De Maizière und wie er die Welt sieht: Alles hat seine Ordnung

Nein, eine wirklich gute Presse hat Verteidigungsminister Thomas de Maizière in diesen Tagen nicht. Seine Kritik am Gieren nach Anerkennung der Soldaten, die er nach einem Proteststurm ein wenig abschwächte. Sein Lapsus nach einer NATO-Verteidigungsministerkonferenz, als er sich bei den US-Truppenzahlen in Afghanistan nach 2014 vertat. Zuvor schon die merkwürdige Position in der Drohnen-Debatte, als er die unbemannten Flugsysteme zur ethisch neutralen Waffe erklärte, das aber auch bald danach wieder zurücknahm. Und dann kürte ihn die Zeit auch noch zum Einsamsten Mann von Berlin.

Als einzig echten Fehler, der ihm unterlaufen ist, dürfte de Maizière die falsche Bekanntgabe der Truppenstärke am Hindukusch ansehen.  Große, unvermeidbare Fehler – die haben mich schon als Schüler nicht sehr geärgert. Aber kleine Flüchtigkeitsfehler, zu denen ich damals neigte, die haben mich viel mehr geärgert, bekennt der Minister in dem Buch Damit der Staat den Menschen dient, das am (morgigen) Montag in Berlin vorgestellt wird. weiterlesen

Neues von der Afghanistan-Statistik: Jetzt auch keine Zahlen mehr zu Drohnen

Die Statistiken, die der Öffentlichkeit Auskunft über Aspekte des Kriegs in Afghanistan geben, werden Schritt für Schritt eingestellt – man könnte ja die falschen Schlüsse daraus ziehen. Nachdem ISAF vor kurzem erklärt hatte, es werde keine Zahlen zu gegnerischen Angriffen am Hindukusch mehr geben, haben nun die US-Streitkräfte einen wichtigen und politisch umstrittenen Teil ihrer Einsätze in Afghanistan aus der offiziellen Statistik herausgenommen: Die Missionen unbemannter Flugzeuge, der Unmanned Aerial Vehicles (UAV) – oder kurz: Drohnen – sind aus der Übersicht der Flugeinsätze verschwunden. weiterlesen