Der General darf in Rente, der Schützenpanzer noch nicht

General Wolf-Dieter Langheld, 2011Langheld im August 2011 bei einer Reise durch Afghanistan (Foto: Sgt. Mallory VanderSchans, U.S. Marine Corps via Wikimedia Commons)

Eine kurze Randbemerkung machte Verteidigungsminister Thomas de Maizière am (gestrigen) Mittwochabend, als er den deutschen Vier-Sterne-General Wolf-Dieter Langheld in Berlin mit einem großen Zapfenstreich in den Ruhestand verabschiedete: Langheld wurde im Juni 1971 Soldat, vor mehr als 41 Jahren, bei den Panzergrenadieren. Ungefähr zeitgleich, seit Mai 1971, erhielten die Panzergrenadiere ihr damals neues Arbeitsgerät, den Schützenpanzer Marder (der natürlich in den vergangenen Jahren verschiedene Upgrades erfahren hat).

Der General, beliebt und berüchtigt auch wegen seiner bisweilen markigen Sprüche, ist am Ende seiner Dienstzeit angekommen. Der Schützenpanzer nach bald 42 Jahren noch nicht – noch ist er im Einsatz in Afghanistan gefragt, noch ist das Nachfolgemodell Puma nicht in der Truppe angekommen. Mir schien, das fand auch der Minister (der selber ungefähr zur gleichen Zeit wie Langheld Soldat wurde und auch auf dem Marder eingesetzt war) nicht besonders lustig.

47 Kommentare zu „Der General darf in Rente, der Schützenpanzer noch nicht“

  • J. König   |   29. November 2012 - 12:13

    ” Ungefähr zeitgleich, seit Mai 1971, erhielten die Panzergrenadiere ihr damals neues Arbeitsgerät, den Schützenpanzer Marder …”

    Also, ich übte 1973 auf HS 30. Vielleicht waren 1971 andere PzGrenBtl mit Marder bereits versorgt. Das meine nicht.

  • T.Wiegold   |   29. November 2012 - 12:16

    Mai 1971 wurden die ersten ausgeliefert. Bis alle in der Truppe ankamen, dürfte es eine Weile gedauert haben…

  • J. König   |   29. November 2012 - 12:17

    T. Wiegold

    So wird es gewesen sein.

  • chickenhawk   |   29. November 2012 - 12:34

    Waffensysteme muss man durchaus nicht immer so schnell zum alten Eisen legen.

    Die B-52 Bomber der US Air Force wurden zwischen 1952 und 1962 gebaut. Die Flugzeuge sind nicht nur aktuell im Einsatz, sie sollen das den Planungen zu Folge auch bis ins Jahr 2045(!) bleiben.

  • Tom   |   29. November 2012 - 12:34

    Irgendwie fehlt mir in dem Artikel genau die Randbemerkung, um die sich der Artikel dreht.

    Was hat der Minister denn wie gesagt? Und woraus kann man ablesen, dass er den Umstand vielleicht nicht lustig fand?

  • T.Wiegold   |   29. November 2012 - 12:50

    Es war eine – zugegeben kurze, deshalb auch als Randbemerkung bezeichnet – Passage in der Rede des Ministers, in der er darauf verwies, dass manche Systeme länger im Einsatz sind als selbst langgediente Generale… Dass er es nicht so lustig fand, ist meine subjektive Wahrnehmung, deshalb ja auch Mir schien

    Und natürlich gibt es Systeme, die noch viel länger in Gebrauch sind (und gehalten werden). Dennoch kann das angesichts des technischen und technologischen Fortschritts auf allen Gebieten nicht zwingend als Normalfall angesehen werden.

  • Roman   |   29. November 2012 - 13:32

    @ chickenhawk

    Was nicht unbedingt für die Qualität des Systems sprechen muss. Sondern dass die Entwicklungskosten für Nachfolgeprojekte zu teuer sind (B52). Oder das System einen fast unheimlichen Wandel von Auftrag und Fähigkeiten durchgemacht hat.

    Ich hoffe das eine der politischen Parteien den General AD sich angelt und als Berater einsetzen wird. Wäre schade, wenn der Mann so in der Versenkung verschwindet.

