens“ die 67 Serienfahrzeuge als Konsortium gemeinsam herzustellen, denn ein Entwicklungsauftrag war ja nicht ausgeschrieben.

    Das Ende vom Lied, der Engländer, der Italiener und wir flogen aus eher lächerlichen Gründen aus dem Vergabeverfahren. Der „Gebraucht-LKW-Händler“ aus Aachen bekam natürlich den Zuschlag und den Rest kann man in http://bundesrechnungshof.de/veroeffentlichungen/bemerkungen-jahresberichte/bemerkungen-2012.pdf ab Seite 44 und 274 nachlesen.

    Allerdings lässt sich der BRH nicht darüber aus, ob im Zuge der Markterkundung Dienstreisen nach Australien durchgeführt wurden, ob man sich “Böses” dabei denken darf, dass das LKF unter Flugzwuege und Hubschrauber ausgeschrieben war und/oder wie im Detail der Herr „Gebraucht-LKW-Händler“ (Einzelfirma, Handynummer, Vorstadt-Stellplatz) überhaupt das Teilnehmerqualifizierungsverfahren passierte sowie seine persönliche und unternehmerische Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit nebst technischer Qualifikationen nachgewiesen hat.

    Ach so, nach dem wir sehr viel Arbeit und auch Geld bei einem enormen Zeitdruck in diese Tragikkomödie investierten, sind immerhin seit jüngst 5 Patente auf gewisse Goodies des von uns konzipierten LKF im Bereich hydrodynamischer Antrieb, ballistischer Schutz der Besatzung und der Luftkissenschürzen, Fahrwerk sowie Überwindung von tiefen Gräben übrig geblieben (vgl. http://www.uploadarea.de/files/q12ehdhx1vyvy9mqvegwfqhei.pdf). Wir haben aber nicht etwa gegen das BWB geklagt, sondern uns gegenüber der BAAIN jüngst bereit erklärt, dass unsere kompletten LKF-Angebotsunterlagen „zur Produktpflege“ genutzt werden können (z.B. durch die BW-Uni München und die entsprechenden WTDs). Könnte ja sein, dass die Bw irgendwann doch noch einmal ein paar LKF braucht, denn die Pi-Sturmboote sind etwa so amphibisch und geländegängig wie Zinkbadewannen.

  • klabautermann   |   24. März 2013 - 18:25

    @ll

    Drohnen wie der EH oder Reaper et alia sind einfach Kacke. Welche deutsche junge Frau, welcher junge Mann möchte denn gerne als Beruf(ung) Drohnenpilot werden….da ist Bus fahren in Angeln interessanter…..weg mit dem Scheiß….kostet nur und bringt nix.
    Überflüssig wie ein gameboy oder eine Spielekonsole…..und das meine ich ganz ernsthaft.

  • klabautermann   |   24. März 2013 - 18:35

    …..und dann nimmt dieser Datenstaubsauger tausende von Gesprächen auf und keine Sau kann die übersetzen :
    “Geht man nach den Stellenanzeigen, dann scheint sich der BND, nachdem in Mali Islamisten die Macht übernehmen wollten und die Bundesregierung die militärische Intervention Frankreichs unterstützt, auch vermehrt Nordafrika und der Sahelzone widmen zu wollen bzw. dort bislang kaum informiert zu sein. Gesucht werden freiberufliche Mitarbeiter auf Honorarbasis, die die Sprachen des Maghreb, der Levante und der Sahelzone sowie Somalias beherrschen, sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift besitzen und überdies über ein “ausgeprägtes Hörverstehen” verfügen, wenn sie lauschen.”……..;-)

  • Schnuckel   |   24. März 2013 - 18:44

    @Vtg-Amtmann
    Das deckt sich mit meinen Erfahrungen im Amt und in der Truppe. Was nützen sogenannte “Ausschreibungen” wenn das Ergebnis schon vor der Ausschreibung feststeht?
    Und wenn dann die favorisierte Firma als Gewinner aus dem Rennen geht, dann lag das bestimmt nicht am guten Abendessen im Steakhaus und bestimmt wusste die Firma auch nicht was die anderen Anbieter für Angebote abgegeben haben und wo die finanziellen Grenzen beim BWB, jetzt BAAIN, liegen oder lagen. Die waren halt nur besser….

    Vielleicht bin ich ein unverbesserlicher Optimist, aber ich setze wirklich noch Hoffnungen in das geänderte CPM Verfahren:
    Wenn derjenige, der mir verschiedene Lösungen vorschlägt, mich entscheiden lässt welche ich haben möchte (oder ob ich beides nicht gebrauchen kann) und dann für die Umsetzung seines Angebotes verantwortlich ist, dann könnte es besser werden.
    Viel zu oft bekommen wir bisher “Lösungen” für die wir gar keine Probleme haben! Dann aber natürlich mit dem Hinweis darauf, dass wir doch genau das gefordert hätten. ;-(

  • Vtg-Amtmann   |   24. März 2013 - 19:08

    Meinem jüngsten Beitrag (http://augengeradeaus.net/2013/03/zulassungsprobleme-der-eurohawk-entschwebt/comment-page-3/#comment-59526) darf ich als “a.D.” noch hinzufügen:

    Wwenn der “kleine General” den Titel seines Buches “Damit der Staat den Menschen dient” wirklich ernst nehmen würde, dann würde er dem BMVg Abteilung Recht den Fall antragen, und zwar was die dafür Verantwortlichen anbetrifft sowie Denjenigen der gegenüber dem BRH die Dummheit äußerte “Nach Auffassung des Bundesverteidigungsministeriums
    zeichnete sich der australische Hersteller im Allgemeinen durch höchsten technischen Standard aus…”.

