Bundestag billigt Mali-Einsatz: Ausbildung, Luftbetankung, Transport

Der Bundestag hat am (heutigen) Donnerstag erwartungsgemäß den Einsatz der Bundeswehr in Mali gebilligt. Mit großer Mehrheit stimmten die Abgeordneten für zwei getrennte Mandate: Mit dem ersten wird die Beteiligung der Bundeswehr an der EU-Trainingsmission für die malischen Streitkräfte (EUTM Mali) genehmigt, dafür sind bis zu 180 Soldaten vorgesehen. Das zweite Mandat gestattet den Lufttransport von afrikanischen Streitkräften in der Mali-Mission AFISMA sowie die Luftbetankung von französischen Kampfjets, die zur Unterstützung von AFISMA eingesetzt werden.

Für das EUTM-Mali-Mandat stimmten 496 Abgeordnete, 67 sprachen sich dagegen aus, vier enthielten sich. Das Mandat für Lufttransport und -betankung erhielt etwas weniger Zustimmung: 492 Parlamentarier waren dafür, 66 dagegen und acht enthielten sich. (Die Liste mit den namentlichen Abstimmung ist bislang noch nicht veröffentlicht; folgt aber.)

Mittlerweile hat die Luftwaffe auch alle infrage kommenden französischen Kampfjets zertifiziert, die von den deutschen Airbus A310 MRTT  betankt werden sollen: weiterlesen

Russen stürmen NATO-Schiff

Seit fast vier Jahren ist die NATO, ein klein wenig länger die russische Marine am Horn von Afrika im Einsatz gegen Piraten aus Somalia. Jetzt haben sie mal gemeinsam geübt: Der russische Zerstörer Seweromorsk (Udaloy-Klasse) und das italienische Docklandungsschiff San Marco (San-Giorgio-Klasse) stellten wechselweise das Ziel für die Boardingteams der anderen Seite. So entstand das doch relativ seltene Bild, dass ein russisches Boardingteam das Flaggschiff einer NATO-Operation stürmt…

Mehr dazu hier. (Interessant finde ich ja die Unterschiede in der persönlichen Ausrüstung, so was wie Helme und Schutzbrillen…)

(Foto: NATO)

While waiting for the new figures, find the old ISAF statistics here

Over the last year, ISAF had provided each month statistics on security related incidents in Afghanistan, called Monthly Trends. In January this year, these statistics disappeared from the ISAF website, leaving no explanation but just a This page is not available. note (see above). And yesterday, the AP reported that there indeed had been a reason to pull the metrics from ISAF’s internet presence – in a nutshell: the figures were wrong. Taliban attacks not down after all, the wire story read, quoting a spokesman for the military alliance that the advertised 7 per cent decline was, uhm, way beyond the mark: In fact there was no decline at all, officials said.

The main reason for the wrong figures, obvoiusly, was the wrong integration of green reporting, not correctly counting the attacks on Afghan National Security Forces while attacks on ISAF forces went down. (For that reason, the German armed forces had to correct their statistics in January, admitting that instead of a decline the numbers had been the same.) weiterlesen

Ehemaliger Kommandeur des RC North “vorsichtig optimistisch”

Der bisherige Kommandeur des ISAF-Regionalkommandos Nord, der deutsche Generalmajor Erich Pfeffer (Foto oben bei der Kommandoübergabe am 21. Februar), hat eine vorsichtig optimistische Bilanz des internationalen Einsatzes für den Norden Afghanistans gezogen. In der Region habe es in seiner einjährigen Amtszeit eine kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitslage gegeben, obwohl die Verantwortung dafür zunehmend auf die afghanischen Sicherheitskräfte übergegangen sei und ISAF überwiegend Beratungsaufgaben wahrnehme, sagte Pfeffer am (heutigen) Mittwoch vor der Bundespressekonferenz in Berlin.

Beim Gegner, im RC North mit weniger ideologisch motivierten Aufständischen als in anderen Teilen Afghanistans, habe sich klar ein Verlust der Handlungsfreiheit gezeigt. Der General wiederholte seine Einschätzung, im Norden seien die Anti-Regierungskräfte nicht mehr zu komplexen Operationen in der Lage und beschränkten sich auf Hinterhalte und Sprengfallen – der Charakter der Zwischenfälle hat sich deutlich verändert. weiterlesen

Malis Soldaten: “Wir sind die lebenden Toten”

Lesestoff für alle, die am deutschen (militärischen) Mali-Engagement interessiert sind, besonders an der EU-Trainingsmission (EUTM) für das westafrikanische Land: Wir sind die lebenden Toten, hat ein französisches NGO-Magazin seinen etwas näheren Blick auf die malischen Soldaten überschrieben: Chaos und Korruption, dazu interne Machtkämpfe.

Das Original steht hier: Nous, les soldats maliens, sommes des morts-vivants (und hier die etwas krude, aber lesbare Google-Übersetzung).

(Foto: Soldaten der Malischen Armee – Französische Armee/EMA)

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