  • iltis   |   29. November 2012 - 14:07

    Aus dem optischen Entfernungsmesser unsrer ARI Beobachter hatte man (Stand 1982) mühsam das Hakenkreuz herausgefeilt. Aber nicht das Baujahr: 1942. Und wenn inzwischen niemand mit dem Panzer drübergefahren ist, mißt das Ding noch heute tadellos Entfernungen.

    Allerdings kommt es ohne jeglichen modernen Schnick-schnack aus und es kann noch nicht mal eine Batterie auslaufen. Das alleine wäre für mich ein guter Grund, es noch mal 40 Jahre im Dienst zu belassen.

  • chickenhawk   |   29. November 2012 - 14:22

    iltis | 29. November 2012 – 14:07

    Aus dem optischen Entfernungsmesser unsrer ARI Beobachter hatte man (Stand 1982) mühsam das Hakenkreuz herausgefeilt. Aber nicht das Baujahr: 1942. Und wenn inzwischen niemand mit dem Panzer drübergefahren ist, mißt das Ding noch heute tadellos Entfernungen.

    Bei den Wehrmachtskarabinern 98k, die noch beim Wachbataillon im Einsatz sind, wurde das Herausfeilen der Hakenkreuze bisweilen vergessen.

  • Politologe   |   29. November 2012 - 15:01

    Kommt wirklich drauf an, wofür man so ein Gerät braucht. Wenn man schwer gepanzert langsam durch ein afghanisches Dorf rollt, dann ist der Marder vielleicht tatsächlich noch ganz brauchbar. Wenn er aber im Verbund mit den Leo2 agieren soll, dann merkt man ihm sein Alter sehr an. Ich bin damals nur den federleichten A3 gefahren, und trotzdem war es unmöglich, auch nur halbwegs mit den MBTs Schritt zu halten. Wenn man aufs Gaspedal tritt, produziert das viel Lärm und Qualm, aber wenig Beschleunigung.

  • KeLaBe   |   29. November 2012 - 15:31

    Der unverkennbare Reservist mit rotem Barett und dunkler Sonnenbrille im Hintergrund wäre kraft seiner primären beruflichen Verantwortung übrigens durchaus in der Lage, den pensionierten Generalen eine entsprechende Anschlussaufgabe so lange zu vermitteln, bis auch die ältesten Waffensysteme ausgemustert sind.

  • iltis   |   29. November 2012 - 15:42

    @Politologe: In einem offenen Gefecht mit regulären Truppen wäre der Marder sicher nicht mehr erste Wahl. Um aber in einem Dorf in AFG mit der Tür in Haus zu fallen, reicht es sicher noch die nächsten Jahre. Auch seine Formgebung ist durchaus geeignet, Eindruck zu machen. Mehr Sorgen würde es mir machen, mit dem M113 dort unterwegs sein zu müssen, weil der nicht mal vor einer Kaschi wirkliche Sicherheit bietet

    Die Frage ist doch letztenendes, ob der Einsatzzweck noch erreicht werden kann und ob die Instandhaltungkosten für älteres Gerätes nicht am Ende für einen Neubau spräche.

  • Elahan   |   29. November 2012 - 16:08

    Wir wohnen ja auch in Gebäuden die oft älter sind als wir :-)

    Der Zweck bestimmt den Einsatz und wenn etwas zweckmäßig ist,
    warum sollte es dann nicht eingesetzt werden?

    Nur das Alter ist bei Geräten kein Kriterium!

  • Günter von der Bundeswehr   |   29. November 2012 - 16:31

    @KeLaBa

    Oberst d.R. Weise, gell.

    @Elahan

    …ebenso wie beim Fleisch aus dem EPa.

  • Frank   |   29. November 2012 - 18:31

    Der Marder war halt der erste echte Schützenpanzer auf seiten der NATO, d.h. er hat den Ansprüchen genügt, sein Nachfolger Marder 2 kam nicht weil seine Fähigkeiten nicht von Nöten waren und der Puma ist halt ein Fahrzeug was sich aus den heutigen Bedürfnissen entwickelt hat Ssomit kann man sich in diesem Fall wohl nicht über veraltetes Material beschwehren.
    Analog dazu verhalten sich der Südkoreanische K21 und das GCV der USA.

