De Maizière in Mali

For the record: Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist in Mali. Was er dort will, steht auf der Webseite des Ministeriums.

Jenseits von Karzai: Die Opposition redet mit den Taliban

Als Merkposten eine Exklusivmeldung von Associated Press, die es noch nicht in die deutschen Medien geschafft hat: Die – politische – Opposition des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai hat Gespräche mit den Aufständischen aufgenommen. Neben den Taliban soll auch die Gruppierung um Gulbuddin Hekmatyar, in den Augen des Westens ein Terrorist, an den Gesprächen mit dem Ziel einer Friedenslösung am Hindukusch beteiligt sein:

Afghan opposition parties, frustrated with the government’s lack of progress in making peace with the Taliban, have opened their own channel for negotiations with militant groups in hopes of putting their imprint on a deal to end 11 years of war.
Taliban and opposition leaders confirmed to The Associated Press for the first time that the parties opposed to President Hamid Karzai are talking to the Taliban as well as the group headed by U.S.-declared terrorist Gulbuddin Hekmatyar.
They are trying to find a political resolution to the Afghan war ahead of two key events in 2014 — the presidential race that will determine Karzai’s successor and the final stage of withdrawal of international combat troops from the country.

Dass diese Suche nach einer Konsenslösung für Afghanistan hinter dem Rücken von Karzai läuft, ist klar. Interessant wäre zu wissen, ob sie auch hinter dem Rücken der USA und der anderen westlichen Staaten passiert.

Nachtrag: Offiziell wird der Bericht dementiert, wie mir Thomas Ruttig vom Afghanistan Analysts Network (AAN) mitteilt.

10 Jahre nach Beginn des Irak-Krieges: Nachlesen bei Rot-Grün

Vor zehn Jahren begann der Irak-Krieg, den die USA, Großbritannien und eine Koalition der Willigen führten – ohne Deutschland. Wie es zu diesem Krieg kam, wie er ablief und warum Deutschland nach einem entschiedenen Nein des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder nicht daran teilnahm, ist in diesen Tagen praktisch überall nachzulesen. Deshalb nur der Hinweis auf einen Aspekt der deutschen Perspektive zu diesem Krieg:

Rot-Grün hat zusammen mit den vielen anderen Gegnern des Angriffs auf den Irak diesen Krieg nicht verhindern können. Die Verweigerung der aktiven Kriegsbeteiligung war nichtsdestoweniger ein historischer Teilerfolg. Man stelle sich vor, Bundestag und Bundesregierung hätten Bundeswehrverbände in diesen de facto völkerrechtswidrigen Angriffskrieg entsandt … weiterlesen

Mitplotten: Syrien

Das wird jetzt eine Sammlung von Informationsfetzen zum Thema Syrien (und EU und Deutschland), damit die nicht verloren gehen:

Das Flottendienstboot Alster der Deutschen Marine ist wieder vor der syrischen Küste unterwegs. Laut AIS-Signal verließ das – wie manche Kollegen gerne schreiben – Spionageschiff den Hafen Limassol auf Zypern am 13. März um 0825z. Die letzte öffentlich bekannte Position um 151400zMAR2013, ehe das AIS-Signal abgeschaltet wurde, ist oben in der OpenStreetMap-Karte markiert.

Gerhard Schindler, der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, hat am (gestrigen) Sonntag im Interview der Woche des Deutschlandfunks seine Einschätzung der bewaffneten Gruppen und der Lage in Syrien abgegeben: Das Regime Assad wird am Ende verlieren

Weiteres, vor allem zur EU-Debatte über ein Auslaufen des Waffenembargos gegen Syrien und damit über Waffenlieferungen an die syrische Opposition, wird sich hier sicherlich bald noch ansammeln.

Zur Ergänzung:

L.A. times: CIA begins sizing up Islamic extremists in Syria for drone strikes

AP: Syrian rebel official backs interim government