    Ein Hersteller, der die Leistungsbilanz um den Faktor 2 verfehlt, ist ein “Blindflansch”, eine “Bastelbude” und verfehlt die niedrigsten technischen Standarts, weil den Grundlagen der Physik und Mathematik nicht mächtig!

    Stattdessen wird offenbar eine Hexenjagd gegen Aktive inszeniert, die als bewußte Staatsbürger in Uniform und in sachlicher Zivilcourage derartige Mißstände in Fach-Foren bzw. fachlich qualifizierten Blogs wagen zu kritisieren.Mir ist nicht bekannt, dass auch nur ein einziger Verantwortlicher im Jahrzehnte alten Beschaffungsprozess LKF “an den Karren gefahren” oder gar jemand “gefeuert” und/oder in Regress genommen wurde!

  • Elahan   |   24. März 2013 - 19:09

    Als OPV wäre die EGRETT unschlagbar und ideal für den Flug über Europa!
    Als bemanntes Lfz zugelassen, erprobt, Wartung in DEU, eher kein Ersatzteilproblem, technologieführung in DEU, Arbeitsplätze in DEU, keine Blackbox aus den USA, Missionsplanung und Steuerung über MBDA und Partner möglich uvm.

    http://www.grob-aircraft.com/tl_files/pdf/NEW%20BROCHURES/G_520_egrett.pdf

  • Schnuckel   |   24. März 2013 - 19:22

    @Vtg-Amtmann
    Wer völligen Mist verzapft, der muss sofort seinen Dienstposten räumen…..

    … und kommt auf einen höher dotierten Dienstposten. Das ist halt das Peter-Prinzip (http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Prinzip) Daher wird auch unser Wasserkopf immer größer ;-))

  • Vtg-Amtmann   |   24. März 2013 - 19:28

    @Elahan: Sind wir zu alt? Zu erfahren? Zu konservativ? Zu analytisch? Zu gut ausgebildet? Zu kostenbewußt? Zu pragmatisch? Zu realistisch? Oder haben uns die Juppis und die Miseren, die Lobbyisten und Opportunisten schlichtweg überholt, sprich überrollt bzw. platt gewalzt? Ich hatte einen Vater als “Zweisterner” und einen Großvater als “Dreisterner” und denen wäre dazu was eingefallen. Trotzdem Opa 101 wurde ist aber dieser Schlag längst ausgestorben. Und “kleine Generale” mögen ein Fußballspiel pfeifen, “Große” sind und werden diese deshalb noch lange nicht. Da helfen auch keine Bücher. .

  • Reinicke_F   |   24. März 2013 - 19:43

    Zu @vtg-amtmann

    Leider scheint der Hauptmann a.D. nicht ganz ehrlich zu sein. Er ist nach eigener Aussage in einigen anderen Foren schon seit etlichen Jahren (> 30) nicht mehr bei der Bundeswehr und seit einiger Zeit als “Lobbyist“ für EADS-Konkurrenten tätig. Das schließt zwar eine gewisse “Sach- und Fachkunde“ nicht aus, aber das muss man wissen, um seine Postings zu verstehen. Im Verlauf einer Diskussion in den Foren kommt es nach einigen wirklich guten Beiträgen immer zu, ich will mal sagen “Verlinkungsorgien“, die kein normaler Mensch nachvollziehen kann und die eigentlich nur von bezahlten Suchmaschinen-Profis stammen können.
    Ich kann nur davor warnen, diesem “Amtmann“ in seinem Ansinnen, der Bw “gutes zu Tun“ Uneigennützigkeit zu unterstellen.

    Entschuldigung für diesen “OT-Beitrag“, aber ich glaube, dass muss man wissen.

  • T.Wiegold   |   24. März 2013 - 19:52

    @Reinicke_F

    Die “Warnung” in allen Ehren, aber nach meiner Erinnerung hat vtg-amtmann aus seiner Tätigkeit für EADS-Konkurrenten hier im Blog kein Hehl gemacht – auf jeden Fall nicht verborgen, dass er beruflich in diesem Umfeld unterwegs ist.

  • Vtg-Amtmann   |   24. März 2013 - 19:58

    @Reinicke_F: haben sie auch sachliche und faktische Argumente? Oder wollen Sie nur Stimmungsmache betreiben? |

  • T.Wiegold   |   24. März 2013 - 20:06

    Hm, wenn sich die Herren direkt streiten wollen, sorge ich gerne für einen Austausch der Mailadressen… Hier wäre ich für Zurückhaltung dankbar. Ich denke das Nötige ist gesagt.