  • Alarich   |   29. November 2012 - 20:01

    Hallo Frank
    du als Als alter panzerkenner , weist das der Puma nicht das ist was gebraucht wird Natostandard alle neue SPz Konzepte gehen von 9 PzGren aus , der Puma hat gerade mal nur 6 PzGren , deshalb ist die frahge ob er so wie er ist überhaupt im Ausland gekauft wird .Wir können nur gespant sein was als KPz herraus kommt , ob der dann als SPz auch mit 9PzGren gekauft werden kann .
    Die Army baut den M2 auf Urban dafür ist der Puma noch gar nicht Vorgesehen

  • Fernmelder   |   29. November 2012 - 21:10

    Wie der Langheld da wieder ‘rumläuft. Als einer der wenigen Generalstabsoffiziere schmückte WDL sich seinen Dienstanzug immer mit all seinen Orden- und Ehrenzeichen und sah damit auch immer ganz respektvoll aus :) … zumindest habe ich ihn als Generalmajor und Kommandeur der 1. Panzerdivision so kennen gelernt (was nebenher auch nur 3-4 Jahre her ist, daher: Chapeau zu den zwei letzten Sternen).

    Die vier Sterne eines Generals der US-Streitkräfte als Kragenspiegel am Feldanzug und damit in unmittelbarer Nähe zu den deutschen Rangabzeichen, das geht garnicht. Von den metallenen Abzeichen will ich gar nicht erst anfangen.
    Immer wieder schön – und ein beruhigend gewohntes Bild – wenn Stabsoffiziere als schlechtes Beispiel voran gehen. Aber vielleicht ist das Bild auch nur aus dem Kontext gerissen …?!

  • Bang50   |   29. November 2012 - 22:16

    @Alarich

    Welche SPz Konzepte sollen das sein?

    Sie verwechseln gerade IFVs (Marder,Puma, Warrior, Bradley) mit APC`s (Boxer, Stryker, Namer etc..)

    Der Namer ist ein wundervolles Beispiel für Ihre Forderung:
    – 9 Mann Absitzstärke
    – gepanzert gegen schultergestützte Panzerabwehrwaffen

    Spezifikationen die zu folgenden Eigenschaften führen:
    – 60 Tonnen Gewicht
    – keine BMK Hauptbewaffnung

    Ihre Forderung ist also einigermaßen utopisch und stellt sicher keinen Trend in der NATO dar, wenn man von einem klassichen IFV Konzept ausgeht.

  • Alarich   |   29. November 2012 - 22:56

    Hallo Bang50

    auch das neuste US nachfolger Modell soll 9 PzGren und MK40 bekommen
    der wird immer schwerer .
    und soll die Neue Ausrüstung auch hinein bekomen

    bei dem Boxer Konzept hat auch schon den Nachteil das der Platz für IdZ II sehr eng wird es soll evtl ein Neuer boxer A 2 kommen gesehen hab ich bis jetzt noch keinen .
    wenn die PzGren auch Idz II bekommen wird der platz auch wenniger .
    Wie Sie richtig schriben geht das alles auf Gewicht . in den USA ist das egal

    Und der Dänemark M113 nachfolger tritt FFG mit einem Fahrzeug an für 12 Mann Besatzung Past .
    Jetzt wird wohl die frage kommen wenn der neue von USA gesetzten 9 PzGren kommt ob der CV 90 an der Ausstiegtür auch ein Platz hinein Passt

  • Bang50   |   29. November 2012 - 23:15

    @Alarich

    Sie würfeln gerade einige Dinge durcheinander.

    Der Bradleynachfolger ist eine Konzeptstudie.
    Man möchte:
    – 40mm BMK
    – Schutz gegen Panzerabwehrwaffen
    – große Absitzstärke

    Gewicht ist mit ca. 65 Tonnen angesetzt – die Kritik demensprechend. –> Das Projekt mit diesen Spezifikationen wird niemals eine grüne Wiese unter die Kettenglieder bekommen.

    Ein Boxer bietetet momenten von allen APC`s den größten Stauraum. Wenn es im Fahrzeug enger wird, dann deshalb, weil die Infanterie immer mehr Ausrüstung mitführt. Dieser Umstand trifft jedoch auf alle APC`s und IFV`s besonders zu.

