Deutscher Soldat bei Kundus verwundet

Bei einem Anschlag mit einer Sprengfalle ist am Freitag ein deutscher Soldat im Distrikt Char Darrah bei Kundus mittelschwer verwundet worden. Sein Zustand sei aber stabil; er befinde sich bereits im Feldlazarett in Masar-i-Scharif zur weiteren Behandlung, bestätigte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Der Soldat saß bei dem Anschlag in einem – geschützten – Fahrzeug vom Typ Enok, das schwer beschädigt wurde.

Mehr Details kommen wohl noch.

Die Infos auf bundeswehr.de: Sprengstoffanschlag auf deutsche Patrouille

Bundeswehr LAPV Enok

Foto: Thiemo Schuff (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0-de (www.creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

8 Kommentare zu „Deutscher Soldat bei Kundus verwundet“

  • T.Wiegold   |   09. September 2011 - 13:41

    @Heiko

    Das hatte ich noch für einen eigenen Thread vorgesehen; da gibt es deutlich mehr Detailinfos.

  • Heiko Kamann   |   09. September 2011 - 13:48

    @ JCR
    Geschmacklos

  • Voodoo   |   09. September 2011 - 14:25

    Wie wäre es mit btt, es wird ja ein extra Artikel dafür aufgemacht…

    Ich frage mich, ob das jetzt eine gute oder schlechte Nachricht ist, sprich: Hat der ENOK sich bewährt, oder wäre dem Soldaten in einem anderen Fz weniger zugestoßen (ausgenommen vom Wolf MSA, den man wahrscheinlich jetzt nicht mehr wiedergefunden hätte)?

  • MK   |   09. September 2011 - 16:59

    @Vodoo

    Das kommt wohl ganz auf die Menge und Art des verwendeten Sprengstoffs an, wenn man dahingehend qualifizierend bewerten will, ob ein Fahrzeug sich bewährt hat.

  • Horst   |   09. September 2011 - 18:45

    @Voodoo

    Außerdem müßte man die genaueren Umstände kennen. Zum Beispiel: Verletzungsart, -umfang, -hergang etc. War eine Tür/Luke offen? Herumfliegende (Ausrüstungs)gegenstände? …
    Der Enok ist nach Stanag Level 2 geprüft, der Dingo(2) Level 3, Fennek Level 3, Boxer 3b, Wolf SSA ist Level 1, wobei hier teiweise nochmal nach Minen- und ballistischem Schutz unterschieden wird. Über die Schutzwirkung von den MSA-Fahrzeugen oder anderen ungeschützten Sonderfahrzeugen wollen wir lieber nicht reden und auch die werden manchmal außerhalb der Campmauern bewegt.

  • Bang50   |   09. September 2011 - 19:02

    Enok geschützt nach STANAG 4569:

    Ballistisch Level 2: 7,62 × 39 mm API BZ auf 30 Meter bei einer Geschwindigkeit von 695 m/s

    Mine/IED Level 2a: Explosivpanzerminen mit 6 kg TNT: 2a – Aktivierung durch überfahren unter einzelnem Rad oder Kette.

  • cynic2   |   11. September 2011 - 11:10

    Meinen Glückwunsch an die deutsche Rüstungsindustrie, die nicht nur erfolgreich die Einführung des EAGLE IV um ein Jahr verzögern konnte, sondern der Bundeswehr auch noch ein unbewaffnetes geschütztes Transportfahrzeug andrehen konnte, das wiederum keiner braucht. Ironie aus.

    Ob sich dieses Fahrzeug beim gemeldeten Anschlag bewährt hat oder nicht, erschließt sich auch mir nicht. Fakt ist, das ein weiteres Fahrzeug mit eigenen Ausbildungs- und Ersatzteilerfordernissen eingeführt wurde, welches in Panzerung, Stauraum und Bordwaffen, hier Schwerpunkt, bereits eingeführten Mustern klar unterlegen ist. Der Enok weist aufgrund erkennbarer Panzerung nicht mehr die Unauffälligkeit des Wolf SSA im Straßenbild auf, reicht aber nicht an die Panzerung und Bewaffnung der Level 3 Fahrzeuge heran. Es handelt sich damit um einen schlechten Kompromiss, der mal wieder als Erfolgsgeschichte der deutschen Rüstungsindustrie verkauft wird und angeblich Arbeitsplätze auf Kosten der Streitkräfte sichert.

    Ich hoffe der Kamerad erholt sich von seinen Verletzungen.

  • Bang50   |   11. September 2011 - 19:01

    Und ich dachte die BW entscheidet was beschafft wird….ist das mit dem ENOK nicht so eine:“Generäle fahren nicht in einem Dingo wie der gewöhnliche Soldat, Generäle fahren in einer G-Klasse. Das sieht cool aus“ Geschichte?