  • Vtg-Amtmann   |   24. März 2013 - 20:20

    @T..W.: Völlig richtig, mit “Reinicke Fuchs” möchte ich weder in AUGENGERADEAUS, noch in dessen Background ob des gebotenen Niveaus streiten. Auf einen Austausch der E-Mail-Adressen mögen Sie Herr T..W. deshalb bitte verzichtenl.

  • Reinicke_F   |   24. März 2013 - 20:36

    @T.W.: Das muss ich aber dann wirklich überlesen haben.

    @Vtg-amtmann: Ich gebe zu, dass ich Ihre Foren-Beiträge objektiv subjektiv bewerte. Ich bewundere sogar Ihre Fähigkeit, mit vielen Worten und Linkorgien Diskussionsrunden zu beeinflussen. Aber man sollte so ehrlich sein und sagen/schreiben, dass die Teilnahme an diesen Runden der (ausschließlichen ?) beruflichen Tätigkeit geschuldet ist.

  • Vtg-Amtmann   |   24. März 2013 - 20:55

    @Reinicke-Fuchs: Beruf kommt von Berufung (siehe Beispiel LKF und Überlasung von ‘knowhow’) und bislang habe ich es mit Ehrlichkeit und Fakten dabei behalten Erfolge zu erreichen. Lobbyisten neigen eher zum Gegenteil. Ersparen Sie also mir und uns in AUGENGERADEAUS ihre wie auch immer motovierten “objektiv-subjektiv” geprägten Einschätzungen. Und damit ist des “Blog-Friedens” mit Ihnen jegliche Diskussion ein für alle Mal beendet..

  • Elahan   |   24. März 2013 - 21:23

    @Vtg – Amtmann

    … Oder haben uns die Juppis und die Miseren, die Lobbyisten und Opportunisten schlichtweg überholt, sprich überrollt bzw. platt gewalzt?….

    Es ist wohl eine Mischung aus vielem, in jedem Fall ist das Anbiedern aktiver Offiziere an Vertreter der Industrie ein Teil, der andere Teil ist wohl die Überlastung der Verantwortlichen und Sachbearbeiter im ehem BwB und MatKdo und deren ständigen Versetzungen! Dazu kommt, das es im Lfz technischen Bereich wenige gibt, die begeistert und unabhängig sind und dem Trend erliegen zu glauben, dass modern immer auch gut und einsatztauglich ist!

    Evtl gibt es ja im Mai in Bad Godesberg mehr zu erfahren :-)

    http://www.dwt-sgw.de/veranstaltungen/veranstaltungen-der-sgw/detail/?tx_dwteventsevent=97&cHash=394c40354d84c76703667146f5cd7299

  • NMWC   |   24. März 2013 - 21:40

    Ich kann diesen Zwist jetzt hier nicht nachvollziehen.
    Soll das hier zu einem geschlossenen Forum für aktive Kämpfer sein, ohne Möglichkeit der kritischen Auseinandersetzung über Themen? Vor allem rüstungsspezifische Themen?
    Es wäre wirklich schade, wenn dies nicht im weiteren Sinne der hier sonst vertretenen Leserschaft sein sollte. Und das kritische Lesen beginnt zunächst einmal bei jedem einzelnen selbst. Dazu braucht es keinen gesonderten Hinweis.

    Und jeder hier hat T.W. als kritischen und korrekten Aufpasser für seinen Blog kennengelernt. Wenn ihm etwas nicht passt dann wird eingegriffen. Wenn also Vtg.-Amtmann hier übelste Lobbyarbeit betreiben würde dann wäre dies schon längst unterbunden worden.
    Insofern finde ich es gut wie sich Vtg-Amtmann sich hier exponiert und seine Positionen vertritt. Was mir davon nicht passt, muss ich hält nicht weiter verfolgen oder in den Diskurs mit eingreifen.
    Und nur weil hier solche Diskussionen mit Material gefüttert werden kommt es niemals dazu, dass irgendwelche Beschaffungen gestartet werden. Verantwortliche Stellen würden sich hüten auch nur den Ansatz solcher Wege erkennen zu lassen. Wenn selbst Leute die einen Artikel für Fachzeitschriften schreiben sich im Anschluss mit Referat ES ( Ermittlungen in Sonderfällen) auseinander setzen dürfen, möchte ich nicht wissen was hier dann los wäre.
    Also, einfach mal solche Diskurse als Gewinn für sich nehmen und wenn einem etwas nicht passt was sagen (und zwar nicht mit Maulkorbideen) oder es lassen.

  • Ben   |   24. März 2013 - 22:09

    Den GlobalHawk durfte die Bundeswehr nicht bekommen, weil damit EADS nicht so gut beim „kassieren“ eingebunden werden konnte. Da hat man Fähigkeiten definiert, die der US GlobalHawk so nicht abdeckt. Und sich vom NG die TeuroHawk Maßschneidern lassen. Das die Kosten mal wieder aus dem Ruder gelaufen hat, stört EADS halt nicht, die haben wohl entsprechende Verträge, wo die Kosten mit Gewinn weiter gegeben werden können. Jetzt ist wohl das EH Geschäft tot.