    Für das dänische Programm, bewerben sich Kettenfahrzeuge (mit geringer Absitzstärke oder geringem Schutz) sowie Radfahrzeuge (auch Boxer). Für was sich Dänemark entscheided, ist völlig offen.

    Schauen Sie sich bitte den Unterschied zwischen IFV`s und APC`s an. Diese verwechseln Sie nämlich am laufenden Band.

  • Elahan   |   29. November 2012 - 23:23

    @Fernmelder

    Abzeichen und dann noch nicht nach Vorschrift, was ist nur aus dem Heer geworden?

    Eitelkeit ist eine Zier, doch der Offizier lebt besser ohne ihr :-)

  • Alarich   |   29. November 2012 - 23:55

    Hallo Bang50

    Dänemark ist auch ein Nachfolger für M113 der darf auch Leichter sein
    es sind 2 Auschreibungen aber wie viel rad und Kette ist nocht nicht entschieden
    aber es sind 2 eimal Kette einmal Rad
    FFG G5
    CV 90 A…..
    einer von Rhnn aber keiner weis ob das der Puma ist oder nicht
    und der Spanische A???? den ÖBH als Ulan auch hat

    und radfahrzeue
    Art?? mit Boxer
    Mowag Pirania
    auch ein Rhnn soll im laufen sein ?
    genarl auch nochmal 1ner
    Endscheidung in einem Jahr

    aber in Deutschland ist das Problem das der Puma als verladbres Fahrzeug sein mußte das hat sein nachteil , wohl der Pum eine gute Platform auch währe für eine Fahrzeug Familie der leider nicht betrieben wird , wegen der geringe Stückzahl bis 2020
    Baer FFG G5 mit 12 mann ist nicht gerade gering CV 90 Ar…. wird mit Waffenstion berieben der hat dann vielleicht auch mehr Platz aber das weis ich auch nicht

  • Commander   |   30. November 2012 - 7:23

    @Alarich, es ist schwer, Ihnen zu folgen. Ich gebe aber Bang50 recht.
    ZumCV 90, dieser hat klassischerweise Platz für Fahrer, Richtschütze und Kommandant sowie 8 Mann im hinteren Kampfraum. Sie sprechen vermutlich den CV 90 Armadillo an. Dieser hat keinen klassischen Turm, sondern eine fernlenkbare Waffenstation. Aber auch diese muss bedient werden. Also mit Richtschütze, der Kommandant fällt auch nicht weg, beide sitzen jetzt nur in der Wanne selber. Mehr Platz gibt das nicht.

  • Kerveros   |   30. November 2012 - 11:39

    @Fernmelder:

    Das ist halt Fuehrungskultur 2000+ ab spaetestens A15 aufwaerts… dem Fussvolk Brot und Wasser predigen und selbst dann in aller Oeffentlichkeit Wein saufen…

    Die amerikanischen Abzeichen nehme ich ihm noch nichteinmal so uebel… es wuerde in der NATO so manche Konfusion verhindern, wenn man sich auf EINEN Standard fuer Dienstgradabzeichen einigen wuerde und die amerikanischen kennt eben jeder… Aber die Taetigkeitsabzeichen sind ein Witz, ebenso wie der Notausknopf im Hintergrund. Das ist aber nichts besonderes auf diese Personen bezogen, sondern ein Typisches Bild in den groesseren Lagern der Bundeswehr im Einsatz…

  • LTC007   |   30. November 2012 - 11:53

    Das sagt doch alles über den Stellenwert der Streitkräfte in unserer Gesellschaft.

  • iltis   |   30. November 2012 - 12:04

    Oh Mann, worüber sich doch alles so trefflich streiten lässt. Das Thema korrekter Dienstanzug ist eine solche lächerliche Veranstaltung, weil in typisch deutscher Tradition ein Riesenfaß aufgemacht wird, statt denen, die es übertreiben der jeweilige Chef mal den Kopf zurecht setzt. Das erinnert mich an die Haupt- und Staatsaktionen, die sich rund um die allseits beliebten Reservistenkordeln meiner Dienstzeit. Offen an der Schulterklappe? Halboffen an der Koppelschlaufe? Oder nur als Schlüsselanhänger geduldet? Alles konnte zusammen an einem Standort vorkommen und konnte selbigen bei Bedarf schon mal einen halben Tag lang auslasten.

