US-General nach Kritik an Karzai gefeuert

Das ging fix: Erst am (gestrigen) 3. November hatte der US-Generalmajor Peter Fuller, stellvertretender Kommandeur der NATO-Ausbildungsmission in Afghanistan, Kritik am Verhalten afghanischer Regierungsmitglieder und auch an Präsident Hamid Karzai geübt. Noch nicht mal einen Tag später reagierte der ISAF-Kommandeur, US-General John Allen: Fuller wurde von seinen Aufgaben entbunden. Diese unglücklichen Kommentare spiegeln nicht unsere stabile Beziehung zur Regierung von Afghanistan wieder, zu ihrer Führung, oder zu unserem gemeinsamen Bekenntnis, hier in Afghanistan Erfolg zu haben.

Und was hatte Fuller – übrigens bei einem Heimatbesuch – so schlimmes gesagt? Im Gespräch mit dem Online-Magazin Politico hatte er beklagt, die afghanische Regierung sei fern der Realität – unter anderem mit ihren Wünschen nach Waffen- und Ausrüstungshilfe. Ohne anzuerkennen, was die USA ihnen schon alles an Hilfe geboten hätten.

(Foto: U.S. Army/NATO Training Mission Afghanistan)

Fregatte „Köln“ versenkt Piratenboote

Die deutsche Fregatte Köln, unter dem Kommando der EU-Antipirateriemission Atalanta am Horn von Afrika unterwegs, hat am Freitag – erneut – eine Piratengruppe gestoppt und ihre Boote versenkt. Die Besatzung der Köln stoppte einen so genannten Whaler, der als Mutterschiff eingesetzt wurde, und ein dazu gehörendes Skiff, ein schnelles Motorboot, 60 Seemeilen (rund 100 Kilometer) vor der Küste Tansanias. Bei Annäherung des Hubschraubers der Fregatte hatten die sieben mutmaßlichen Piraten an Bord Waffen und Ausrüstung ins Meer geworfen. Die beiden Boote wurden zerstört, nachdem die Köln die Seeräuber an Bord geholt hatte.

(Hier die Meldung der Bundeswehr dazu.)

Die Köln war in den vergangenen Wochen schon recht aktiv gewesen.

Das Seegebiet zwischen Tansania und den Seychellen hat sich in den vergangenen Tagen als eines der Hauptaktionsgebiete somalischer Piraten nach dem Ende des Monsuns erwiesen. Am Freitagmorgen war nach NATO-Angaben ein Fischtrawler 270 Seemeilen südwestlich der Seychellen gekapert worden; etliche Angriffe in dieser Region in den vergangenen Tagen blieben allerdings erfolglos, wie ein Blick auf die aktuelle Karte des NATO-Schiffahrtszentrums zeigt:

(Karte: NATO Shipping Centre)

Kosovo: Es tut sich wieder was?

Wie üblich erst mal nur spärliche Hinweise: Nach Angaben serbischer Medien  hat KFOR damit begonnen, im serbischen Norden des Kosovo die Barrikaden am Grenzübergang Brnjak zu räumen.

Im Gegenzug bauen die kosovarischen (?) Serben eine neue Straßensperre auf. Das Fragezeichen deshalb, weil es Hinweise darauf gibt, dass diese neue Barrikade außerhalb des Kosovo auf serbischem Territorium liegt und damit dem Zugriff von KFOR entzogen ist, auch wenn damit der Grenzübergang blockiert ist.

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