    Der Herr General sieht meiner Meinung nun nicht gerade übertrieben behängt aus. Wo ist das Problem oder ist es so unscheinbar, daß mir nur nicht auffällt?

  • Voodoo   |   30. November 2012 - 12:11

    Schon mal drauf geachtet, wer das Photo geschossen hat? Langheld trägt die US Rangabzeichen, damit er zweifelsfrei von unseren kühnen Verbündeten identifiziert und addressiert werden kann. Das habe ich schon öfters gesehen und auch erlebt, warum man das bei hochrangigen Gästen manchmal macht: Das gemeine US Frontschwein kennt zumeist keine (oder nur wenige) deutsche Rangabzeichen und scheut sich daher nicht davor, als E-3 auch mal einen Major mit “Hey dude” anzureden. Das mag bei einem Major lustig sein, kann aber durchaus peinliche Züge annehmen, die man auf amerikanischer Seite vermeiden möchte.

  • Alarich   |   30. November 2012 - 13:11

    Hallo Commander Hallo Bang50

    Da finde ich Famileien Konzept der Russen nicht schlecht

    http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=ru&u=http://gurkhan.blogspot.com/&prev=/search%3Fq%3Dhttp://gurkhan.blogspot.com/%26hl%3Dde%26client%3Dopera%26hs%3Duc9%26rls%3Dde%26channel%3Dsuggest%26prmd%3Dimvns&sa=X&ei=52k-ULqiLsTMsgbZzYGIDQ&ved=0CCsQ7gEwAA

    So was währe beim Puma auch gegangen
    und ich hoffe das mit neuen KPz Konzept das ja dieses jahr mal Vorgestellt wird aber wir haben schon Fast Dez und es ist immer noch nicht s bekannt , das so Ählich auch kommt

  • Auchmal   |   30. November 2012 - 18:26

    Don’t feed the troll …

  • Thomsen   |   30. November 2012 - 20:03

    @ Politologe | 29. November 2012 – 15:01:

    Bild anschauen:

    http://up.picr.de/12650138ar.jpg

    ISAF, vor ~ zwei Jahren. ;-)

  • Helge Wilker   |   30. November 2012 - 20:54

    @ Thomsen:

    Schick – was hat die Besatzung da bloß in den Tank getan…?

  • Thomsen   |   01. Dezember 2012 - 8:22

    Unbändigen Siegeswillen und hohe Motivation, das Allheilmittel deutscher Wehrtechnik und Sicherheitspolitik.

    @ Voodoo:

    “Das gemeine US Frontschwein kennt zumeist keine (oder nur wenige) deutsche Rangabzeichen und scheut sich daher nicht davor, als E-3 auch mal einen Major mit “Hey dude” anzureden.”

    …oder einem Oberleutnant morgens zur Begrüßung ins Gesicht zu rülpsen, aber das nur am Rande.

  • Roman   |   01. Dezember 2012 - 9:47

    @ Thomsen/voodoo

    Vielleicht sind ihm (dem US-Frontschwein) die deutschen Dienstränge auch egal, da er die Inflation der deutschen Dienstränge gerade in seinem Bereich miterlebt hat. Wenn heute eine (Einsatz-) kompanie antritt. dann hab ich so viele Pommesgeneräle, Hauptfeldwebel als max. Gruppenführer usw. da stehen, da würde ich als Specialist auch drüber lachen und nicht mehr grüßen.

  • iltis   |   01. Dezember 2012 - 12:05

    @Thomsen: 85 Klamotten, das geht, wenn das Teil entweder frisch aus der Inst kommt oder auch später von guten Leuten ordentlich behandelt wird.

    Wenn wir vor Jahren einen M113 von der Bahn abholten (aus der Inst) dann lief er problemlos 75 bis 80 auf der Landstraße und dabei brannte der Motor mit rauchlosem Indianerfeuer ab. Nach einem halben Jahr im Standort hatten die Kameraden ihn dann meist schon wieder soweit, daß er gerade noch 65 bis 70 lief und qualmte wie ein kohlengefeuertes Schiff.

    Da wurde halt Sommer wie Winter die Rampe runtergelassen wurde um einmal täglich die Schraubenschlüssel im Werkzeugkasten nachzuzählen. Dann Motor an, mit Vollgas Rampe hochfahren und Motor nach einer Minute wieder aus.

    Oder der Oberknaller: Winter mit -25° jede Nacht. Befehl vom Btl, daß alle Bagger morgens einmal anzulassen und 10 Minuten lang die Batterien zu laden sind. Als Techniker steht man da fassunglos dabei und schaut zu, wie sich große Mengen an Steuergeld in Rauch und Verschleiß verwandeln. Glücklicherweise hat sich mein Chef drauf eingelassen, das Nachladen der Batterien mit dem Moppel über die Fremdspannungsdose zu machen, aber der Befehl lautete eigentlich anders.

  • Voodoo   |   01. Dezember 2012 - 12:47

    Solche Befehle entstehen, wenn die betreffenden Soldaten keine Ahnung davon haben, mit welche technischen Möglichkeiten ihre Fahrzeuge ausgestattet sind.

    Anderes Beispiel: Antennensätze beim Leopard 2. Aufgrund der überlangen, alten Antennen stand in der Vorschrift noch “Antennen werden abgespannt.” Diese Sätze wurdem aber schon lange (ich glaube irgendwann in den 90ern) gegen neue, zweigliedrige Antennenstäbe ausgetauscht, nur leider vergaß man dabei die TDv auch zu ändern. Ergebnis: Jede Menge kaputtgebrochene Antennen an der Panzertruppenschule, weil die verknöcherten Herren Hörsaalfeldwebel (und manchmal leider auch der Hörsaalleiter) auf ein Abspannen bestanden haben. Erst als sich der Materialwart weigerte, neue Antennen herauszugeben, wurde das Problem logisch angegangen…

    Fremdspannungsdosen, Verbindungsschnittstellen Fernmeldekabel (Verbindung Panzer-Panzer)… alles Hexenwerk, was keine Sau mehr kennt…

  • iltis   |   01. Dezember 2012 - 13:21

    Ja, das mit den Antennen war schon immer ein Spaß für sich. Erst wurde das AGAT ohne Abspannung abgestimmt (SEM25) dann die Anlage mit herunter gebunderner Antenne betrieben. Alles wundert sich, daß man zu wenig Reichweite hat und statt dessen die Endstufe das Auto heizt.

    In manchen Fällen konnte sich der sachverständige GWDL aber mit seiner Meinung beim TO (Major) durchsetzen. Eigentlich kein schlechtes Zeichen oder?

  • Thomsen   |   01. Dezember 2012 - 15:31

    @ Roman | 01. Dezember 2012 – 9:47

    “Vielleicht sind ihm (dem US-Frontschwein) die deutschen Dienstränge auch egal,”

    Das erlaubt natürlich umgehend jeglichen Verzicht auf zivilisierte Umgangsformen. Fürwahr, auch bei deutschen HG´s aus dem “Eckensteher-und-Bodenspucker”-Milieu zu beobachten. Aber wehe man stellt diese Mängel dann auch noch ab, dann ist man ja der Böse. Naja, wer es sich gefallen lässt…

    Aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass Sie mit Ihrer Annahme grundsätzlich falsch liegen, zumal es sich bei der angesprochenen Situation um einen Captain handelte. Spätestens wenn die Herrschaften sich die Abzeichen vergegenwärtigt haben ist die nötige Distanz wieder automatisch hergestellt.

    @ iltis: ich weiss, aber dadurch dass seit Fuhrpark, HIL und ähnlchem Schmu die Böckje ja verhurt werden sind diese Zeiten leider weitestgehend passé.

  • Memoria   |   01. Dezember 2012 - 15:46

    Das obige Bild sagt viel über den Zustand der Bundeswehr.
    Vorschriften gelten eben nur für die “Arbeitsebene” – dort werden sie aber von den gleichen Leuten rigoros durchgesetzt – während man bei seines gleichen Nachsicht walten läßt.
    Der Herr im Hintergrund sollte sich dringend für die nächste Pro7-Bundeswehrkomödie als Hauptdarsteller bewerben.

    Und ob der Marder ab 2014 IM EINSATZ wirklich vom Puma abgelöst wird glaube ich nicht.
    Die grundlegenden Probleme (Laufwerk, etc.) sind ja weiterhin ungelöst.
    Zudem sind einsatznotwendige Anpassungen (z.B. IED-Jammer) noch nicht einmal angedacht.

    Vom Einsatz her denken…

    Der Marder wird also bis mindestens 2014 herhalten müssen – mit all seinen bekannten Vorzügen, aber auch den Defiziten.

  • iltis   |   01. Dezember 2012 - 16:19

    @Thomsen: Ich weiß, ich rede von der Bw, die es so nicht mehr gibt. Auch das Gerät, das ich noch kenne, ist zu großen Teilen Geschichte.

    @Memoria: Was ist denn an dem Rotkäppchen so schlimm, außer daß sein Spoiler verrät, daß sein Sportabzeichen verjährt ist? Ich kenne ja die Feinheiten der heutigen Anzugordnung nicht. Zugegeben, sein Barett sitzt furchtbar (auch wenn mir die Farbe als ehemaligem ARI zusagt…)

  • T.Wiegold   |   01. Dezember 2012 - 16:21

    Leute, ihr wisst inzwischen alle, wer der Oberst d.R. im Hintergrund ist. Habt ihr schlechte Erfahrungen mit dem Arbeitsamt, pardon, der Arbeitsagentur gemacht?

  • Memoria   |   01. Dezember 2012 - 17:00

    @T.W.:
    Jetzt hab ich ihn auch erkannt
    Wenn man als Oberst unterwegs ist, dann sollte man sich auch entsprechend anziehen können.
    Egal ob Reservist oder Aktiver. Arbeitsagentur hin oder her.
    Aber es gibt natürlich Wichtigeres.

  • Thomsen   |   02. Dezember 2012 - 16:33

    Nöö, wer ist das denn?

  • Roman   |   02. Dezember 2012 - 17:10

    Es wird bereits im 14. oder 15. Post erklärt:

    Günter von der Bundeswehr | 29. November 2012 – 16:31

    @KeLaBa

    Oberst d.R. Weise, gell.

    Seines Zeichens Chef der Arbeitsagentur.

  • O. Punkt   |   05. Dezember 2012 - 22:02

    Auf Langheld folgt Domröse.
    Aber wer folgt Domröse als DMV beim NATO-Militärausschuss?
    Gibt es da schon öffentliche Informationen?

    Die öffentlichen Homepages der jeweiligen Institutionen sind da wieder einmal hinterher.

  • Alarich   |   05. Dezember 2012 - 22:11

    Hallo Kann mir jemand Erklären warum jetzt im Auslandeinsatz alle Einheiten mit scharfschützen ausgestatet werden und die auch G28 Erhalten
    so hab ich ein Bild eines log Btl gesehen das die einer mit G28 Ausgestatet wurde

    werden Zukünftig in den Stan die dann auch eingeführt oder werden die Ausgebildete nach dem Auslaneisatz die Ausbildung wieder Verfallen gelasen ??

    Auch der Marder hatte erhebliche Probleme so das Öl soll in die Wanne gelaufen sein und und

  • Memoria   |   05. Dezember 2012 - 22:15

    @O. Punkt:
    Neuer DMV wird Bentler (z.Zt. in Ulm).

  • as   |   09. Dezember 2012 - 12:20

    @Alarich:
    Ohne das Foto gesehen zu haben, könnte es auch ein Kampfmittelbeseitiger sein. Die des Heeres gehöhr(t?)en zur Instandsetzungstruppe und sind oder waren somit Logistiker. Scharfschützengewehre werden dort zum Beschuss von Kampfmitteln eingesetzt (ganz früher G3ZF, später G22).
    Eine andere Möglichkeit wäre schlicht der Selbstschutz. Logistik sichert sich ja eigentlich immer selbst. Von daher gibt’s sicher die eine oder andere Verwendungsmöglichkeit für ein DMR auch in der LogTr.